Die Falle Part II

Die Falle – Part I

Ein schweres Pochen an einer Tuer. Schritte im Haus… genau an meiner Zimmertuer vorbei, Licht schien ploetzlich durch den Tuerspalt.

Mit lautem Knarren wurde die Tuer geoeffnet.

Ich vernahm zwei Stimmen, eine unbekannte Frau und die andere gehoerte zu Norbert das war eindeutig. Es war ein leichtes der
Unterhaltung zu folgen:

„Ahh.. hallo Petra, nett das du Zeit fuer mich hast, du bist nur um eine Stunde zu frueh!“

Die Frau hatte einen merkwuerdigen Akzent und eine rauhe Stimme: „Gruess dich – Du weisst doch, dass ich immer fuer Dich Zeit habe. Ich brach nur etwas frueher auf, denn es beginnt zu regnen und ich will nicht, dass sich Duroschka erkaeltet. – Du hast Sie ja noch gar nicht gesehen, seit der Operation, komm heraus und sieh sie dir an.“

„Oh, ich sehe es wird gleich beginnen in Stroemen zu giessen, willst Du sie nicht mit herein nehmen? wenigstens in den Flur?“

„Also wirklich, ich weiss ja, dass Du die Sache anders siehst, aber sie ist nun mal ein Pony und Ponys haben im Haus absolut nichts verloren!“

„Dann stell sie wenigstens unter das Carport, ich hab mein Auto sowieso hinters Haus gestellt! So wird dann auch Dein Wagen nicht pitschnass.“

„pisch.. was?“, fragte die Frau

„Nass eben, durchnaesst, voll mit Wasser“,war Norberts Antwort. Ich musste dabei beinah schmunzeln.

„Aeh..Ja, du hast recht. Komm mit und sieh Sie dir wenigstens an!“

„Ich werde sie mir danach ansehen, jetzt hab ich nur Hausschuhe an, und ich bin nicht voll bei der Sache, solange das mit Elana
nicht geklaert ist! Stell Dein Pony unter, komm rein und mach es Dir dann gemuetlich, das Essen wird noch ein paar Minuten
dauern.“

Aufgrund der Geraeusche vernahm ich dass die Frau, gesagtes offenbar gerade in die Tat umsetzte.

Gleichzeitig oeffnete sich die Tuere zu meinem Zimmer! Jetzt als das Licht herein strahlte, merkte ich erst, wie dunkel es trotz der kleinen Lampe in meinem Zimmer schon war. Norbert liess die Tuere offenstehen und kam geradewegs auf mich zu.

Vorsichtig setzte er sich neben mich auf die Bettkante.

Wir sahen uns an, ohne ein Wort zu sprechen. Ich formulierte im Geiste noch, wie ich ihm meinen Unmut an den Kopf werfen sollte.

Als er mir mit dem Ruecken seiner Hand, zaertlich ueber die Wange streifen wollte, drehte ich meinen Kopf demonstrativ in die andere Richtung.

„Bitte… bitte, sei nicht so.“,flsterte er.

Ich wandte mich ihm zu, sah ihn scharf an und erwiderte stotternd und aufgebracht:“Verdammt, was erwartest Du denn? Nach allem was Du mit mir angestellt hast? Ich koennte.. ich will.. ach Scheisse“ Ich drehte meinen Kopf wieder zur Ihm abgewandten
Seite als Traenen ueber meine Backen kullerten. „…Du kannst mich doch nicht einfach.. ..ich meine hier.. ..Lass mich einfach
in Ruhe!!“

Norbert erhob sich. – Die Haustuere knarrte. Gleichzeitig
vernahm ich, das sich naehernde klicken von Stoeckelschuhen auf
Steinboden. Die ominoese Frau naeherte sich!

Ich schaltete auf stur. Sie interessierte mich gar nicht.

Norbert sagte mit ruhigen Worten: „Elana hoer zu, ich hab Dir
versprochen, dass Du gehen kannst wenn Du willst. Petra hier ist
Aerztin, sie wird dich noch kurz durchchecken, wenn Du magst
kannst Du dann noch was essen und dann kannst Du tun was Du
willst!“

Die Frau beugte sich ueber mich. Noch bevor ich mich ihr
zuwenden konnte, erwischte sie mein Kinn und mit eisernem Griff
an den Backen zwang sie mich, meinen Mund zu oeffnen. Waehrend
sie mit wissenden Blick meine Zaehne betrachtete, meinte sie zu
Norbert: „Ich hab Dir gesagt, die macht das nicht mit. – Die
Zaehne hab ich mir noch nicht angesehen, die scheinen aber eh in
Ordnung zu sein. – Du solltest Dir mein Angebot nochmal
ueberlegen. Ich wuerde sogar noch was drauflegen, obwohl sie so
schwaechlich gebaut ist, ist sie doch was besonderes. Ausserdem
sind die Hoden schon ab. Das erleichtert das Laufen ohne
Zurrzeug.“

Ich versuchte mich aus ihrem Griff zu entwinden, was mir
allerdings erst gelang, als sie von mir abliess. „Zickig ist die
kleine Stute auch noch, die gehoert erst mal richtig gezaehmt!“,
fuegte sie hinzu.

Norbert massregelte Petra mit strenger Stimme:“Du weisst genau,
das ich zum groessten Teil nicht gutheisse was du mit deinen
Ponys machst! Ausserdem verbitte ich mir, wie du mit meiner
vielleicht zukuenftigen Frau sprichst! Du bist hier um ihren
gesundheitlichen Zustand zu ueberpruefen, und ich verlange dass
du sie behandelst wie eine Lady!“

Die angebliche Aerztin war sichtlich nicht auf diese Antwort
vorbereitet und einen Moment lang, wusste sie nicht was sagen,
dann fing sie sich und aenderte schlagartig ihr Auftreten:
„Ups.. Entschuldigung Norbert, du weisst es ist eben die
Routine. Danke dass Du mich sofort darauf aufmerksam gemacht
hast!“ – Sie wandte sich zu mir:“Mylady, ich bitte sie, mein
ungebuehrendes Verhalten zu entschuldigen, ich war wohl mit den
Gedanken nicht ganz bei der Sache.“

Norbert murmelte das er noch was holen muesse und liess uns
alleine.

Petra setzte sich neben mich auf die Bettkante und kramte aus
einer kleinen Tasche ein paar typische Aerzteutensilien hervor,
entledigte sich ihrer ellenlangen Handschuhe und begann ihre
Arbeit.

Waehrend sie meinen Puls und Blutdruck mass, betrachtete ich sie
das erste mal etwas genauer. Sie hatte recht lange, bis zu ihren
Bruesten reichendes, schwarzes Haar, welches sie mit einem
breiten Lederband am Hinterkopf zu einem Pferdeschwanz
zusammengebunden trug. Am Haaransatz war deutlich zu erkennen,
dass ihre natuerliche Haarfarbe etwas heller sein musste. Ihr
huebsches Gesicht war streng geschminkt, und ich schaetzte sie
auf so Anfang vierzig. Weiters trug sie einen aermellosen
Lederbluson, der so Hauteng anlag, dass ihre runden Brueste
richtig stark zur Geltung kamen. Darunter hatte sie ein Teil an,
von dem man nur die weiten, langen Aermel sah, die ihre Arme
bedeckten. Ein breiter enggeschnallter Hueftguertel brachte ihre
makellose Taille wunderbar zur Wirkung und war ein harmonischer
Uebergang zur ebenfalls hautengen, schwarzen Latexhose.

Wiederum wunderte ich mich ueber das was ich sah. Klar, es sieht
super aus, aber ich kannte keine Frau, die so in die
Oeffentlichkeit gehen wuerde. Auf einen Fetischball vielleicht
oder in die Disco, aber sonst kriegt man eine solche Augenweide
nirgends zu sehen.

„Wir werden mal sehen, wie Du die Operationen ueberstanden hast.
Es gab uebrigens keine Komplikationen und ich habe mich sehr
bemueht, und bin sehr sachte vorgegangen.“, flsterte sie in
einem freundlichen, herzlichen Ton, wobei sie die Steppdecke
langsam herunterzog. Neugierig erwartete ich das Bild das sich
mir darbieten wuerde..

Zwei kleine Brueste erhoben sich von meinem Oberkoerper. Sie
waren wirklich ziemlich klein, aber es waren zweifellos Brueste!
Ein paar kleinere blaue Flecken truebten das Bild, aber alles in
allem, sah das alles ganz natuerlich aus. „Schmerzen?“, fragte
sie, als sie meine linke Brust vorsichtig betastete.

Ich antwortete wahrheitsgemaess, auch als sie die andere Brust
inspizierte.

Petra stand auf, und schlug die Decke ganz zurueck, um sich den
Rest ihrer Arbeit anzusehen.

Mit zwei Fingern hob sie meinen Penis an, und mit der anderen
Hand tastete sie sorgfaeltig meinen, nun spuerte ich es
definitiv, leeren, Hodensack ab.

Dann wandte sie sich zu mir:“Irgendwelche besonderen Beschwerden
oder Unregelmaessigkeiten?“ Ich schuettelte nur den Kopf. „Ich
werde in den naechsten Wochen oefter vorbeischauen, bitte sag
mir alles was Dir komisch vorkommt. Koerperlich bist Du fit, es
duerfte auch nichts mehr passieren, ausser dass sich dein
Gefuehlsleben in den naechsten Wochen etwas austoben wird, aber
das legt sich dann bald.“

„Danke“, entkam meinem Mund, obwohl ich eigentlich nichts sagen
wollte.

