Flic Flac – Freaks

Die Freaks sind in der Stadt. Also genau genommen ist Flic Flac in der Stadt – und bringt Freaks mit. Wer Flic Flac nicht kennt, dem sei folgendes gesagt. Flic Flac ist ein Zirkus, einer der etwas anderen Art. Keine Tiere.

Okay, das kennen wir von Roncalli auch, aber in diesem Fall ist Flic Flac noch ein wenig anders. Vom letzten Gastspiel hörte ich, dass dort unglaubliche Artistik gezeigt wurde. Dieses Mal gab es statt unglaublichem eher ungesehenes und ein wenig unerhörtes.

Flic Flac wirbt auf den Plakaten, die in der gesamten Stadt hängen mit Freaks und mit großen „Zensiert“ Balken, die – so das Hörensagen – tatsächlich erst nachträglich durch Klagen drüber geklebt werden mussten. Typisch Deutsch. Da darf man doch nicht einmal den „Föhrer“ veräppeln. Ja, genau, der war auch vertreten. Er hat aber eher mit durch den Abend geführt, aufgetreten ist er nicht, ebenso nicht der Nosferatu-Host.

Aber es gab genügend Artisten die Freakig genug waren um in diesem Zirkus bestand zu haben. So zum Beispiel dieser Lasso-schwingende Gigolo, der ziemlich genau zeigte, dass das Flic Flac eine dieser Veranstaltungen ist, bei denen man auf Teufel komm raus nicht die erste Reihe buchen sollte, da man ganz schnell ungewollt im Treiben mit eingezogen wird – wie dieses blonde Mädel, die ein wunderbares Ziel für drei Lassoschwünge wurde.

Aber nicht nur für Lassoschwünge – auch für Hüftschwünge und einer ganze Menge Anzüglichkeiten, denen Frau sicher nicht allzu viel entgegenzusetzen hat, wenn man gerade zitternd darauf hofft, dass nur die Rose auf dem Kopf gekürzt wird und nicht der Kopf gleich mit verkürzt wird.

Was es aber mit diesem Lassoschwingenden Gigolo noch so auf sich hat, habe ich aber nicht kommen sehen, obwohl Sheila mich eigentlich auf der Hinfahrt schon gespoilert hat. Aber mein Kurzzeitgedächtnis hat zu dem Zeitpunkt bereits diese Information für neuere Informationen aus meinem Kopf verbannt.

Eine der neueren Informationen war die Frage „Warum gibt es in diesem Zirkus eigentlich keine Garderobe?“ Winter, Temeraturen knapp über Null und wir sitzen im dicken Mantel in der – glücklicherweise nicht – ersten Reihe. Reihe zwei …. war unsere.

So konnten wir genug sehen und wurden gesehen, von den Künstlern, die wir bereits kannten. Wie zum Beispiel die seit bereits 55 Jahren tote Marilyn Monroe, die in den Jahren doch die ein oder andere Narbe mitgenommen hat – und im realen Leben nicht auf den Namen Norma Jean sondern auf den Namen Xarah von den Vielenregen hört… Obwohl, wenn ich recht drüber nachdenke, hört sie vermutlich auf noch einen weiteren Namen, den ich allerdings nicht kenne – wie es bei einer ganzen Menge Burlesque Tänzerinnen der Fall ist.

Mit der Nummer am Trapez, wiederum konnte ich nicht allzu viel anzufangen. Die Dame war sicher gut am Trapez und ihre Geschichte war jene, dass sie ebendieses nicht zeigen wollte. und es so aussehen sollte, als stümpere sie herum… Eine gute Idee, aber leider von mir schon einmal auf der Vaudeville Variety ähnlich aber besser gesehen. Die Maiers damals waren schon ziemlich cool, da kam das Flic Flac nicht ganz dran

Die nächste Nummer habe ich auch schon häufiger gesehen. Beautiful Jewels mit ihrem Schwert. Es ist immer wieder erstaunlich, dass es sich dabei nicht um einen Trick sondern um ein solides Schwert handelt. Dem Vernehmen nach sollen das etwa 80 Personen weltweit beherrschen. Es schaut bei ihr so einfach aus, aber die Zahl sagt aus, dass es eben etwas ganz besonderes und kein Trick ist.

