Boheme Noir im Stummfilmkino Delphi – Berlin

Am Wochenende sollte die Boheme Noir nach Jahren mal wieder stattfinden und zwar im Stummfilmkino Delphi in Berlin. Eine schöne Sache das von Alex und Savage Wear. Ist die Boheme Noir doch eine Besonderheit alleine dadurch, dass die einen großen Fetischcharakter hat, aber eben nicht eine der typischen SM Parties ist… Sprich Spielzimmer gibt es nicht, aber massig großartig gekleidete Personen. Sehen und gesehen statt schlagen und geschlagen werden also… Für mich die bessere Alternative.

Ich machte mich also soweit fertig, Make-up etc und bevor ich in mein nagelneues Latex Kostüm schlüpfte kam ich auf die wahnsinnig kluge Idee, das ganze schon einmal einzuölen.. Ergebnis: Ich hatte keine Chance mehr, mit zwei Händen den Reissverschluss zuzumachen, da mir das ölige Latex – welches sich ja in ordentlicher Spannung befand – jedes Mal aus den Fingern rutschte, bevor der Reissverschluss sich auch nur einen Millimeter bewegte. Ja Fuck!

Nach dem ich etwa eine halbe Stunde wie Sysiphos Latex zusammenzog um dann doch wieder zu versagen bat ich meine Nachbarin um Nachbarschaftshilfe. Glücklicherweise kannte die mich schon so und ist auch ansonsten ganz cool drauf. Ein beherztes Reissen am Reissverschluss und sie hatte sie ebenden in der Hand… Der kleine Metallstopper oben flog in alle Himmelsrichtungen (also vermutlich nur eine… aber welche ?? ) und ward fortan nicht mehr gesehen.. Äääh und nun?

Naja, einige erfolglose Reparaturversuche später einigten wir uns, den Reissverschluss nicht gaaanz zuzumachen und mal zu schauen ob es hält… Oh wunder, irgendwie hats gehalten und ich brauchte das Zweitoutfit nicht angreifen… Kaputt indess ist der Verschluss trotzdem .. und ich glaube kaum, dass meine Türkenschneiderin auch im Latex-Kleben versiert ist…

Auf jeden Fall verlor ich schon vor der Boheme zwei Nägel, zwei Strümpfe und einen Verschluss. Na klasse. Mein Navi führte mich dann zur Gustav Adolf Strasse in Nürnberg, was ich glücklicherweise noch knapp in Berlin – aber doch nach einem nicht unwesentlichen Umweg – bemerkte – und zu allem Überdruss  fiel mir zu spät ein, dass ich das Öl, welches mir ja an dem Abend schon viel „Spaß“ bereitet hatte zu Hause vergessen hatte. Mist, musste ich doch zudem zugeben, dass ich bereits leicht abstumpfte… Also nicht ich als solches, sondern der Glanz meines Kostüms.

Das be-merkten auch Sheila und Siren, die das wiederum kritisch an-merkten. So ginge das gar nicht. Ich musste ja zugeben, sie hatten Recht, aber nach Hause fahren um das Öl  zu holen, wollte ich dann doch nicht…

Glücklicherweise lief ich aber Theresa über den Weg – in Latex gekleidet und für ein Latex Label arbeitend… Sie hatte Öl… Meine Retterin in der Not. Normalerweise ist man ja nach der letzten Ölung mehr oder weniger am Ende. Ich strahlte nach dieser letzten Ölung wie das junge Leben. Die Boheme Noir konnte endlich beginnen.

Endlich etwas zur Ruhe kommen, den morbiden Charme des Delphi sowie die verschiedenen Kostüme und das Showprogramm bewundern. Was soll ich sagen: Alex, alles richtig gemacht, ich fand die Boheme sehr überzeugend, nur ein paar mehr Personen hätte das Delphi vertragen können.

Der Abend war aber vor allem ein lange Geschpräch mit Sheila, Siren, Jana, Sinteque, Ginger, Diana, Pepper und einigen anderen Personen insgesamt bewegten wir uns alle durchgehend in einem Radius von etwa 5 Metern links an der Bar 🙂 Manch einer mag das langweilig finden, ich fand es einfach nett, gestern. Und würde auch zur nächsten Boheme Noir gehen. Vorausgesetzt, mein Reissverschluss ist dann wieder okay.