Einige Sekunden darauf, kehrte Norbert zurueck und lud einen
Stapel Kleidungsstuecke am kleinen Tisch ab. Bevor er sich mir
zuwandte, bat er Petra auf ihn im Wohnzimmer zu warten. Die
schluepfte in ihre Handschuhe, erwischte ihr Zeug und stoeckelte
mit einem: „Bis gleich!“, aus dem Raum.

„Nun.. „, begann er und machte eine lange Gedankenpause.

„Unabhaengig davon, wie du dich entscheiden wirst, schlage ich
vor, dass du uns beim Essen Gesellschaft leistest, denn es wird
Zeit dass Du wieder zu Kraeften kommst. Ich bin kein besonders
guter Koch, aber bei Kleinigkeiten hab ich schon etwas Uebung.“

Waehrend er die Klettverschluesse der Lederarmbaender von meinen
Handgelenken loeste, fuhr er weiter fort: „Ich habe drei
Kleidungsgarnituren fuer Dich gebracht, von Dir haengt es ab,
welches Du waehlen wirst. Und sei dir sicher, ich wuerde dich
als meine Frau wollen, weil ich mich in dich verliebt habe, aus
keinem anderen Grund. Als ich zum Bahnhof in Salzburg kam,
erwartete ich eine nette Bekanntschaft, nicht aber, die Frau
meines Lebens zu treffen …“

Ein Handy klingelte!

Ein Handy.. das muss ich haben! – war mein erster Gedanke!

Norbert entschuldigte sich kurz, und verliess schnellen
Schrittes den Raum. Die Tuer blieb offen und ich konnte genau
vernehmen, dass er sein Telefon dass im Vorraum lag, abhob und
zu telefonieren begann.

Nun war meine Chance gekommen, denn meine Arme waren frei. In
diesem Moment hatte ich nur einen Gedanken: „Telefon hin oder
her.. egal, erst mal raus hier!“ Alle Schmerzen vergessend,
beugte ich mich vor, oeffnete die Fesseln an meinen Fussgelenken
und sprang foermlich aus dem Bett. Ein vorbereiteter
Kleidungsstapel enthielt Turnschuhe, lange Maennerunterwaesche
und einen Trainingsanzug, den schnappte ich mir im Vorbeilaufen
und fluechtete aus meinem Gefaengnis. Durch die Tuer in den
Vorraum, widerstand ich gerade noch dem ersten Ansturm des
Schwindelgefuehls, welches sich immer einstellt, wenn man zu
schnell aufsteht. Obwohl sich mein Blick truebte und ich alle
Farben sah, war der Freiheitsdrang staerker und ich widerstand
dem Schwaecheanfall. Die Haustuere war genau zu meiner Linken,
mit aller Gewalt riss ich sie auf und torkelte ins Freie!
Norbert rief mir noch was nach, was ich nicht verstand. War mir
auch voll egal in dem Moment.

Der stroemende Regen, die Orientierungslosigkeit und vor allem
mein der Ohnmacht nahe Zustand liessen mich nur nach dem
naechsten trockenen Platz Ausschau halten. Ich war in Hast, die
Sicht war gleich Null. Links von mir, erkannte ich das Fenster,
meines Zimmers an der Aussenwand der Hausmauer, dahinter die
Hausecke mit einem angebauten, offenen Vordach – das war mein
Ziel. Mehr torkelnd als rennend erreichte ich den vom Regen
geschuetzten Ort und liess mich auf der Stelle auf meinen
Kleidungsstapel niederfallen.

Nach einigen, tiefen Atemzuegen wich das Schwindelgefuehl
langsam und machte dem Erfolgserlebnis platz es geschafft zu
haben. Mein Verstand schaltete auf kalte Logik: Nun nur nicht
aufgeben, kurz beruhigen, dann rasch anziehen und dann zum
naechsten Unterschlupf – dort Plan schmieden. Splitternackt wie
ich war, merkte ich schon, wie unangenehm kalt es doch war,
somit beeilte ich mich, in meine Kleidung zu schluepfen. – Shit,
ich muss die Socken wo verloren haben. Ich sah mich kurz danach
um.

Wie vom Blitz getroffen, erschrak ich, als ich feststellte dass
noch eine weitere Person hier war, ausser mir und zwar keine
anderthalb Meter hinter mir! Das Ponygirl.. das waere meine
Chance! – Der neben mir stehende Wagen war fahrbereit und mit
den beiden Deichseln am Hueftgurt des Maedchens befestigt. Es
war eine Art offene Kutsche in Leichtbauweise mit hohen,
rollstuhlaehnlichen Speichenraedern und einer elegant
Lederbezogenen Sitzbank, die im Notfall zwei Personen Platz
bieten konnte. An den Achsen der beiden Raeder begann jeweils
eine geschwungene Stange, an der noch das Fussbrett der Sitzbank
befestigt war und fuehrte in weitem Bogen an beide Hueften des
Maedchens. Das, mit einer leichten Decke bekleidete Maedchen
stand mit geneigtem Kopf davor und wartete offenbar auf seine
Lenkerin.

Ich schlich dem Maedchen an die Seite und fragte fluesternd, ob
es mir bei der Flucht helfen wuerde.

Das Ponygirl hob seinen Kopf und sah mich verdutzt an.

Ich fragte nochmal: „Hoer zu, du bist meine einzige Chance von
hier fortzukommen. Ich flehe Dich an, bitte hilf mir!“

„Sie kann Dich nicht verstehen!“, vernahm ich Petras strenge
Stimme, einige Meter hinter mir.

Ich wusste, dass meine Flucht nun schon zu Ende war. Petra
stolzierte langsam auf mich zu und sprach weiter:“Sie kann kein
Deutsch sowie niemand hier in der naeheren Umgebung. Ich,
Norbert und noch eine Handvoll Personen ausgenommen, versteht
sich!“

Ich wendete mich ihr langsam zu…

„Ausserdem koennte sie dir nicht antworten, denn ihre
Stimmbaender wurden schon vor langer Zeit durchtrennt.“, meinte
sie und legte ihren Arm um meine Schultern um mich weiter vor
das Maedchen zu geleiten.

Mit geschickten Fingern oeffnete sie den Knopf, der die Decke
des Ponygirls zusammenhielt und zog diese von dessen Schultern.

Ich war schockiert!! Das arme Ding hatte keine Arme!

Erschrocken und entgeistert blickte ich in Petras Augen. „Bisher
banden wir die Arme immer auf den Ruecken, aber das behindert
das freie Laufen. Diese Loesung ist viel praktischer.“

Ich konnte diese Grausamkeit einfach nicht fassen, total
schockiert wand ich mich aus ihrer Umarmung und wollte nur weg
von diesem Ort.

Sie fasste mich gerade noch an einer Hand und hielt mich
zurueck: „Wenn du willst erklaere ich dir das alles einmal, es
ist nicht so wie du denkst! Aber hoer mir mal kurz zu, ich Lass
Dich dann gehen!“

Ich drehte mich um, um sie zu beschimpfen, aber sie kam mir
zuvor. Mit erhobenen Zeigefinger und scharfer Stimme flsterte
sie: „Wenn Du jetzt gehst, dann bist du echt verdammt bloed!
Denk mal nach, was willst du denn schon tun? Du kannst nur mehr
als Frau leben, und wenn du es bis zum naechsten Dorf schaffst,
was glaubst du, dass dich dort erwartet? Glaubst du im Ernst,
dass sich irgendwo im laendlichen, tschechischen Gebiet ein
einziger Polizist was um dich schert? Selbst wenn du jemanden
interessieren solltest, dann wirst du hoechstens vergewaltigt
oder gleich so in ein Bordell verkauft! Oder was glaubst Du,
warum wir unsere Ponyfarm hier so unbescholten betreiben
koennen? Weil es hier absolut niemanden interessiert!!! Und noch
so nebenbei. Du koenntest Norbert haben, du braeuchtest nur mit
den Fingern zu schnippen! Er ist wirklich ein netter Typ.
Ehrlich, sauber, freundlich.. genau wie sich jede Hausfrau in
den sogenannten westlichen Laendern ihren Ehemann vorstellt. Ich
wuerde ihn sofort nehmen, wenn ich eine Chance haette, aber du
bist dir natuerlich zu stolz dafuer! oder was? Aber wenn du echt
glaubst .. „, sie blickte kurz auf und wurde noch leiser, es war
schon schwierig sie zu verstehen. „..wenn du echt glaubst du
muesstest fort, dann sag es ihm einfach, er wird dich nicht
zurueckhalten. Aber zumindest die Wahrheit aus Deinem Munde hat
er verdient, ausserdem …“, sie stoppte, denn ich konnte auch
vernehmen, dass Norbert hinter mir schon fast in Hoerweite war.