Wie es auch bei diesem rüstigen Rentner kein Trick ist. Er wirft heftig schwere Hanteln und Eisenkugeln durch die Gegend, die doch einen ordentlichen Krach machen, wenn sie den Boden der Manege treffen. Ich vertraue Xarah da auch, wenn sie sagt, dass sie eine dieser Kugeln Backstage „mal eben“ zur Seiteräumen wollte – und das Ansinnen ob der Schwere doch schnell sein liess. Sheila und ich überlegten bei ihm noch, wie wohl sein Alter sein möge…. Wir waren knapp dran.

Was kann ich zu diesem Typen mit dem Pümpel auf dem Kopf so sagen? Ein wirklicher Freak, eine seltsame Type, aber lustig, Jongliert mit Tischtennisbällen und fängt Äpfel – einfach gesagt. Insgesamt ist da aber noch einiges mehr zu zu sagen, aber schaut selber.

Allerhand zu sagen wäre wohl auch zu „Puppetry of the Penis“ zwei offenbar Amerikanern, bei denen ich denke, dass sie mit ihrer Nummer in den prüden Vereinigten Staaten nicht auftreten können und eher in Europa ihr Glück suchen müssen… Die Nummer ist wirklich seltsam und der Name der Beiden sagt schon alles aus… Puppenspiel – sozusagen.

Das ganze immer untermalt mit Livemusik von ihm hier.

…und dann gab es da noch dieses Pärchen…. wie kann man die beiden erklären? Sie sehen aus wie ein Glamrock-Schlagerduo er mit Mickey Krause Perücke und sie mit Pailetten… Auch hier wieder der Hinweis: setzt euch nicht in die erste Reihe und wenn ihr eine Aversion gegen Bananen habt, geht lieber garnicht hin. Mit Sicherheit werdet ihr den Twist in ihrer Kleidungs-Change Nummer aber nicht erwarten. zumindest ich habe es nicht.

Wie ich auch den Twist bei dieser Dame nicht erwartet habe….

Liebes Bassy, ich bin traurig

Liebes Bassy- oder eigentlich müsste es ja Liebe(r) Bassy heissen, denn mit ganzem Namen heisst Du Ja „Bassy Cowboy Club“. Aber so hab ich Dich nie genannt und ausser irgendwelchen Touristen, die Dich vielleicht aus einem Travel Guide kannten, dürfte das wohl auch niemand sonst getan haben. Du warst immer das Bassy – Für mich und alle die ich so kannte, die wiederum dich kannten.

Und das waren eine ganze Menge Leute. Du warst ein Anker im schnellebigen Berlin, du warst ein Club auf dem sich irgendwie alle einigen konnten. Auf deren Veranstalrungen sich ebenso alle einigen konnten und in dem sich eine Großzahl an coolen Leuten versammelten. Egal zu was man da war, es gab immer genug Leute, die man kannte UND (und das macht es besonders, die man mochte.

Ich habe in Dir, liebes Bassy großartige Veranstaltungen erlebt und viel tolle Zeit mit vielen Erinnerungen erlebt, nur ein paar möchte ich noch einmal aufzählen.

