Melli Magic – Pump up your Dinner

Dinner Travestie mit Melli Magic und Bang Bang Ladash im Axel Hotel.

melli magic pump up your dinner

Bevor wir zur Fashion Rock Night aufbrachen wollten, wir, da wir eh schon einmal Freitags früh unterwegs waren einen Abstecker im Axel Hotel machen, wo Melli Magic allwöchentlich ihre Dinnershow „Pump up your Dinner“ veranstaltet. Ich versprach Sheila zwar, mich zu beeilen, konnte aber nicht garantieren früh genug fertig zu sein, um Mellis gesamte Show mitzubekommen… Daher bot ich an, selber per Taxi dahinzukommen. Das Axel Hotel ist ja nicht weit… Dachte ich.

Eigentlich war ich zeitig fertig, aber irgendwie hat sich mein Iphone mal wieder geweigert, Sheilas Anruf ordnungsgemäß mit einem lauten Klingeln anzukündigen und so wartete und wartete ich… Und als ich dann endlich einmal aufs Telefon schaute, merkte ich, dass ich damit Sheilas Anruf und somit die Mitfahrgelegenheit zu Mellis Show verpasst hatte… Damit war mein Iphone dann auch leer und schaltete sich aus. Egal! Los gehts, auf und eine Taxe gesucht.

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…Relativ schnell fand ich eine, doch der Taxifahrer, dem ich mein Ziel Axel Hotel nannte, schaute mich nur an wie ein Auto Taxi… Kein Problem, ich kann sie führen. Über die Jannowitzbrücke, Richtung Alexanderplatz und dann weiter in Richtung Volkspark Friedrichshein, ist garnicht so weit

Genaugenommen wäre es nicht weit gewesen, wenn das anvisierte Hotel das Axel Hotel und nicht das Leonardo Hotel gewesen wäre… Dass dieses nicht so war, merkte ich allerdings erst, als wir da waren und ich die Schrift am Eingang Lesen konnte L E O N A R D O … und auch beim anders anordnen der Buchstaben kam beim besten Willen kein AXEL heraus und Melli Magic trat dort auch nicht auf…

Folglich stöckelte ich ins Leonardo Hotel und fragte dort nach dem Axel Hotel…. Wieder einmal schauten mich Autoscheinwerfer an, man konsultierte aber das INternet und schrieb mir eine Adresse am anderen Ende der Stadt auf, die ich dann dem glücklichen Txifahrer präsentierte, der somit wohl die Fahrt des Abends und den Hauptgewinn gewonne hat. Selten doof, erst in die eine Richtung zu lenken, um dann zu einem Hotel in die andere Richtung zu wollen… wie eine Fahrt nach München, die über Flensburg führt…. Und ich war mir eigentlich 100% sicher, dass das Leonardo Hotel das Axel Hotel war… warum auch immer.

nun ich erreichte Pump Up your Dinner, ziemlich spät und bekam gerade noch – leider viel zu gestresst – drei Nummern mit. Eine von Melli Magic (die aber immerhin doppelt, weil zwischendurch am Mischpult herumgepfuscht wurde) und zwei live gesungene Nummern von Bang Bang Ladash… Schade, ich hätte gerne mitbekommen und auch gerne etwas gegessen, denn immerhin war es ja Dinnertravestie.

melli magic

Hätte ich a) mein Iphone gehört und b) mir mal angeschaut, wie die Adresse des Axel ist, dann hätte das auch geklappt… So muss ich beizeiten wohl noch einmal kommen. Sehr gerne, wenn man so nett wie von Melli beim delay’ten Erscheinen gegrüßt wird….

Berlin Fashionweek Aftershow Party

Fashion Rock Night – Die Aftershow Party

fashion rock night 2010Ich, Tanna, Sheila

Nach der Fashion Show ist vor der Aftershow Party und es gibt wohl kaum eine Party, als diese, wo man so viele liebgewonnene Personen trifft als auf der Fashion Rock Night. Gut, manche Aftershow Party auf der Berlin Fashionweek mag Stardurchtränkter sein, aber was bringt einem das, wenn man sich nicht gescheit unterhalten kann?

fashion week aftershow partyCarina & Alec „Boss“ Burns

Okay, okay, ich würde niemals zu einer Berlin Fashioweek Aftershow Party nein sagen, aber eben schon mal garnicht zu dieser. Selbst wenn mancheiner über Langeweile klagte oder über Electro auf einer Fashion Rock Night, so kann ich mich dem allen nicht anschliessen.

fashion rock night 2010 fotos

Spätestens als Alec „Boss Burns“ das Mischpult übernahm hatte ich an der musik absolut nichts auszusetzen, was mich sogar dazu bewegte, auf dem Catwalk mit Tanna ne kesse Sohle nen kessen High Heel Placken zu Blitzkrieg Bop zu riskieren.