Sie zwinkerte mir zu, legte wieder ihren Arm um meine Schultern
und wandte sich laut sprechend Norbert zu: „Mach dir keine
Sorgen Norbert, das sind nur die Hormone ich hab dich ja
vorgewarnt. Das war wahrscheinlich auch schon der Hoehepunkt der
Umstellungskrise!“

Langsam geleitete sie mich ins Haus zurueck. Als wir an dem im
stroemenden Regen stehenden Norbert vorbei schritten, meinte sie
zu ihm, dass wir alleine, von Frau zu Frau sprechen muessten.
Und dass er ihr Pony wieder zudecken solle, dann auf uns im
Wohnzimmer warten, was er ohne Widerrede befolgte.

Sie fuehrte mich in mein Zimmer und wir setzten uns
nebeneinander auf das Bett.

Ich wusste ploetzlich nicht mehr was mit mir los war. Was war
richtig, was falsch? War das ueberhaupt alles wahr was da herum
um mich passierte? Meine Verzweiflung schwappte ueber und ich
musste ploetzlich von ganzem Herzen weinen..

Petra drueckte mich zaertlich an ihre Brust und waehrend sie
meinen Kopf streichelte munterte sie mich auf, mich nur
auszuweinen. Es dauerte mehrere Minuten, in denen sie mich
troestete und mir gut zusprach, bis ich mich wieder
einigermassen gefangen hatte. „Aber ich bin doch in Wirklichkeit
gar keine,..“,stammelte ich beim Weinen. Mit ruhiger Stimme
antwortete Petra:“Was bist Du nicht? Eine Frau? – Die
Wirklichkeit, meine Liebe, die existiert nur in deinem Kopf! Was
bist du dann, wenn nicht eine Frau? Ist es nicht das, was du in
Wirklichkeit bist? Oder hat Norbert sich irgendeinen <
ganzen Herzen>> von der Strasse geschnappt und ihn gezwungen in
der Rolle einer Frau zu leben? Nein, das hat er nicht getan! Du
bist naemlich eine Frau! In Wirklichkeit bist du ein huebsches
Maedchen, dem die Rolle eines Mannes von der Gesellschaft
aufgezwungen wurde! Ist es nicht so?“

Beim Nachdenken ueber ihre Worte, hoerte ich kurzzeitig zu
weinen auf.

„Ist es nicht so wie ich sagte? – Schau mir in die Augen und sag
das es nicht so ist, dann Lass ich dich sofort in Ruhe und nimm
dich noch ein Stueck auf meinem Wagen mit, wenn ich heimfahre!“,
forderte sie mich nochmal auf.

Ich nahm meinen Kopf von ihrer Brust und blickte mit meinen
verweinten Augen in die ihren. „Ja, du hast recht!“, hoerte ich
mich schluchzen, gleichzeitig konnte ich ihrem Blick schon nicht
mehr standhalten und fiel ihr um den Hals, um an ihrer Schulter
weiter zu weinen. Und wieder ermutigte sie mich, mich nur
auszuweinen.

Langsam, nach einigen weiteren Minuten klaerte sich mein Geist
und ich beruhigte mich langsam.

Ganz sachte und vorsichtig loeste sie sich aus unserer
gegenseitigen Umarmung und blickte mir freundlich in die
Augen:“Weisst Du was? Ich hilf dir geschwind, dich herzurichten,
dann gehen wir mal was Essen, ich hab naemlich schon einen
Monsterhunger!“

Ich nickte mit einem gespielten Laecheln:“Mhmm“.

Sie umarmte mich nochmal, gab mir total ueberraschend einen
schmatzenden Kuss auf den Mund und erhob sich, mich an der Hand
mitziehend vom Bett: „Setz dich rueber zum Spiegel und rasier
dich erst mal. Es muesste dafuer alles im Schrank sein, ich
schau inzwischen mal, was wir so zum Anziehen haben.“

Ich tat wie mir geheissen, und Petra klaubte die beiden, sich
noch am Tisch befindlichen Kleidungsstapel durch: „Ist ja
unglaublich, das passt ja nicht zusammen! Nein, das kann ja
niemand anziehen. Wart ich geh was anderes holen.“ – Sie
verschwand kurz, nur um nach etwa drei Minuten wieder mit einem
kleinen Reisekoffer wieder aufzutauchen. „Denk dir nichts, das
ist mein Koffer, der steht immer hier. Ich hoffe schon lange
Zeit, dass Norbert mich mal bittet ueber Nacht zu bleiben, aber
es passierte noch nie. Nun ist es sowieso hinfaellig“,
antwortete sie auf meinen fragenden Blick hin, waehrend sie den
Koffer am Bett aufklappte.

„Ah, du bist mit rasieren fertig, dann zieh dich mal aus und
nimm, wart.. der Strumpfguertel, haette schon gepasst, der BH
auch, denn meiner waere dir sicherlich noch zu gross…“, dabei
deutete sie auf die genannten Teile am kleinen Tisch. „.. hier,
ein Spitzenslip von mir, nein, halt. Alles zurueck. Nimm den
Strumpfguertel, der muesste dir passen. zieh ihn einfach an,
beim Festziehen helfe ich dir gleich.“, murmelte sie und schon
flog ein Slip, ein frisches Paeckchen naturfarbene Struempfe,
und ein Taillenmieder mit Strapsen auf mich zu.

Der BH sass schon mal sehr gut. Sofort fiel mir auf, wie viel
besser es sich doch so mit BH fuehlt, denn bisher hatte ich noch
nicht darauf geachtet, aber wenn ich nicht lag, sondern mich in
einer aufrechten Position befand, dann waren meine Brueste schon
richtig zu sehen. Also es war bestimmt noch keine Groesse B aber
A-Koerbchen, wie der BH den ich gerade angezogen hatte, waren
beinahe zu klein. Das Taillenmieder war nur zum Drueberziehen
und wurde dann vorne von Petra richtig fest verschnuert. Es war
etwas eng, aber das war ich gewoehnt, ich hab frueher meine
Hosenguertel auch gerne ganz eng getragen. ..Hab ich jetzt
gerade gedacht „frueher“ ?… egal! Die Struempfe waren gleich
an und danach der Slip ebenfalls. Petra hatte inzwischen ein
pinkes, enges, langaermliges Feinrippshirt mit V-Ausschnitt
gefunden und einen engen schwarzen Rock hervorgekramt. Beides
zog ich rasch an. Der Rock endete eine Handbreit ueber meinem
Knie und war so eng, dass sich die Verschluesse der Strapse
leicht am schwarzen Stoff abzeichneten. „Aha.. „, meinte
sie,“..die Schuhe, die Norbert hier fuer dich hat, sind etwas
hoch..“

„Das geht schon in Ordnung, das sind meine eigenen“, erzaehlte
ich nebenbei, als ich meine Schuhe erkannte.

„Ahha,..“,antwortete sie verdutzt. „Setz dich jetzt hin, ich
helfe Dir beim Schminken!“ Gesagt, getan! Mit geuebter Hand und
erklaerenden Worten, zauberte sie mir ein Gesicht, wie ich es
mir noch nicht ertraeumen konnte, dass es meines war. Meine
Haare wurden nur zurueckfrisiert, denn fuer eine vernuenftige
Frisur reichte die Zeit nicht mehr. Ploetzlich verschwand Petra
und kam mit einem merkwuerdigen Geraet zurueck, an dem sie
irgendwas einstellte.

Ohne meine Frage abzuwarten, erklaerte sie, dass dies ein Geraet
zum Ohrlaeppchenpiercen sei. Sie legte zwei knopffoermige
Ohrstecker auf das Waschbecken und meinte, dass ich die tragen
muesste, bis die frischen Loecher vollstaendig verheilt waeren.
Nur heute soll ich die ihren nehmen, die sie sich sogleich
herausnahm. Es waren dicke goldfarbene Reifen an einer Kette!

Es machte zweimal kurz „klack“, dann waren meine Ohrlaeppchen
gepierct und ich setzte die Ohrringe ein.

Einen Armreifen noch uebergestreift, Pumps an, und ich war
soweit.

Petra musterte mich nochmal von oben bis unten und bedauerte
dabei, dass wir keinen passenden Nagellack gefunden hatten und
daher ganz darauf verzichteten. Erfreut, laechelte sie mir zu
und umarmte mich herzlich.

Sie bot mir ihre Hand an:“Komm, Lass uns gehen!“

Ich nahm ihre Hand und folgte ihr, als ob sie meine beste
Freundin waere.

Wir verliessen das Zimmer und durchquerten den altertuemlichen
Vorraum, bis zu einer Tuer sichtbar neueren Datums, genau
gegenueber der Haupteingangstuer.

Dahinter erstreckte sich eine andere Welt. Die Waende waren
weiss ausgemalt, der Boden war im Unterschied zum Vorraum, wo
man nur am blanken Stein ging, hier mit Parkett ausgelegt,
Bilder hingen links und rechts vom Gang, eine Einbaugarderobe,
eine Vase stand in einer Ecke.. alles in Allem machte es den
Eindruck, einer geschmackvoll eingerichteten Neubauwohnung.
Rechter Hand stand eine Tuere, halboffen. Es war unschwer zu
erkennen, dass sich dahinter die Kueche befand. Dann gingen wir
an einer geschlossenen Tuere vorbei um danach durch den
Naechsten Eingang geradeaus in das riesengrosse Wohnzimmer zu
stoeckeln.

Eine leichte, undefinierbare Angst beschlich mich in diesem
Moment und ich wollte noch einen Moment warten, aber Petra zog
mich foermlich mit!

