Die’Glamouresque @ Ballhaus Berlin

Man muss auch mal seine Meinung ändern können 🙂

In diesem Fall meine Meinung zu den Glamouresque. Für jene, die sie nicht kennen, die Glamouresque sind eine Truppe von vier Friedrichstadtpalast Showgirls, die sich vor einigen Jahren entschieden haben, eine Burlesque Truppe zu werden.

Ich hatte die Glamouresque zwei Mal gesehen, damals im Horns & Hooves bei irgendeiner Party. Sie machten damals ihrem ersten Burlesque Auftritt als sie sich noch keinen Namen gemacht hatten und selber noch unter anderem Namen unterwegs waren. Der erste Auftritt haute mich – gelinde gesagt nicht von Hocker.

Längere Zeit später sah ich sie – nun unter ihrem Namen – im Ballhaus Berlin wieder. Dort mit ihrem ersten eigenen Programm. …Auch das haute mich nicht vom Hocker. Klar war, dass die Mädels alle Anlagen hatten, eine Top-Burlesque Truppe zu sein: Sie sehen Top aus, haben Beine bis zum Himmel und zurück, wissen sie und sich zu bewegen und haben Bühnen Erfahrung. Doch sie machten nicht viel draus. Zumindest nicht so viel, dass sie mich in irgendeiner Weise beeindruckt hätten.

Die Nummern hatten nicht spezielles, die Outfits einen „billigen“ Touch. Es waren halt hübsche Mädels, die sich auf der Bühne auszogen. Langweilig!

daher musste ich auch kurz überlegen, ob ich Lust hätte, an diesem Wochenende ins Ballhaus Berlin mitzukommen um Die Glamouresque anzuschauen. Gerade neulich hatte ich ja schon eine langweilige Burlesque Truppe dort gesehen. Man muss ja Fehler nicht mutwillig wiederholen.

Aber Sheila hatte sie in der Zwischenzeit noch einmal gesehen und sie gar zu ihrer Vaudeville Variety gebucht. Das tut sie in der Regel nur, wenn da was hinter steckt – es könnte also sein, dass sie sich entwickelt haben – und das wollte ich mir dann doch mal anschauen.

Und: Ja, sie haben sich entwickelt und sind wirklich gut geworden.

solche Beine so geschmissen sieht man auf Burleque Bühnen eher selten

Ihre Nummern haben jetzt Geschichten, sie haben Witz, die Mädels nehmen sich selber nicht bierernst und sie spielen mit dem Publikum und ihre Showgirlausbildungen jetzt vollständig aus. Sie tanzen auf ihren High Heels wie auf Ballerinas, Sie tanzen auf Ballettschuhen wie Ballerinas – die sie ja auch sind. Zudem werfen sie ihre Beine durch die Luft und sehen natürlich immer noch klasse aus. Selbst die Outfits waren jetzt klasse und top aufeinander abgestimmt.

Schon nach der zweiten Nummer war ich mir mit mir selber einig, dass ich meine Meinung über die Glamouresque ändern könnte und sie nun gut finde.

Es ist natürlich auch irgendwie logisch. Als Friedrichstadt Palast Showgirls macht man vermutlich genau das, was einem andere einem sagen. Ohne nachzudenken, ohne infrage stellen, vollkommen ohne eigene Kreativität und vor allem ohne an irgendwelchen Nummern herumzudoktern. Showgirlroboter eben.

Und wenn man sich nie eigene Nummern ausdenken muss, sie nie weiterentwickeln muss, sich nie eigene Outfits gestalten muss, dann kann man es – trotz bester Anlagen – eben nicht. Man hat es eben nie gelernt. Letztendlich sind die guten Burlesque Tänzerinnen auch nicht vom Himmel gefallen sondern haben sich entwickelt. Von Nummer zu Nummer zu Nummer – und selten waren die ersten die besten.