Die Musik sagte mir sehr zu, das Veltins Lemon kam geschmacklich fast an ein Becks Lemon ran und die Hot Dogs waren wie es sich gehört hot und lecker.

aftershow Party Berlin FashionweekPepper, Boss Burns, Mimi, Valena

Vor allem waren aber auf dieser Fashionweek Aftershow Party massenweise Personen anwesend, die für den einen oder anderen Schnack bereit standen. Sie aufzuzählen würde sicher zu weit führen, aber es waren viele.

fashion rock night aftershow partyleider unscharf und ich habe andrea nichteinmal in den Ausschnitt geschaut

Beispielsweise meine ex-Kollegin Andrea, die sich eigentlic weigern wollte, mit mir fotografiert zu werden, dann aber mir doch nicht entfliehen konnte. Oder aber HayDee Sparks, Oleg Lazo, der uns vor der sponsorenwand interviewte, Liz, Carina, Daniela, Mimi, etwa 1/3 Cinema Bizarre und und und. Einmal wurde ich von 3 Mädels etwa eine halbe Stunde auf der Damentoilette mit jeglichen Fragen zu mir gelöchert.

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Interessant war das Gespräch mit einem Typen, der sich mir später als Max vorstellte. Ich wollte eigentlich nur sein I Love Bügeln Aufkleber auf der Lederjecke fotografieren, er meinte, ich wollte ihn fotografieren…

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Ich: Hey darf ich mal ein Foto machen?
Er: Ja klar, kein Problem lass uns ein foto machen.
Ich: Äh okay, lass uns ein Foto machen, aber dann drehe dich bitte um, ich wollte deinen Aufkleber „I love Bügeln“ haben
Er: Das ist übrigens kein Angebot
Ich: ???? (meint der Bügeln = Sex) Äääh, ich kann dich beruhigen, ich stehe eh auf Frauen
Er: ????? Ääääh Wirklich?
Ich: Ja
Er: wirklich?
Ich: Ja
Er: wirklich?
Ich: Ja
Er: und warum machst Du das dann???

Da haben wir es wieder, niemand glaubt einem… Egal, ich konnte es ihm glaubhaft erklären. Btw. Wer ist denn Max aus Leer. Sein Sticker I Love Bügeln ist auf jeden Fall cool.

aftershow pery berlin fashionweek

Auf jeden Fall hatte ich auf diesen Aftershow Party genügend um die Ohren um mich zu langweilen und selbst, wenn wir vergleichsweise früh zu Hause waren, war es a big fun, der nicht an konopkes Imbis sondern am Burger King endete.

Punk Clothing

My Site of Style. Zumindest am letzten Wochenende Punk Clothing.

punk clothing

Sheila hat mich ja schoneinmal etwas despektierlich als Wendehals oder so ähnlich bezeichnet, weil ich mich in der Regel Fashionmäßig der Veranstaltung anpasse, die wir gerade besuchen. Das kann Lack auf einer Fetischparty sein, 50er Jahre auf einer Rock’N’Roll Party sein, Burlkesque auf einer dementsprechenden Party sein oder auch ein kleines Schwarzes, wenn es ins Felix oder so geht.

Da ich nie DEN einen Style hatte, der mich repräsentiert und generell offen bin, suche ich mir eben immer das aus, was mir gerade am passendsten erscheint – und ganz wichtig – mir dabei auch am besten gefällt. Soetwas ist okay. Das ist so in etwa, wie Musikstücke verschiedener Musikstile zu mögen.

Eine Freundin hat vor etwa 16 Jahren einmal den Satz gesagt, über den ich nachdachte und den ich mir ebenfalls zu eigen machte:

„Ich habe lange gebraucht um zu erkennen, dass ich andere Musik mögen darf, ohne mich selbst zu verraten“

danke Heinke und Ja, genau so ist es. Überall… Ich hörte damals eine Melange aus Punk, Rock, Punkrock, Speedfolk und etwas folkig oder Gothic angehauchte englische Musik und verteufelte so ziemlich alles andere. Elektronische Musik. House, Techno, Pop, Schlager oder oder oder Das war damals alles nichts für mich. Genaugenommen DURFTE das damals nix für mich sein, obwohl ich das ein oder andere wirklich mochte… Innerlich zumindest. Heinke brachte mich mit diesen Worten ungewollt zum Umdenken und seither trage, höre, mache ich was ich mag und nicht, was irgendwer oder ich mir aufzwänge. Keinen Selbstverrat durch eigene aufgelegte Konventionen mehr.

punk clothing - burlesque clothing

Dass ich dabei aber immer noch gewisse Vorlieben habe, ist selbstverständlich. Und diese liegenmusikalisch immer noch in schneller, gerne dreckiger Gitarrenmusik. Insofern war mein Outfit am Freitag auf der Fashion Rock Night viel mehr als ein Anpassen an eine Party. Es war tatsächlich ein Ausdruck meiner selbst.

