The Briefs @Tipi am Kanzleramt

The Briefs im Tipi am Kanzleramt

the briefs berlin

Ich hatte schon über irgendwelche Ecken mitbekommen, dass The Briefs im Berlin auftreten würden. Im großartigen Carbaret Zelt Tipi am Kanzleramt.

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Was the Briefs allerdings so richtig und genau seien, das war mir noch nicht so recht klar. Obwohl der Spruch „all male, all vaudeville, all trash“ durchaus auch auf die Punkband The Briefs aus den USA zutreffen könnte, verrät der Zusatz „Brisbane based Circus Burlesque dance company“ kaum mehr – ausser dass eben diese Punkband wohl nicht gemeint sei. Trotzdem klingt das interessant.

the briefs

Daher war ich auch ziemlich erfreut, als Sheila mich fragte, ob ich am Freitag mit ins Tipi käme um mir diese Truppe aus Brisbane anzuschauen und herauszufinden, was eine „Circus Burlesque Dance Company“ so sei.

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Vorneweg: Sie ist ein absolute Must see, ein großer Spaß und witzig, erstaunlich und – einfach toll.

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Diese sechs Australier sorgten für allerbeste Laube und ich glaube, ich habe sogar ein wenig Muskelkater vom Grinsen gestern. Der Begriff „Circus Burlesque“ ist aber noch immer nicht so recht einfach zu erklären.

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Es hart damit zu tun, dass auf der Bühne extrem unterschiedlichste Nummern stattfanden. Von klassischer Federfächer Burlesque (allerdings von Männern) zu etwas, dass ich eher als Drag-Performance bezeichnen würde über Hochakrobatik bis hin zu bisweilen (einige Personen im Publikum) verstörenden Nummern und nicht zuletzt einigen Performances, die man wohl am besten als „strange“ bezeichnen kann, passierte auf der Bühne im Tipi von „The Briefs“ wohl alles, was man sich so wünschen kann.

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Und für die Frauen gab es eben wirklich knackige Männerkörper mit Six-Packs. Sozusagen die Chippendales in cool und talentiert. Sandy und Frau Pepper, die ebenfalls mit uns dort waren, kriegten sich gar nicht ein.

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Hätte eine der beiden die Tombola gewonnen, deren Preis nicht nur ein Tequila, sondern ein Tequila mit Salz auf einem liegenden „Briefs“ mit einer Zitrone im Mund ebendieses Briefs“ war, der Abend hätte heillos überzogen, denn beide wären mit Sicherheit nicht wieder von der Bühne verschwunden 🙂

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Die Dame, die dann allerdings stattdessen gewann war weniger Bühnenerfahren als Pepper oder Sandy und erledigte das in sekundenschnelle.

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Aber so war der Abend auch nicht kurz, wohl aber extrem kurzweilig. Und schade als er beendet war.  Zumindest fand das unsere kleine Gruppe aus Sheila, Pepper, Larsi, Sandy, Ilonka und mir, die irgendwie mehr feierten als der Rest des Tipi.. Warum weiss nur Gott allein.

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Da es gestern die Premiere von The Briefs war, kehrten die Zuschauer nicht gleich dem Tipi den Rücken, sondern verweilten bei Getränken und kleinen Snacks.

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Und wie es sich so gehört, kamen The Briefs noch ein wenig und mischten sich unter das Publikum. Zeit, um ein wenig fachzusimpeln und ein Paar Fotos zu machen.

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Und wenn ich jetzt eigentlich immer noch nicht so richtig verraten habe, was „The Briefs“ eigentlich so genau machen, dann liegt es daran, dass ich es nicht wirklich sinnvoll in Worte fassen kann. Daher: Ab ins Tipi und selber ansehen. Es lohnt sich ganz sicher.

DSC01792-001Ach übrigens, liebe Damen, dem Vernehmen nach ist tatsächlich einer der Jungs Hetero, die Jungs sind Euch also nicht vollkommen verloren… Welcher das allerdings sein könnte? Kein Plan.

