Obwohl ich als Hamburger Deern einen Großteil meiner Jugend rund um die Reeperbahn verbracht habe, hat mich der Redlight District nicht sonderlich angezogen. Ein einziges Mal habe ich eine Table Dance Bar besucht, aber in etwa jede coole Bar und Musikkneipe meiner Heimatstadt.
In Berlin gibt es aber die Party Red Light District, die man durchaus mal besuchen kann. Wenn Sheila an der Tür steht und Diana dabei ist gleich gar. Zudem spielt das Flamingo tollen zum Teil uralten Hip Hop, den ich – außer bei meinem letzten Flamingo-Besuch – seit Jahren nicht gehört hatte, der aber immer noch großartig ist und einen tanzen lässt.
Ausserdem MUSS man zum Glück die Tabledance Stange ja nicht benutzen. das würde auch nicht aussehen. hat es da übrigens auch nicht – zumindest nicht annähernd so wie beim letzten Mal in der Ichyban Karaoke Bar
Auf jeden Fall waren wir mit eien der wenigen Personen, die sich dem Thema “Rot” entsprechend auch “Rot” kleideten, wie man auf obigem Bild aus der Liberate Bar ziemlich gut erkennen kann… Und ganz ehrlich, sahen wir nicht grooooooßartig aus?.
Ich traf in der Liberate Bar übrigens noch einen alten Arbeitskollegen was noch einen etwas längeren Abend bis halb 9 morgens, sowie einen dicken Kopp am nächsten Tag folgen liess….
Da bin ich über die Weihnachtsfeiertage mal in Hamburg – vor allem um ein paar Rockabilly-Shops in Hamburg für Pinup-Fashion zu fotografieren.
Eigentlich eine gute Gelegenheit sich mal Olivia Jones Dreigestirn aus Wilde Jungs, Bar, und Show Club anzuschauen. Also genaugenommen wollte ich den Show Club einmal sehen. Erstmalig Barbie Stupit und Lee Jackson auf der Bühne und mal wieder Eve Champagne treffen.
Da, ich aber ehrlich gesagt keine Ahnung hatte, wo genau dieser Showclub nun einmal in der Grossen Freiheit beheimatet ist, steuerte ich die Bar an, um mich mal zu erkundigen, wo genau ich den Eve und Co. finde….
Garnirgendwo an diesem Abend, denn wenige Tage vor Silvester war nicht nur der Kiez einigermaßen leer sondern auch der Showclub – der allerdings vollständig leer – weil geschlossen. Mist.
Also schaute ich für ne Stunde in die Bar und nahm da noch eins- zwei Drinks. Sven Florijan Olivias Assistent wunderte sich aber etwas, da er mich noch nie gesehen hätte, ob ich noch nie da gewesen sei? Klar kennt er mich nicht, ich lebe ja in der Regel in Berlin. Devina Devill hinter der Bar klärte ihn aber sofort auf. Immer wieder nett, wenn man von den richtigen Menschen erkannt wird.
War aber nett in der Bar, gute Stimmung, nette Leute, Devina als Stimmungskanone dazwischen… Wie gesagt, ein netter Laden, der sicher an einem normalen Samstag – der nicht direkt vor Silvester liegt – ziemlich rappelt. So gab es massig Platz zum Tanzen und Fotografieren.
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Apropos Fotos. Da hing das Bild, dass mich mal richtig viel Geld gekostet hat… Olivia Jones und Udo Lindenberg… 995 € …. Aaargr
Achja… Den Flyer der Kieztour: Hier Feiern Stars wie Hella von Sinnen und Dirk Bach… Den sollten die Damen und Herren mal überarbeiten.
Ein Wochenende im Winter. Die Zeit, vom ersten Schnee bis zum einsetzen der Schneeschmelze. Jene Zeit also in der Janka für gemein High-Heels-Winterschlaf hält. Nur an diesem Wochenende nicht.
Nach ihrer Firmen-Weihnachtsfeier war sie tatsächlich fertig gestyled und stand in high Heels um mit Sheila und mir das Berliner Nachtleben zu entern. Lang ned gesehen, die große Blonde.
Eigentlich stand das jährliche Weihnachtsirrenhouse auf dem Plan. Mal zu schauen, ob der neue Platz des Irrenhouse nicht vielleicht doch so klasse ist, dass man ihn häufiger besuchen müsste… Aber bekanntermaßen bringt dieser Stop erst später Spaß, daher führte uns die erste Station ins Flamingo Berlin, den Club, in dem bisweilen Sheila die Türsteherin macht und entscheidet, wer da wohl rein und eben nicht rein darf.