Letztendlich waren die beiden Auftritte, die ich gesehen hatte auch nicht viel mehr als die Graduations Night vom Schönheitstanz Studio – nur eben ohne die (Burlesque)-Anleitung von Lady Lou und dem etwas zu hohen Ziel, gleich ein abendfüllendes Programm auf die Bühne zu bringen… Das konnte ja nur schiefgehen.

Das haben die Mädels wohl erkannt und – Profis wie sie sicher sind – hart an sich und den Nummern gearbeitet. Nicht nur in Moderation und den Nummern selber sondern auch in etwas, was ich so bei Burlesque noch nie gesehen habe. Viele Nummern hatten sozusagen einen Abspann.

Normalerweise kennt man das aus der Burlesque. Nummer – Tasseln – Fertig – verbeugen und runter von der Bühne, die Glamouresque haben es geschafft, dass hinter der Nummer und dem Applaus, oft die Nummer noch einmal in irgendeiner Weise weitergeht, und die Mädels so die Bühne nicht einfach so verlassen – Klar, wenn ich drüber nachdenke, passiert sowas im Friedrichstadt Palast auch – auf kleiner Bühne habe ich das aber noch nie gesehen. TOP!

Zudem gibt es einige Nummer, in denen das Publikum in unterschiedlicher Weise eingebunden wird. Von der Banane abbeissen, als Flugzeugpassagiere fungieren ihre Getränke austrinken lassen oder z.B. wie in diesem Fall als Schüler von der heissen Lehrerin unanständig angemacht zu werden 😉 Wer bei den Glamouresque in der ersten Reihe sitzt, dem kann schon mal passieren, ein Showgirl auf dem Schoß sitzen zu haben. Nicht das schlimmste, was einem in einer ersten Reihe passieren kann.

Sie können aber auch ganz traditionell wie hier im Andrew Sisters Army Look

Host des Abends Mademoiselle Lola

Auch wenn sie alle gut waren, hat mich persönlich Rose Noir am meisten begeistert, und das lag nicht daran, dass ihre Beine noch eine ganze Ecke länger als die ihrer Kolleginnen sind sondern an ihrer Bühnenpräsenz. Sie hat eine tolle Mimik und es scheint so, als habe sie einfach richtig viel Spaß an dem was sie da macht. Klar, das zu suggerieren ist das täglich Brot eines Bühnenprofis, aber ich glaube, das muss echt sein.

Glaube ich, dass sie ein echter Sonneschein ist: Ja
Hab ich mehr Anzeichen daran als ihre Bühnenpräsenz: Nein

Tara D’arson stand ihr in kaum etwas nach und sie hatte die Nummer, die mich am meisten begeisterte. Eine Nummer, die wohl für die Glamouresque steht, wie keine andere. Wie sagte Mademoiselle Lola „We are Ballerinas. Our parents were so proud – and then came Sex, Drugs and Berlin“. In Taras Nummer dargestellt durch eine Tüte Chips 🙂

Aus den Balettschuhen wurden High Heels, die Outfit knapp und anstatt in der legendären 32 Girls Friedrichstadt Kickline nicht aufzufallen nun nur noch zu viert mit eigenen Nummern. Es mögen noch viele Nummern hinzukommen.

Wie gesagt, ich habe meine Meinung vollständig gewechselt. Die Glamouresque haben sich zu einer klasse Burlesquetruppe entwickelt, die zu besuchen sich heute wirklich lohnt. Sollten sie in der Stadt sein, geht hin, es lohnt sich.

 

Gala Spectacular @ Festsaal Kreuzberg

Es ist ja gerade die Berlin Burlesque Week und gestern war die „Gala Spectacular“, die große Gala im Festsaal Kreuzberg mit dem namentlich besten Line-Up der gesamten Woche. Das generelle Problem der Berlin Buslesque Week ist ja, dass sich die Acts großteils überschneiden und es so eigentlich kaum lohnt mehrere der Events anzusehen….

