Peter Alexander lebt – In der Bar jeder Vernunft

Peter Alexander, Mireille Mathieu, Roy Black und noch ein Paar weitere Stars in der Stadthalle in Wien ääh in der Bar Jeder Vernunft.

Ich habe den ganzen Tag heute schon einen Ohrwurm von Peter Alexander:
Ich zähle täglich meine Sorgen, denn ich sorg’ mich sehr, wenn ich denk Du liebst mich nicht, lieb ich ich Dich umso mehr…

Am Freitag bot mir Sheila an, mit Ihr in die Bar jeder Vernunft zu kommen um Ursli und Toni Pfister mit Ihrer Show Servus Peter, Oh La La Mireille! anzuschauen, da sie die beiden Interviewen wolle und eh da war. Na klar, jederzeit und sehr gerne. 

Ich muss dazu allerdings gestehen, dass ich die beiden – also nicht Peter Alexander und Mireille Mathieu – bisdato nur vom Namen und den in Berlin herumhängenden Plakaten kannte, aber nicht so recht wusste, was mich denn erwarten würde.

Großes Kino – Nein eher Großes Entertainment mit einem der größten Entertainer, den wir jemals hatten… insgesamt hatte ich nie wirklich das Gefühl sonderlich durch Operettenschlager geprägt zu sein, aber ich fürchte, es ist doch irgendwie so. Ich konnte mich im Laufe des Abends an so viele Lieder erinnern, dass da doch etwas sein muss.

Toni Pfister / Tobias Bonn als Peter Alexander
© Jan Wirdeier

Klar, Im Hinterkopf sind sie alle Abgespeichert, die Carells, Kuhlenkampfs und eben auch der Alexander mit seinen großen Shows, bei deren einer ich in der Bar Jeder Vernunft Wiener Stadthalle gestern anwesend sein konnte. Okay, durch den Abend führte nicht Peter Alexander sondern Toni Pfister, aber das so originalgetreu, dass mir dafür die Worte fehlen. Er sieht nicht nur so aus, und kann so singen… nein, es stimmten alle Kleinigkeiten, alle Gesten, die Mimik und die charmante, lässige Art. Für den Abend in der Bar wurde die Zeit zurückgedreht und man war in einer großen Peter Alexander Show…

Ursli Pfister / Christoph Marti als Mireille Mathieu
© Jan Wirdeier

Mit tolle Gästen wie beispielsweise dem Spatz Von Avignon Mireille Mathieu, an deren Lieder ich mich auch noch erinnern konnte, deren Mimik ich aber nicht mehr erinnern konnte, inwieweit sie überzogen war oder nicht, weiß ich nicht, das ist aber auch vollkommen egal, denn sie wurde überzeugend dargeboten zum Beispiel dieses nette Duett zum Hassan dem Hofhund mit Peter und Mireille.

Überhaupt waren die Dargebotenen Stücke zu einem großen Teil echte originale. Beispielsweise auch die Stücke zusammen mit Heintje. Echte Perlen der Eurovision Fernsehunterhaltung. Der kleine, große König im Showgeschäft aus den Niederlanden und der große große Wiener… Dann noch Roy Black auf der Bühne. Was will man mehr..

Und spätestens wenn Peter und Peter auf der Bühne stehen – sozusagen der Impersonator des Impersonators muss man sagen, dass die Show genial ist und jede weitere Zugabe ein Genuss ist. Der große Abschlussapplaus war daher auch sehr verdient.

Wie gesagt, ich kannte Ursli und Toni Pfister bisher nicht, aber ich bin absolut überzeugt und ein Fan. Ganz großes Entertainment im kleinen Spiegelzelt. Deren nächstes Programm werde ich mir auf jeden Fall auch ansehen es lohnt sich.

Und die Bar jeder Vernunft ist eh eine der stimmungsvollsten Bühnen der Stadt. Insofern Hin da und die beiden noch ansehen.

 

 

Halloween Party Berlin – Halloween Masquerade

Halloween Masquerade 2012

Die Halloween Party im Silverwings war ja schon eine sehr beachtliche Balloween Party, aber wie üblich sprengten die Kostüme von Bob Youngs Halloween Masquerade wieder einmal alle Grenzen.

Es ist ein wenig wie bei einer guten Fetischparty. Die Musik selber ist fast egal, die Partylocation kann wichtig sein, aber entscheidend sind die Gäste und ihre Kostüme. Sie machen die Party zu einer guten oder zu einer weniger guten – und die Gäste der Halloween Masquerade machen sie zu der besten Halloween Party in Berlin. Selbst, wenn es bei der Location ein wenig hakte.

Eigentlich nicht – denn die Location der Halloween Masquerade war – wie im Vorjaht die Alte Münze in Berlin Mitte – doch hat dieser Gebäudekoplex diverse Räume – große, wie im letzten Jahr und eher verwinkelte, wie in diesem Jahr. Nicht ganz das richtige, für die Menge und Präsentation der unglaublichen Halloween Outfits der Gäste. Schade.