Achja, und wenn ich im Nachhinein lese, dass einige wieder irgendwas zu bemäkeln haben, dann fasse ich mir an den Kopf, da meckern  einige über das morbide im Delphi, anderen wiederum war die Musik zu laut oder zu eintönig, einige fanden das Spielzimmer nicht oder die Umzugsmöglichkeiten, dann gab es welche die sich darüber mokierten  dass sie in der verrauchten Bar beim Einlass warten mussten.. Ich möchte gar nicht wissen, wie die gemeckert hätten, wenn sie hätten draussen in der eisigen Kälte warten müssen… Ach ja – und der Preis war natürlich auch wieder zu hoch…

Ganz Ehrlich: das ist großer Quatsch


Recorded by Kelric Pradeson
Lights by Marcus Thäsler
DJ: Marvin Smiths

Das Delphi ist eben das Delphi, wenn man dort feiert muss man sich eben den Begebenheiten anpassen und das beste draus machen. Wie gesagt, IM Delphi warten ist wärmer als VOR dem Delphi warten. Zudem war es eine Party eines nicht berufsmäßigen Partybetreibers. Raum, Showprogramm, Licht, DJ, PA, Werbung, Flyer, Gema und einiges mehr musste bezahlt werden. Sowie eine Sicherheit, falls die Party in die Hose geht und nur 5 Leute kommen. Bei nur einer Party in einer nicht-disco sind die Grenzkosten eben andere als bei einer Party jede Woche in einem festen Club. Dazu ist jede Minute der Vorbereitung eine Minute in der eben nicht wirklich gearbeitet werden kann. Im Fall von Savage Wear: Viel Vorbereitung für die Boheme Noir = wenig verarbeitete Latexkleidung.. Btw. wem der Preis zu teuer ist, der schaue sich mal den Preis beispielsweise vom GFB oder der Hamburger Obession an … oder kaufe die Karte einfach im Vorverkauf.

Liebe Leute: Nachdenken vorm Nörgeln hilft manchmal

Der Zirkus war in der Stadt

Alle Paar Monate ist mal wieder der Zirkus in der Stadt. Genaugenommen der Rock’N’Roll Freak Burlesque Circus und mit Stadt ist eigentlich das Roadrunners Paradise gemeint. So nämlich gestern Abend.

Die Vöglein zwitscherten diesen Termin schon lange, sprich man wurde mit Hinweisen, dass dieser Termin kommen würde gar überfrachtet. Soll heissen: mit den richtigen Personen in der Facebook Timeline war es unmöglich, diesen Termin zu verpassen 😉

Das hatte wohl auch damit zu tun, dass unglücklicherweise der Freak Burlesque Circus im Roadrunners Paradise auf den gleichen Tag der Fête Fatale im nur wenig hundert Meter entfernten Bassy fiel. Beides doch eher Veranstaltungen, die ein ähnliches Publikum anziehen… nunja, und da erhofft mehr Werbung eben auch mehr Gäste. Bei mir hat es gewirkt, ich war nicht im Bassy sondern bei den Freaks…

Obwohl Freaks gibt es da eigentlich kaum noch, Zirkus allerdings eine ganze Menge, so beispielsweise Lola Promilla mit ihrem Flohzirkus. Ob der Floh tatsächlich einmal durch den großen Reifen gesprungen ist, oder wie er dann tatsächlich in Ihr Korsett gekommen ist, dem sie sich schlagartig entladen musste, weiss ich zwar nicht, aber gut wars.

Klasse war auch Nelly Farouche, die sich in den letzten Jahren wirklich enorm entwickelt hat. Man möchte ihr zwar immer noch etwas zu Essen in die Hand drücken um etwas gegen die Dreieinigkeit „Haut – Knochen – Muskeln“ zu tun, aber ihre Nummern haben sich wirklich klasse entwickelt. Sie war an diesen Abend mit einer artistischen Burlesque-Entkleidungsnummer am Ring in der Luft zu sehen und hat mich ziemlich beeindruckt.

Beeindruckt hat mich auch Pepper, bei der ich leider kein Bild habe, aber deren Nummer ich wirklich gut fand. Mit der Musik irgendwie anders als typische Burlesque Nummern, mit gutem Kostüm und netter Geschichte. Fand ich gut und hat mir wirklich gefallen. 🙂

Dazu gab es die typischen mitwirkenden einer solchen Show. Die Teaserettes, die Teasers, einige Artisten, die man, wenn man in Berlin ab und an ähnliche Shows anschaut, schon mal gesehen hat. ausserdem Sheila mit einer neuen Nummer, zumindest einer die ich bisdato nicht kannte….