In diesem Fall überschneidete sich die Gala Spectacular allerdings nicht mit der La Fête Fatale und daher konnte man sich das schon mal geben…

Ausserdem war es an der Zeit, sich den „neuen“ Festsaal Kreuzberg mal anzuschauen… der ja nach dem extrem traurigen Brand nach langer Zeit das pleitegegangene White Trash in der Arena Treptow übernommen hat. …Nene, der neue Fastsaal hat nicht auch nur annähernd das Flair des alten Festsaals. Schade. Es ist ehrlich gesagt eher ein Industriehallen Charme, der einen guten Teil der Stimmung nimmt. So auch bei dieser Gala.

Okay, es gab doch etwas, was sich überschnitt. Der Host! Scotty The Blue Bunny. Scheinbar heute Mit Ihm dann auch einige der Sprüche… Als Host hat man es auch wirklich nicht leicht – zumindest nicht, wenn die Gäste einen schon einige Male gesehen haben – Aber wenn man ehrlich ist, passiert das selbst bei einem Reuben Kaye, seineszeichens der beste Host ever. Aber letztendlich geht es ja vor allem um die Acts.

…die waren in der ersten Hälfte allerdings nicht wirklich „Spectacular“, muss ich sagen. Genau genommen hat mich in der ersten Hälfte kein Act wirklich begeistert. Die meisten waren einfache Entkleidungs-Nummern ohne bei mir größere Emotionen oder gar Erinnerungen hinterlassen zu haben.

Für mich sollte eine gute Burlesque Nummer eine Geschichte erzählen oder im klassischen Burlesque eben ein großartiges Outfit haben und mit Erotik spielen. Das fand ich in der ersten Hälfte bei den wenigsten Nummern. Fräulein Frauke würde ich da am ehesten noch rausnehmen wollen.

Ich wurde dafür aber in der zweiten Hälfte sehr entschädigt. Die fand ich großartig und es waren tolle Nummern dabei. Honey Lulu gehört auf jeden Fall dazu, wenngleich ich die Nummer natürlich schon vor einigen Jahren bei Sheilas Vaudeville Variety gesehen habe. Aber es ist eine wunderbar schöne Nummer, die eigentlich alles hat, was ich erwarten würde. …Ich frage mich nur, wie sie mit ihrer Teetasse so reist. In den Koffer passt die wohl nicht.

Ebenfalls überzeugte mich MisSa Blue mit einer bereits schönen Federfächernummer, die sich dann in eine noch bessere Schwertschluckernummer wandelt. Ja, das überzeugte mich durchaus – ich hab das so noch nicht gesehen. Aber es mochte noch besser werden.

Es sagte es schon einige Male und ich sage es wieder, die Sparte des Burlesque bei der es seit einigen Jahren am kreativsten zugeht ist …eben nicht Burlesque sondern Boylesque. Die besten Ideen haben die Männer, in diesem Fall „Harden Reddy“ aus … Deustchland. Wow, wer hätte das gedacht, ein super Boylesque Act aus Deutschland. Respekt.

Aber vollkommen abgeholt hat mich Kitty Bang Bang. Die hat den Saal sowas von abgerissen. Ich habe lange keine Nummer gesehen, die eine ähnliche Energie auf der Bühne abgefeuert hat, wie eben diese Feuernummer von Kitty Bang Bang. Sie wurde zu Recht von gesamten Saal abgefeiert und so ziemlich jeder, mit dem ich mich danach unterhielt fand diese Nummer einen „Oberhammer“. Diese Nummer werde ich ganz sicher mindestens noch einmal sehen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, wo. Ich freue mich schon drauf. Eine Absolute Headliner Nummer.

Ich habe bei der Nummer ein Live-Video bei Instagram laufen lassen und muss da mal mehreres feststellen.

1. Mein Handy hat bei dunkler Umgebung eine miese Qualität und ich muss dringend wenn ich mal wieder Geld verdiene dieses in ein besseres Handy investieren, denn Livevideos sind eine schöne Sache

2. Live Videos auf Instagram sind doof, da sie nur in den Stories passieren und sofort weg sind, wenn das Video beendet ist. Was soll denn der Mist. Ich würde das Video gerne noch sehen aber es ist w-e-g… Was für ein Mist ist das denn???