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Übrigens, wie es auf dieses Bild eine echte und leibhaftige Frau schaffen konnte, das weiss nur Gott alleine 🙂

Berlin Burlesque Book Launch

Das Roadrunners Paradise ist immer einer meiner Lieblingsclubs gewesen. Diese Melange aus Halle, Bar und zumindest dem Anschein einer Schrauberwerkstatt. Seit gestern hat das Roadrunners Paradise allerdings ordentlich in meiner Gunst abgenommen…. wegen einer Sache, mit der der Club eigentlich erst einmal nichts zu tun hat.

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An der Schöneberger rechts rein kommt dieser Gewerbehof, der ziemlich weit nach Hinten geht, und gaaaanz am Ende ist dann das Roadrunners gelegen. Eigentlich super, soweit hinten, dass keine direkten Nachbarn diesen Club wegklagen. Man fährt einfach bis ganz nach Hinten und alles ist gut… zumindest bis gestern.

Denn da fand ich mich auf einmal vor einer geschlossenen Schranke und musste einen Parkplatz suchen… Iiiieeeeh laufen… Schon mal doof, aber der Weg zum Roadrunners  besteht aus Kopfsteinpflaster allerübelster Sorte – zu dem sich die Kölner innenstadt als gepflastert anfühlt (selbstverständlich würde ich das gleiche in Zweifelsfall auch andersherum meckern…) Egal, dieser Weg ist nix gut… Die Parties dort aber weiterhin.

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gestern zum Beispiel mit dem Launch des Berlin Burlesque Books, der dazugehörigen Party und natürlich einigen Burlesque Künstlern auf der Bühne. Gründe, um da mal hinzugehen und nach dem rechten zu sehen.

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ne janze Menge der üblich verdächtigen Personen waren da und das macht solch eine Party doch eigentlich immer aus. Vor und auf der Bühne. Wobei ich tatsächlich zwei Blicke brauchte, um Betty Dynamite als ebendiese zu erkennen… Natürlich wusste ich von ihren blauen Haaren und natürlich hatte ich schon einige Ihrer Bilder auf Facebook gesehen… aber wer sich so lange solch rothaarige „Personality-Marke“ aufbaut, der muss damit rechnen, dass es mal eine Sekunde dauert. Aber sie meinte, ich sei nicht die
einzige Person 😉

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Eine Sekunde brauchte ich auch bei „The nameless assitent Girl of Aeon Flux“, die sich mir dieses mal als Regina vorstellte und Aeaon Flux, die sich hier als Adam vorstellte. Interessant, man trifft doch immer wieder nette neue Leute, die man bisher nicht kannte, die einem dann aber auch jeder zweiten Party wieder über den Weg laufen…

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Wie Bana Banana beispielsweise. Auf dem Queer Burlesque Fest kennengelernt, auf den Berlin Burlesque Festival wiedergetroffen naja und nun eben auf dem Berlin Burlesque Book Launch… Ich erkenne ein Muster im Namen der Partie, wo sie sich rumtreibt. gestern übrigens mal wieder auf der Bühne mit einer Wolf im Schafspelz performace, die offensichtlich etwas schief lief. Musikalisch gesehen… Dafür auf der Bühne umso besser lief.

das tat dann später auch ein Typ, der Sheila (Moderateuzö vons janze) überredete, sich ebenfalls auf der Bühne zur Musik entkleiden zu dürfen… Er durfte und machte das für ein erstes Mal ganz ausgezeichnet. Das hätte auch schiefgehen können, war so aber eine Bereicherung.

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Sheila und mich zog es danach noch ins Kino International, um dort festzustellen, dass sich eigentlich alles geändert hat.. Der Eingang ist woanders, der eigentliche Fensterraum, gesperrt, die WCs saniert und selbst die Transen sind andere als bekannt… Das war alles mal anders… Soll aber auch wieder anders werden zu einer KI Revival Party, wenn alles neu ist und der Fensterraum wieder geöffnet wird.

Für diesen Abend leisteten wir eine Weile Gloria Viagra am Mischpult gesellschaft und betranken und (also ich mit Fritz Kola)… 😉

Eigentlich wieder ein netter Abend, nix besonderes aber nett.

 

2. QUEER // BURLESQUE // RIOT @ Clash – welch großartige Sause

2. QUEER // BURLESQUE // RIOT featuring CORA FROST & GERT THUMSER // QueerRiotClub vs QueerBurlesqueFest

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Welch großartiges Wochenende. Am Freitag die Cirque Musical, am Samstag dann das QueerBurlesqueFest mit massenweise tollen Künstlern jeglicher Coleur auf der Bühne. Ein großes Fest und eine tolle Sause.

