Wahl in Hamburg


Hamburg Wahl 2008

hamburg-wahl.jpg

auch wenn Politik, noch dazu Hamburger Politik hier vermutlich niemanden interessiert, muss ich mich mal zu meinem Problem mit der Hamburger Wahl äussern.

Auch wenn deutsche Wahlen ja zum Glück frei und geheim sind, ist es kein Problem für mich, zu erklären, wie ich wählen werde – und vor allem warum ich so wählen werde – oder letztdendlich warum ich vielleicht doch nicht so wählen würde.

Nun ist in knapp drei Wochen die Hamburg Wahl und ich werde wohl zum letzten Mal in Hamburg wählen dürfen. Nun ist Hamburg ja meine Heimatstadt und ich werde ihr immer verbandelt bleiben, also werde ich dort auch wählen und in drei Wochen mal wieder nach Hamburg fahren.

Nun ist Hamburg ja seit jeher ein eher links wählendes Bundesland, leider ist dieses aber eher Vergangenheit, denn seit Ole von Beust mit seiner CDU im Hamburger Rathaus sitzt, schaut es schwierig aus in Hamburg für alles, was links der CDU steht.

Für mich bedeutet das irgendwie ein Problem.

Fakt I:
Generell finde ich es besser, wenn die SPD den Hamburger Bürgermeister stellt. Der CDU gegenüber ist das ein großer Schritt nach vorne.

Fakt II:
Die SPD schafft das alleine nicht.

Fakt III
Ich bin seitjeher in Hamburg „Grün“ Wähler, weiss aber, dass es die SPD zusammen auch mit den Grünen nicht schafft, mehr Stimmen zu vereinen als Schwarz Gelb.

Das Zünglein an der Waage ist also die Linke… Nun finde ich ja generell oskars und Gregors Linke tendenziell unwählbar, aber nur wenn die in den Hamburger Senat kommen, habt schwarz/Gelb keine Mehrheit…

Ich muss also wie folgt wählen:

Links!
Damit die Linke über die 5% Hürde kommt, und Schwarz Gelb keine Mehrheit hat. Nur so ist es möglich, dass am ende eine Politik näher Links herausspringt als die letzten Jahre. Ohne diese Option hätte alle weiteren Überlegungen keinen Zweck.

SPD!
Damit, sollte die Linke in den Senat kommen, und eine große Koalition herausspringt, wenigstens die SPD eine möglicht hohe Verhandlungsmacht hat.

Grün!
Damit, sollte die Linke ins Rathaus kommen und am Ende eine Ampelkoalition herausspringen, die Seite rechts der SPD weniger Gewicht als die Seite links der SPD hat

Ich muss also bei einer Stimme gleich drei Stimmen verteilen. Schwierig dieses Taktische Wählen…

wahl-o-mat.jpg

Vielleicht werde ich mich aber auch einfach durch den Wahl-O-Mat leiten lassen, der mich als SPD-Wähler sieht. Siehe da, ich stehe der SPD näher als der GAL und der FDP näher als der CDU? Wer hätte das gedacht… Ich nicht

…zumindest muss ich nicht auch noch aus Prinzip Olivia Jones eine Stimme geben, denn sie hat ihre Kandidatur zurückgezogen, als sie gemerkt hat, dass sie vor allem dadurch den Grünen Stimmen klaut. Das wollte sie dann doch nicht…


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5 Gedanken zu “Wahl in Hamburg

  1. Dann lies mal die FAZ von heute – der Naumann von der SPD ist der größte Dünnbrettbohrer nördlich der Mainlinie – und den willst Du im Rathaus des schönen Hamburgs sehen???

  2. Ehrlichgesagt geht es mir weniger um den Bürgermeister als um die Politik. Und Ole ist ja auch eher ein guter Reprasentatnt als ein guter Bürgermeister

  3. Mit der Linken im Parlament werden Mehrheiten zukünftig immens erschwert, da mit denen ja keiner spielen mag (was ich verstehen kann). Oftmals wird da die große Koalition zur einzigen gangbaren Alternative und das ist beileibe keine gute! Insofern ist der Einzug der Linken nicht unbedingt wünschenswert.
    Übrigens, dass du den Liberalen naher stehst als den Christdemokraten, überrascht mich nicht. Schließlich sind die noch etwas weltoffener.
    Btw, mir bescheinigt der Automat I’m a gal… 😉

  4. Laut einer Infratest-dimap-Umfrage von Ende Januar kame Schwarz-Gelb auf 46% und Rot-Grün auf 43%, das scheint für Rot-Grün ja noch nicht verloren. Zumal die FDP da gerade auf 5% kam und somit auch noch zittern muss.
    Aber ich muss mir ja keine großen Gedanken darüber machen, wir Südlander sind da ja in der Rolle der interessierten Zuseher…

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