Die eigentliche Headlinerin Kitten De Ville wiederum fand ich auf hohem Niveau okay, aber es gab einige Nummern, die ich einfach toll fand und die mir ein deutlich größeres WOW Erlebnis bereiteten.

Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich die Gala Spectacular wirklich gut fand, obwohl weder der Raum noch die erste Hälfte das anfangs schienen…..

La Fête Fatale – Gender Bender

http://zoe-delay.de/tag/bassy/Wenn die Dame die eigentlich nicht Else heisst auf einmal Fritz ist – und ich die normalste Person auf der ganzen Party.

Hachja, die Fête Fatale. Es gibt in Berlin wie neulich bereits geschrieben ja eine ganze Menge Partys und Veranstaltungen, die man irgendwie mit der Überbezeichnung „Burlesque“ versehen werden können, aber es gibt nur eine Fête Fatale. Und jene ist wohl die Party mit den besten Gästen überhaupt.

Die Fête Fatale hat immer ein Motto. …Klar, das kennt man auch zu anderen Partys, normalerweise kommen da dann etwa 12,357% der Gäste irgendwie mottohaft und davon etwa 12,3% lieblos irgendwie an das Thame angelegt. (okay die Boheme Sauvage ist da eine Ausnahme und natürlich Halloween) Aber die Fête Fatale ist anders, hier kommen eigentlich fast alle Gäste dem Motto angepasst, und das auf oft hohem Niveau.

Das ist aber auch irgendwie logisch, denn dieses ist die Burlesqueparty, auf die diejenigen Performer kommen, die gerade nicht irgendwo auftreten, auf die jene Partypeople kommen, die gerade nicht anders eingespannt sind und alle anderen Gäste nicht dagegen Abstinken wollen. Diese Gemengenlage aus tollen Menschen führt auch oft zu einer besonders stimmungsvollen aufgeladenen Party – und diese war wieder einmal eine solche.

Das Motto dieses Abends war „Gender Bender“ Frauen als Männer, Männer als Frauen und irgendwas zwischendrin.

Lola würde es als:
Ladies, gentlemen and those who are yet to make up your mind.
bezeichnen.

Ich als toll und großartig und wunderbar – wenngleich ich mich frage, was man als Drag auf solch einer Party denn so machen soll…. Wenn ich doch immer so rumlaufe, hätte ich eigentlich einen Schnurrbart benötigt, aber da ich kein Auto mehr mein Eigen nenne, und eine Fahrt zu Deko Behrendt demnach nicht in den Kram passte fühlte ich mich – obgleich vollkommen dem Partymotto entsprechend doch irgendwie total underdressed zwischen all den tollen Menschen da.

Aber eigentlich schon beim Eintauchen in die Party war mir klar, das kann nur großartig werden. So viele bekannte Gesichter, so viel tolle Menschen so viel Durcheinander. Ich meine was soll man schon davon halten, wenn die Dame, die eigentlich schon nicht Else heisst sich auf einmal als „Fritz“ vorstellt oder die Dame die in Wirklichkeit schon nicht Lou heisst dann Jesus ist oder ein eigentlicher Silbermann dessen realer Name schon nicht Hedoluxe ist oder Carlos Amore oder oder oder als Captain Gender Bender unterwegs ist. Eine verrückte schizophrene Partygesellschaft nur ich war „einfach nur Zoe“ – naja und Sheila Sheila und ein paar andere ebenso aber es war ein wildes schönes Durcheinander.

