15 Jahre Irrenhouse

Alle Jahre wieder

Man kann Nina Queer ganz viel nachsagen, wenn man denn will – und genug tun das auch, aber man muss ihr einen wirklich großen Respekt zollen. Seit mittlerweile 15 Jahren veranstaltet sie das Irrenhouse und bietet damit Gays und jungen Transen ein sicheres Zuhause.

DSC09447

Und auch, wenn wir uns nur noch sehr selten dort blicken lassen, so sind das Geburtstagsirrenhouse und das Weihnachtsirrenhouse doch immer mal wieder eine Reise bzw. ein Erscheinen wert.

DSC09448

Es ist schon erstaunlich, was Nina aus dem Irrenhouse gemacht hat. Aus dem dunklen Geburtstagsclub ist Nina in den Comet Club gezogen, der um einiges größer ist als der Geburtstagsclub. Mittlerweile hat sie aber auch noch den Keller, den Garten und seit diesem Mal auch den angrenzenden Magnet Club in Beschlag genommen. Und es ist gut gefüllt. Respekt

DSC09449

Wegen unsäglicher Hitze hat sich Sheila kurz vor der Show nach Hause begeben, aber ich wollte die schon noch sehen. …Sie war aber langweilig und bestand vor allem aus Ninas eigenen Songs zu Playback mittels Konfetti und Luftballons aufgemotzt.

DSC09475

Ich bin dann aber doch noch bis zum Ende geblieben und durfte mitansehen, dass Sarah K. Dingens und Rolfe die Bühne enterten und nebst ein Paar netten Worten Dreiviertel-Liter Flaschen Hugo verteilten, von denen sich eine der Flaschen in meine Hände verlief… und massig schnell alle war… ( Ein feuchtfröhlicher Abend sollte damit beginnen )

DSC09535

Ich verzog mich kurz nach der Show in den Kitkat Club, wo sich der Rest des Queerboots befand und ich mich bis halb 8 (oder so ähnlich) nett unterhalten habe.

DSC09538

DSC09563

DSC09567

DSC09570

DSC09571

Das letzte Queerboot

Das letzte Queerboot

Manchmal ist man selber Schuld an seinem Dilemma. So zum Beispiel das Queerboot, welches durch Ämter gegängelt in diesem Jahr wohl zum letzten mal abgelegt hat. Es wurde wohl von Jahr zu Jahr schwieriger, überhaupt mit Musik genehmigt zu werden.

DSC09307

Vor allem ist es aber schwierig mit LAUTER Musik. Denn da gibt es massive Auflagen, die es erstaunlicherweise ziemlich genau seit dem ersten Queerboot gibt, das wiederum massive Anzeigen mit sich brachte. Auch bei diesem Queerboot wurde laut Denise schon das erwartete Bussgeld in Eintrittspreis eingerechnet.

DSC09363

Aber auch wenn es das allerletzte Queerboot war, haben die drei Veranstalter Pricilla, Denise und Sammy ein Paar Ideen, wie man das lösen könnte. Nicht auf der Spree allerdings und vielleicht nicht einmal im Wasser. Man darf gespannt sein.

DSC09309

Auch dieses Jahr gab es wieder einige Acts neben der Musik. Kaye Katcher, Sheila, Katy Perry und diese Hula Hoop Artistin, dessen Name ich vergessen habe.

DSC09343

Es war wieder eine nette Fahrt bei der man nebst guter Musik und guten Gesprächen allerhand von Berlin zu sehen bekam und sich neidisch schöne Häuser an der Spree ansehen konnte bis es vom Müggelsee  wieder zurück ging.

DSC09366

Zumindest kamen zu diesem letzten Schiff noch einmal allerhand Menschen, wobei ich gestehen muss, dass ich von Mal zu Mal weniger Menschen kenne. Zu schade. Beispielsweise Jessi war nicht da, erschien dann aber zu einem späteren Zeitpunkt im KitKat.

DSC09378

Und genau da sollte der Abend enden. Ich nahm schon einige Getränke im Irrenhouse, nebst einer Dreiviertel Liter Flaschen Hugo.

DSC09381

Cooler Hund

Im KitKat machte ich so gegen halb drei mit Wodka Redbull weiter und mit guten Gesprächen vor allem mit Denise

DSC09401

Keine Ahnung, Ob Jessica Spirit noch Jessica Spirit heisst – auf jeden Fall ist sie so aber Katy Perry

Nächste Klappe: Ich liege unbekleidet in meinem Bett, noch in vollem Makeup und weiss weder wie noch wann ich nach Hause gekommen bin – Filmriss – zum ersten Mal seit vielen Jahren. Irgendwie bin ich nach Hause gekommen und glücklicherweise stand mein Auto noch dort, wo ich es erwartet habe.