Norbert hatte uns schon kommen hoeren, voller Erwartung stand er
in der Raummitte und musterte mich von oben bis unten, was mir
die Roete ins Gesicht trieb. Durch meine ploetzliche
Schuechternheit hatte ich meinen Blick gesenkt, etwas zu sagen
fiel mir so schwer, das selbst der Versuch zwecklos war. Petra
stupste mit ihrem Zeigefinger unter mein Kinn und deutete mir es
anzuheben, was ich auch tat. Sie fluesterte in mein Ohr:“Eine
Lady weiss wie huebsch sie ist, sie muss sich einem Mann nicht
ergeben, indem sie ihren Blick senkt! – Hoch die Nase, Blick
geradeaus!“ Widerspruchslos folgte ich ihrem Rat und traf
Norberts Blick.

Einige Sekunden lang, starrten wir uns nur an, ohne ein Wort zu
sagen, keiner wollte die Stille brechen.

Petra war es schliesslich, die die Initiative ergriff: „Aeh..
Elana, es liegt an dir, deine Entscheidung bekanntzugeben!“

Mir war als haette ich diese Worte aus grosser Entfernung
wahrgenommen, so gefangen war ich von seinem Blick. Es war mir
noch immer nicht moeglich, was zu sagen.

Petra versuchte nochmal die Stille zu beenden:“Oder wollen wir
zuerst speisen?“

Ploetzlich fing sich Norbert und begann sich langsam auf mich
zuzubewegen. Leise fragte er mich, ob ich mit den Bedingungen,
die er gestellt hatte einverstanden war.

Sofort, ohne nachzudenken nickte ich.

Nun kam er etwas schneller zu mir und umarmte mich ganz
vorsichtig. Wie einstudiert erwiderte ich seine Umarmung und
legte meinen Kopf auf seine Schulter, was er sofort mit einem
Hauch eines Kusses auf meine Wange quittierte.

Wieder schaltete sich Petra ein, die uns beide kurz beruehrte
und voraus ins Esszimmer schritt.

Gleich darauf folgten wir ihr und ich setzte mich an den runden
Tisch auf den Sessel, den mir Norbert anbot. Er machte sich
daran, die Vorspeise zu servieren, waehrend Petra Wein
einschenkte.

Bis zum Anstossen der Weinglaeser, sagte niemand etwas, aber es
war klar, dass sich in jedem von uns im Geiste ganze
Buecherbaende abspielten.

Norbert setzte sich zu uns, hob das Glas und begann feierlich
mit dem Trinkspruch: „Auf unser aller, neues Leben! Auf Petra,
du hast schon immer gewusst, dass wir beide als Partner nicht
zusammenpassen, aber die besten Freunde sein koennen. Auf Elana,
meine geliebte, zukuenftige Frau. Und auf mich selbst, denn ab
heute kann ich behaupten, dass ich gluecklich bin.“

Mit gegenseitigen Blick in unsere Augen und zustimmenden Nicken,
stiessen wir darauf an.

Die Falle – Part III – weiterlesen

Feuerstein St. Pauli

Feuerstein St. Pauli

Das Feuerstein ist ein nettes Kneipenrestaurant um einen Tag mit Freunden ausklingen zu lassen. Zwar ist das Feuerstein mittlerweile eine ganze Kette, doch ist das Feuerstein in St.Pauli das Original.

Gutes Essen zum günstigen Preis. Pizza, Pasta, Chili, Knobibrot etc. Und wenn man, wie ich, irgendwelche Extrawünsche, wie Pizza mit Hühnchen, Banane und Curry hat, (jaja ich weiß man mag es – oder eben nicht) dann versuchen die Herern und Damen das hinzubekommen. Hat auch immer geklappt.


Größere Kartenansicht

Feuerstein St. Pauli
Neuer Pferdemarkt 34
20359 Hamburg

Plaza Hamburg Wandsbek

Plaza Restaurant

Das Plaza ist direkt am Wandsbeker Markt bzw am Busbahnhof. Es ist sehr stylisch eingerichtet und man kann hier nett einen Kaffee oder Cocktail trinken. Es ist allerdings meiner Meinung nach eher ein Restaurant als eine Bar.

Für ein Restaurant ist es allerdings ziemlich teuer. Hochgelobt, allerdings von mir nicht gemocht ist die Currywurst mit Pommes Frites, die mit zwei verschiedenen Currysoßen gereicht wird, die beide nicht ganz das Wahre sind. Bei einer Currywurst bin ich eher bodenständig und hier schmeckte sie mir nicht.

Trotzdem eine nette Location um den Einkausbummel nett ausklingen zu lassen oder sich mit Freunden zu treffen.


Größere Kartenansicht

Plaza Restaurant
Wandsbeker Marktplatz 1
22041 Hamburg

Die Falle?

Autor: Elana Adra
Thema: Forced Fem, Pony, Operation, Romantik, Bondage
Rating: X
Dist.: Diese Geschichte darf von jedem der es will, auf welchem Medium auch immer gelesen und vervielfaeltigt werden, solange der Inhalt inklusive dieser Erklaerung unveraendert bleibt.

Diese Geschichte darf niemals als solche verkauft werden, oder andersartig kommerziell vermarktet werden ausgenommen von der Autorin selbst.

Erwachsenenchecks die im Internet gebraeuchlich sind und ueber Kreditkarten funktionieren oder auf andere Weise fuer den Leser kostenpflichtig sind, werden als kommerzielle Vermarktung der angebotenen Inhalte angesehen und wuerden somit Kapital aus dieser Geschichte schlagen, was hiermit ausdruecklich untersagt werden soll!

Kommentar: Diese Geschichte ist meiner Phantasie entsprungen und es gibt keinen Zusammenhang zwischen den beschriebenen und realen Personen.

Datum: November 2000

Die Falle?

Noch bevor die Faschingszeit anbrach, begann ich diverse Utensilien vorzubereiten und zu besorgen, denn schliesslich wollte ich heuer wieder alle erstaunen, wie gut ich als Frau aussehen kann. Es steckt irrsinnig viel Arbeit dahinter, aber dafuer wird man dann eben entsprechend belohnt. Ich hatte noch mehrere Wochen Zeit um alles zusammenzustellen, als ich mehr oder weniger zufaellig ueber eine Kontaktanzeige stolperte:

– Bin zum Faschingsumzug in Salzburg, leider kenne ich die Stadt nicht und auch keinen Menschen dort. Ich wuerde mich freuen, wenn mich ein nettes T-Girl beim Stadtbummeln begleiten wuerde. TV/TS/… egal, Du musst nur huebsch anzusehen sein (nicht nuttig), und wissen wie man sich als Frau benimmt. Keine finanziellen Interessen, bei Sympathie koennte sich ev. eine Dauerbeziehung daraus entwickeln. Melde Dich: niceman@mail.com!

Ich brauchte nicht laenger darueber nachzudenken, denn genau sowas wollte ich schon immer mal ausprobieren. Dauerbeziehung wird bestimmt keine daraus, denn ich schluepfe nur 2 – 3 mal pro Jahr in die feminine Rolle. Ja klar, ich wuerde es mir oefter wuenschen, aber leider ist es ein Riesenaufwand, bis man wirklich tip-top fertig ist und ausserdem kann man dann erst nichts besonderes unternehmen, bis auf einen kurzen Bummeltrip. Aber zum Faschingsumzug werde ich ohnehin in der Stadt sein, und wenn ich dazu noch eine nette Begleitung bekomme, waere das ja die Kroenung des Tages! Also machte ich mich sofort daran, eine Antwortmail zu schreiben…

Schon am naechsten Tag erhielt ich eine lange Mail, von Ihm welche ich in meiner Neugier unverzueglich las. Die Mail war relativ lang. Er beschrieb sich als nicht unbedingt sportlich, aber auch nicht bummelig, mittelgross, um die 40, gepflegt. Ok, klingt gut, obwohl das mit etwas Fantasie auf so ziemlich jeden Mann zutrifft. weiter… Norbert war sein Name, was ich mal eher ueberlas, denn ich ging davon aus, dass er mir nicht seinen richtigen Namen verraten wuerde. Weiters erklaerte er nochmal mit laengeren Worten, was schon in der Kontaktanzeige stand, dass er eben nur jemanden, fuer diesen einen Treff suchte, und wenn nichts daraus wird, warum auch immer, dann sei das fuer Ihn auch in Ordnung. Weiters fragte er nach einem Bild von mir, damit wir uns wohl finden wuerden. Beilaeufig fragte ich mich warum er kein Bild mitschickte, was ja dasselbe gewesen waere. Ausserdem aergerte ich mich etwas darueber, denn ich hasse es Bilder hin und her zu schicken, denn 90% sind nur scharf auf Fotos und das war’s dann. Daher antwortete ich ihm, dass er mit der Beschreibung von mir auskommen muesste, denn ich schicke prinzipiell keine Photos. Ausserdem werde ich sobald ich es weiss, Ihm noch mitteilen, was ich anziehen werde, sodass es zu keinen Verwechslungen kommen kann. Ok..

Ein paar Stunden spaeter, teilte er mir mit, es sei Ok fuer Ihn und er werde auf weitere Mails von mir warten..