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Schon das erste Fest vor einigen Monaten war wirklich toll. Mal andere Menschen als auf den üblichen Burlesque Veranstaltungen im tollen Clash am Mehringdamm und noch nicht wie im Jahre 2070 am Wittenbergplatz und auch andere Künstler als diejenigen, die man schon so oft gesehen hat…

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Und selbst jene waren an diesem Abend mit neuen Nummern am Start. Sehr großartig. Es startete mit einer wirklich süßen und wie immer tollen Nummer von Rosie Riot, der blonden Hälfte der großartigen Les Femmes Brachiales

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So weit, so gut, so normal, so bekannt. Aber an diesem Abend gab es eine wahre Armada an tollen Künstlern, es folgte dann nämlich etwas bislang ungesehenes, eine Boylesque Nummer, die begeisterte. Ein netter Typ zeigte seine Bauchmuskeln. Klar! Diese aber nicht etwa durch ein Fitnesstudio gestählt, sondern durch Aktobatik. Flick Flacks, Saltis; Handstand und mehr – achja und nebenbei natürlich ausziehen. So fesselt selbst mich eine Boylesque Nummer.

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Und fesselnd ging es im wahrsten Sinne des Wortes weiter mit Bana Banal, die immerhin einen Münchner Burlesque Preis oder so abgeräumt haben soll. Sie begeisterte das Publikum schon mit den ersten Tönen der Music. The Cure mit Lullaby… Soetwas kommt im Clash natürlich gut an. Dazu eine Arachnophobia Nummer in der sie Spinnengleich ihre Netze spannte – beispielsweise um meinen – sich in Reihe 0 auf den Boxen sitzend befindlichen – Hals… bitte nicht zuziehen.

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Das sollte aber nicht das einzige mal sein, in dem ich bei der Bühnenperformance einbezogen wurde, und sei es nur, dass man mich mit Bier, Wasser oder Milch beschüttete… Selber Schuld, was suche ich auch in Reihe 0. Sowas sollte man doch eigentlich nach zahlreichen Irrenhouse Nummern wissen. Reihe 1 lebt gefährlich – reihe 0 ist verloren. ..Das war übrigens die Milch…

DSC05456Aber was nimmt man nicht alles für ein gutes Bild und den richtigen Platz für ein Video – auf der übrigens hervorragend ausgeleuchteten Bühne in Kauf. Endlich mal eine Bühne, die nicht in Rot getaucht war. Danke!

Na, a bisserl rot gab es chon, zum beispiel bei diesen beiden, deren Namen ich leider nicht mitbekommen habe, deren Nummer aber auf jeden Fall Spaß machte. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.

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….folgen sollte dem eigentlich der Hauptact Cory Frost und Gerd Thumser. Leider konnte Cora Frost wegen Krankheit nicht, schickte daher ihren leicht androgynen Bruder Peter Frost… Wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich sagen, der war mal eine Frau. Ein Drag King sozusagen, und meisterte den Auftritt, wie es Frau Frost nicht besser hätte tun können.

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Aber ein furchtbarer Macho, dieser Herr Frost. Aber er passte zum Abend, der er ist Bi. Genaugenommen sogar Bi bi bi bi und somit im Regierungsbereich des Herrn Putin nicht gerne gesehen… warum sag ich das? Na, weil man es immer wieder sagen muss – und weil danach eine Kalinka Nummer von Miss Popalina kam… Aber kommt diese nicht aus Prag??? Mir war so.. also die Popalina, nicht die Kalinka

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Bei der nächsten Dame war die Herkunft klarer, die Beach Sandy, kommt daher wo der Beach fast am allerweitesten entfernt in Deutschland ist. Müchen. Erkennbar am Dirndl und den noch einigermaßen gefüllten Bierkrügen, die zu späterem Zeitpunkt weniger voll waren, stattdessen hatte ich dann etwas mehr Bier auf mir und um mich herum. Dafür ließ sie die Bierkrüge da. wie auch Sheila vorher schon ihre Handschuhe. Ich wurde zum BurlesqueFest Fundbüro.. Bierkrüge? Klar, die Dame im Dirndl.