Viele tolle Fête Fatale Parties
Es gibt wohl keine andere Veranstaltung (ausserhalb von Halloween), bei dem sich die Gäste mehr Mühe geben als bei der Fête Fatale und es war jedes Mal wieder ein großes Familientreffen mit tollen Gästen und tollen Kostümen – Und dass ich dann irgendwann mal den zweiten Platz beim Kostüm Contest gemacht habe, obwohl ich eigentlich wie immer unterwegs war ist nur eine kleine Randbemerkung (Das Motto war halt „Gender Bender“)

Aber die Fête Fatale hatte viele Geschichten. Dort habe ich im Bassy unter dem Motto Superhero-Spy Agents 2013 meine liebste Nachbarin Regina kennengelernt. Ich glaube auf dieses Bild können wir beide nicht sonderlich stolz sein, aber es ist auf der Fete Fatale entstanden

Die griechische Fête Fatale ist offenbar in den relativ kurzen Zeitraum gefallen, den ich zum großen Teil mit Nadine verbracht habe – und es ist eines der wenigen Bilder, die es von uns gab. Auch nicht das schönste Bild aber auch eine Bassy Erinnerung.

Aber das Bassy im allgemeinen und diese Party im besonderen war vor allem immer dadurch gekennzeichnet, dass dort eine große Anzahl von tollen Personen waren, die von denen selbst eine kleine Gruppe schon ein tolles Gruppenbild wurde.

Aber das Bassy war viel viel mehr als obige Party. Es war oft auch anderweitig Burlesk. So hab ich dort beispielsweise Lilly Tigers allererstem Burlesque Auftritt auf einer Bühne beiwohnen können… Neulich fragte man mich, wie lange das her sei, das müssten ja 100 Jahre sein – Nein, aber 8 sind es schon mal:

Wie schrieb ich damals:

Insgesamt kann man sagen, da haben Lady Lous Schülerinnen eine ziemlich gute Abschlussprüfung dargeboten, wobei Lilly Tiger und Alice Dee Baby wirklich herausragten. Die beiden sollten auf jeden Fall weitermachen.

Lilly hat zumindest weiter gemacht 
Das Bassy auch und auch ich bin noch längst nicht fertig und erinnere mich an die wohl beste Fashionweek Aftershow Party ever – Lena Hoschek im Bassy. Was eine geile Stimmung und wieder fast nur großartige Menschen  – eigentlich die gleichen wie auf den anderen Partys im Bassy – bis auf wenige Ausnahmen – ich erinnere mich an einige typische Fashionweek Mädels in ihren Fashionweek Gewändern, die sich verwundert umschauten, wo sie denn da Gelandet waren. Mampe spricht heute noch von der Party, bei der die besten Promobilder für Mampe ever ever entstanden sind. Dieses könnte auch eines davon sein.
Aber das Bassy war auch immer an anderen Tagen ein Anlaufpunkt. Zur Pinkys Peepshow beispielsweise. War immer Donnerstags glaube ich und war immer voll. Ich fragte mich immer, ob die alle nicht arbeiten müssen, war dann aber auch immer da, als ich mal eine Zeit nicht arbeiten musste. Tolle Mottos, tolle Menschen. Beispielsweise aus der Schweiz Jazzmin Dianne Moore die ich damals durchaus einwenig bewunderte. Oder natürlich Frank Thenazi

Kann aber auch sein, dass Donnerstags eher Chantals House Of Shame ist. Und obwohl ich nie ein großer Fan von dieser Party war, hat es auch dort mich ab und an hingezogen. Dieses Bild ist tatsächlich schon 10 Jahre her. Das war dann aber tatsächlich mal ein ziemlich anderes Publikum.

Und als es die Pinkys Peepshow irgendwann nicht mehr gab, hat sich Bana einige Zeit an dem freigewordenen Platz versucht, eigentlich mit ähnlichem Konzept und fast gleichem Publikum. Auch nett. Man erinnert sich an komische Menschen, und an liebenswerte Menschen Scotty beispielsweise

Und ich erinnere mich an ausschweifende 80er Jahre Parties, eines Ostern war es so ausschweifend, dass ich nicht nur mit „Licht an im Bassy“ in die pralle Ostersonne rausgekehrt wurde, sondern an diesem Abend auch mein Handy verlor und versuchte in vermutlich sehr sehr lallendem Zustand Fräulen Else Edelstahl zu erklären, dass – sollte ein Handy gefunden werden, dieses meines sei. Ob man mich allerdings noch verstehen konnte will ich heute nicht beschreien, das Handy auf jeden Fall tauchte nicht auf, doch es war trotzdem ein toller Abend, von dem es aber kein Bild gibt, daher hier ein anderes aus 2009.