Gut, fuer mich war das Thema einstweilen erledigt und ich war schon neugierig auf das Treffen. Also steckte ich noch etwas mehr Energie, in meine Bemuehungen eine gute Figur abzugeben…

Die Tage vergingen wie im Flug und bald war es fuer mich an der Zeit mich bei Ihm zu melden! Ich schickte ihm eine liebe Mail, in der ich ihm mitteilte dass ich ihn am Bahnhof abholen werde und, dass ich bei meinen schwarzen schulterlangen Haaren bleiben werde. Ich werde eine weisse Bluse tragen und einen grauen, engen Rock, der knapp ueber die Knie reicht, schwarze Struempfe, schwarze Pumps und ebenfalls eine schwarze Jacke. Ausserdem werde ich nahe des Ausgangs bei den Schliesskaesten auf ihn warten, denn dort stehen gewoehnlich nur wenige Leute. Das muesste reichen, das wir uns finden.

Einen Tag spaeter bestaetigte er dies per Mail. Nun war es fixiert, ich war schon irre neugierig und freute mich schon auf den Tag, denn es kann nur super werden. Wenn wir uns nicht verstehen, dann trennen wir uns einfach und gehen weiter unsere getrennten Wege. Aber in drei Tagen wuerde ich es wirklich erfahren.

Innerhalb der naechsten zwei Tage, ueberpruefte ich alles mehrfach, ob ich wohl an alles gedacht habe und was noch zu tun sei. Ich wollte noch einen Versuch starten, Silikonbrüste anzufertigen, denn die im Handel sind mir etwas zu teuer. Und mit etwas Geduld muss man was aehnliches doch selbst auch zuhause zusammen- bringen. Aber es blieb bei der Idee und ich entschied mich weiterhin reisgefuellte Kniestruempfe zu verwenden.

Am Abend vor dem Tag X begann ich alles herzurichten, denn um 10:00 Vormittags sollte ich am Bahnhof sein. Normalerweise brauche ich etwa vier Stunden um mich in eine Frau zu verwandeln. Nun gut, wie gesagt, am Vorabend rasierte ich mich gruendlich am ganzen Koerper, lackierte meine Zehennaegel (was man dann zwar ohnehin nicht sehen koennen wird, denn meine Pumps sind rundum geschlossen, aber fuer mich gehoert es dazu!) und suchte alle Utensilien zusammen. Ein ausgiebiges Bad, und ab ins Bett, denn der naechste Tag sollte spaetestens um sieben beginnen. Wenn man sagt spaetestens, dann meint man es auch so. Um zehn nach sieben, konnte ich mich schweren Herzens von meiner gemuetlichen Schlafstaette trennen. Ich war schon richtig aufgeregt und etwas nervoes, ob denn wohl alles gutgehen wuerde, und ob ich nichts vergessen hatte. Ausserdem musste ich mich beeilen!

Der Strumpfguertel war das erste, dann die schwarzen Struempfe. Beim Anziehen des Hoeschens ueberlegte ich nochmal kurz ob ich nicht doch enge Maennerunterhosen anziehen sollte, denn die wuerden eventuelle Erektionen gut kontrollieren, was bei dem zarten Spitzenhoeschen nicht funktionieren wuerde. Allerdings hatte ich bisher nie das Problem einer ungewollten Erektion, also muss das Damenhoeschen reichen, ausserdem ist es bequemer und es sieht besser aus. Nicht dass es jemand sehen sollte, aber es ist einfach etwas anderes fuer mich selbst.

Als naechstes folgte der BH mit den schon vorbereiteten Einlagen. Ich habe in den letzten Tagen vielfach umgefuellt und probiert und angepasst. Das kam mir nun zugute, denn es passte auf Anhieb. Ich hatte einen wohlgeformten Busen etwa der Koerbchengroesse C, vielleicht etwas zu klein, aber allgemein gut passend. Nun zum Schminktisch! Schminken ist mein Alptraum, da ich es einfach nicht besonders gut beherrsche, ausserdem ist es erst fertig, wenn ich wirklich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Meist beginne ich zwei oder drei mal. Und so war es auch diesmal. Es war unglaublich, meine Nervositaet und der Zeitdruck taten ein weiteres. Wieder mal gelang es mir erst beim dritten Versuch ein brauchbares Ergebnis zusammenzubringen.

Ich frage mich noch immer, was an etwas Make-up, Lippenstift, Lidschatten, Lidstrich, Rouge u.s.w. so schwer sein sollte. Aber ich habe eben einfach zu wenig Uebung. Ploetzlich fiel es mir auf. Ich hatte meine Augenbrauen vergessen. Normalerweise wachsen sie lang und buschig, daher muss ich immer wieder etwas nachtrimmen. Und nun sah ich es, ich hatte es schon lange nicht mehr getan. Nun gut, her mit der kleinen Schere und einer Pinzette. In 10 Minuten war das auch erledigt.

Dann der naechste Schritt, was kommt als naechstes? Ein Blick auf die Uhr stresste mich noch mehr, obwohl es noch leicht zu schaffen sein wird. Die weisse Rueschenbluse, der Rock, die Schuhe. Ok, alles kein Problem. Der Schmuck, .. nein, erst die Peruecke. Dann ein Ring auf jeder Hand, Armreifen, Clip-on Ohrringe (große silberne Ringe), eine Halskette. Nun? – Ich betrachtete mich im Spiegel. Ach ja, meine Armbanduhr muss runter, die ist unpassend… Die Naegel. Ok. Ich hatte mich entschlossen, die kuenstlichen Fingernaegel mit richtigem Nagelkleber anzubringen, denn mit allen anderen Methoden sowie doppelseitigem Klebeband u.s.w. hatte ich nur schlechte Erfahrungen gemacht. Ich wuerde, die Naegel dann zwar runterbrechen muessen, aber das war nicht so schlimm, wenn man mit dem Kleber etwas sparsam ist. Gut, dann die erste Lackschicht auf die Naegel. Der trocknet so rasch, dass ich sogleich mit der zweiten Schicht beginnen kann.

Blick in den Spiegel: Was fehlt? Anscheinend alles klar. Was sagt die Wanduhr? 9:20 .. gut. Bis zum Bahnhof brauch ich maximal 15 Minuten.. Gut.. Die Handtasche noch packen, dann geht’s los. Was brauche ich? Den Lippenstift, den Nagelkleber, Nagellack, die Schminkgarnitur, Zigaretten. Ich nahm noch etwas Geld aus meiner Brieftasche und steckte es ebenfalls in meine Tasche, denn ich wollte auf keinen Fall irgendetwas mithaben, was meine wirkliche Identitaet verraten koennte. Das war’s.. in Die Jacke geschluepft und ab die Post.

Was ich nicht einberechnet hatte, dass ich ohne Fuehrerschein nicht mit dem Auto fahren sollte, also zu fuss gehen muss. Ausserdem wollte ich nicht alle meine Schluessel mitschleppen, daher hatte ich auch nur den Haustuerschluessel als Einzigen in meiner Jackentasche. Also machte ich mich auf den Weg, obwohl ich mit den Pumps nur langsam vorankomme, reicht die Zeit auf jeden Fall, zumal ich zu fuss eine Abkuerzung nehmen kann. Laenger als 20 Minuten wuerde ich nicht unterwegs sein und ich habe Gelegenheit mich an die Schuhe zu gewoehnen. Das Stueck war sogar kuerzer, als ich es in Erinnerung hatte, und in meiner Aufregung achtete ich ohnehin nicht bewusst auf den Weg oder die restliche Umgebung.

Die Uhr am Bahnhofseingang zeigte mir, dass ich noch fast zehn Minuten Zeit hatte, was mich schon etwas beruhigte, nur war ich noch in diesem Zustand des Hastens, dass ich bis zum vereinbarten Treffpunkt eilte, wo ich mich an eine Saeule stellte und den Bereich beobachtete, wo die Leute von den ankommenden Zuegen hereinstroemen wuerden. Ich war beinah allein in diesem Teil der Halle. Wie wuerde es sein? Wuerde er ueberhaupt kommen? Soll ich jetzt noch einen Rueckzieher machen? Hatte ich meine Schminke verschmiert? Peruecke verrutscht? Sitzen die Brueste? … all dies ging mir durch den Kopf, waehrend ich auf die Ankunftsportale starrte.

Ein Zigarette rauchen, das geht sich noch aus! Ich kramte in meiner Handtasche nach dem Zigarettenpaeckchen und nahm eine Zigarette zwischen meine vollen, roten Lippen. Immer wieder blickte ich in die Richtung, wo Norbert reinkommen sollte. Ich suchte weiter nach dem Feuerzeug.. ..gerade als mir einfiel, dass ich es wohl vergessen hatte, trat ein Mann neben mich und bot mir mit seinem Feuerzeug an, meine Zigarette zu entzuenden. Ich blickte ihn kurz an, und nahm dann sein Angebot an. Nach einem tiefen Zug, versuchte ich ihm einen moeglichst erotischen Augenaufschlag zuzuwerfen und ein lautloses Danke zu hauchen, was mir uebrigens erstaunlich gut gelang.

Er antwortete: „Keine Ursache! Bist Du Elana?“

Ups.. Meinen momentanen Schreck konnte man mir bestimmt meilenweit ansehen, ich war ein paar Sekunden total sprachlos. Dann erinnerte ich mich an Norberts Beschreibung. Natuerlich er war es!

