Ocean Drive – Miami Beach

16.10.2009 – Miami

Ocean Drive

Mal ein paar Worte zum Ocean Drive in Miami Beach.. Er ist eine Legende. Strassen, die selbst in anderen Ländern bekannt sind und einen solch klingenden Namen haben, wie eben der Ocean Drive gibt es kaum welche. Miami hat zumindest keine zweite zu bieten, die beispielsweise von der Lighthouse Family besungen wurde. Wie gesagt. Legendär!

Und wie das mit Legenden nun mal so ist, sie sind weniger spannend, wenn man sie genauer durchforstet. Nun komme ich aus Hamburg und kenne die Reeperbahn und ich lebe in Berlin, da muss sich eine Straße schon sehr anstrengen, um mich zu zu beeindrucken. Der Ocean Drive hat das nur knapp geschafft.

Klar, die Häuser sind toll, er liegt eben im Art Deco District von Miami und alle Hotels dort sind in ebendiesem Art Deco Stil gebaut. Aber das Wort Hotels ist schon eines der Probleme das Ocean Drive. Er ist zum einen viel kleiner als ich ihn mir vorgestellt habe, einen Kilometer lang vielleicht und zum zweiten eben fast nur mit Hotels und Restaurants bevölkert. Einige Bars dazwischen, das war es. Auf der anderen Seite ein Park und dahinter das Wasser, man steht also auf dem Ocean Drive und sieht nicht einmal das Wasser.

Eine der Ausnahmen war eine Tropico Bar mit leicht bekleideten Bedienungen und einem Mann am Eingang, der drei Papageien auf den Armen und sonstwo hat, hier kann man super Essen. Ein wunderbarer Tropico Salat mit Shrimps und Hähnchenfleisch, mit tropischen Früchten ein Gedicht. Das Beste essen auf meiner Reise mit dem besten Mojito, den ich auf der Reise trank – und ich fuhr immerhin nach Miami nach Kuba.

Dazu natürlich die Palace Bar mit den Drag Shows von Freitag bis Sonntag und noch so zwei bis drei andere Bars. Das war es schon. Gelinde gesagt haben Grömitz oder Timmendorfer Strand das auch und die liegen nur 40 Minuten von Hamburg entfernt… Okay mit anderen temperaturen zumeist, das gebe ich zu, aber sooo spannend ist der Ocean Drive nicht.

Aber man kann dort wunderbar unter einer Palme im Rasen und im Schatten liegen und sich über die Musik aus der Palace Bar freuen, wenn man keine Lust mehr auf Sonne hat.

Ob das allerdings für einen Besuch am Ocean Drive reicht? Mit Miami im Hintergrund und den Möglichkeiten, die diese Stadt bietet sicherlich. Nur diese strasse. Sicherlich nicht.

Warum die ganzen aufgedonnerten Kisten den Ocean Drive hoch und runter fahren müssen, leuchtet mir nicht ganz ein Hummer, Corvettes und teureres cruisen da entlang – ohne jemals anzuhalten… diese Wochenend-Beschäftigung muss mir noch einmal jemand erklären…

Ich kann auf jeden Fall sagen: Ocean Drive, Miami Beach, South Beach? Kenne ich alles.

Air Jamaica & Kingston Airport

Okay, 3:40 aufstehen um eine Fahrt nach Fort Lauderdale und einen Flug nach Kingston anzutreten ist wirklich hart.

Air Jamaica

Ich bin ja nun wirklich kein Verfechter, der “Morgenstund hat Gold im Mund” Theorie. Genaugenommen halte ich sie für falsch. Ich habe das in ganz vielen offenen Mündern gesehen, die alle gähnten…. Aber da es nun mal keinen echten Flug Miami Havanna gibt, musste ich mich mit dem Flughafen 20 KM von Miami und dazwischen mit Kingston aushelfen und sehr früh ausfstehen.

Das war nun also eine Woche Miami, ich habe so viel erlebt, dass ich eine ganze weitere Woche davon zehren kann und obgleich ich (hoffentlich) längst auf Kuba bin, nerve ich noch immer mit Miami… Nundenn hier gibt es eben noch WLAN

HIER ist in diesem Fall der Kingston Airport, wo mich die Air Jamaica hingeflogen hat und wo ich wieder einmal einen Zwischenstopp habe. 2 1/2 Stunden sind es diesesn Mal, die ich überbrücken muss, bevor es weitergeht.

Kingston Airport, alles hier riecht irgendwie spicy, das liegt an den Gewürzständen, nicht jedoch am Bob Marley  Souvenirstands, solche Gerüche kann ich hier nicht vernehmen, dafür müsste ich wohl nach Kingston reinfahren. Geht aber nicht, da ich ja nur Durchgangspassagier bin und Jamaica so garnicht betrete.

Flughafen Kingston - Bob Marley Souvenirs

Der Flughafen ist aber klasse, hier gibt es Strom und das beste W-Lan, dass sich mir auf meiner Reise bisher geboten hat – gratis noch dazu, die Sitze sind bequem und alle paar Minuten wird die richtige Local Time angesagt. Ich hab da ein bisschen den Bezug verloren und mein Handy zeigt eh schon seit New York komische Zeiten an. Endlich auch einmal ein Flughafen mit etwas Aussicht. Links die Bay mit einigen Schiffen auf Reede, rechts Kingston mit den Bergen im Hintergrund. Auch nett. Wenn ich mal wieder urlaub habe…

Kingston vom Flughafen

Über Air Jamaica gibt es eigentlich wenig zu sagen. Mir ist mittlerweile endlich aufgefallen, dass die Reise meist vom Flugzeug abhängt. Es war kein neues, aber ich hatte einen Platz am Notausgang, daher war es relativ bequem. Schlafen konnte ich trotzdem nicht.. Und am Flughafen will ich es nicht. Wär blöde den Weiterflug nach Kuba zu verpassen.

