Boylesque Festival Vienna Tag 2 – The Boys

Boylesque Festival Vienna Tag 2 – The Boys

Nachdem gestern die Girls auf dem Boylesque Festival vor höchstens 2/3 ausverkauftem Saal auftraten, waren heute die Boys dran. Macht ja bei einem Boylesque Festival auch absolut Sinn.

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Während wir allerdings gestern als Typen unterwegs waren, sind wir heute als Girls unterwegs gewesen. Und mit und locker 85% des Saals…. Das dürfte heute eine reine Frauen-Veranstaltung gewesen sein – und der Saal war pickepackevoll und die Ladies laut.

Dirty Martini

mit Dirty Martini

Ein ganzer Raum voller Frauen und eine Bühne mit strippenden Männern kann ganz schöne Stimmung erzeugen. Und die Stimmung war glaube ich, bei keiner Burlesque Veranstaltung die ich bisher besuchte besser aus beim Boylesque Festival heute.

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Vom gestrigen „Girls“ Tag war ich ja nur so mittel begeistert, da neben einigen sehr großartigen Nummern eben auch einige wenig spannende waren, die ich so oder so ähnlich und bisweilen auch besser schon gesehen hatte. Okay, ich habe nun auch wirklich wirklich viele Burlesque Performances gesehen. Da kommt das schon mal vor, aber Performances sind eben immer dann spannend, wenn sie Geschichten erzählen. Das taten zu wenige.

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Anders heute, die Jungs hatten einiges zu erzählen und ihre Nummern waren zum größten Teil spannend und ausgefeilt. Zudem zu einem großen Teil schneller und auf jeden Fall abwechslungsreicher als am Vortag.

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Dr Jeckyl & Mr Hyde waren anwesend, Wikinger, Marsmänner, Frösche, Cowboys, Popeye und diverse andere seltsame oder spannende Gesellen, die den Stadtsaal bevölkerten. Achja und Carlos Amore. Eine gute und interessante Mischung.

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Gewonnen – also zumindest den wichtigsten Preis, den Peoples Choice Award  –  hat dann am Ende „Dave the Bear“, der Wikingerhäuptling. Die Damen mögen wohl Bären.

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The World Famous B.O.B. auch! Zumindest  ihre Stage Bears, die zwei Tage lang auf der Bühne ordentlich Arbeit leisteten, sie immer und immer wieder aufzuräumen und von Glitter zu befreien.

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Ich war vom „Boys“ Tag sehr begeistert, die Jungs waren hochwertig und gut und ihre Nummern klasse. Da gibt es absolut nichts dran zu mäkeln. Eine tolle Veranstaltung.

DSC06989Ein großes Lob möchte ich auch noch einmal dem Licht aussprechen. Ich kann mich an kaum eine Veranstaltung erinnern, in der das Licht besser, professioneller und stimmungsvoller war. Toll!

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Ach eines noch, Hedoluxe hat leider keinen Award gewonnen, aber er hat auf jeden Fall den „Ich hab den längsten Award verdinet gehabt. An seinem Carlos Amore kam eindeutig keiner mit.

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DSC07086Danach ging es dann übrigens auf die offizielle Aftershow Party, zu der ich dann morgen kommen werde… also wenn ich dazu komme….

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Boylesque Festival Vienna – The Girls

Boylesque Festival Vienna – The Girls

Schon vor MOnaten war klar, dass Sheila, Janka und ich nach Wien zum Boylesque Festival Vienna fliegen würden, da Sheila dort auftritt und Wien immer eine Reise wert sei…
DSC06311Also genau genommen war ich erst einmal in Wien zur Ibiza Party meiner vorherigen Firma in einer Großraumdisco am Prater – aber das war ein großer Spaß. Nun also wieder einmal Wien zum Boylesque Festival – und mit sehr wager Möglichkeit, eine (also drei) der schwer zu ergatternden Karten für den ebenfalls dieses Wochenende stattfindenen Life Ball zu bekommen…

