Knutschen gegen Homophobie


Knutschen gegen Homophobie.

Bild by Sebastian Goldhagen

Generell habe ich immer eine kleines Problem damit, laut aufzuschreien, wenn irgendwo etwas passiert ist, von dem ich nur eine Seite der Medaille kenne… Nun hat ein schöneberger Eiscafebesitzer zwei Lesben des Laden verwiesen. Diese schreien „Homophobie“ er sagt bestreitet den Rausschmiss nicht sondern erklärt dieses mit einigen anderen Dingen. Die Wahrheit – liegt vielleicht wie so oft irgendwo dazwischen. Zumindest sagt die Pizzerei daneben, sie hätten auch immer Probleme mit dem Eiscafeinhaber und sie würden sich davon distanzieren…. Offensichtlich scheint es sich also bei dem Besitzer des Cafes tatsächlich um eine schwierige Person zu handeln… Laut Maneo war das ganze wohl auch kein Einzelfall, inofern ist ein Protest durchaus angemessen. Aggressiven Protest lehne ich zwar ab. Kreativen, positiven Protest unterstütze ich allerdings vorbehaltlos. Und diesen gab es in diesem Falle.

Bild by Sebastian Goldhagen

Unter dem Motto „DOLCE FREDDO – JETZT WIRD GEKNUTSCHT“ sollte die Schwule Community zeigen, was sie davon hält. Nämlich nix. Dabei das nützliche (auf Homophobie hinweisen und dagegen zu demonstrieren) mit dem angenehmen (hemmungsloses Knutschen) zu verbinden. Klasse Idee und viel aufmerksamkeitsstärker als einfach nur „Homophobie“ zu schreien und ein Eis weniger zu schlecken.

Das sollte man da aber eh nicht, denn laut Morgendpost gab es da folgendes Mikrobiologische Ergebnis: Höchstwert an coliformen Keimen überschritten…. In doppelten Sinne ist da also der Verzehr des Eises nicht zu empfehlen.

Und wenn man die Bilder sieht, dann war das eine sehr erfolgreiche Aktion, die ich nur unterstützen kann. Und gerüchteweise gab es sogar eine natürliche Regenbogenflagge am Himmel im Rahmen dieser Aktion. Hut ab!

Bild by DJ Divinity


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