DSC09429

Da wurde wohl eine Transe skalpiert.

Glücklicherweise scheine ich mich gut benommen zu haben. Zumindest habe ich mich bis halb 8 offenbar noch gut unterhalten und es sei noch alles fein mit mir gewesen. Puuuh Glück gehabt :)

DSC09436

DSC09438

DSC09446

Coole Lasershow über der Spree.

Aftershow Party mit Bianca Del Rio

After Show Party mit Bianca Del Rio und halb New York DSC07805Nach dem Boylesque Festival gab es eine standengemäße Aftershow Party in einer wiener äääh Disco, Club, Kneipe …. whatever … in einer Kneipe mit Bühne auf jeden Fall.

DSC07889

Und das Vienna Boylesque Festival hat einen riesengroßen Vorteil, den sonst kein Boy- oder Burlesquefestival dieser Welt vorweisen kann, den am Samstag stattfindenden Lifeball, der alles was in der queren Szene Rang und Namen hat, nach Wien führt – und an diesem Abend eben zu genau dieser Party, dem Place to be.

DSC07848

 

Ich habe ja schon immer irgendwie gedacht, dass Drags als Frau auf die Welt gekommen wohl letztendlich Burlesque Tänzerinnen geworden wären und Burlesque Tänzerinnen als Männer wohl die Dragqueen Schiene eingeschlagen hätten. Die Parallelen sind einfach so offensichtlich.

DSC07835

An diesem Tag kamen alle zusammen. Burlesque, Drags, Boylesque und sogar ein paar Voguing Urgesteine – zudem wirklich bekannte Künstler dieser Szenen. Moderiert wurde die ganze Veranstaltung von Bianca del Rio, einer der bekanntesten Dragqueens Amerikas und von Ru Pauls Dragrace – und mit ihr waren auf der Bühne halb Amerika. Schon seltsam, wenn Bianca Del Rio irgendwo in Europa ins Publikum schaut und „Oh, i see Scarlett Martini is in the house“

DSC07886

Auf jeden Fall zeigte sich an diesem Abend, dass auch die Amerikanischen drags nur mit Wasser kochen – wobei man sagen muss, dass das Entertainmentwasser hinsichtlich Moderationen bei Bianca Del Rio wirklich heiss oder tief sind.

DSC07883 DSC07868   DSC07831 DSC07824 DSC07822 DSC07814 DSC07810  DSC07798

Weihnachtsirrenhouse

Sheila hate die Idee, eines ihrer Shootings mal wieder für einen Besuch in der Berliner Clublandschaft – namentlich dem Weihnachtsirrenhouse von Nina Queer zu nutzen.

1-DSC05106

Ja, warum eigentlich nicht. Ebenfalls sowas wie eine Konstante im Jahreskalender, ich bin mir nicht sicher, aber auch wenn ich das Irrenhouse kaum noch besuche, war ich – glaube ich – bei den meisten Weihnachtsirrenhäusern zugegen.

1-DSC05204

Eigentlich muss man dazu auch gar nicht mehr viele Worte verlieren. Man weiss, was man von einem Weihnachtsirrenhouse zu erwarten hat. Das gleiche wie letztes Jar – und vorletztes und … und viel weisses Konfetti.

1-DSC05197

Einige Transen-Weihnachtslieder, Nina und Brigitte die ihre Beine breit machen und nicht zu vergessen Nina, die „All i want for Christmas“ performt und das Irrenhouse mit weissem Konfetti bedeckt, dass man bis ins nächste Jahr und vermutlich weit ins nächste Jahr noch finden wird….

1-DSC05147

Eigentlich ändert sich hier wirklich wenig, die Tür ist gleich, die Songs sind gleich, Nina, Brigitte und die Show beispielsweise Melli Magic ist zumindest ähnlich. Insgesamt ist das wohl genau das, was das Irrenhouse so erfolgreich macht.

1-DSC05082

Erst dachte ich, es sei ganz schön leer, aber Nina hat inzwischen so viele Räume übernommen, dass sich die Zahl der Menschen eben in viel Platz verteilt und es so nicht mehr so überfüllt erscheint, wie in der Vergangenheit.

1-DSC05091

Kein Muss mehr, dieses Weihnachtsirrenhouse, aber doch ein netter Abschluss von 2014. Es komme 2015.