Black Flamingo – Berlin Burlesque

Ich bekommes wie üblich wieder alles zuletzt mit. So sah ich heute eine Freundesanfrage auf Myspace, wo ich im übrigen nur noch sehr sporadisch heraufschaue – von einer Person namens Black Flamingo. Dazu die Nachricht: burlesque ist im Kommen….

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Ehrlichgesagt finde ich ja – anders als Eve Champagne, die meint, dass dieses Burlesque Ding noch viel größer wird – dass Burlesque nicht im kommen sondern eigentlich schon ziemlich da ist. Was allerdings viel wichtiger ist, ist der Umstand, das mit dem Black Flamingo noch etwas anderes wieder da ist und zwar das großartige Wintergarten Varietee, neben dem Admiralspalast meine absolute Lieblings-Spielstätte in Berlin.

Ab dem 2. oktober heisst es da nämlich dann: Na, wenn das nicht gleich zwei wirklich gute Nachrichten sind. Man darf sehr gespannt sein:

Peter Schwenkow und Regisseur Ralph Sun bringen Burlesque-Perfomerinnen, Clowns, Artisten und Musiker aus London, Paris, New York, Kiew und Moskau in das Berliner Wintergarten Varieté. Jeder der Künstler hat seine Darbietungen speziell für das einmalige Programm der Show erarbeitet: „Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder“! „Black Flamingo“ ist eine einfallsreiche und faszinierende internationale New-Burlesque-Show der Superlative!

Die rasante Handlung in „Black Flamingo“ dreht sich um eine burleske Truppe Anfang des 20. Jahrhunderts, die in Zeiten der Rezession den Gürtel enger schnallen sollte. Miss Evi, zupackende Chefin und Grande Dame mit vorzüglichen Talenten und ebensolcher Autorität, jedoch auch sie ohne einen Groschen im Portemonnaie, weiß das zu verhindern. Mit samt ihrer Company legt sie sich ins Zeug: Ladies and Gentlemen – welcome to the freaks! Vor der Kulisse eines Salons der wilden zwanziger Jahre konvertiert die Varieté-Bühne samt Zuschauerraum zu einem rauchigen, zwielichtig angehauchten Etablissement, in dem sich postmodernes Vaudeville mit anarchistischem Humor und atemberaubender Artistik paart. Das einzigartige Ambiente des Berliner Wintergarten Varietés bietet die perfekte Kulisse für derartiges Amüsement, das den Zuschauer auf eine Reise zurück zu den Wurzeln der burlesken Unterhaltung führt: mit den modernsten Mitteln der Inszenierung! Die Show verspricht das Publikum grotesk zu amüsieren, zu animieren, zu faszinieren und zu betören. Sie führt durch ein Feuerwerk der Emotionen mit Glamour, schrägem Humor, phantasievollen Burlesque-Szenen in ausgefallenen, edel glitzernden Korsagen; sie vermittelt neckisch-humorige Reize, verfeinert mit einer gehörigen Prise Ironie und Koketterie…..

Das verspricht großartig zu werden.

Rockabilly & Burlesque im Bassy

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Statt um neun, wie angekündigt haben Big John Bates dann gegen halb 11 die Bühne des leider nur mäßig gefüllten Bassy geentert. Traurig eigentlich – also das mit dem nicht überfüllten Bassy – da scheint noch einiges an aufklärungsarbeit für diese Band nötig… Also, wenn ihr irgendwo einmal ein Plakat der Band seht, geht hin…

Wie schon gesagt treffen dort Rockabilly und Burlesque aufeinander, dabei mag John Bates eher einer der – im Vergleich zu den anderen Personen auf der Bühne – selten fotografierten Personen sein. In jedem zweiten Song stehen natürlich die Voodoo Dollz vollkommen im Vordergrund und auch die Caroline am Bass macht eine ganz gute Figur. Wenig Platz auf Fotos für einen Frontman.

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Kein Wunder, wenn da zwei Mädels zu toller Musik entkleiden, mit Feuer rumspielen, Schlammcatchen ohne Schlamm aufführen oder – eigentlich – unbeteiligte Gäste mit allerhand Jägermeister abfüllten, wer soll dann noch auf die Band als eigentliches schauen. Kaum einer, wenn man ehrlich ist, aber dieses ohne Musik ist ja auch langweilig. Ausserdem haben Bigh John Bates auch ohne Voodoo Dollz einiges zu bieten.

Ich mags ja bei der Musik, wenn sie schnell und tanzbar ist und das haben sie großartig hinbekommen. Nun ist nicht jeder Song ein wirklicher Kracher, aber genügend Stücke sind dabei, die mich wirklich zum tanzen gebracht haben.