Ein cooler kleiner Club mit einer wirklich netten Musik, die mich an meine Disco Anfänge erinnerte. Smoother Hip hop und G-Funk. Chillig und tanzbar. Gefiel mir gut. Diese Musik hab ich in Clubs wirklich, wirklich lange nicht gehört… Dem Cassis Drink, den mir die Bardame empfahl, allerdings konnte ich nicht so wirklich viel abgewinnen.
So aber den anderen Gästen dort, denn als wir ankamen, war der Laden eigentlich leer. Wir drei, Frau Pepper mit zwei Freundinnen, die ich nicht erwartet hätte und Jana, da ihr Liebster dort auflegen sollte. 10 Personen im Laden, 7 bekannte, wie eine Privatparty… es wurde dann aber schnell voller, während die Musik ähnlich gut blieb… Wir allerdings machten uns auf den Weg ins Comet zum Irrenhouse.
Auch beim zweiten Besuch im neuen Irrenhouse muss ich sagen – so richtig kickt mich der neue Platz nicht so richtig. …Aber das Irrenhouse ist ja vor allem der Dragshow wegen interessant – und jene war im weihnachtsirrenhouse immer besonders speziell…
…dieses Jahr allerdings… Melli und Mataina… das hatte ich schon mal gesehen, Brigitte mit einer Pfeiffnumber, die der Sound irgendwie verhaute – Nina meinte: Habt ihr auch gedacht: Hoffentlich erlöst sie gleich jemand…. Ich für meinen Teil dachte es.
Das haute “All I Want for Christmas” von Mariah Carey auch nicht so richtig heraus. Aber der Song – und die dazugehörige Konfetti-Orgie sind ja elementarer Bestandteil eines jeden Weihnachtsirrenhouses. Sozusagen berliner Weltkulturerbe.
Interessant fand ich, dass ich den Abend angesprochen wurde, Transe, groß schwarzhaarig, die sich mit den Worten … “Hallo Zoe”… auf meinen Fragen den Blick dann “Du fragst dich vermutlich gerade, wer dich so anspricht” – Es war Donna Cutie… Ein Name, den ich bereits seit bestimmt 6 Jahren kenne. Dessen Person ich allerdings seither nicht gesehen habe… wie ich dann auch kundtat “Oh, Dich gibt es wirklich”… Das war nicht nett. Sorry deswegen. Trotzdem nett dich kennenzulernen.
Interessant war auch, Kaye Katcher zu treffen, Ohne lange Wimpern, ohne Make Up, mit Dreitagebart… Kaum zu erkennen… Das ist wohl sinnvoll für die zeit, bis er und Voice Of Germany vergessen sind
Am Wochenende sollte die Boheme Noir nach Jahren mal wieder stattfinden und zwar im Stummfilmkino Delphi in Berlin. Eine schöne Sache das von Alex und Savage Wear. Ist die Boheme Noir doch eine Besonderheit alleine dadurch, dass die einen großen Fetischcharakter hat, aber eben nicht eine der typischen SM Parties ist… Sprich Spielzimmer gibt es nicht, aber massig großartig gekleidete Personen. Sehen und gesehen statt schlagen und geschlagen werden also… Für mich die bessere Alternative.
Ich machte mich also soweit fertig, Make-up etc und bevor ich in mein nagelneues Latex Kostüm schlüpfte kam ich auf die wahnsinnig kluge Idee, das ganze schon einmal einzuölen.. Ergebnis: Ich hatte keine Chance mehr, mit zwei Händen den Reissverschluss zuzumachen, da mir das ölige Latex – welches sich ja in ordentlicher Spannung befand – jedes Mal aus den Fingern rutschte, bevor der Reissverschluss sich auch nur einen Millimeter bewegte. Ja Fuck!
Nach dem ich etwa eine halbe Stunde wie Sysiphos Latex zusammenzog um dann doch wieder zu versagen bat ich meine Nachbarin um Nachbarschaftshilfe. Glücklicherweise kannte die mich schon so und ist auch ansonsten ganz cool drauf. Ein beherztes Reissen am Reissverschluss und sie hatte sie ebenden in der Hand… Der kleine Metallstopper oben flog in alle Himmelsrichtungen (also vermutlich nur eine… aber welche ?? ) und ward fortan nicht mehr gesehen.. Äääh und nun?