Der große Halloween Kostüm Contest konnte daher dieses Jahr auch nur von weniger Zuschauern begutachtet werden, nämlich von denen die a) mitbekamen, dass das beste Kostüm prämiert werden sollte und b) von denen, die vor der Treppe, auf der der Contest stattfand, Platz fanden. Schade um die Mühe der Personen.

So gewann dann auch ein – zwar gut gemachtes halbtotes Gesicht, dass allerdings in meinen Augen nicht so besonders war, dass es hätte unbedingt gewinnen müssen. Es reichten einige gut beim Lautstärkemesser platzierte Freunde um diesen Contest zu gewinnen. Tja, so ist es eben. Für mich gab es wie gesagt bessere Kostüme auf der Halloween Masquesrade.

Und das gab es wieder einmal viel zu sehen, typische Tote und Untote, seltsame Kreaturen, grausame und noch grausamere Gestalten, die gesamten Simpsons, und zum Motto “The Oceans Dead” eine Menge toter Piraten und mindestens ein Hammerhai.

 

Halloween – Pennywise Clown im Jungle

Halloween – Pennywise Clown im Jungle

Für mich ist Halloween ja in der Tat ein Horror und ein echtes Grausen – okay, das soll es ja auch sein – Bei mir erstreckt sich der Horror aber nicht auf Hexen, Monster oder Tote und Untote. Bei mir ist es eher das Grausen, ein Halloween Kostüm zu finden und zu erdenken.

Mein gesamter Vorrat an Kreativität ist gemeinhin bereits im Mai aufgebraucht, wenn ich (hoffentlich) ein ordentliches CSD-Outfit erdacht habe. Für den Rest des Jahres – inklusive Halloween – bleibt da nichts mehr übrig. Ich habe sogar schon fast überlegt, ob ich zu Halloween in Urlaub fahre – um mich dem Horror der Halloween-Kostümierung nicht aussetzen zu müssen.

Noch Mittwoch hatte ich keinen Plan, dann kam ich irgendwie auf den Gedanken, Horrorfilme durchzugehen und landete bei Stephen King und bei ES – dem Clown, der offensichtlich bei ziemlich vielen Personen ein Trauma – Clown = Angst hervorgerufen hat. Für mich bedeutete dieses, wieder einmal Samstag morgen Schlangestehen vor Deko Behrendt und diverse Dinge kaufen, aus denen sich – eventuell – Pennywise – so heisst der Clown – basteln liesse… Ob dem auch tatsächlich so sei, wusste ich nicht.

…einigermaßen klappte das dann aber – zumindest so, dass ich erkannt wurde und komplimente bekam, die in etwa so hiessen “Du bist mein größter Albtraum” oder “Wegen Dir habe ich Angst vor Clowns”  … scheinbar hat Stephen King tatsächlich allerhand Personen mit “Es” zugesetzt… Okay.

Gegen die Gremlin Kostüme von Sheila, Janka und Diana allerdings konnte ich nicht anstinken, wobei die auch schon seit wochen in Halloween Kostüm Ausnahmezustand waren und klebten, Aisbrushten und Latexten, was das Zeug hielt. Es lohnte sich dann auch durchaus.

Auch, wenn sie beim Silverwings Halloween Jungle Contest nicht mitmachen konnten, da Sheila bereits als Moderateuse auf der Bühne stand. Mit ihr dann Mädels mit Beilen im Kopf oder Brandwunden am ganzen körper, da sie zu viel mit Streichhölzern – oder waren es Schwefelhölzer – gespielt hat.. Oder der Kollege, der in der Tat Bobby Blowjob von Crimson Carnival erstaunlich ähnlich war. Sie gewannen aber alle nicht…

Es gewann Felix Baumgartner, der Typ, der aus knapp 39 Kilometer gesprungen ist und sich auf dieser Halloween Party die Ehre gab. Offensichtlich ist er aber doch nicht ganz heil runtergekommen, denn er war deutlich tot in seinem Raumanzug. Da hat uns Redbull wohl doch nicht alles gesagt… Warum allerdings sein Raumanzug noch ganz war… keiner weiss es…

Auch verstehe ich nicht ganz, warum “Harmen the Hunter” all diese Monstren ins Silverwings gelassen hat, und sie nicht bereits an der tür mit seiner Flinte in die ewigen Jagdgründe geschickt hat. Er hatte sie ja eigentlich nicht umsonst dabei, oder?

Aber letzten endes haben sich alle Monster gut benommen und es war – glaube ich – niemand später tot, der nicht bereits tot im Silverwings erschienen war. Wir waren auch nicht toter als zuvor. Wir mussten ja auch nich weiter zu Bob Youngs halloween Masquerade…

Show Me – Friedrichstadt-Palast

Friedrichstadt-Palast, Du hast mich mit Show Me verzaubert
Aber Du hattest einige Mühe dabei.