Nico und Swinging Swanee, beides wie ich Hamburger Pflänzchen und beide in Berlin angekommen und oft im Bassy zu sehen. Nico seit 10 Jahren an der Tür.

Ich erinnere mich an mitgespieltes Rocky Horror Kino im Bassy

Und ich erinnere mich an tolle Boheme Sauvages, die im Bassy immer etwas dreckiger und sündenlastiger waren, als irgendwo anders. Auch dieses Bild von einer Boheme Sauvage von  vor mittlerweile 10 Jahren mit Julietta und Mama Ulita. Lange her.

Aber jetzt mag es den einen oder anderen geben, der sagt, dass Bassy habe sein eigentliches Publikum schon lange verloren oder sei beliebig geworden. Hab ich nie so gesehen, aber vermutlich bin ich das eigentliche Publikum auch nicht. Doch ich und andere die ich kennen, waren es oft und immer wieder in den letzten 11 Jahren. Und für die Cowboyclub Puristen habe ich noch eine letzte Erinnerung.

Die Cowboys schlechthin und das wohl beste Konzert auf dem ich je gewesen bin: The Rob Ross. Eher bekannt unter ihrem eigentlichen Namen, wenn sie nicht im Bassy Geheimgigs spielen:  The Boss Hoss.

War das geil, war das eine großartige Stimmung, eine unglaublichen Spielfreude? Schaut selber und ärgert euch noch heute, wenn ihr nicht dabei gewesen seid.

Ach Bassy, Ich erinnere mich an lange Schlangen im Schneeregen an schwitzen im Sommer, an Kickern im Backstage an viel Zeit auf der Tanzfläche an Spaß an der Poledance Stange, an viel Mate Vodka, an zumeist bessere Musik als woanders, an beeindruckenden Discokugel ansichten an Unmengen an Gesprächen an… ach an so viel. Es sind viele Clubs gekommen und gegangen, die mir ziemlich egal waren, aber Dich werde ich vermissen.

Kaiser & Plain – Liebe in Zeiten von so lala

Ist doch immer schön, wenn man ausgeht und man dort dann wunderbare neue Dinge entdeckt oder kennenlernt. In diesem Fall war es das tolle Musik-Comedy Duo Kaiser & Plain, die mich am letzten Wochenende bei Jurassica Parkas 3 Jahresshow mit nur zwei Nummern extrem begeistert haben.

Kaiser & Plain

Neulich bei Jurassica Parka

Vollkommen ungeplant aber hocherfreut ist mir zu späterer Stunde im BKA Theater ein Gästelistenplatz zu deren vollständigem Programm, das sie diese Wochen ebenda vortrugen, zugelaufen – also genau genommen sogar einer mit einem +1. Danke dafür, BKA.

Leider wurde mir am Nachmittag abgesagt und es gestaltete sich extrem schwierig eine neue Begleitung zu finden. So richtig zieht der Name Kaiser & Plain offenbar noch nicht… Ich bin mir ziemlich, dass ein Facebook Post: „Hey ich hab noch einen Gästelistenplatz für U2, die sind toll, will jemand for free mit“ deutlich mehr und vielleicht sogar euphorischere Reaktionen erzielt hätte als der hier unten.

Ich werde diese These aber wohl nie verifizieren können, denn U2 spielen so selten im BKA. …Warum eigentlich nicht?