Naja, einige erfolglose Reparaturversuche später einigten wir uns, den Reissverschluss nicht gaaanz zuzumachen und mal zu schauen ob es hält… Oh wunder, irgendwie hats gehalten und ich brauchte das Zweitoutfit nicht angreifen… Kaputt indess ist der Verschluss trotzdem .. und ich glaube kaum, dass meine Türkenschneiderin auch im Latex-Kleben versiert ist…
Auf jeden Fall verlor ich schon vor der Boheme zwei Nägel, zwei Strümpfe und einen Verschluss. Na klasse. Mein Navi führte mich dann zur Gustav Adolf Strasse in Nürnberg, was ich glücklicherweise noch knapp in Berlin – aber doch nach einem nicht unwesentlichen Umweg – bemerkte – und zu allem Überdruss fiel mir zu spät ein, dass ich das Öl, welches mir ja an dem Abend schon viel “Spaß” bereitet hatte zu Hause vergessen hatte. Mist, musste ich doch zudem zugeben, dass ich bereits leicht abstumpfte… Also nicht ich als solches, sondern der Glanz meines Kostüms.
Das be-merkten auch Sheila und Siren, die das wiederum kritisch an-merkten. So ginge das gar nicht. Ich musste ja zugeben, sie hatten Recht, aber nach Hause fahren um das Öl zu holen, wollte ich dann doch nicht…
Glücklicherweise lief ich aber Theresa über den Weg – in Latex gekleidet und für ein Latex Label arbeitend… Sie hatte Öl… Meine Retterin in der Not. Normalerweise ist man ja nach der letzten Ölung mehr oder weniger am Ende. Ich strahlte nach dieser letzten Ölung wie das junge Leben. Die Boheme Noir konnte endlich beginnen.
Endlich etwas zur Ruhe kommen, den morbiden Charme des Delphi sowie die verschiedenen Kostüme und das Showprogramm bewundern. Was soll ich sagen: Alex, alles richtig gemacht, ich fand die Boheme sehr überzeugend, nur ein paar mehr Personen hätte das Delphi vertragen können.
Der Abend war aber vor allem ein lange Geschpräch mit Sheila, Siren, Jana, Sinteque, Ginger, Diana, Pepper und einigen anderen Personen insgesamt bewegten wir uns alle durchgehend in einem Radius von etwa 5 Metern links an der Bar Manch einer mag das langweilig finden, ich fand es einfach nett, gestern. Und würde auch zur nächsten Boheme Noir gehen. Vorausgesetzt, mein Reissverschluss ist dann wieder okay.
Achja, und wenn ich im Nachhinein lese, dass einige wieder irgendwas zu bemäkeln haben, dann fasse ich mir an den Kopf, da meckern einige über das morbide im Delphi, anderen wiederum war die Musik zu laut oder zu eintönig, einige fanden das Spielzimmer nicht oder die Umzugsmöglichkeiten, dann gab es welche die sich darüber mokierten dass sie in der verrauchten Bar beim Einlass warten mussten.. Ich möchte gar nicht wissen, wie die gemeckert hätten, wenn sie hätten draussen in der eisigen Kälte warten müssen… Ach ja – und der Preis war natürlich auch wieder zu hoch…
Das Delphi ist eben das Delphi, wenn man dort feiert muss man sich eben den Begebenheiten anpassen und das beste draus machen. Wie gesagt, IM Delphi warten ist wärmer als VOR dem Delphi warten. Zudem war es eine Party eines nicht berufsmäßigen Partybetreibers. Raum, Showprogramm, Licht, DJ, PA, Werbung, Flyer, Gema und einiges mehr musste bezahlt werden. Sowie eine Sicherheit, falls die Party in die Hose geht und nur 5 Leute kommen. Bei nur einer Party in einer nicht-disco sind die Grenzkosten eben andere als bei einer Party jede Woche in einem festen Club. Dazu ist jede Minute der Vorbereitung eine Minute in der eben nicht wirklich gearbeitet werden kann. Im Fall von Savage Wear: Viel Vorbereitung für die Boheme Noir = wenig verarbeitete Latexkleidung.. Btw. wem der Preis zu teuer ist, der schaue sich mal den Preis beispielsweise vom GFB oder der Hamburger Obession an … oder kaufe die Karte einfach im Vorverkauf.
Liebe Leute: Nachdenken vorm Nörgeln hilft manchmal