Peaches, Joey Arias and Sherry Vine @ Glorias Birthday Bash

Peaches, Joey Arias und Sherry Vine – eine ganze Menge Prominenz beim Birthday Bash von Gloria Viagra

Am letzten Wochenende gab es eigentlich nur eine Party, die es zu besuchen galt und das war Gloria Viagras Birthday Bash in der Monster Ronsons Karaoke Bar. Gloria feierte – mal wieder – ihren 23sten Geburtstag und das mal wieder mit einer großen Party mit Squeezebox und hochkarätiger Unterstützung von Sherry Vine, Joey Arias und Squeezebox.

Es war so voll, dass auf mehrere hundert Meter vom Monster Ronsons alle Parkplätze belegt waren, was uns dazu brachte mal wieder einen Taxifahrer von der Wichtigkeit einer Kurzfahrt zu überzeugen. Nun, wir waren überzeugend.

Das Monster Ronsons platzte aus allen Nähten und die Schlange vor der Tür war dementsprechend lang. Doch einige nette Personen fanden sich im Club ein. Mia, Denise und kerstin waren mal wieder in der Stadt und es war wie immer eine Freude, sie wiederzusehen. Schade nur, dass sie bald darauf gegenüber ins Haus B abdüsten. Aber es waren ja noch ein Paar andere da, Mic, Barbie, Krizzi, Alex und eine ganze Menge Personen auf der Bühne.

Dass Sherry Vine zu wichtigen Squeezebox Partys – und Glorias Geburtstags gehört nuneinmal dazu – eben aus New York nach berlin gejettet kommt, ist ja nichts neues, dass sie allerdings mit Joey Arias gleich noch eine weitere Legende und Berühmtheit der amerikanischen Dragszene mitbringt ist dann doch etwas neues. Joey liess es sich dann auch nicht nehmen, zwei Ständchen zu bringen, von denen das zweite mit mindestens 15 Minuten und diversesten sexuellen Andeutungen so ziemlich das schrägste war, was sich seit langem auf berliner Bühnen gesehen habe.

Dabei gab es noch mehr zu sehen. Peaches legte auf Glorias Schultern ein 1-a Ständchen hin und zeigte, was sie neben der Elektronic-Clash Schiene für eine Röhre besitzt. Und zusammen waren die beiden Riesig. Peaches auf Gloria.. Ich denke drei Meter waren das schon.

Dagegen waren die Squeezebox schon fast normal – zumindest soweit wie man Squeezebox normal nennen kann. Klasse Musikerinnen und zwei großartige Front-Rampensäue, die zwar nicht immer jeden Ton richtig treffen, aber eine großartige Stimmung auf die Bühnen dieser Welt zaubern. Und die Stimmung war so gut, dass das Monster Ronsons noch sehr gut gefüllt war, als wir bereits im Morgendämmern noch einmal in Richtung Mc Donalds zogen.

Dort saßen zwei Mädels die sehr verwundert waren, als wir kamen, nicht etwa, weil wir Drags waren, sondern daher, dass ich gerade im im Mc Donalds Fernsehen gewesen sei… Mit dem Brustton der Überzeugung meinte ich dass dieses wohl kaum sein könne, dann sah Sheila aber, dass gerade ein Beitrag zur Fashion Rock Night lief und da eben nur eine blonde langhaarige Drag war… Offensichtlich laufe ich in der Mc Donalds Schleife. Sieh mal einer an.

Pinup Photos @ Rickmer Rickmers

Pinup Photos auf der Rickmer Rickmers

… ab und an muss ich ja immer mal wieder meine Herkunft betonen und das ist eben nicht Berlin, sondern das Tor zur Welt, Hamburg. Drum musste ich mal wieder ein paar Photos machen und eigentlich wollte ich mal Pinup Photos machen. Dummerweise waren meine 48 Hot Rods gerade in der Reparatur 😉 …Dementsprechend musste ich mir etwas anderes einfallen lassen…

Nein, genaugenommen kam ich mit der Idee nach Hamburg, Pinup Photos im Hafen zu machen – und genaugenommen wollte ich Mateuzö Bilder auf der Rickmer Rickmers machen, einer Viermastbarg (für nicht Hamburger: Ein Groß-Segelschiff mit vier Masten) machen. Die Rickmer Rickmers liegt als hamburgs schwimmendes Wahrzeichen fest an den Landungsbrücken und kann als Museumsschiff für läpprige drei Euros besucht werden. Das wollte ich tun – und ich wollte Photos davon haben….

