Gutes Wedding, schlechtes Wedding

3 Engel für Weddding @ Prime Time Theater.

gutes wedding schlechtes wedding

Ich mags ja immer, wenn man mal zufällig etwas neues kennenlernt. So kam heute ein Kollege in mein Büro und fragte, ob ich Lust hätte, ihm eine Karte für “gutes Wedding schlechtes Wedding” abzunehmen, er hätte da eine übrig…

Wasndas?

Irgendein Theater inmittem dem tiefsten Wedding, dass eine Theater Sitcom über Wedding spielt und mit markigen Worten auf der homepage verkündet: “Gutes Wedding, schlechtes Wedding” ist die weltweit erste Theaterserie. Sie startete am 10. Januar 2004.

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…Na, da haben die herren und Damen aus dem prime Time Theater aber nicht weit über den Tellerrand geschaut. Denn garnicht weltweit sondern nur 280 Kilometer weit weg gibt es im Schmidt Theater auf der Hamburger Reeperbahn die Pension Schmidt, die von 1999 an über 370 Folgen lang geöffnet war. Ob sie noch immer geöffnet ist, kann ich nicht wirklich sagen.

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Anders das Prime Time Theater. Das hat auf jeden Fall noch auch und war bis unters Dach gefüllt. Zum Start der Vorstellung noch freie Plätze wurden an wartende Gäste vergeben, so dass kein Platz ungefüllt blieb. Zu spät kommende hatten wohl ihren Platz verwirkt. Eigentlich finde ich soetwas ja klasse. Ich hasse es, freie Plätze zu sehen, egal ob auf Sportveranstaltungen, Musikveranstaltungen und gleichzeitig wartende Personen vor der Tür. Applaus dafür. Und auch für das Stück, dass dargeboten wurde.

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Ich bin ohne Erwartung gekommen und wurde positiv überrascht. Sechs Künstler in unterschiedlichen Rollen und insgesamt ging es um das Thema 3 Engel für Charlie. Ihr wisst schon drei Heldinnen, die von Charlie engagiert, der Verbrechen das Handwerk legen. In diesem Fall eine brünette superschlaue Heldin mit großem Wortschatz und Bibliothekausweis, eine rothaarige kleine Kampfbraut mit viel Schmackes und dem Wahlspruch “Erst schlagen, dann fragen” und letztendlich die blonde Dumpfbacke mit großem Rosafimmel, an dem Janka sich die Zähne ausbeissen würde.

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Alle zusammen spüren den üblen Machenschaften einem geheimnisvollen Volkswaschmaschinen-Hersteller mit schlechter Perücke und “der große Diktator” Erdglobus nach, ihn auf und erleben so manch knifflige Situation, Schlägerei oder Gehirnwindung. Dabei zeigen sie, dass auch Intelligenzbestien beim Pole Dancing bestehen können, dass manch Polizist ein Muttersöhnchen ist und manch Muttersöhnchen ein weiches Herz hat, sie bekämpfen Schweizer Garden und schmuggeln Sprengstoff durch Körperscanner und und und. Insgesamt kaum ein Augenblick der langweilig war, viele allerdings, die wirklich witzig waren. Lohnt sich.

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Interessant fand ich darüberhinaus zwei Charaktäre. Die russische Wissenschaftlerin ohne Herz und Emotionen, die mich extrem an Oleg Lazo erinnerte. Nicht des Emotionlosen, dfas passte absolut nicht, aber der Art und der Sprache. Ich musste zweimal hinschauen, doch er war es nicht.

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Auch meine Ex-Kollegin Lena, die ebenso wie die lena dort mir langen roten Haaren gesegnet und schwarz gekleidet ist, was nicht meine Ex-Kollegin, der ebenso das Tussihafte abgeht, jedoch ansonsten mit ebendieser Lena wenig zu tun hat…. Trotzdem war dieser Kampfzwerg für mich die beste und witzigste Rolle des gesamten Ensembles.

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Es hat großen Spaß gemacht und war die 10 € wert, die mich die Karte gekostet hat. Ausserdem war es das wert, mich so weit, wie fast noch nie aus der Mitte von berlin herauszutrauen.

Makeup Gesichtsmasken


Für die Bunte ist es eine große Meldung wert, wenn Heidi Klum und Seal das Musical Pricilla queen of the desert besuchen. Macht nix, das war mir ja auch ein Artikel wert, als wir das Musical in London besucht haben…

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Über Film und Musical ist alles gesagt und beide sind über jeden Zweifel erhaben, trotzdem ist der kleine Beusch der Beiden im Musical interessant, sieht man dabei doch mal, wie die Musical Darsteller so arbeiten.