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Das Kunstblut des nächsten Künstlers habe ich glücklicherweise nicht abbekommen. Aber was es damit auf sich hat, kann ich Euch leider auch nicht zeigen, denn die Gema hat es leider nicht zugelassen, aber das hat ja alles ein Ende, wenn wie gesagt, das Clash das Gebäude am Wittenbergplatz eingenommen hat, das – ja genau – heute der Gema gehört. 😉

DSC05500Danach kam für mich die eigentliche Hauptattraktion des Abends, die tollste Nummer an einem an tollen Nummern weissgot nicht armen Samstag Abend. Clea Cutthroad mit einer mitreissenden Nummer verschiedener Stücke. Leider hatte ich meine Kamera zum Ende der Nummer schon weggelegt… Ihr solltet das Video aber bis zum Ende sehen… Pflichtprogramm.. Toll Toll toll – und nass am Ende in Reihe 0.

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…Danach war eigentlich eh alles klar. es folgte dann noch eine extremely Hairy Mary

DSC05517sowie Champagne Sparkles mit ihrem Bibo

DSC05524-001Und nicht zu vergessen Strawberry KaeyK mit der einzigen Transen-Brust an diesem Abend – und mit etwas so viel Gesamtbrust wie der Rest der Damen an diesem Abend zusammen.

DSC05538Folgte noch etwas? Ach ja die große Tombola, bei der geburtstags – Maren – Janka – Giltzer (oder so ähnlich) tatsächlich auch mein Los zog – das übrigens tatsächlich vollkommen zufällig und unabgesprochen. Nur um gewissen Mauscheleien einhalt zu gebieten, wusste Janka meine Nummer nicht. zog sie aber trotzdem. Telepathie eventuell 🙂

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Alles in allem war das eine der besten Showabende, an die ich mich erinnern kann, eine tolle Mischung aus großartiger Burlesque, Queers, Freaks, Musik und Trash. Mal ganz ehrlich da kann sich das London Burlesque Festival mit ihrem Twisted Carbaret mal gehackt legen. Da hab ich mit dem Kopf geschüttelt, gestern hab ich gegrinst.

DSC05539Sorry für diesen unendlich langen Blogbeitrag. mit ziemlicher Sicherheit der Längste ever, eber es hatte nichts verdient unter den tisch zu fallen.

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Als totales Kontrastprogramm bin ich danach noch zu Esther, einer Freundin ins Adagio gefahren und musste feststellen, dass der Barkeeper mich nicht mehr kannte, der noch das letzte Mal freien Sekt spendierte.. Ich war wohl mit der falschen Begleitung da… Frechheit. Nichtsdestotrotz habe ich lange nicht so viele Komplimente bekommen, die die 2 1/2 Stunden im Adagio… ein rundum gelungenes Wochenende

London Burlesque Festival – International Extravaganza

London Burlesque Festival – International Extravaganza

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Samstag stand bei unserem London Besuch – nach dem obligatorischen Camden Besuch – und dem ebenso obligatorischen Besuch bei ALDO – unser zweiter Abend beim London Burlesque Festival 2013 auf dem Zettel. Dieses Mal unter dem Stichwort. International Extravaganza.

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…Und ganz ehrlich, das London Burlesque Festival hatte einiges gut zu machen nach dem ersten Abend bei Madame Jo Jo’s, der auch International und ganz sicher auch extravagant war – nur eben leider nicht gut.

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Dieser Abend versprach dabei um einiges mehr, was nicht nur am Healiner LouLou D’vil lag. Unser Bedürfnis an großen Shows und an großen – nach Möglichkeit glitzernden – Kostümen und großen Fächern sollte an diesem Abend in der Busch Hall erfüllt werden.

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Es war nicht ganz leicht für uns, die Busch Hall zu finden, obwohl eine Halle in der bereits R.E.M., die Killers und wasweissichnoch gespielt haben, doch eigentlich jedem Taxifahrer bekannt sein sollten – zumal diese ja 2 Jahre brauchen, bis sie fahren dürfen.. Naja ganz so scheint es nicht zu sein, hatten wir doch so einige Taxiprobleme – fast so viele wie mit der London Underground, aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall fanden wir gemeinschaftlich die Busch Hall – und nach einem kleineren Problem mit meiner Speicherkarte konnten wir auch die zweite Show diesen Abend geniessen.