Sei es drum, niemand konnte auf jeden Fall mit oder wollte mit oder war nicht schon anderweitig verplant …. oder noch in Portugal., wie Elena. Sie meinte, aus Portugal sei es etwas knapp bis 20:00 – zur Pause würde sie es vielleicht schaffen 😉

War natürlich quark, aber schade für sie und für mich und für Frau Plain, denn Elena hätte von dort sicher einen gebürtigen Portugieser (heissen die nicht irgendwie anders) mitbringen können.

So allerdings musste ich mich tatsächlich gänzlich ohne Begleitung ins BKA aufmachen und muss ihr sagen, sie habe einiges verpasst – wie im übrigen auch ihr allen anderen, die ihr nicht dabei wart.

Bevor ich irgend etwas zu dem Abend sage, muss ich mich entschuldigen – und zwar für die miesen Fotos. Gute Fotos gibt es immer dann, wenn ich mich langweile und viel Zeit habe, an meiner Kamera rumzuspielen um gute Fotos zu machen. Ich allerdings musste zuhören und hab höchstens Mal meine Kamera für einen kurzen Schnappschuss nach oben gehalten – Da ist dann eben auch nichts draus geworden.

Zum Inhalt ist auch nicht so unglaublich viel zu sagen:

Frau Plain sucht die große Liebe – nicht nur – weil Mama nervt – sondern auch weil es doch viel schöner zu zweit ist. Dafür online-dated sie sich durch die Elitepartners und Parships dieser Nation und sucht als Eva ihren Adam, der dann auch durch „Hilfe“ von Herrn Kaiser auf ihrem Handydisplay erscheint…. Und da ansonsten alle guten Männer Verheiratet, Schwul oder Tot sind lässt sie sich mit ihm ein…. Oder sie schickt ihn zur See und zur Hölle?

Das Publikum wird es am Ende erfahren. Bis dahin ergibt sich aber allerhand Gelegenheit, Lieder zu singen.

Virginia Plain

Dumm übrigens, dass ich selber nicht singen kann, denn auch ich kenne dieses Problem und hätte einiges an Gelegenheit und Grund dieses schwierige Thema zu besingen…

Verheiratet, Schwul und Tot… Jajaj. Ich würde es aber eher als „Vergeben, Lesbisch, Tot“ bezeichnen.

Obwohl ich im Moment eigentlich keine Lesbe kenne, die mich näher interessieren würde… … und tote? Auch nicht so recht – obwohl Audrey Hepburn, da würde ich drüber nachdenken, doch gilt die – zumindest im für mich interessanten Alter eh doppelt: als (mittlerweile) tot UND (damals) verheiratet. Verflixtnocheinsundzugenäht. Erschwerend hinzukommt, dass Diana mir eh verboten hat, mich in Fernsehschauspieler zu vergucken.

Von der einen Frau in meinem erweitert-erweiterten Bekanntenkreis, die eine natürliche Audrey Hepburn Aura und Schönheit ihr eigen nennt, weiss ich all das aber seltsamerweise gar nicht.

Kaiser & Plain Berlin

Tot? …ist sie ziemlich sicher nicht.
Lesbisch? Glaube ich nicht, aber wer weiss das heutzutage schon genau?
Vergeben? Kein Plan, aber alles andere würde mich extrem wundern. Solche Frauen müssen vergeben sein oder zumindest umschwirrt von Motten rund um ihr Licht.

Elitepartners und Parships würde sie zumindest ziemlich sicher nicht benötigen.

Egal, ich schweife offenbar gerade erneut ab, kommen wir wieder zurück zum Herrn Kaiser und zur Dame mit dem Bettie Page Pony – die ja im übrigen auch doppelt: als Tot UND Verheiratet gilt – also die Bettie Mae Page, nicht die Virginia Plain. Von zweitgenannter weiss ich nur erstgenanntes.

Also wieder mal zurück zu Kaiser & Plain…

… Doch Stop, da fällt mir gerade noch etwas ein, dass ich nur einer Hälfte der beiden zu bereden habe:

Herr Kaiser,  wir haben ein gehöriges Wörtchen zu klären.