Ich bin mir nicht sicher ob ich mir damals die Frage gestellt habe, wie die das mit den vielen verschiedenen Makeups binnen kürzester Zeit und zu verschiedensten Szenen machen. Vermutlich hätte ich einfach darauf vertraut, dass die im Musical schon fitte und flinke Makeup-Artists haben – die sie sicher auch tatsächlich haben.

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Offensichtlich geht das ganze aber auch einfacher und schneller mit Makeup-Gesichtsmasken, die dann Heidi und Seal austesten durften… Komische Dinger und sicher nur praktikabel, wenn man weit weg ist und Megawatt-Scheinwerfer auf einen strahlen… ansonsten: Hässliches Zeug

Neun Jahre Irrenhouse

Es gibt Anlässen, an denen man erkennt, wie die Zeit vergeht. An diesem Wochenende war es mal wieder so weit. Es stand das Geburtstagsirrenhouse an. Genaugenommen feierte Nina Queer neun Jahre Irrenhouse. In der Tat ein Grund zum feiern, gerade in der Partytechnisch schwierigen Berliner clubszene.

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Obwohl es in Berlin offensichtlich ein leichtes ist, eine mal wirklich eingeführte Party zu veranstalten. Das KI und GMF sind weit über 10 Jahre. Am Irrenhouse habe ich keinerlei Angst, dass es dieses im nächten Jahr nicht mehr geben sollte und auch die Propaganda ist offensichtlich eine sichere Bank. Schön soetwas.

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Aber zurück zum Irrenhouse. Neun Jahre gibt es Ninas Party im Geburtstagsklub schon und mein erster Besuch war zur Party “Vier Jahre Irrenhouse, 5 Jahre Nina Queer“. Nach Adam Riese habe ich somit 5 Jahre Irrenhouse mitgemacht  un d die allermeisten auch tatsächlich im Gebrtstagsklub gesehen. Der dritte samstag im Monat ist eben ein Pflichttermin und Ausreden gibt es wenige, dort nicht zu erscheinen.

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Neun Jahre Irrenhouse bedeuten aber auch 108 Partys im Geburtstagsklub und bei einem Durchschnitt von etwas über Vier Nummern pro Transenshow geschätzte 450 Shows auf der kleinen Bühne im Irrenhouse. Damit kann man ohne wenn und Aber sagen, dass die Bretter der Travestie imn Berlin im Irrenhouse stehen. Was soll man sagen. Das Irrenhouse. Im Hochsommer leer, im Hochwinter brechend voll, Immer heiss, gerne stickig mit einem Weg, den bei Eis und Regen wirklich niemand gehen möchte. Man wird hier mit Konfetti, Bier oder ekeligen Dingen beworfen. Zeitweise sind die Toiletten kaum begehbar, aber das Irrenhouse ist immer ein Erlebnis. Und für mich war es damals der Grund, das erste Mal aus hamburg nach Berlin zu fahren, wo ich nun bereits einige jahre wohne. Danke Nina.

An diesem Abend wurden die Irrenhouse Allstars mit einem Best of Irrenhouse. Best of, sollte zwar nicht ganz “die besten Nummern, die bereits im Irrenhouse gelafen sind” bedeuten, aber trotzdem wurde eine klasse Nummer aus der Mottenkiste in der sie leider gelandet ist geholt. Ich weiss nicht mehr genau, wann Nina, Stella DeStroy und Mataina Ah wie süß die Sugababes mit About you now schon mal gebracht haben, aber ich meine mich erinnern zu können, dass das Hintergrundlicht blau war. Ich weiss mich aber auch zu erinnern, dass ich es damals schon klasse fand. Ebenso gestern.

ZU den Irrenhouse Allstars gehören aber mehr. Gloria Viagra und Melli Magic. Doch während letztere aus Mykonos ist, ist erstere gestern live im Geburtstagsklub gewesen. Laut Nina hatte sie Gloria live mit Red Hot Chili Peppers betsellt wurde aber mit einem neun Jahre Irrenhouse Song überrascht und schien auch wirklich überrascht. Das war scheinbar wirklich nicht abgesprochen und Nina freute sich wirklich.

Ich freute mich beim nächsten Lied… So wie ich mich an mein allererstes Mal Irrenhouse erinnere, erinnere ich mich auch an mein allererstes Mal GMF. Ein großer Lockenkopf namens Gloria Viagra schob Mia mit Tanz der Moleküle in den CD PLayer und das Publikum ging mit den ersten Worten “Ich bin hier, weil ich hier hin gehöre” ab. Dieses Mal war es zwar nicht Gloria sondern Stella und diese nicht hinter eine DJ Pult sondern auf der Bühne, aber der Inhalt des Songs stimmte weiterhin.