Die Kleidung

Kurze Jacke, Kurzer Rock, mit Ösen, Schnallen, Taschen und einer Menge Reissverschlüssen. Fashion-Punk und Rock Anleihen ohne den letzten Weg zu gehen, zerrissene Nylons und Alpha Rangers anziehen zu müssen oder meine Haarfarbe in andere Farben zu ändern. Das war alles schon mal da…. bis auf die zerrissenen Strumphosen (die bisher nur ungewollt)

Das Shirt:

Die Farben waren passend, der Print stimmte. CBGB. Jener legendenbehafteter ew Yorker Club der als Keimzelle des Punk, des Punk Rockund des New Wave gilt. Nicht umsonst spielten dort die Ramones, Johnny Thunders & The Heartbreakers, Patti Smith,  oder Blondie ihre ersten Gigs. Dass es zufällig ein Amplified Shirt war, war ungewollt.

Die Farben: Rot/Schwarz – Weiss/Schwarz gestreift

Wenngleich eine ehemalige Kollegin bei der Jacke eher an einen Zirkus dachte und andere die Kollektion mit Beeteljuice in Verbindung gebracht haben, bleibt es dabei Rot/Schwarz bzw. Weiss/Schwarz gestreift bleiben die Farben des Punk. Mal mit schottischen Plaids, mal mit Leoapplikationen, mal mit englischen Farben veredelt bleibt es bei diesen Farben.

punk-clothing

Die Buttons…
Wenn sie nicht gerade an dieser Jacke hängen, dann verzieren sie meine normale Lederjacke und ich möchte sie kurz erklären.

Das durchgestrichene Kreuz
signalisiert das Bandlogo von Bad Religion, einer meiner All-Time Favourites Band. Bei aller schnellen Gitarrenmusik liebe ich doch Melodische Musik und eine großartige Symbiose sind Bad Religion nebst den Ramones und – wie ich in den letzten jahren lernte durchaus auch die ein oder andere schnelle Rock’n’Roll oder Psychobilly Band. Man lernt ja nie aus.

Der Kreuzberger Totenkopf
Meine Wahlheimat in meiner Wahlheimat. Als ich das erste Mal durch die Oranienstrasse fuhr wuste ich, wenn ich in Berlin wohnen möchte, dann hier. In der Nähe des SO36 und dem einzigen St. Pauli Fanshop in Berlin ist seither meine Heimat. Hier gibt es noch echte Irokesen in freier Wildbahn und viel Vergangenheit zu atmen. Dafür fahre ich dann auch einmal im Jahr vor dem ersten Mai gerne mein Auto weg. Und dafür trage ich einen Totenkopf, der nicht DER eine ist, das ist nämlich dieser hier:

Der St. Pauli Button
Das St. Pauli Logo mit der Hamburger Hammerburg im Wappen signalisieren zum einen meinen Fussballverein, zum anderen meine Heimat und last not Least meine politische Einstellung. Besser als mit diesem Kleinen Wappen kann man diese drei Dinge nicht zusammenfassen. Ja ich bin eine der wenigen Drags, die sich etwas aus Fussball macht, zumindest aus diesem einen speziellen Verein und ich stamme aus Hamburg, auch wenn ich in Berlin gerne lebe.

Adam Ant & High Heels
Adam Ant ist Mitschuld an meinem Musikgeschmack und High Heels daran, dass es Zoe gibt und dass ich generell in Berlin bin. Keine Ahnung, wie alt ich war, als mein Cousin mir seine alten Singles vermachte. Unter anderem Adam Ant mit Stand & Deliver.  Abgedrehte Musik eines duchgeknallten Sängers mit einem wirklich extravaganten Kleidungsstils. Geil. Ich hörte diese Platte rauf und runter. Und dass ein Paar schwarze High Heels der Anfang von allem waren, schrieb ich schon einmal..

Dita Von Teese.
Muss ich etwas zu Dita sagen? Aussehen, Fashion, Style, Attitüde. Eine der schönsten Frauen der Welt. Ein Schönheitsideal und selbst wenn Sheila ihre Darbietung nicht wirklich besonders fand verkörpert sie doch mehr als irgendwer das burlesque Thema.