Ein Bügeleisen, diverse Post-its und die Frage

„sag mal brennt es da wirklich“?
„Hmmm, ich weiss nicht, es riecht komisch, aber da der Stecker des Bügeleisens mich in der Steckdose ist, wage ich das zu bezweifeln“ 🙂

Etwas gewundert hat mich, als ich Nicole an der Bar sah, meinte ich doch, sie würde da nicht mehr arbeiten… Sie belehrte mich aber, dass sie das mehr oder weniger von der  jeweiligen Party abhängig machen würde. Und bei solch einer würde sie dann eben doch wieder dort an der Theke stehen.

Insgesamt war es ein kuzweiliger Abend im Roadrunners, der aber auch ziemlich schnell nach der letzten Nummer beendet war. Nadine mit Kopfschmerzen, ich hatte auch genug vom Abend … Schade irgendwei, denn wenn man Betty Glauben schenken darf, hatte zumindest sie wohl noch viel Spaß…

 …Ich allerdings hätte da keinen Spaß mehr gehabt, denn mir vor allem die Füße weh. Soetwas hatte ich lange nicht. Es ging so weit, dass ich sogar mit Nadine die Schuhe tauschte, hatte ich offenbar eine kleine 41 hatte sie eine große 40 an.. Zusätzlich als Peeptoe half das tatsächlich, dieses auszuhalten.

Trotzdem meine Schuhe natürlich viel schöner sind 😉 , habe ich sie später aber ohne Murren wiederbekommen… Größer war das Murren bei einen Paar anderen Schuhen, die ich ihr zwar kurz zeigte, dann aber – böse, böse, wegnahm. Die gibt es irgendwann anders mal 😉

 

La Fete Fatale – Greek Imperium

kam es mir nur so vor, oder war die letzte Fete Fatale schon eine halbe Ewigkeit her. Nun nicht gerade so lange, dass die letzte Fete Fatale noch zu der Zeit der alten Griechen stattgefunden hat, aber eben schon so lange, dass man – soll heissen ich – diese Party durchaus vermisste…

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Griechisch, griechisch? Was zieht man zu solch einem Thema an? Ein kurzer Blick in meinen Kleiderschrank offenbarte dort trotz ziemlicher Fülle eine erstaunliche Leere… Irgendwas weisses dann wohl, kurz noch in der Mittagspause 6 Federstolas bei Deko Behrendt eingekauft, etwas Heisskleber genutzt und fertig… Nicht gerade so, um den Kostümcontest zu gewinnen, aber doch immerhin so, um einige Komplimente zu kassieren 🙂

Bevor eine Party gefeiert werden kann, muss man aber ersteinmal auf diese Party kommen – soll heissen – eingelassen werden. Und das war an diesem Abend garnicht so einfach. Nicht etwa, weil es keine Karten mehr gab, sondern, weil sich die letzten Auswüchse der ehemaligen DDR bereits vor unserer Ankunft zeigten. …. Inform von „Da ist eine Schlange – komm stellen wir uns auch an“

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So stand vor dem kleinen Bassy eine Schlange von locker 50 Personen, die ruhig und geduldig warteten, dass sich die Tür öffnet und alle – wie auch wir – stellten sich vollkommen selbstverständlich ebenfalls dort an und warteten.. und frierten… begrüßten die hinzugestoßene Betty Dynamite .. und warteten und frierten weiter.

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Irgendwann nachdem wir ziemlich weit hinten schon lockere 10 Minuten die Beine in den Bauch standen, kam irgendwer auf die Idee, dass das Bassy ja zwei Eingänge hätte. Siehe da, dort liess sich die Tür öffnen und man stieß auf Menschen an der Kasse, die sich sicherlich schon wunderten, warum die letzten 20 Minuten nicht ein Gast auf die Fete Fatale wollten.

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Weit gefehlt, ist diese Party doch eine großartige, tolle Besucher vor der Bühne, immer eine nett verruchte Stimmung und selbstverständlich tolle Künstler auf der Bühne. So hab ich zum ersten Mal seit ewigen Zeiten mal wieder eine Nummer von Xarah von den Vielenregen gesehen. Heiss und Feurig, wie sich das gehört. Feuernummern sind einfach immer noch besonders.