Vorher musste ich aber noch ein wenig einkaufen. Ich brauchte ein Matrosenoutfit, dass ich bei Jungbluth kaufen wolle, wo man mich offensichtlich mittlerweile kennt ;-)…. Ausserdem brauchte ich Ballerinas, da auf der Rickmer Rickmers High Heels leider verboten sind. Folglich hiess es mit Ballerinas auf dem Schiff zu laufen und kurz in High Heels zu stehen oder zu sitzen.

Bevor es dazu kam, musste ich aber ersteinmal Olli(e) überreden, mitzukommen und mich zu knipsen. Und wir mussten gemeinschaftlich den Security-Mann auf der Rickmer Rickmers überreden, die Bilder machen zu dürfen und auch im Internet veröffentlichen zu dürfen. Glücklicherweise konnten wir ihn überzeugen, dass dieses ein unkommerzielles privates Blog ist und er war so nett, dieses mit seinem Chef kurz abzuklären. Resultat: wir durften die Bilder machen und hier (und bei Olli(e) sogar veröffentlichen… Danke

Ein Großsegler, ein Matrosinnen Outfit von Jungbluth, ein Fotograf und allerbestes Wetter mit warmen Temperaturen und viel Sonne, was will man mehr? …Nun vielleicht nicht ganz so viel Sonne, denn ich schaute leider oft ziemlich verkniffen in die Sonne oder irgendwelche Schatten waren im Gesicht. Nun weiss ich, warum Outdoor Shootings meistens noch einen Reflektor benötigen, dieses Wissen brachte uns aber nciht weiter, denn wir hatten keinen – oder keinen, der ihn hätte halten können.

Es lag aber sicher nicht daran, dass dort keine Menschen gewesen wären, denn gegen Ostern bei bestem Wetter am Hamburger Hafen waren die Völkerwanderungen Kleinigkeiten. Die schauten aber nur und taten nix. Macht aber nix, denn so störten sie uns auch nicht und wir konnten getrost unsere wunderbare Photos auf einem tollen Segelschiff machen. Und es sind wirklich tolle dabei entstanden.

Vielen Dank an Olli(e) fürs Knipsen und an Ramona fürs bearbeiten. Falls Ihr auch mal in Hamburg photos machen wollt. Hier findet ihr See2Feel.

Romy Haag in Berlin

Als Romy Haag Berlin verzauberte.

Ich bin ja eher eine Person, die versucht, nie zu viel zu erwarten und die sich daher gerne einmal positiv überraschen lässt. So geschehen diesen Montag in den Wühlmäusen auf dem Romy Haag Konzert.

Dabei muss ich gestehen, dass ich erst sehr zurückhaltend war, als Sheila mich fragte, ob ich mit zu Romy Haag in die Wühlmäuse kommen würde… Den Namen hatte ich zwar schon mal gehört, aber ausser dem Status als wohl bekannteste Transsexuelle Deutschlands und der Liaison mit David Bowie vor immerhin 33 Jahren ist mir absolut nichts zu ihr eingefallen. ..Eine Person also, die vor 30 Jahren mit nem Star angebändelt hat. Das wäre in etwa so, als wenn eine Katie Price anfängt zu singen und in 20 Jahren auftritt….. So dachte ich zumindest. Ich hatte mir sogar schon – wie ich zugeben muss despektierliche Bezeichnungen – wie „Omi Haag“ oder „Kaffe Haag“  zurechtgelegt und muss nun kräftig zurückrudern. Selten irrte ich mich so.

Nundenn es liegt sicher auch an meiner Generation, denn zu der Zeit, als Roy Haag Berlin mit David Bowie unsicher machte und mit Udo Lindenberg Auf Tour ging, wurde ich gerade geboren… Als ich dann meine Musikalische sozialisierung erfuhr war dann die Musik von ihr nicht gerade en vouge und hat mich so nie erreicht. Daher meine vorherige Meinung.