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Dem London Burlesque Festival scheint es nämlich so gut zu gehen, dass sie an diesem Abend die Busch Hall sogar zwei Mal hintereinander ausverkaufen ….. Naja zumindest gut befüllen konnten. Inklusive uns selbstverständlich, die eine klasse Figur machten…

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Obwohl man konnte diesen Abend dem Publikum keinerlei Vorhaltungen machen. Bei vielen wusste man nicht, ob sie Gäste oder Performer waren. Nahtstrümpfe, High Heels, Korsetts, Vintage Frisuren allerorten. Das Publikum gab sich wirklich allergrößte Mühe, den richtigen Rahmen zu bieten. Dazu die Busch Hall mit ihrem Stuck an den Wänden. Gute Voraussetzungen für eine gute Show.

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Und das Publikum goutierte die Künstler großartig. Eine tolle Stimmung, von einem tollen Publikum. Wer gut war bekam an diesem Abend seinen verdienten Applaus, und eigentlich waren den Abend über alle gut – wer richtig gut war bekam aber auch seinen richtig guten Applaus – und auch das waren einige.

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Okay, ich stehe auf Glitzer, auf tolle Outfits, auf funkeln – na klar und eine professionelle Show. All das bot beispielsweise Miss Orchid Mei. Klassische Burlesque eben, aber auf einem Niveau das an diesem Abend ganz oben war. Heute war nicht mit Überraschungen zu rechnen, aber mit viel Professionalität – im besten Sinne des Wortes.

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Toll fand ich auch die Nummer mit den goldenen Fächern, bei der ich jetzt nicht sicher bin, wer sie eigentlich war. leicht Bauchtanz, leicht klessisches Burlesque, aber wirklich schön gemacht, wenngleich andere dabei eher dachten – mensch Mädel, zieh dich endlich aus. Vor mir aus hätte das nicht so schnell passieren müssen, denn man sah ihr an, dass sie Spaß an der Sache hatte.

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Die hatte auch Melitta Honeycup an ihren Seilen. Burlesque plus Akrobatik. Okay, das hat man natürlich in Berlin schon das ein oder andere Mal gesehen, klar, aber sie machte es sehr schön und es gefiel mir sehr gut. Damit muss man sagen, alles richtig gemacht.

LouLou D'ville burlesque

Das hat das London Burlesque Fest natürlich auch mit Loulou D’Ville, keine Frage. Als Headliner und selbstverständlich bekanntester Name auf dem Festival gab sie der Veranstaltung noch mehr als den bereits vorhandenen Part an Glamour und Internationalität. An diesem Auftritt gab es nichts, was nicht gut war. Das ist mal klar. Wer auf Burlesque steht musste den Auftritt lieben. Die Frau, das Kostüm, die Performance. Top….

loulou d'ville

Aber nicht der beste Auftritt des Abends 😉 Den brachte nämlich meiner  subjektiven Meinung nach – und nicht nur meiner – eindeutig Lily DesLys auf die Bretter der Busch Hall.  Ich filmte ihn mit. Wirklich ein guter Auftritt. Und als man dachte, er sei beendet – und ich auf den „Aus Knopf“ drückte begann er eigentlich erst richtig. Es folgte eine unglaublich tolle Feder Nummer mit einer ungeheuren Ausstrahlung. Absolute Weltklasse.

Lily DesLys

Also, liebes London Burlesque Festival. Mit der International Extravaganza hast du das verlorene Vertrauen des Twisted Cabaret mehr als wieder zurückgewonnen. Die Shows und Performer waren hier wirklich zum großen Teil, wie man es vom weltgrößten Burlesque Festival erwartet – eben weltklasse. Nur über den Host solltet Ihr mal nachdenken. Am zweiten Abend die gleichen Witze und Sprüche…? Das ist dem nicht gerecht.

London Burlesque Festival

Ich komme aber bestimmt wieder nach London – freue mich nun aber erstmal aufs erste Berlin Burlesque Festival. Auch wenn noch nichts feststeht, was – und vor allem wer dort stattfindet.