„Aehh.. ja, ich meine.. Norbert?“

Er half mir auf die Spruenge: „Ja, klar. Bitte entschuldige, ich wollte Dich nicht erschrecken, oder ueberrumpeln. Ich haette Dir sagen sollen, dass ich nicht mit dem Zug komme, nur ist der Bahnhof der einzige Ort, den ich in Salzburg kenne!“

Ich brachte nur ein stupides „Ahhsoo“ heraus, denn ich war damit beschaeftigt ihn von oben bis unten zu mustern. Er war fast gleich gross wie ich in meinen Pumps. Modisch gekleidet, machte er einen sehr netten Eindruck, sein Haar war 2cm kurzgeschoren, mit schon einem offensichtlichen grauen Schimmer. Klar kein Adonis, aber doch besser als ich Ihn mir vorgestellt hatte. Mir wurden die Knie etwas weich, denn in Real Life ist das doch alles etwas anderes.

Er fuhr sogleich fort: „Also, ich muss ehrlich sagen, ich bin erstaunt. Wenn ich Dich nicht an Deiner Kleidung erkannt haette, dann haette ich Dich ohne zu zoegern fuer eine so huebsche Bio-Frau gehalten, die ich mich nicht anzusprechen traue!“ – „Hallo erstmal“ Dabei kam er naeher, umarmte mich zaertlich und gab mir einen Kuss auf die Wange.

Erst jetzt erholte ich mich langsam und erwiderte vorsichtig, sachte seine Umarmung.

Er behielt gleich einen Arm um meine Taille und meinte zu mir: „Du, ich wuerde als erstes gerne einen Kaffee trinken gehen, damit wir uns etwas kennen lernen. Ausserdem koennen wir dort gemuetlich sitzen und weitere Plaene schmieden!“

„Gute Idee“, war meine kurze Antwort dazu. Ich hatte noch immer keine klaren Gedankengaenge, aber ich wusste eines, naemlich dass der Tag wunderbar werden wuerde. Ich schaetzte Norbert fuer einen ziemlichen Gentleman ein und er war mir auch sympathisch. Es war fuer mich voellig natuerlich, dass er die Fuehrung uebernahm und sein Arm an meinen Lenden ruhte.

Er meinte, er habe schon ein kleines gemuetliches Caf“¡ an der naechsten Strasse gesehen, wo er nun hin wollte. Ausserdem war er am Anfang etwas unsicher, denn ich hatte Ihm nie gesagt, dass ich rauche, was ihm allerdings egal war, da er ja auch Raucher sei. Als ich entgegnete, dass er mir dies auch noch nie verraten hatte waren wir wieder quitt.

Wir betraten das Caf“¡ und setzten uns an einen Tisch in einer ruhigen Ecke. Eigentlich nur ich, Norbert legte seine Jacke auf die schmale Bank und meinte er wuerde bestellen und mal kurz „verschwinden“. Soll mir recht sein. Als Lady musste ich mich um nichts bemuehen. Ich sah ihn an der Theke die Order aufgeben und dann in Richtung Toiletten verschwinden. Waehrend ich mich um eine Zigarette bemuehte, liess ich meinen Blick durch das Lokal schweifen. – Offensichtlich hatte niemand Notiz von mir genommen, obwohl es mir egal war, denn schliesslich war Fasching, da wuerde nichts passieren, selbst wenn mich jemand als Mann erkannte.

Zum Glueck lag ein Paeckchen Streichhoelzer am Tisch, welches ich nach Gebrauch sofort in meiner Handtasche verschwinden liess. Ich machte einen tiefen Zug, da war Norbert gerade mit zwei Irish Coffee zurueck. Ich war eigentlich auf einen Cappuccino eingestellt, aber er entgegnete meinem fragenden Blick mit einer solchen Selbstverstaendlichkeit, dass sich weitere Worte eruebrigten. Er setzte sich – mir gegenueber, nahm meine Hand, die am Tisch ruhte und begann sie zaertlich zu streicheln. Sein Blick traf genau in meine Augen und schien mich zu durchbohren. Ich konnte den Blick nur erwidern, brachte aber zuerst kein Wort heraus. Norbert sprach leise: „Elana, ich habe Dich..“ – Weiter kam er nicht, denn wir begannen beinah gleichzeitig und ich unter brach ihn mit: „Erzaehl was von Dir!“.

Also wechselte er das Thema und erzaehlte mir ueber seine Hobbys, dass er alleine auf dem Land wohnt, zwei Einkaufslaeden besitzt und dass ich ohnehin durch unseren ersten Kontakt schon weiss, das er auf der Suche nach einer Lebensgefaehrtin sei. Ich wollte ihn fragen, warum er sich nicht eine Bio-Frau angeln will, aber unterliess die Frage, denn es erschien mir unpassend, und als er ohnehin erklaerte, dass er von Frauen schon zu oft enttaeuscht worden sei und das Bio-Frauen sich meistens nicht mehr wie Frauen verhalten, sondern immer mehr wie Maenner sein wollen, hatte sich die Frage eruebrigt.

Ich war gerade dabei ihn weiter auszufragen, als er meinte, wir sollten lieber spaeter noch auf einen Kaffe gehen und uns jetzt mal den Umzug ansehen. Er hatte recht, instinktiv blickte ich auf mein Handgelenk, aber die Uhr lag natuerlich zuhause, grrr.. Das entging der Aufmerksamkeit von Norbert natuerlich nicht und als er seine Tasse absetzte meinte er, dass wir bereits 25 Minuten hier sassen. Ich hatte beim Zuhoeren beinah meinen Kaffee vergessen, denn der war noch zu gut Dreiviertel voll, allerdings ist das bei Irish Coffee ohnehin nur ein oder zwei Schluck, und den holte ich nun in einem Zug nach. Norbert unterstuetzte mich beim Aufstehen, half mir in die Jacke und geleitete mich zum Ausgang. Ich fuehlte mich wohl, so galant als Lady behandelt zu werden. Er las meine Gedanken als er mich darauf aufmerksam machte, dass schon alles bezahlt sei.

Als wir durch die Tuer aus der etwas stickigen Luft des Cafes ins Freie traten, erwischte mich ein kurzer Flash, sodass ich einen Moment lang etwas unsicher auf meinen Heels war. Mann – der Irish Coffee war staerker als gedacht. Meine Knie wurden etwas weich. Norbert ergriff sofort die Gelegenheit und legte seinen Arm um mich um mich zu halten. Als wir die Strasse hinauf schlenderten, machte ich mir schon richtig Sorgen, klar, ein starker Irish Coffee auf nuechternen Magen, das kann nicht gut gehen. Ich schuettelte die Gedanken ab, denn ich war mir sicher dass das leichte Schwindelgefuehl sowieso gleich wieder verschwinden wird. Ich liess mir also nichts anmerken.

Nach ein paar Minuten, waere ich schon gestolpert, wenn mich Norbert nicht gehalten haette. Er sagte, dass der Irish Coffee irrsinnig stark war und das er ihn voll spuere. Dann meinte er, sein Auto stuende ein paar Meter weiter vorne wo er ein Mineralwasser haette, dort kann ich mich auch einen Moment hinsetzen, denn er brauche auch einen Schluck. Auf dem Weg zu seinem Auto murrte er etwas ueber Masslosigkeiten beim Alkoholausschank in Kaffehaeusern herum, sagte aber weiterhin eigentlich nichts dazu. An seinem Cherokee angekommen, schloss er die Beifahrertuer auf und half mir auf den gemuetlichen Sitz, dann erst umrundete er das Fahrzeug und liess sich locker in den Fahrersitz fallen. Er schnappte eine Flasche Mineralwasser, die er mir anbot und zuendete sich selbst eine Zigarette an. Just in diesem Moment wurde mir erst richtig schwindlig und hundeelend. Ich konnte mich kaum noch bewegen, geschweige denn einen klaren Gedanken fassen. Wie ferngesteuert schraubte ich die Verschlusskappe von der Mineralwasserflasche….

…Krankenhaus? Meine Augen waren leicht verklebt. Mein ganzer Koerper fuehlte sich an, als ob ich schon tagelang hier liege. Die Lippen und der Rachen waren so trocken, dass, wenn ich etwas herausgebracht haette, waere es mir trotzdem nicht gelungen ein Wort zu formulieren. Ich sah mich um.. Krankenhaus eben, dann schlief ich wieder ein.

Als ich das naechste mal aufwachte, streichelte jemand meinen Kopf. Ich hoerte die Stimme von Norbert, der beruhigend zu mir sprach… Als ich meine Augen oeffnete sah ich, dass er mich ermutigte das Wasser aus einem Glas zu trinken, das er mir an dann Mund hielt.

Ich wollte mich aufrichten – unmoeglich.

Also hob ich nur meinen Kopf leicht und nippte etwas am Glas. Es war wie ein Wundermittel und ich deutete dass ich noch mehr wollte, was er mir gerne gab. Gierig trank ich das Glas leer. Ich blickte mich nochmals um, versuchte mich nochmals aufzurichten – unmoeglich. Es war eigentlich viel zu huebsch fuer ein Krankenhaus. Warum zum Teufel konnte ich mich fast nicht bewegen? Norbert stellte das Glas zurueck und meinte: „Mach Dir erstmal keine Sorgen, ich werde Dir alles in ein paar Minuten erklaeren!“ Damit erhob er sich und verliess den Raum.