Man muss auch mal zugeben, wenn man sich geirrt hat. Romy Haag ist eine bewundernswerte Persönlichkeit mit einer starken Aura und einer großartigen Stimme, die ich ihr niemals zugetraut hätte. Dazu schaut sie fabelhaft aus…. Dass ich vorher keinen ihrer Songs kannte, tat der ganzen Sache keinerlei Abbruch, denn sie sang neben eigenen Stücken viele der Musikgeschichte, von denen auch ich viele kannte. Sweet Dreams beispielsweise, bei der ich beim besten Willen Annie Lennox nicht vermisste oder am Ende My Way von Frank Sinatra. Dazwischen Lieder von Brecht, was ich zwar wegen Unwissenheit nicht bestätigen kann, jedoch habe ich keinen Grund an ihren Worten zu zweifeln. Letztendlich sang sie noch viele eigene Lieder, von denen einige wie beispielsweise das „Berlin“ Lied einfach großartig waren.

Ich hatte mehrfach in diesem Konzert Gänsehaut und das ist in der Regel ein sehr guter Indikator, dass mich ein Konzert, Musik oder eine Stimme bewegen. In diesem Falle war wohl alles drei der Auslöser. Fest steht, ich war sehr positiv überrascht und ziemlich begeistert. Romy Haag ist in der Tat eine große Künstlerin. Und offensichtlich sang sie bereits mit anderen großen Künstlern und Künstlerinnen, wie ihre Anekdoten zwischen den Liedern erzählten. Eartha Kitt, Grace Jones, Marianne Faithfull und sicher noch viele andere Stars kreuzten ihre Duettwege. Wenn also Romy Haag Berlin mal wieder mit ihrer Anwesenheit verzaubert, bin ich bestimmt wieder da.

Apropos da gewesen. Insgesamt konnte man sagen, dass Sheila und ich den Altersdurchschnitt eher nach unten schoben, aber das machte nix. Dafür waren etwas Prominenz anwesend. Beispielsweise kamen wir zu einem Foto mit Lilo Wanders, mal wieder zu einem netten Gespräch mit Gabi Decker ach und Ades Zabel war als Mann auch da und begrüsste uns mit den Worten „Hach solch ein Aufwand“.. Egal, er hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Übrigens habe ich noch etwas wirklich wichtiges in diesem Konzert gelernt. So sang Romy Haag in einem Stück „Jesus war eine Transe und kam aus Peru“…. Das sind Dinge, von denen die Bibel nicht erzählt. 🙂

Grill Royal Berlin

Die Meeresfrüchte Vorspeisenplatte im Grill Royal

in CC by Spushnik

Vor langer Zeit habe ich mich eimal zu einer Wette hinreissen lassen, in der ich wettete, dass Sheila binnen eines Jahres auf irgendeiner Bühne stehen würde und auch wenn sie gerade mit Hochdruck daran arbeitet, tat sie es im Rahmen dieser Wette eben nicht. …btw. ich glaube ich habe auch noch nie eine Wette gegen Sheila gewonnen. …Egal, Einsatz für diese Wette war ein wirklich gutes Essen in einem wirklich guten Restaurant.

Ich muss ja gestehen, dass ich nicht wirklich das Wissen habe um gutes Essen von teurem zu unterscheiden, aber ich hörte schön häufiger vom Grill Royal und es soll wohl eines der besten Restaurants sein….

Nun gut, ich will mich ja nicht lumpen lassen und ausserdem sind Wettschulden ja Ehrenschulden, also bestellte ich einen Tisch für gestern Samstag. 22 Uhr auf den Namen Delay. Zwei Herren in einem teuren Restaurant wären doch nur halb so spannend wie zwei Drags – also eigentlich nichteinmal halb..

…Um 22:08 klingelte Sheila auf meinem Handy mit der Information, ich müsse da dringend anrufen und sagen, dass wir uns verspäten… von Hörensagen hörte sie nämlich, dass das Grill Royal da ziemlich rigoros Tische weitervergeben würde.. …okay, machte ich dem Namen Delay also alle Ehre und avisierte unser Kommen um etwa eine halbe Stunde verspätet. Was für uns eigentlich noch eine relativ kurze Verspätung ist.