Everglades – Tour – Miami

Okay, wenn ich Key West schon nicht schaffe, dann muss es zumindest eine Tour in die Everglades sein, dachte ich mir, mit diesen Propellerbooten durch die Everglades fahren, Natur, Alligatoren und und und … und was eigentlich.

Everglades

Ehlichgesagt hatte ich nicht wirklich eine Ahnung, was mich bei einer Tour in die Everglades erwartet und in etwa das habe ich auch bekommen.

Touristen werden in Scharen in ein “Aligator” Camp gefahren, bekommen einen farbigen Sticker, damit sie auseinandergehalten werden können.

Alligatoren in den Everglades

Dann gibt es eine etwa 20 minütige Fahrt mit einem Menschen in einem ca. 30 Mann Propellerboot, ein paar nette Worte und Hinweise des Fahrers.

Unterwegs sieht man ein paar aligatoren, die vermutlich mit täglichem Futter dorthingelockt werden. Ist das geschehen, darf man dem Fahrer TIP geben und in eine Alligatorenshow gehen, die nochmal etwa 20 Minuten dauert.

Allogatorenshow Everglades Tour

Ist das fertig, darf man sich noch gegen geld mit einem Alligatoren ablichten und dann bitte noch ein Paar Souveniers kaufen, oder ein Alligatorensandwich essen, dass so stark gewürzt ist, dass man das Fleisch eh nicht schmeckt. Nundenn der Hunger treibt es rein. Dann geht es zurück.

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Das ganze kostet 40 Dollar und ist eigentlich nicht nur verschenktes Geld sondern auch verschenke Zeit.

Fazit: Eine Everglades Tour ist vernachlässigbar in meinen Augen. Und die Alligatorenshow habe ich bsser schon im Heide Park gesehen. Okay, Everglades sind abgehakt.

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Drag Show in Miami Beach

TP Lords, Sasha Sky @ Palace Bar

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Sasha Sky, Alissa Lords, TP Lords

Strange Situationenhabe ich  gerade erlebt. Ich sitze in der Palace Bar am Ocean Drive beim Omelette-Frühstück in der Sonnbe und blogge in derem Netz über die Drag Show, die ich gerade Freitag genau an diesem Ort gesehen habe. Schon strange irgendwie. Mir käme niemals der Gedanke, den Geburtstagsklub oder das GMF zum Frühstück aufzusuchen, aber die bieten auch alle keine Sonne, kein Frühstück und keine Cocktails.

Was ich allerdings nicht wusste ist, dass es in der Palace Bar Samstags auch Drag Shows gibt und zwar bereits am Tag und in der Sonne. So saß ich also gerade hier und schrieb meinen vorgestern veröffentlichten Beitrag (da ich mich gerade ohne internet auf Kuba aufhalte müsst ihr mit der Miami Konserve leben).. also ich schrieb gerade über die Drag Show am Freitag und bearbeitete ein Bild von TP Lords als sie aus der Bar kam und auftrat. Und das war nun gerade wirklich eine strange Situation.

Aber was ich ja eigentlich schreiben will… Die Drag Show. Angekündigt als beste Drag Show Miamis und vermutlich beste westlich des Missisippis – selbstverständlich ausser Berlin.. Drei Drags, je drei Shows und das ganze Moderiert von TP Lords, die ich zwar bislang nicht kannte, die aber – wenn ich dem hiesigen Gaymagazin schlussfolgern kann wohl eine der bekanntesten Miami Drags ist.

Sehr schlagfertig und mit großartigem Humor gesegnet führt sie durch den Abend und tritt auch selber auf. Was soll ich sagen. TP Lords ist großartig und nimmt wie die anderen Drags keinerlei Rücksicht auf die Straßenverkehrsordnung des Ocean Drives. Drags haben hier immer Vorfahrt, scheint mir. Gerne lassen sich die Damen dann auch mal ein Paar Meter auf dem Kofferraum eines Taxis mitnehmen. Das ist cool und bringt den verdienten Applaus.

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Großartig ware aber auch die anderen beiden Drags, die die Show bereicherten. Allen voran Sasha Sky, ein durchgeknalltes Huhn mit absolutem Bewegungsdrang. Genau zu beschreiben, was die Damen gebracht haben ist sinnlos, bei zehn Nummern, aber ich konnte feststellen, dass Beyonce hoch im kurs ist, bei den Damen. Eben sah ich zum dritten Mal eine Show im Palace und zum – mindestens – dritten Mal hörte ich dabei Beyonce… wobei ich aber dringend auf die Nummern in einigen Tagen hinweisen muss. Da seht ihr DIE Beyonce Performance ever. Eine wirkliche Pfundnummer. Viele Pfunde… Da kann keine Berliner Drag mithalten – alleine schon gewichtlich.

Insgesamt kann aber fest stellen – trotz aller Unterschiede – dass eine Dragshow gleich ob in Berlin oder in Maimi doch immer eine Drag Show ist. Eeine Bühne oder ein Gehweg, mindestens eine Drag, ein Song und mal bessere mal schlechtere Lippensynchronisation.Die Show kommt dann, wenn die Drag auf der Bühne charismatisch ist und das Publukum mitreisst…

Das ist gut geglückt. Von daher hat sich der Besuch im Palace gelohnt. Freitag – und jetzt gerade. Und ich muss sagen. Am Tage ist TP Lords noch besser.

Erstaunlich übrigens, erzählte sie Freitag noch, sie hätte einen nine – to – five Job. 9pm to 5am… Da hätte sie aber noch ein Paar Stunden, bis sie erst wieder im Palace auftreten darf.