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Okay also auf nach Wien. Doch war schwierig, als ich gestern die Mail mit meinem Ticket suchte.. Ich fand sie nicht, in keinem meiner Emailpostfächer… und nach einem Besuch am Lufthansa Schalter am Flughafen stellte sich heraus: Mein Name steht nicht im Flugzeug…

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Am Ende stellte sich heraus, ich begann zwar den Buchungsvorgang aber konnte ihn nicht abschliessen, weil es Probleme auf der Seite gab. Ich schrieb Sheila, dass ich es „morgen“ versuchen würde, das tat ich aber nicht. Folglich hatte ich also einen Tag vor einem Ausflug nach Wien zwar ein Hotel aber keinen Flug. Na Danke.

Ende des Liedes, ich kaufte gestern zwei völlig überteuerte Tickets von Berlin nach Wien und zurück für viel viel viel Geld. Immerhin war ich selber Schuld und kann so niemandem dafür die Schuld geben.

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Aber zum eigentlichen, dem Burlesque Festival. Der erste Tag war wirklich eindrucksvoll mit teilweise sehr guten Performern und mit der tollen World Famous B.O.B. als Hostess.

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Okay, es macht nun sicher keinen Sinn, jegliche Performer aber es waren doch mit Dirty Martini, Lada Redstar, Sina King, Scarlett Martini oder Apathy Angel wirklich namhafte Vertreterinnen der Burlesquen Zunft dabei – und mit ihnen natürlich ihre Nummern

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Wobei ich aber auch sagen muss, dass mich ebendiese Nummern auch am meisten mitgenommen haben. Dirty Martini ist so erfahren und ihre Schwannummer so klasse, Lada Redstar habe ich schon einige Male gesehen, aber ihrem Schmetterlink macht niemand etwas vor und Sina King mit dem LED Stab in Dunkelheit. Das hat schon etwas und ist eben Weltklasse.

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Insgesamt habe ich mich bei den Mädels sehr gut unterhalten gefühlt und mit rund 20 Acts gab es auch wirklich massig Burlesque fürs Geld. Wobei Massig hier nicht nur die Menge der Acts war sondern zumindest bei Kitty von Quinn eben auch der Act selber. …Mit der Kürperfülle Burlesque zu betreiben ist mutig und da will ich absolut gar nichts gegen sagen, doch erschloss sich mir nicht wirklich, wofür sie am Ende den Jurypreis bekommen hat. Das Groß besondere in der Nummer konnte zumindest ich leider nicht erkennen.

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Auch ein zweiter Preis, der Peoples Choice Award hatte etwas geschmäcklerisches. …Das Publikum konnte über eine spezielle Webseite abstimmen, welches die beste Nummer war. Am Ende war es Tamara Mascara, die zufälligerweise woher kommt? Aus Wien.

Bitte nicht falsch verstehen. Tamara war toll und vielleicht war es sogar tatsächlich die beste Nummer für viele, aber wenn ausgerechnet der Act gewinnt, der aus der Stadt stammt in der das Festival ist und damit auch fast alle Besucher, dann erscheint es so, als hätte es nie eine faire Chance gegeben. Vielleicht sollte man lokale Acts bei solchen Wahlen ausser Konkurrenz starten lassen.

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Achja, zum ende gab es dann noch drei Lieder von Courtney Act, die auch live wirklich toll ist, leider aber zu einem Meet And Greet später im Vorraum. Schade.

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Georgette Dee @ Tipi am Kanzleramt

Sheila fragte mal wieder ob ich Lust auf einen Abend im Tipi hätte. Einen Abend mit georgette Dee um genau zu sein. Jene wird als eine der größten deutschen Diseusen unserer Zeit betrachtet – was mir nun aber überhaupt nichts sagt.

georgette dee tipi am kanzleramt

Glücklicherweise gibt es aber Wikipedia und das sagt mir folgendes:

Eine Diseuse ist eine Künstlerin des Kabaretts, die fremde oder selbstgeschriebene Chansons und Texte vorträgt.[1] „Diseuse“ wird im deutschsprachigen Raum auch häufig synonym für Chansonnière oder Chansonnette verwendet.