Herr Kaiser- ich kann es nicht gutheissen, dass sie aufgrund des langen, roten durchaus offensiv ausgeschnittenem Pailetten-Abendkleides zu Frau Plain meinten, die sähe aus, wie ein „aufgeplatztes rotes Puffsofa„. In meinen Augen ist gegen das Kleid absolut nichts auszusetzen. …warum ich diese Ansicht vertrete? Nun sie werden es vielleicht beim Anblick des obigen Bildes selbst herausfinden.

Eindeutig nicht gerade mein Lieblingsbild aber zur Beweisführung nötig. Nur zur Sicherheit, ich bin die rechts in dem – ja genau roten Pailetten-Abendkleid – wobei ich natürlich zugestehe, dass sich das Kleid der Frau Plain und meines wegen geringfügig unterschiedlicher Körperlängen und Proportionen, an abweichenden Stellen unterschiedlich viel Paillettenstoff verbrauchen. Das Kleid bleibt aber im Grunde genommen das Gleiche….

Sie kennen des ja… Ich meine das Kleid

Also, Herr Kaiser, so von rotem Puffsofa zu rotem Puffsofa, wir haben Klärungsbedarf 😉 , wie war das nochmal? Trauen Sie sich, das zu wiederholen?  Und bevor sie mit Ja! antworten, weise ich drauf hin, dass ich um einiges Größer als sie bin.

Groß bin ich, Blond bin ich, und zumindest nicht dick. Helene Fischer ist ein Witz gegen mich.

Gut, da wir das nun geklärt hätten, zurück zum Thema….

Und das ist eben nicht Helene Fischer sondern Kaiser und Plain die höchstens mal eben kurze Anleihen an sie in einem Lied unterbringen.

Welch ein Glück, denn dieses McDonalds und BILD Schlager-Musikgenre (keiner gibt zu, es zu hören und doch ist es unwahrscheinlich erfolgreich) war noch nie meins. Das hält mein Herz nicht aus.

Btw. Mein Herz… gabs da nicht mal einen Schlagersong mit genau diesem Titel? Wie hiess die Interpretin noch. Müller, Schulze, Schmidt… Irgendsoein urdeutscher Name. War wohl aber nicht so erfolgreich, wie die Helene.

Ok, habs selbst gemerkt, ich schweife gerade neuerlich ab. Zurück zum Abend im BKA und da war die Musik eben nicht Schlageresk oder gar Fischeresk.

Kaiser & Plain BKA

Aber kleinen Anleihen gehen schon, wenn mit tollen Texten versehen… Und die Geschichten die die beiden in ihren Liedern und Zoten drumherum zu erzählen haben sind klasse, schön, witzig, oft böse, bisweilen verwegen aber von beiden immer mit einer großen Liebenswürdigkeit in Musik und Mimik vorgetragen.

Ein Beispiel gefälligst?

Hier beispielsweise habe ich keine Ahnung, wie man diesen skeptischen Blick ohne zu lachen halten kann. Watt ne coole Type. Ich könnts nicht.

Ein letzter Einwurf sei mir aber gestattet. Der Aufzug zum BKA dauert auf keinen Fall nur 48 Sekunden. Gefühlt sind es anderthalb Stunden….

Und um das ganze aber nun endlich mal zu beenden: Muss ich allen Lesern sagen: wirklich schön, dieses

[Speck]

…kleine „Wort oben, dass ich „aus Gründen“ nun nicht wiederhole, dass es mir aber erlaubt, ohne dass es Frau Plain mitbekommt, mal ne Fragen zu stellen und Dinge zu gestehen. Durch das obige Wort werde ich vielleicht nicht vor Scham und Scheu im Boden versinken, wenn ich ihr irgendwann mal irgendwo über den Weg laufen sollte.