Meine Lebensgeister kehrten rasch zurueck und mein Verstand begann logisch zu arbeiten. Ich konnte mich noch daran erinnern, dass ich gerade einen Schluck Mineralwasser trinken wollte, aber dann… keine Ahnung, absolutes Blackout. Was war passiert? Nun, als ich wieder halbwegs bei mir war, erfuehlte ich, dass ich offensichtlich mit gespreizten Haenden und Fuessen an die staehlernen Bettpfosten gefesselt war. Ein paar kurze Bewegungsversuche bestaetigten meinen Verdacht. Als ich meinen Kopf nach hinten reckte, konnte ich die gepolsterten Lederarmbaender genau erkennen, welche um meine Handgelenke geschnallt waren. Dabei fielen mir auch ein merkwuerdiges Ziehen in der Brustgegend auf, das sich stark von den anderen Schmerzen unterschied, die ich am restlichen Koerper, wahrscheinlich vom langen Liegen, verspuerte. Die Steppdecke versperrte mir direkte Sicht, auf meinen Oberkoerper, nur je eine kleine Schnittwunde in meinen Achselhoehlen fiel mir auf.

Ich wurde in meinen Gedanken unterbrochen, als Norbert zur Tuere hereinkam und sich neben meinem Bett plazierte. Auf meinen sprachloser Blick hin begann er zu erzaehlen:

„Guten Morgen Schatz, zweifellos willst Du sofort wissen was passiert ist. Ich werde Dir alles sagen, nur will ich dabei nicht unterbrochen werden, klar?“

Ich nickte wortlos.

„Elana, ich liebe Dich. Im ersten Augenblick, als ich Dich sah, wusste ich, dass ich die Frau meiner Traeume gefunden habe.“

„Aber…“, stammelte ich.

„Bitte unterbrich mich nicht Ok?“ – Er fuhr fort:

„Es war nicht der Irish Coffee, das duerfte Dir wohl klar sein. Ich habe ein narkotisierendes Mittel in Deinen Kaffee gemischt. Mit Alkohol vermengt wirkt das Mittel oft 2-3 Tage, und in Getraenken mit starkem Eigengeschmack bemerkt man es eigentlich nicht. Daraufhin habe ich Dich hierher zu mir nach hause gebracht. Hier in dieses Zimmer, hier wurde ich geboren.“

Er machte eine kurze Pause: „Willst Du noch ein Glas Wasser?“ Ich wollte schon, aber ich wollte erst wissen, was das hier alles sollte, also kraechzte ich nur: „..spaeter!“

Seine Erzaehlung ging weiter: „Du bist hier, weil Du meine Lebensgefaehrtin werden sollst!“

Ich setzte zu einem Wort an, aber er stoppte mich mit einer hinweisenden Geste.

Ungehindert fuhr er fort: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich mich sofort in Dich verlieben werde, daher ist auch noch fast nichts vorbereitet. Ich habe noch beinahe keine Kleidung fuer Dich, das meiste wird wohl uebermorgen kommen – Schminkzeug, nur das notwendigste – Papiere, brauchen bestimmt noch einen Monat und so weiter. Die notwendigsten Taetigkeiten sind allerdings schon erledigt.

Das bedeutet, ich habe Dich kastrieren lassen, damit Du erstens nicht weiterhin von Deinen maennlichen Hormonen gestoert wirst, zweitens sehen so große Hoden ohnehin nicht besonders huebsch aus an einer Lady und drittens brauchst Du die Dinger sowieso nicht mehr. Bei der Gelegenheit wurde Dir gleich ein Hormondepot implantiert, welches innerhalb der naechsten sechs Jahre, kontinuierlich weibliche Hormone in Deinem Koerper freisetzt. Ausserdem ein zweites, aehnliches Praeparat welches einige Effekte Deiner fehlenden Hoden kompensiert. Du duerftest wissen, dass ohne maennliche Hormone, der Geschlechtstrieb stark nachlaesst, es ist der Haupteffekt dieses Medikaments, den Trieben? Meine Gedanken kreisten. Kein Gedankenfetzen liess sich festhalten, es war wie eine art Trance.. Eine Traene kullerte meine Wange hinab.

Ohne wirklich eine Antwort abzuwarten fuhr er fort: „Wenn Du jetzt glaubst, dass Du in meinen Faengen gefangen bist, dann irrst Du Dich. Ich habe nur mein moeglichstes getan um Deine eigenen innersten Wuensche zu erfuellen, um Deine Zukunft in eine Richtung zu lenken, von der Du schon immer getraeumt hast. In ein paar Stunden gibt es was zu essen, dann werde ich Dich von den Fesseln befreien. Was Du dann tust kannst Du selbst entscheiden. Ich sag Dir nur was Dich erwartet.

Du kannst hier bei mir wohnen solange Du willst. Du kannst neben mir her leben, tun was Du willst und mich nicht mal beachten. Aber Du darfst dann auch von mir nichts weiter erwarten. Ich ueberlass Dir dieses Zimmer, du kriegst eine Mahlzeit pro Tag und bist mir gleich egal wie ich Dir. – fertig

Die zweite Moeglichkeit, die Du natuerlich hast ist, einfach fortzulaufen. Die Haustuere ist nie abgeschlossen, Du kannst jederzeit gehen wohin Du willst. Du solltest allerdings die Fakten kennen: Wir sind hier in einem Tal, das ist an drei Seiten von Bergen eingeschlossen. Bis zur naechsten Ansiedlung sind es gute vierzig Kilometer und das ist nur ein Bauerndorf. Selbst mein naechster Nachbar ist fuenf oder sechs Kilometer entfernt. Er betreibt eine Ponygirl-Farm, wenn Du weisst was das ist, dann solltest Du Dich hueten, ihm in die Arme zu laufen. Ach ja, wir sind uebrigens nicht mehr in Österreich. Selbst wenn Du es bis in eine Stadt oder bis zu einem Telefon schaffen solltest, wird Dich wahrscheinlich niemand verstehen und ohne Papiere … na ja ich will mir nicht weiter ausmalen was mit einzelnen Frauen hier oft passiert..

Und schliesslich gibt es noch die dritte Moeglichkeit: Du lebst hier _mit_ mir, als meine Lebensgefaehrtin. Nicht als meine Sklavin, nicht als mein Sexspielzeug sondern als meine Frau! Du kannst hier mit mir in bescheidenen Luxus leben, und bist frei zu tun was Dir beliebt. Manchmal werden wir bestimmt auch einen Bummel in der Stadt machen, Urlaub fahren oder ein Konzert besuchen. Du brauchst Dich um wenig kuemmern, denn dreimal die Woche kommt meine Haushaelterin und erledigt das groebste. Nur an zwei oder drei Tagen in der Woche muss ich mich um meine beiden Apotheken kuemmern, oder andere Geschaefte erledigen, aber die restliche Zeit verbringe ich dann hier mit Dir. Das einzige was ich von meiner Frau verlange ist, dass sie sich an ein paar Regeln haelt.

Das waeren: – Du musst Dich jeden Tag rasieren, mehrmals wenn noetig. Wie Du es mit den Achselhoehlen, und der Schambehaarung haeltst ist mir egal. Nur ansonsten verlange ich dass Dein gesamter Koerper und dein Gesicht, unterhalb der Augen, kahl ist. – Dein Kopfhaar laesst Du lang wachsen und traegst es in einem weiblichen Schnitt. Ich habe gesehen dass Du die Haare schon schulterlang hast, also duerfte das kein Problem sein. – Ich verlange, dass Du immer geschminkt bist, und wenn’s nur minimal ist. – Du traegst _nur_ Frauenkleidung. Was das ist, soll mir egal sein, aber Hosen inklusive Strumpf-Hosen sollen eine extreme Ausnahme sein. Schuhe mit mindestens 5cm Absaetzen sind Pflicht. High Heels und Korsetts wuerden mir gefallen, aber die will ich Dir nicht aufzwingen, tu es freiwillig oder gar nicht. – Du benimmst Dich absolut immer wie eine Frau, die Du bist. Typisch maennliche Verhaltensweisen werde ich auf keinen Fall dulden. Falls Besuch kommt, solltest Du Dich gebuehrend der des Hauses entsprechend benehmen. Freundlichkeit ,auch zum Personal, halte ich fuer selbstverstaendlich. Auch Deine Interessen sollen weiblich werden. Ich will keine Frau, die jeden Abend Fussball sieht und am Wochenende das Auto repariert.“

..ein kurzer Grinser, dann zaehlte er sofort weiter auf:

„- Dein gesamtes Auftreten soll zumindest passabel sein, den ganzen Tag im Bademantel verbringen kannst Du vergessen. Ich will ausserdem nicht, dass Du jemals innerhalb des Hauses nacktrumlaeufst. Abgesehen von den Schuhen ist mindestens ein Stueck Koerperbedeckung Vorschrift. – Du wirst versuchen, Deine Stimme weiblicher klingen zu lassen. – Du laesst Dir Deine Fingernaegel lang wachsen, oder benutzt kuenstliche. Nagellack ist obligat. – Du wirst jegliche Medikamente, die ich Dir verabreiche wie angeordnet einnehmen. Du brauchst keine Angst zu haben, ich habe dahingehend nichts besonderes vor, nur muss ich sichergehen, dass Du gerade in der ersten Zeit den Hormonwechsel unbeschadet ueberstehst. Ich werde Dir keine Psychopharmaka geben, die Dich willenlos machen, denn das ist erstens nicht mein Stil, zweitens haette ich es schon lange machen koennen und drittens funktionieren die Dinger gar nicht so wie man es in diversen Geschichten list, das sind alles Schauermaerchen – apropos die Nebenwirkungen sind uebrigens schauderhaft. – Rauchen: Ich habe nichts dagegen wenn Du rauchst, aber Dein Zigarettenkonsum muss stark eingeschraenkt werden, denn rauchen vertraegt sich schlecht mit den Hormonen die Du bekommst. – Das schwierigste: Es ist Dir absolut verboten zu onanieren! Auf die Einhaltung dieser Regel werde ich besonderen Wert legen. Wenn Du Deinen Penis zu einem anderen Zwecke als waschen oder anziehen beruehren solltest, werde ich sofort entsprechend reagieren!