Mindestens genausogut fand ich aber auch La Viola Vixen, vermutlich aber vor allem, weil mich ihr Kostüm ziemlich zeckte 🙂 Ein Traum und für ein Burlesque Kostüm ziemlich „alltags“ tauglich. Elegant, toll. …Wenn ich richtig drüber nachdenke, weiss ich ohne es mir nocheinmal anzusehen aber eigentlich nicht mehr wie die Nummer ging – Doch das Kleid weiss ich noch ganz genauestens.

Apropos Kleid. Ein heisses ääh weisses Kleid – und selbstverständlich die Dame darin sorgte dafür, dass ich mal wieder einer Jung(en)frau in Not beistehen musste, zeckte sich da doch eine ziemlich betrunkene Schmeissfliege fest… Es dauerte nicht viel und ich hätte Handgreiflich werden müssen… So richtig von Drag zu Mann 🙂 Soweit kam es dann aber doch nicht.

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Freak Burlesque Circus Bassy

Ich bin in der letzten zeit viel zu selten herausgekommen, drum freute mich, dass an diesem Wochenende gleich zwei altbekannte und altbewährte Festivitäten auf dem Zettel standen. Zum einen das Irrenhouse und der freak burlesque Circus im Bassy.

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Was hat man da nicht schon alles gesehen, klassisches Burlesque, abgefahrenes Burlesque, Fetisch und Dragperformances, Musik, Clownerie und manch abgefahrene Dinge, die man nur in Berlin und dort finden kann. Ein Grund, dem Ganzen auch dieses Mal wieder einen Besuch abzustatten. Dass Sheila und Jurassica Parker dort auftreten sollten hatte natürlich auch damit zu tun. Ansonsten würden wir uns diesen Kopfsteinpflasterweg wohl kaum zumuten.

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Ich würde jetzt gerne tolle Videos der Nummern zeigen, Leider allerdings bemerkte ich – erst im Roadrunners Paradise –  dass beide Speicherkarten meiner Digitalkamera offensichjtlich das Zeitliche gesegnet hatten und nicht mehr einsatzfähig waren… Der Abend bedeutete also „Fotos“ mit dem Internen Speicher bzw. Knipsen. sichten, wenn nicht gut löschen, knipsen, sichten… und und und. Na Ihr versteht schon.

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So 9habe ich dann zwer mehr von den Nummern mitbekommen als sonst, ab er weniger Erinnerungsstücke. Zum Beispiel von einer tollen Trapeznummer oder der po-burlesque Nummer von Fräulein Rot, Von der Mana Mana nummer … oder oder. Doof, aber eben nicht zu Ändern, da Tanken eben keine Speichgerkarten verkaufen und mal eben nach Hause zu fahren dann eben doch zu weit ist. Ausserdem hätte ich dann ja noch mehr verpasst… und wir kamen doch eh erst zum zweiten Showblock…

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Machte aber nichts, denn Sheila und Jurassica sahen wir auf der Bühne in einer doch ziemlich deutlich improvisierten Nummer der zweitgrößten Drag Berlins. Das geht sicher noch besser. Irgendwann mal 🙂 Man darf gespannt sein, aber es war ja auch das erste Mal, soweit ich mitbekommen habe.

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Sicher nicht zum ersten Mal war die Dame auf der Burlesque Bühne, die laut Sandy aus Tokio kam und bei der nicht nur ich rätselte, ob sie wohl von Geburt an weiblich war. Aber letztendlich verwarf ich den Gedanken, denn das ist ja eigentlich auch ziemlich egal. Zudem bei einer Veranstaltung wie dem Freak Burlesque Circus.

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Weniger „egal“ ist mir, wenn mich ein Typ dumm mit den Worten „Ey was guckst Du so blöd“ anmacht.. obwohl ich doch eigentlich nur an ihm vorbeigeschaut habe… Genaugenommen ist er mir erst aufgefallen, als er mich anblaffte. Tja schatzi mit soetwas wie mir musst du auf solch einer Veranstaltung rechnen. Wenn ich dir nicht passe, musst du woanders deine Zeit vertreiben. idiot.

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Da vergnügt man sich doch lieber seine Zeit mit netten Personen jeglicher Coleur, die auf dieser Veranstaltung zu Hauf anwesend sind.

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