Wikipedia nennt als bekanntere ihres Faches neben Georgette Dee auch Romy Haag und mit der hat sie zumindest das Publikum – zumindest teilweise gemein.

georgette dee tipi

Ansonsten muss ich aber sagen, dass der direkte Vergleich in diesem Jahr eindeutig von Georgette Dee gewonnen wurde. Wo man sich bei Romy Haag bisweilen fragte, was das soll, (gerade bei eigenen neuen Songs) bot Georgette Dee eine Geschichte.

Ein Flaschengeist bei ihr im Garten, der ihr drei Wünsche freigibt von denen sie wirklich nur zwei möchte und der sie dann durch die Weltgeschichte von Europa, Asien, Afrika, Russland und Feuerland.

georgette dee

Tolle Lieder, tolle Geschichten, tolle Stimmung und ja, tolle Frau irgendwie – achja und ein großartiger Pianist an der Seite. Der Abend mit Georgette Dee hat mir große Freude gemacht und es war mal wieder ein toller Abend im Tipi.

Kabaret Kalshnikov @ Sisyphos

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Irgendwo auf dem Weg von Berlin nach Potsdam sind mir schon des Öfteren Menschen laufend aufgefallen, die wohl irgendwohin wollten, die aber nicht unbedingt dam typischen Dorfdissenpublikum, welches ich am ehesten dort erwartet hätte, entsprachen.

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Es hat mich aber nie so sehr interessiert, dass ich tatsächlich hätte herausfinden müssen, wo die wohl hinwollten. Ich wollte in der Regel möglichst schnell nach Berlin. Nun fragte Regina aber neulich, ob ich mit zum Kabaret Kalashnikov kommen wolle:

Kabaret Kalashnikov
A wild postsowjet hedonistic vodka variety show!

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Klingt lustig, nehm‘ ich. auch, wenn ich nicht so richtig sagen konnte, was ich davon wohl zu erwarten hätte. Trashiges Zeug – irgendwie.

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Aber schon der Ort des Geschehens, gefiel mir und nun wusste ich auch wo die Menschen hinwollten: ins Sisyphos. Toll, dass es soowas noch gibt. Das Sisyphos ist ein Ort, wie es ihn früher auch Mitten in Berlin gab, etwa ein Querschnitt aus der Bar 39, der Arena und der Wilden Renate. Es dürfte früher mal eine Fabrik gewesen sein, heute ein Veranstaltungsort jeglicher Art mit etwas wie einem Beachclub.

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Und im großen Saal vor einer Menge Sofas und anderen Sitzgelegenheiten sollte das Kabaret Kalshnikov auftreten – und ja, das ist etwas trashig, aber gleichfalls viel besser und künstlerischer und ideenreicher als erwartet.

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Die Geschichte ist jene, die in einer Bar irgendwo in Russland geschieht mit seltsamen und interessanten Menschen, die dort rumhängen oder im Laufe der Zeit vorbeikommen. Es geht um Liebschaften und um Wodka – also vor allem um Wodka.

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komischerweise können die ganzen seltsamen Gestalten in dieser Bar irgendwas und vollkommen logisch endet es immer in etwas artistischem oder anderweitig Kabaret-artigem – Und das ist teilweise wirklich große Kunst, die ich bisweilen schon schlechter irgendwo in Berlin gesehen habe – selten aber fantasievoller dargeboten.

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Okay, die Künstler werden vermutlich alle nicht mehr bei Roncalli eingeladen werden aber das tat dem Ganzen keinerlei Abbruch. Ich habe mich auf jeden Fall lange nicht mehr so amüsiert, wie an dem Abend. Das war sehr liebevoll und großartig.

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Danach wurde dann im Sisyphos noch feist mit Künstlern und publikum gefeiert – standesgemäß zu Balkan Beats

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