..so das war’s. Ich komm Dich dann in drei, vier Stunden losbinden, beim folgenden Essen kannst Du mir dann von Deiner Entscheidung berichten! – Ich liebe Dich.“, dabei kuesste er mich sachte auf die Stirn und verliess den Raum schnellen Schrittes.

Ich konnte es nicht glauben.. Klar, ich hab auch schon einige Storys im Internet gelesen, die aehnlich ablaufen. Aber das ist fuer mich Science Fiction. Ich haette es nicht fuer moeglich gehalten, das solche Dinge in Wirklichkeit passieren. Oft hatte ich schon aehnliche sexuelle Phantasien und es gefiel mir auch, aber nun… nun ist es Wirklichkeit, nun bin ich hier, festgebunden in einem fremden Bett, in einem fremden Haus, in einem fremden Land. Einen vorgezeichneten Weg, als Frau, oder als Wesen zwischen den Geschlechtern, in der Macht eines Fremden Mannes. Wer weiss was er noch von mir will.. Er sagte er liesse mir die Wahl… pah… welche Wahl laesst er mir denn? – Ich will nach hause.

Waehrend ich mich darueber aergerte nickte ich leicht ein..in eine Art Halbschlaf.

Ein Geraeusch irgendwo im Haus liess mich wieder erwachen, ich schreckte richtig auf, aber es hatte offensichtlich nichts mit mir zu tun. Allerdings war mein Verstand wieder hellwach und fuellte sich sofort mit den Erinnerungen der letzten Stunden, oder vielleicht waren es auch nur Minuten.

Ich war noch immer fassungslos.. was sollte ich den nun nur tun? Ich werde mich bestimmt nicht diesem perversen Kidnapper beugen? Was waren meine Alternativen? Sorgfaeltig begann ich den Raum, in dem ich mich befand zu mustern. Auf der Suche nach irgendwas, was als Ansatzpunkt fuer einen Fluchtplan dienen konnte: Die Eingangstuer war eine alte Vollholztuere, aber ich erinnerte mich, dass diese nicht verschlossen war. Links der Tuere stand gleich ein alter Bauernkleiderschrank. Was sich darin wohl befindet? Ich erkannte deutlich, dass es dem Schrank an Pflege mangelte, er wurde in letzter Zeit weder gruendlich gereinigt noch schien mir, dass er besonders viel benutzt wuerde. In etwa einem Meter Abstand, laengs zum Schrank stand das ett in welchem ich lag, mit der Kopfseite zur Wand. Gleich zu meiner Rechten befand sich ein Nachtkaestchen, auf welchem die kleine, den Raum erhellende Lampe ruhte, ein glaeserner Wasserkrug und ein Trinkglas daneben. Kurz hinter dem Nachtkaestchen befand sich eine Holztruhe in der Raumecke. Davon war allerdings nur ein Teil zu erkennen, denn eine Strickdecke und darauf ein Dekorpolster bedeckten die obere Haelfte. An der Wand, mir gegenueber stand ein kleiner, leerer Tisch, mit einem Holzsessel an seiner Seite und nahe der rechten Raumecke war ein Waschbecken mit einem billigen beleuchtbaren Spiegelschrank montiert. An diesem Spiegelschrank blieb mein wandernder Blick etwas laenger haften, waehrend ich im Geiste durchging, welche Gegenstaende man in so einem typischen Badezimmerschrank aufbewahrte. Ohne dass mir was einfiel erkundete ich weiter: Ein winziges Fenster konnte ich gerade noch erkennen. Es war an der Wand hinter mir, zwischen dem Nachtkaestchen und der Truhe im Eck. Es war merkwuerdig hoch und bestimmt nicht groesser als 40×40 cm. Es war nur schwer mehr festzustellen, denn ich musste dafuer meinen Kopf ganz nach hinten beugen und erkannte auch so nur den Wandausschnitt, ausserdem schmerzte diese Bewegung in meiner Brust. Apropos Brust: Ich beugte meinen Kopf nach vorne und beobachtete die Decke, ob ich wohl was erkennen koenne, gleichzeitig versuchte ich eine Veraenderung zu erfuehlen. Ehrlich gesagt, konnte ich nichts besonderes feststellen, natuerlich, die Steppdecke war ziemlich dick, aber man muesste doch trotzdem was sehen, oder? Fuehlen konnte ich schon was, ein leichter Druck, dort wo die Brueste sitzen sollten, und natuerlich die Schmerzen der Operation, aber trotzdem, war es weniger als ich erwarten wuerde. Ich wippte meinen Oberkoerper hin und her. Aha.. eindeutig fuehlte ich das Schwingen des, nun meines Busens. Ich wippte nochmal, und nochmal. Eigentlich gefiel mir das Gefuehl! Als naechstes versuchte ich meine Geschlechtsorgane zu erfuehlen, diesmal hatte ich es schon raus, ich bewegte mein Becken… Ein winziger Schmerz an der Rueckseite meines Hodensacks fiel mir auf. …Und dass derselbe offenbar leer war.

Es ist also wahr, was mir erzaehlt wurde.

Resignierend, liess ich meinen Kopf auf den Polster fallen. An die Decke starrend, begann ich wieder ueber meine Alternativen nachzudenken. – Ich wollte ja frueher schon einen Fluchtplan schmieden… ich verlor den Gedanken und starrte Minutenlang nur an die Decke…

Ploetzlich schoss mir ein Gedanke in den Kopf: Warum eigentlich ein Fluchtplan? Er hat doch gesagt ich koennte gehen wenn ich will! Na eigentlich ist meine Situation ja doch nicht so schlecht, ich weiss das ich recht gut zu Fuss bin und ich haette ja Zeit… vierzig Kilometer sind schon ein gutes Stueck! Wenn ich wuesste wie man das macht, koennte ich sein Auto knacken aber da ich diesbezueglich absolut keine Ahnung habe und annehme sicher nicht zu den Schluesseln zu kommen, ist die Idee hinfaellig. Und der Nachbar, von dem er erzaehlte.. was soll schon sein, wenn ich nicht ueber sein Grundstueck laufe, wird mir nichts geschehen und ich glaube auch selbst dann, er wird doch nicht jeden Vorbeikommenden sofort kidnappen. Und ich habe auch schon die eine oder andere Geschichte ueber Ponygirls gelesen. Das sind einfach ein paar Leute die ihren Lebensstil oder auch nur ihre sexuellen Phantasien ausleben. Die sind auch nicht anders als du und ich. Natuerlich gibt’s die extremeren und die weniger extremen, aber so richtige Ponyfarmen wo es gegen den Willen der Maedchen hergeht usw. gibt es meiner Ansicht nach nicht, das sind Phantasiegeschichten und das war’s. Sonst wuerde man ja auch Bilder davon im Internet finden.. .. also darueber mach ich mir mal keine Sorgen. Was mich viel mehr abschreckt, ist dass wenn ich es bis zu diesem Bauerndorf schaffen sollte, was mach ich dann? Eigentlich wird das auch nicht das Problem werden, irgendwer laesst mich sicher telefonieren und die Polizei kann man immer anrufen. Mit der Aussage dass wir nicht mehr in Oesterreich waren, wollte er mich wahrscheinlich nur verunsichern. Wie haette er mich ueber die Grenze schaffen wollen? Und wohin ausserdem? Ich war mir sicher, dass er mich nur einschuechtern wollte. Also stand mein Plan fest. Sobald er mich losgebunden hat, werde ich mich auf den Weg machen.

Waehrend ich so beim Gedanken spinnen war, vernahm ich offenbar durch das Fenster ein Geraeusch von draussen. Es klang merkwuerdig, wie ein Fahrrad auf einer nicht asphaltierten Strasse. Allerdings hoerte man auch deutlich ein traben, wie die Schritte eines Laeufers in Holzpantoffel. Es naeherte sich rasch. Diese Geraeusche waren mir absolut unbekannt. Ich konnte mir nicht vorstellen was zu Teufel.. Ein Ponygirl das einen Wagen zieht! Ja genau, nun vernahm ich auch die Rufe der Lenkerin. Das Gefaehrt kam offensichtlich genau vor meinem Zimmerfenster zur Ruhe.

– Stille –

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