Das Mädel, dass „besondere“ Kostüme für den Kostüm-Contest aussuchte hab ich aber wohl überzeugt und sie wollte mich dabei haben… Meine Antwort, dass ich eigentlich immer so rumlaufen würde, es also nix besonderes sei hielt sie allerdings nicht davon ab, mich als Contestant auf ihre Liste zu nehmen. 🙂

Obwohl ich mich wie gesagt eigentlich nicht kostümiert fand, ging ich auf die Bühne, brauchte „Fritz“ und „Jesus“ meinen Namen nicht nennen, da dieser allseits bekannt war und stellte mich zur Wahl.

Ich verlor gegen ein Dreiergespann, die eigentlich nichts mit dem Thema zu tun hatten, gewann aber gegen ein bärtiges Einhorn und Captain Genderbender. Yeah!

Fritz und Jesus

Irgendwie fühlte ich mich auf der Bühne aber ned so wohl… An der Bühnenpräsenz sollte man also noch etwas arbeiten, aber das können andere eh besser, wie beispielsweise Banbury Cross:

oder Tamara Mascara:

oder die anderen Acts auf der Bühne dort.

Ja, die Acts sind ein gewichtiger Teil der Fête Fatale aber nicht der wichtigste. Das schönste ist, dass man auf dieser Party nie alleine ist. Man unterhält sich eigentlich durchgehend mit Bekannten oder interessanten Unbekannten und garnicht mal so unbedingt mit den üblich Verdächtigen

Ich habe mich über mehrere eigene Getränke und das Getränk ihrer Freundin, die anderweitig beschäftigt war (eine genauere Zeitbestimmung bekomme ich nicht hin) mit einem Mädel unterhalten, die vollkommen zufällig ins Bassy kam und eigentlich woanders hinwollte, dann davon aber nicht loskam und bis knapp vor dem Ende blieb, dazu mit einigen Personen, denen man bereits seit vielen Jahren durchaus auf Partys über den Weg läuft, mit denen ich mich aber noch nie unterhalten habe. Immer schön sowas. (ja auch mit dem bärtigen Einhorn)

Ich habe mich auf jeden Fall lange nicht mehr auf einer Party so gut entertained gefühlt, was auch alleine dadurch sichtbar ist, dass ich mit einer kleinen Gruppe um Adam und Regina mit den Laden abschloss und noch eine Runde den Kreuzberger „Trinkteufel“ besuchte, eine 23,5 Öffnungsstunden am Tag Bar, die nur wenige hundert Meter von meinem zu Hause ist und die ich in der gesamten Zeit noch nie besucht hatte.

Ich hatte sie bisher als Metal Bar abgestempelt, musste dann aber feststellen, dass Münchner Freiheit und Klaus Lage dort aber ebenfalls gespielt werden. Welten krachen zusammen….

Nach Hause kam ich dann übrigens gegen halb 9 morgens 😉

was ne Nacht 🙂

Adam als Emma Sjoeberg. Ihr kennt sie aus dem George Michael Supermodel Video. Das ist allerdings schon einige Jahre alt und das sieht man Emma auch an. Ganz schön verlebt, die gute 🙂

Die beiden rechts und Links von Sheila waren eindeutig männliche Gallier, deren Namen mir nicht einfallen Alberix und Odelix oder so ähnlich aber sie hatten auf jeden Fall sehr feurigen Zaubertrank – eindeutig mexikanischem Ursprung, sie scheinen also aus Hamburg zu kommen dem Heim von gutem Mexikaner.

German Fetish Ball 2017

Sheila fragte mich, ob ich Lust hätte, mit zum German Fetish Ball ins Spindler & Klatt zu kommen….

German Fetish Ball? Puuuh. Lust hätte ich schon, allerdings ist der mit viel zu teuer, ergo, ich werden passen. … Da wusste ich allerdings noch nicht, dass sie mal wieder Beziehungen zu einem freien Eintritt hatte, der uns zur German Fetish Ball Messe und später auf den Ball selber bringen würde – wie kann ich da nein sagen?

Also: Ja!

Wir machten uns daher am Nachmittag in die Heeresbäckerei auf, um mal zu schauen, was die Fetish Fair so für uns und andere Besucher zu bieten hätte.