Was es mit diesem Wort auf sich hat? Nun auch das erfährt man im Programm

Aber nun zu meiner Frage:

Meine Herren im Publikum – oder wenn gewünscht auch die Damen… Wenn der Herr Kaiser meint, man hätte ja nun alles gesehen und um Handzeichen bittet, wer denn nun noch interessiert sei…. Was ist da passiert? Kein Handzeichen! – nicht ein einziges – und ich hab genau hingeschaut. Wie kann denn das sein? Ich finde die Dame über alle Maßen Bombe.

Sie ist Hummer, wie sie sich bewegt in dem Outfit, Hummer! Einzigartig. Unglaublich. Hummer. Und sie weiss, dass sie übertrieben Hummer ist.

virginia plain berlin

Also auf jeden Fall war ich mal kurz zwischendurch verliebt – mindestens so alle 11 Minuten – und ich bräuchte mir wahrlich keinen zwitschern um sie schönzutrinken. Wobei es natürlich immer sinnvoll ist, ne Flasche puren Wodka mitzunehmen. Das mit der Attraktivität muss ja beiderseitig passen.

Also meine Herren. Kein Handzeichen? nicht eines?? Really??? Wieso????
Denkt an den Vodka und meldet Euch das nächste Mal.

Aber vermutlich auch die Dramaturgie kaputtgemacht, wenn sich schon zur Hälfte ein Adam gezeigt hätte und sie sich keinen eigenen hätte aussuchen können. Frau will ja vermutlich auch nicht auf irgendeinem Schoß sitzen.

Kaiser & Plain Carbaret

Trotzdem: sollte ich die beiden irgendwann mal in Berlin auf irgendeiner Bühne sehen – und da bin ich mir eigentlich sicher, denn wie man ggf. bereits gemerkt hat, es hat mir gefallen – werde ich es vielleicht einfach mal versuchen und die Hand heben. Nur um mal zu schauen, wie sie aus der Nummer rauskommen ;).

[Speck]

…kleine etwa zweistündige Musik Carbaret Programm, das ich wirklich jedem ans Herz lege.

Wenn Ihr also an einem Programmaushang Kaiser und Plain seht, dann geht da hin. 🙂 Und wer erstmal klein anfangen möchte, der möge vielleicht erstmal bei Ihrer bald startenden Late Night Show – One Night Stand vorbeischauen.

Ääh Just one more Thing

Trotz all der Lobhudelei bleibt mein grüner Mantel meiner und die eingelagerte Insolvenzmasse meiner ehemaligen Firma hat ihn auch nur noch in XS und der Größe „Zirkuszelt“ für die Frau Plain aber eindeutig zu zierlich ist. 😉

3 Jahre Jurassica Parka Latenight @ BKA Theater

Silvester ist knapp durch und jeder hat seine Vorsätze vermutlich schon wieder in den Mülleimer gekloppt. Ich habe dieses Jahr sogar viere die alle noch gelten.

Einer ist: mal wieder zu bloggen. Der wird sich vermutlich als erstes als erfolglos zeigen, genau wie 2017 und 2016 und…. schon seit vielen Jahren – leider.

Sei es drum, dieses ist mein Versuch. Und er handelt von Jurassics Parka, bzw ihrer drei Jahres – Latenight-Show „Pailette geht immer“. Dieses Mal war unter anderem Sheila als einer der Showacts geladen drum hab ich mir überlegt, ob ich mir die Show vielleicht mal anschauen sollte….. Doch so richtig groß war meine Lust nicht, da ich alleine irgendwie dann doch nicht wollte und eigentlich auch gar nicht so recht wusste, was ich bei Jurassicas Late Night Show eigentlich zu erwarte hätte.