Im Grill Royal angekommen mussten wir uns noch ein wenig an die Bar stellen und schon ein erstes Getränk zu uns nehmen, bevor wir an den Tisch geführt wurden. Vielleicht sogar an einen etwas besseren Tisch, denn der Barkeeper fragte uns noch nach dem Namen, damit er dort vielleicht etwas machen könne… Zu einem späteren Zeitpunkt des Abends erfuhren wir noch, dass je mittiger der Platz, desto besser er im Grill Royal sei… und wir saßen ziemlich mittig. 🙂

Ich könnte jetzt etwas über reiche Geldsäcke mit jungen Tussis schreiben, über den Berghain Schal über der Küche oder die Frage stellen, ob das Riva Holzboot nicht eigentlich ins Wasser gehört, doch das ist alles unwichtig, denn es sollte um das Ambiente und das Essen gehen, und das gehörte wie das Riva Boot nur eigentlich ins Wasser.

Wir bestellten nämlich die große Vorspeisen- Meeresfürchteplatte, die es nur für zwei Personen gab und die zu probieren mich Sheila drängte. Zwei Austern, eine Riesengarnele, iregdnwas vom Krebs, Hummerscheren, Calamaris in verschiedenen Variationen, Thunfisch und verschiedene Algen. Alles in allem allerhand für eine Vorspeisenplatte, die sich doch in der Menge eher im Bereich eines ausgewachsenen Hauptgerichts bewegte. Wobei der Preis auch ein ausgewachsenes Hauptgericht erforderte. Egal, ich wusste zwar nicht immer, was ich da esse, aber es schmeckte alles. Am besten schmeckte mir etwas, was wie kleine gegrillte Tintenfische aussah lecker. Auch die Hummerscheren waren lecker, wenngleich ich Sheilas Aussage von Orgasmus für den Gaumen nicht ganz nachvollziehen konnte. Lecker: Ja. Orgasmus: Nein. Übrigens kann ich diesen Austern-Hype nicht nachvollziehen. Statt der zwei Austern hätte ich lieber noch eine zweite Riesengarnele genommen. Die mochte ich lieber… Aber ich muss gestehen, da hatte ich meine Schwierigkeiten mit. Ich habe irgendwie nicht ganz begriffen, dass es eigentlich das gleiche wie eine Nordseekrabbe ist – nur eben in groß und das Krabbenpulen das gleiche ist, wie Riesengarnelenpulen… Nur eben in klein.

Da muss ich aber dem Aufmerksamen Personal im Grill Royal ein großes Kompliment machen, mir wurde sofort angeboten, mir zu erklären, wie ich das richtig machen würde… Da war es allerdings schon zu spät. Bei einer zweiten Risengarnele wäre das ganze einfacher gewesen. Sheila hatte solch Probleme nicht, ist sie doch häufiger mal solch Meeresfrüchte, wenngleich bisher zumeist im KDW und bisher noch nie im Grill Royal. Ich schätze, das ändert sich aber noch, denn eigentlich müssen wir nocheinmal dorthin, denn ich habe noch eine Garderobenmarke, die ich in meiner Tasche nicht wiederfand. Ich bekam trotzdem meine Jacke ausgehändigt. Das Personal behandelte und in allen Bereichen vorzüglich und zuvorkommend. Keine Frage.

Und wenn ich vorhin von Geldsäcken und jungen Hühnern schrieb, so ist das natürlich nur ein Teil der Wahrheit. Am Tisch quer gegenüber speiste unter anderem Gabi Decker, die uns offensichtlich noch kannte und später kam noch der uns bislang unbekannte Till Harter an unseren Tisch, der uns in seine Bar einlud und sich freuen würde, wenn wir noch vorbeikommen würden. Seine Bar, die Bar Tausend sei nur einige Gehminuten entfernt. Bar Tausend… Da war doch was? Selbstverständlich liessen wir uns nicht bitten uns noch beim Gehen vom Personal den Weg erklären und verliessen das Grill Royal in Richtung der Bar Tausend.

Abschliessend muss ich sagen Essen: Wunderbar, Personal und Bedienung: Wunderbar. Gäste Reich und schön oder reich oder schön sowie einige sehr nette Personen. Nun, das Grill Royal soll eines der In-Restaurants in Berlin Mitte sein und ich verstehe warum.