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Big John Bates & The Voodoo Dolls

oder: Rockabilly & Burlesque

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Fussball schauen kann einem tolle Bands näherbringen. So geschehen am letzten Spieltag als mir ein Veranstaltungsplakat auffiel, dass auf ein Konzert der mir bisland unbekannten Combo „Big John Bates & The Voodoo Dolls“ hinwies. Es war dabei ein Plakat, dass mir vor allem aufgrund seiner Optik zusagte und es schien mir als sei das ein Konzert, dass man mal besuchen könnte. Da das Datum 10.06.2009 nun näherkommt, muss ich darüber einmal berichten.

Big John Bates & The Voodoo Dolls sind nämlich eigentlich nicht eine Combo sondern gleich zwei. Nun ist nicht John Bates der Sänger und die Voodoo Dolls seine Band, sondern ersteres ist eine Band und zweiteres eine Burlesque Truppe, die zusammen auf Tour sind. Zusammen offensichtlich eine feurige Angelegenheit.

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in CC by Code Arachnid

Auf der Webseite selber betitelt die Band das ganze wie folgt:

Big John Bates & the Voodoo Dollz tourende Revue, eine Gretsch-geleitete rock’n’roll reflection Tom Waits mit hübschen, feurigen Mädels … und einem gehörigen Anteil lebendigem Rocky Horror gefüllt mit dem treibendem Beat des Garage Blues angereichertmit Roots Punk und schwarzem Rock.

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So oder so ähnlich lässt sich das übersetzen. Fassen wir zusammen,etwas punk, etwas rock, Rockabilly Sound, etwas Rocky Horror, hübsche Mädels. Klingt nach einer fetten Party und nach einem Grund, das Bassy mal wieder zu besuchen. Mal sehen, ob die Jungs und Mädels diese selber aufgetsellten Vorschusslorbeeren auch einhalten können.

Was sich allerdings auf den Videos auf Youtube und den Bildern bisher sehen lässt, habe ich da kaum Angst.

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Burlesque Fotoshooting

Burlesque Fototshooting vorm Moulin Rouge Musical

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alle Bilder by Krizzi with The K!

Gestern schrieb ich darüber, dass wir das Moulin Rouge Musical im Admiralspalast besucht haben – und wie ich es fand – Ich schrieb unter anderem dass das Musical nicht ansatzweise die burlesque Mode wiederspiegelte, die ich erwartet habe. Ich schrieb ausserdem, dass das einzig glamouröse an diesem Musical wir waren – und wir waren nur Gäste. Obwohl wir sind nie “NUR” und schon garnicht “nur Gäste”. Wir waren die Stars.

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Wer uns kennt, der weiss, das wir jederzeit zum Anlass entsprechend gekleidet sind und in diesem Fall bedeutete diese glamouröseste burlesque Mode. Janka im Kylie Outfit, Sheila besuchte noch Redcat 7 und ich durfte mich wiederum bei Sheila bedienen, dazu noch Nina in einem tollen rotschwarzen Korsett. Kurzum, wir sahen atemberaubend aus und das musste auf Bilder gepresst werden. Aus dem Grunde baten wir auch Krizzi, ein kleines burlesque Fotoshooting mit uns vorm bereits für “The Producers” geschmückten Admiralspalast mit uns zu veranstalten.

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Vier Glamouröse Drag Queens in besten Moulin Roge Outfits erregt natürlich Aufsehen, aber kaum einer traute sich, uns um ein Foto zu bitten, aus sicherer Entfernung wurden aber doch einige Kameras gezückt. (Wie gesagt, soetwas muss auf Bild gepresst werden). Wir allerdings hatten eh gerade nur eine Kamera im Sinn und das war eindeutig Kirizzis. Glücklicherweise waren wir – erstaunlich – früh zugegen um genügend Zeit für unser kleines Burlesque Fotoshooting zu haben.

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Auch wenn es verdammt kalt war, lohnte sich das frieren, wenn ich die Ergebnisse ansehe. Ausserdem durften wir Krizzi für einige Bilder im Admiralspalast mitnehmen – auch ohne eine Karte – Es hat schon so seine Vorteile, wenn man weiss wer wichtig ist. So wurde also – wenn schon nicht auf der Bühne – doch noch burlesque Mode im Admiralspalast getragen und zwar von uns.

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Irgendwer musste ja dafür sorgen, dass diesem Musical zumindest etwas Glamour erhielt.

So genug des Eigenlobes, aber ich habe doch absolut recht, oder?