Es ging weiter mit einer sehr unkonvesntionellen Nummer, man könnte auch sagen, mit einer ungeplanten. Ein Junggesellenabschied bevölkerte das Irrenhouse und der Bräutigam sah sich kurze zeit später mit Perücke und Schminke in bereits ziemlich abgefüllten Zustand auf der Bühne wieder. Das war wohl die mieseste Nummer ever im Irrenhouse. Und eine Nummer, die den armen Bräutigam bis ans Ende seiner Tage begleiten wird.

Vier Nummern. Normalerweise ist damit die Show im Irrenhouse durch, ab und an gibt es da schon mal eine Nummer mehr, an diesem Abend wurde das allerdings getoppt.  Und so kommen wir wieder zu seriösen Drag Nummern. Zumindest, was im Irrenhouse so als Seriös eingestuft werden kann. Und das kann es schon einmal sein, wenn Mataina mit übergroßer Oberweite das Möchtegern Model und Möchtegernsängerin Daniela Katzenberger nachmacht und – in diesem Falle vermutlich gewollt – keinen einzigen Playbackton mit der richtigen Mundbewegung trifft.

Fünf Nummer gab es sicher schon ab und an, drum wurden es heuer sechs als Brigitte Skrothum die Bühne betrat und Dolly Partons Jolene brachte. Ob das allerdings feuerpolizeilich und vor allem moralisch so okay ist, eine Barbiepuppe mit offenem Feuer auf der Bühne zu verbrennen, lasse ich mal dahingestellt. Eine wirklich schöne Nummer war es auf jeden Fall.

Aber wir kennen das ja derzeit aus der Werbung. “7 ist besser als 3″ und als 4 und als 5 und als 6. Ausserdem hatte die Hauherrin neben der ersten Gemeinschaftsnummer bislang nichts zu tun… das musste noch geändert werden… und so kam Nina mit “Umbrella” bewaffnet auf die Bühne, währens Stella das Wasser mitbrachte. Begann es ganz normal, steigerte sich das zu einem Mit Wet Contest für Nina und die erste Reihe im Irrenhouse.

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Was soll man sagen, diese Party trägt den Namen zu Recht und ihr ist mindestens noch weitere neun Jahre zu gönnen.

blonder Transenauflauf im Goya

Während der Rest der Queerboot-Passagiere sich auf ins – offensichtlich nicht so spannende – Adagio gemacht hat, haben Sheila, Janka und ich uns ins Goya aufgemacht um die Propaganda Party mal wieder zu rocken.

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Sheila hatte vor allem den Grund, dass sie vor einer Filmkamera über das Wirken von David Bowie befragt werden sollte… So war sie ziemlich schnell unpässlich und liess Janka und mich alleine durchs Goya streifen… Ist ja nicht schlimm, wir kennen uns da ja aus und es war ja nun wahrlich nicht unsere erste Propaganda Party, die wir dort besuchten….

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Dieses Mal allerdings war einiges anders. Ma konnte von einem regelrechten Transenauflauf im Goya sprechen. Ein Paar sind ja immer da, aber zumeist kann man die unechten Damen im Goya an einer bis anderthalb Händen abzählen. Dieses Mal allerdings wäre dort eine Zahl herausgekommen, die man mir in der ersten Klasse wohl kaum beigebracht hat.

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Wir waren schschon etwas verwundert, als Tatjana mit – uns – unbekannten Damen ankam, noch verwunderter waren wir, als wir weitere Blicke durchs Goya warfen. Massenweise und vor allem in großer Zahl uns unbekannte Mädels, die an diesem Abend das Goya bevölkerten.

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Ein Teil der Lösung des Rätsels war laut Tatjana eine “umgedreht Party” in einer Bar, zu der Mädels als Jungs und umgekehrt kommen sollten…. Letztere hat Tatjana dann in großer Zahl eingesackt und eingepackt und ins Goya verfrachtet. Offensichtlich brauchte das einige Überredungskünste, aber andererseits war dieses dann wiederum auch offensichtlich erfolgreich.

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Gina Tonic gehörte zu dieser Truppe natürlich nicht, aber die war ja auch eher arbeitstechnisch auf der Propaganda und beschallte den Pop Floor. Den mag ich eh viel lieber, aber besonders angetan hatte uns an diesem Abend der Candyboy, der mit seinem Tablett voller saurer Lakritzschlangen Janka und mir nicht so recht entkommen konnte.

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obei man sagen muss, dass mich daran eher die Leckereien auf seinem Tablett interessierten, während Janka da ganz offensichtlich noch andere Interessen hatte.

Auf jeden Fall hatten wir irgendwann genug von diesem Abend, der ja ob des Queerbootes bereits seit viel mehr Stunden als normal andauerte und so waren wir einigermaßen froh als Sheila ihre Reportage beendet hatte und wir den Abend beenden konnten.

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