Lack, Leder, Latex, Gummi, Harnesse, Masken und einiges anders. Insgesamt aber ds typisch erwartbare. Schwarz schwarz, schwarz und ein wenig rot. Fetisch kann so langweilig sein.

Ich fand dazu noch ein tolles blaues Kleid mit Latexkorsett… Ein wenig teuer zusammen allerdings – zu teuer für mich.

Zu teuer ist ebenfalls aber die Messe für meinen Geschmack. 18€ für irgendwas um die 25 Stände… Dafür, dass man einkaufen kann. Geld ausgeben. Ich nehme mal an, die Marken zahlen zusätzlich auch noch eine Standgebühr?

Keine Ahnung, was das soll.
Weniger Eintritt = Mehr Besucher = mehr Verkäufe = alle Glücklich.

Dann werden vermutlich auch die Brands noch interessierter an einer Standgebühr und an dieser Messe sein, es würden mehr kommen und sie wäre erfolgreicher.

Ich kann ja durchaus verstehen, dass ein Eintritt sinnvoll ist, damit nicht jeder Hans und Franz kommt, aber da würden sicher 5 € reichen – und nicht ganze 18 € …

Wie dem auch sei, wir waren da und ziemlich schnell durch – genügend Zeit noch lecker Essen zu gehen. Und uns gedanklich dann mit dem tatsächlichen German Fetish Ball zu befassen.

… Spindler & Klatt.

Schon alleine der Name reicht im mir Schauer über den Rücken laufen zu lassen…. Das liegt weniger am Club, den ich ganz cool finde, als vielmehr am Weg dorthin.

Übelstes Kopfsteinpflaster, das bestimmt hunderten Knöcheln von High Heels tragenden Chicks bereits zum Verhängnis geworden ist… Und selten wurden auf diesem Wege wohl mehr und höhere High Heels getragen als an diesem Abend.

Meine Knöchel überlebten knapp und Sheila und ich kamen glücklich an.

… wenn man sich den Preis mal wegdenkt, ist der Ball wirklich schön.

Okay, sehen und gesehen werden, aber viele spannende Leute, Tiere, Figuren und – was soll ich sagen – viele, viele gut aussehende Frauen. Ich bin immer wieder verwundert, wie viel besser das Durchschnittsaussehen der Besucher auf Fetishpartys zum Gesamtdurchschnitt der Bevölkerung ist. Irgendwie tragen Lack, Leder und Latex doch fast nur jene Menschen, die sich das leisten können.

Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel

Uns begleiteten den Abend immer mal wieder zwei – selbstverständlich ebenfalls gut aussehende schweizer Mädels, die ebenfalls etwas mehr als der Gesamtdurchschnitt der Bevölkerung waren und zwar etwas durchgeknallter – im positiven Sinn. Zwei verrückte Hühner, die sich mit Tennisbällen unterhielten – und mit uns.

Den großen Teil des Abends haben wir uns aber ausserhalb der Party auf der Terasse aufgehalten. Immer in direkter Nähe von einem der zwei Heizpilze, die wie Lichter die Motten anzogen –  in diesem Fall die Besucher.

Man fühlte sich als Bräuler – Immer zu heiss vorne und zu kalt hinten. Sich einfach durchgehend zu drehen war der richtige Weg.

Auf jeden Fall war das der richtige Platz für spannende Menschen und Gespräche.

Drin waren wir vor allem während der Fashion Shows. Erstmalig habe ich Live Videos versucht. …WOW Bis zu 28.000 Besucher haben die beiden Videos gemacht, dann war mein Akku alle. Und die eigentlich spannenden Shows kamen noch, denn wenn ich ganz ehrlich bin, die beiden ersten Shows waren nicht die spannendsten.

Danach kamen aber noch sehr feine Shows, die sich wirklich lohnten.

Ich habe auf jeden Fall gelernt:
Livevideos nur mit Ersatz-Powerbar in großer Größe 🙂