…und was bedeutet das nun alles? Nix!
Trage ich nun nur noch soetwas? Nein natürlich nicht, denn wie gesagt, ich kann tragen, hören und machen, was ich gerade mag und mir dabei selber treu sein.

Tom Rebl & Struppets @ Berlin Fashionweek

oder aber:
Fashion Rock Night – Die Show mit Tom Rebl, Struppets und anderen

struppets @ berlin Fashionweek

Vorbei ist sie mal wieder, die Berlin Fashionweek. Und mit ihr die Fashion Rock Night 2010, dem rockigsten Event, dass die jährliche Winter-Fashionweek so mit sich bringt. Und selbstverständlich waren wir einmal mehr vor Ort um zu schauen, was Tom Rebl, Struppets, Amplified, Elf Craft, mio animo und Dress O Rama

Der Weg dahin warf zwar aufgrund meiner Ungeplantheit und wetterlicher Unwägbarkeiten einige Probleme auf, aber als wir in der Uniersal Hall ankamen war alles gut…. Letztes Jahr war mit der Schrauberhalle von West Coast Customs zwar eine großartige Location ausgewählt, die allerdings darüberhinaus auch vollkommen cool – soll heißen kalt war. Bitterkalt 🙂 Dieses Mal waren die Temperaturen angenehm und das Programm sehr ansehnlich.

tom rebl @ berlin Fashion week

Über Amplified habe ich gestern schon geschrieben, aber es gab ja noch mehr Labels, die hier ihre Kollektionen zeigten. Tom Rebl beispielsweise. Seineszeichens italienischer Designer, der überall ausstellt und in diesem Fall eben auch auf der <berlin Fashionweek. Unterstützt das Ganze auf dem Laufsteg von deutschen Promis wie einem Ochsenknecht oder Max Mutzke, die in komischen Perücken die Kollektion vorführten. Nundenn, ich muss ja nicht alles mögen.Aber Tom Rebl macht nette Stücke und einige, die offensichtlich dazu da waren, fotografiert zu werden. Insgesamt muss ich aber zu Tom Rebl folgende Aussage machen: Ich habe schon weniger Aufsehen um Männer mit schlecten Perücken gesehen 🙂

Ganz anders die drei Designer Struppets, Mio Animo und Dress O Rama Zu dritt und ohne Promimodels zeigten sie einen kleinen Ausschnitt aus den Kollektionen und ich war besonders auf Struppets gespannt. …Vor etwa zwei Jahren irgendwann im Winter war ich auf einer Party auf dem ein Mädel ein wirklich tolles Kleid trug und ich ihr dazu ein Kompliment machte – was ich äusserst selten mache. Es stellte sich heraus, es war von ihr selber entworfen und sie hiess Nicole Hellrung und hätte ihr kleines Modelabel … Struppets. Seither bin ich Fan von Struppets und wollte mich eigentlich schon immer einmal mit ihr treffen um mal ein schönes Dress im Struppets Style entworfen zu bekommen.. Vielleicht klappt das ja noch irgendwann. Auf jeden Fall hat mir sehr gefallen, was sie auf den Laufsteg zauberte.

Glam O Rama

Wie auch das der anderen drei Designer, alle drei hatten Stücke, die ich mir gerne in meinen Kleiderschrank hängen würde. Und das bedeutet dass es mir gefallen hat. Nun bin ich ganz sicher keine Modekritikerin, aber wenn ich etwas mag, dann ist es in meinen Augen gut, wenn ich etwas nicht mag, ist es in meinen Augen nicht gut. Hätte ich unbegrenzte Mittel und einen großen begehbaren Kleiderschrank würde ich auch diesen Designern einen Besuch bestattenkleiden lassen. Struppets, Glam O Rama und vielleicht sogar Tom Rebl… Aber nur, wenn ich dessen Harnisch nicht anziehen muss 🙂

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Apropos einkleiden lassen. Zu den Shows spielten Mock auf, die nach Aussagen einiger bestangezogene Band der Welt, die immerhin von Karl Lagerfeld eingekleidet wird. Ich dachte, dass vor allem dieses wohl der Grund sei, aus dem Mock etwas Ruhm geerntet hätten. Ich irrte mich. Mock waren zwar nicht besser gekleidet als die Meiner meinung nach bestangezogene Band „The Hives“ aber sie spielten richtig gute Musik, die mir wirklich gut gefiel.

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Alles in allem eine Show, die die im letzten Jahr in den Schatten stellte. Das sagte ich auch Alex dem Veranstalter. Wobei ich allerdings noch hinzufügen musste, dass ich sie nicht nur besser als letztes Jahr sondern auch richtig gut fand. Nächstes Jahr wieder.

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