Shine | Kostüme: Christian Lacroix | Foto: Robert Grischek

Die großartige Show Yma im Friedrichstadt-Palast ist ausgelaufen und war wohl ein großer erfolg, wie ich bestätigen kann. Nun hingen schon seit längerer Zeit neue Plakate in der ganzen Stadt, die auf die neue Show “Show Me” hinwiesen. Noch einmal teurer, noch einmal größer noch einmal einfach mehr. Und Yma musste sich vorm Broadway, Las Vegas und dem Cirque Du Solei wahrlich nicht verstecken.

Friedrichstadt-Palast | Foto: Götz Schleser

Was genau Show Me aber sein sollte, wurde mir erst gewahr, als ich das Programmheft durchblätterte. Offensichtlich sollten sich alle Nummern an Varietés, Shows und Filmen der Vergangenheit anlehnen und mal schauen, wie die in der heutigen Zeit Adaptiert werden können. Großartiges der Vergangenheit in die heutige Zeit transportiert.

Ein herer Versuch, der Show Me nicht nur gut tat. So fehlte ob der doch sehr unterschiedlichen Nummern ein roter Faden, der wohl jedem fehlte, der eben nicht vorher das Programmheft durchgegangen war. Der einzige Faden waren drei schwarz/weisse Personen, die immer mal wieder auftauchten – jedoch in ihrer Farbe blieben.

Waterburst | Kostüme: Uta Loher, Conny Lüders | Foto: Robert Grischek

Mir plätscherte Show Me anfangs etwas beliebig dahin – was daran liegen konnte, dass ich “mein linker linker Platz ist leer, ich wünsche mir…” spielte und noch nicht so recht aufmerksam war… Ich glaube aber eher, dass Show Me anfangs tatsächlich etwas beliebig war. Die erste Nummer beispielsweise erinnerte mich in der Art an Tropicana aus Havanna – und es kam nicht dran. Auch danach hatte man schon so einiges gesehen, wenn man sich ab und an mal Shows ansieht. Tanz, nette Kostüme, Akrobatik an Seilen von der Decke, einen Seifenblasenkönner. Okay, selbstverständlich waren es alles Könner und demnach großartig, aber wie gesagt, alles schon mal gesehen.

Einen ersten Hinweis, dass mehr geboten würde, zeigten 13 langbeinige Rothaarige mit Tanz und Stühlen durchaus sexy in einer großen Sandkiste. Meine Aufmerksamkeit war geweckt und kurze Zeit später stellten sich erstmalig meine Härchen am Arm auf – Gänsehaut bei einer Nummer, bei der Schaum genutzt wird. Okay, da geht wohl doch etwas – neues.

The Inner Light | Kostüme: Uta Loher, Conny Lüders | Foto: Robert Grischek

So auch bei der letzten Nummer vor der Pause, die mich spontan an Daft Punk erinnerte. Roboter bzw unterschiedlich leuchtende Menschen mit Helmen. So etwas hatte ich dann tatsächlich noch nicht gesehen, Mal schauen, was nach der pause noch so geht – und das war einiges. Mittlerweile erreichte mich auch eine SMS ob des leeren Platzes, die mich dem Rest beruhigt folgen liess… Und eigentlich ging es jetzt richtig los.

The Beauties | Kostüme: Uta Loher, Conny Lüders | Foto: Robert Grischek

Es begann mit wundervollen Kleidern, die einer jeden Drag den Mund wässrig werden ließen, es folgten tolle artistische Nummern und einige Männer, die wirklich großartig im Wasser spielten – als aber ein viele-Meter hoher Wasserfall von der decke des Friedrichstadt-Palast Herunter schoss hatte die Show mich vollends – und als dieser dann auch noch zu glitzern begann verzauberte Show Me mich gänzlich.

Splash! | Kostüme: Uta Loher, Conny Lüders | Foto: Robert Grischek

Es folgte eine klassische Burlesque Nummer und eine – so noch nie gesehene Burlesque Nummer… eine schwarze Wand, Tänzerinnen im wohl schwarzen Ganzkörpercatsuit und Kleidung in Neonfarbe, deren sie sich entledigten um am Ende eine gänzlich entkleidete aber schwarze Wand zu sehen… Großartig, wie auch das Balett von nun 32 rothaarigen Betty Dynamites…

Wie gesagt, Show Me hat einige Zeit gebraucht, um mich richtig zu haben und zu verzaubern, aber es hat doch geklappt und ich kann jedem nur raten, in den Friedrichstadt-Palast zu gehen und sich Show Me anzuschauen. Es soll ja ein Erfolg,. werden, denn wir alle wollen ja noch viele Shows wie Yma und Show Me sehen…