Zwar lebe ich im Internet und Social Media ist eines meiner Hauptaugenmerke, ich muss allerdings gestehen, dass mich das Euvre der Transen und Dragkultur bislang gänzlich uninteressiert zurückgelassen hat. Ich habe daher noch nicht eines der vielen Filmchen von Jurassica gesehen und kannte sie bisher nur im persönlichen Austausch, nicht allerdings auf der Bühne.

Als ich mich also mich schon entschieden hatte, dass ich nicht weiss was ich erwartet und so unglaublich wichtig mir das ganze auch nicht wirklich ist.. ich mich also bereits entschieden hatte, den Abend mit Netflix im Bett zu verbringen, schaute ich in Facebook herein und sah Jacky eine Begleitung suchen. Okay, zu zweit ist besser als alleine. Also doch.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Genau genommen war ich positiv überrascht, denn es war eine sehr kurzweilige Veranstaltung und Jurassica ist wirklich wortgewandt, schlagfertig und kann tolle Grimassen schneiden 🙂 Vor allem wenn sie mit Klammer im Mund versucht, Begriffe zu sagen, die man bei Ihr kaum erraten kann.

Bob Bahn

Keine Ahnung, wie man daraus Rharbarber Barbara erkennen sollte und konnte, das muss eindeutig gefaked worden sein 😉 Aber selbst wenn man das fast erkennen konnte. Ihr Bob Bahn war eindeutig uneindeutig und niemals nicht erkennbar. Wobei es auch wenig half, dass sie statt deutlicher eher lauter wurde. Ein großer Spaß, wie die gesamte Show.

Witziger Stargast war der sehr heterosexuelle Mateo Jaschik von Culcha Candela, der jeden Spaß mit machte und sich zur zweiten Hälfte sogar ein Zweithaar auf den kopf setzte. Ein cooler Typ, der auch einiges zu erzählen hatte.

Zum Beispiel über Bushido & Dieter Bohlen im Besonderen und über Musik und Castingshows im Allgemenein, zu denen auch Jade Pearl Baker und Ryan Stecken etwas zu sagen hatten, als sie im Showprogramm drankamen.

Jade Pearl Baker mit The Voice in diesem Jahr und Ryan Stecken mit diversen Auftritten bei DSDS – und offenbar Auftritten bei so etwa 50% von Jurassicas Latenight. Sozusagen immer wenn kein besserer Showact zu finden ist – wie Jurassica sagt.

Gut Sheilas Nummer hab ich ja nun doch schon das ein oder andere Mal gesehen. Ich bin gespannt auf die neue Nummer. Die wird mir auch noch über den Weg laufen.

Fangirl Jacky und Weinhaus Jacky auf einem Bild.

Und wenn sie schon mal da ist, kann Jade auch gleich zwei Auftritte hinlegen.

Für mich das Highlight war aber das Musik Comedy Duo „Kaiser und Plain“ die sich die jetzt kommende Woche mit ihrem Programm „Liebe in Zeiten von so lala“ im BKA in Berlin auftreten. Nach nur zwei Nummern kenn ich sagen, dass sich die beiden unbedingt lohnen. Hin da, ich schau sie mir am Donnerstag an. Virginia Plain, was eine coole Wuchtbrumme im positivsten Sinne gemeint.

Ob ich da wohl mein rotes Pailetten-Kleid da tragen sollte? Immerhin ist ja im BKA bekannt:

Pailette geht immer.

Und wenn ich schon mal im BKA bin und danach gegen halb 4 die Schlange vor Mustafas Gemüse Kebap gerade mal <= 10 Personen ist, muss ich doch mal ausprobieren, was so unglaublich großartig an diesem Döner Stand ist, dass sich da Leute stundenlang anstellen.

Ganz ehrlich: Ich habe nicht den Hauch einer Idee.

Ich konnte jetzt keinen sonderlichen Unterschied zu anderen der besseren Döner-Läden der Hauptstadt erkennen, bei denen ich höchstens mal einen bis zwei Leute in der Schlange habe. Das brauchts genauso wenig wie Curry 36 knapp daneben.