Berlin Voguing Out Ball – 2014

Geile Scheisse war das wieder gut.

berlin voguing out

„Am Samstag ist der große Voguing Ball“ sagte ich zu meiner Kollegin Jasmin.
„Da müssen wir unbedingt hin.“ sagte ich zu ihr.
„Das war letztes Jahr so unglaublich großartig“ schwärmte ich.
„Eines der Events des Jahres“ erwähnte ich.
„Wer am Samstag nicht da ist, verpasst etwas“ lehnte ich mich aus dem Fenster.

voguing out berlin

…. Das das nur zum Teil richtig war, erkannte ich dann am Freitag als Sheila mich im Chat fragte, ob ich heute zum Voguing käme…
Freitag =/= Samstag
Und keine Chance mehr, Jasmin bescheid zu sagen. Fuck. Ich war also da, sie nicht.

Cesar Valentino

Samstag war auch eine Veranstaltung aber das große Event, der Journey to the Far East Ball, der war am Freitag! Voll vergeigt. Ich entschuldige mich dafür und benenne mich bald um in Wilma Wirr oder Vera Verpeilt oder so. Sorry!

vogue fem

Recht allerdings hatte ich mit dem zweiten Teil. Wer nicht da war, hat definitiv etwas verpasst und zwar allerhand. Mir ist neben diesem jährlichen Voguing Event keines bekannt, dass eine bessere Zusammenstellung aus positiver Energie hat, in denen das Publikum so mitgeht, in denen Queers und Normalos so Hand in Hand teilnehmen, dass International und einfach cool ist. Sheila ist mit ihren Queer Burlesque Festen auf einem guten Weg, aber das Publikum versteht sich einfach besser im mitgehen. Denn eines gehört beim Voguing einfach dazu

vogue berlin

MAKE SOME NOISE

far east ball

Begonnen hat es wie im letzten Jahr mit den Runways, wobei der Best Dressed Award ziemlich eindeutig von Ruda Puda dominiert wurde und nicht nur weil Barbie Breakout und Sheila Wolf in der Jury saßen. Das Gesamtkunstwerk Ruda Puda aus Kleidung, Make Up und Personality – unschlagbar.

ruda puda voguing out berlin

Beim BQ UP IN PUMPS Award hätte Ruda ebenfalls mitmachen können, allerdings hätte sie sich schnell ihres Kostüms entledigen müssen. Hier ging es um Männer – männlichkeit und High Heels. Aber als Runway, nicht eben als Rennen!

BQ UP IN PUMPS

Überhaupt wurde an diesem Abend ein hoher Anteil der vorhandenen Absatzzentimeter von Menschen mit XY Chromosomen getragen. Alleine Barbie, Sheila, Ruda und ich haben da mit locker deutlich über einem halben Meter ordentlich vorgelegt und im Glamourfaktor ebenfalls.

zoe delay voguing out

Aber in dem Bereich konnte man dem Journey to the Far East Ball keinerlei Vorwürfe machen. Es wurde geschminkt, geglitzert, geglittert und gepost als wenn es um Leben und weiterleben gegangen wäre und so ähnlich war es ja auch, es ging in den Tanz-Battles um weiterkommen und ausscheiden…

zoe melody berlin vogue

Und das zu entscheiden ist selbst für Koryphäen wie Archie Burnett und Cesar Valentino bisweilen extrem schwierig, wenn beispielsweise ein Erstrunden-Battle eines ist wie dieses hier „These both Contestants are so good“… aber es gibt da noch ein paar Hinweise vom Großmeister.

berlin vogue these contestants are so good

And once again unter ohrenbetäubendem Lärm der anwesenden Crowd, die vor allem ab Beginn der Battles richtig mitging. Eine großartige Energie, die vom Dancefloor auf die Gäste überschwappt und zurück auf den Dancefloor schwappt und weitere Höchstleistungen abruft.

archie burnett

Das ging so weit, dass Archie Burnett mehrfach wie ein Ringrichter die beiden Contestants zur Ordnung rufen musste (dooooon’t touch) und ihnen bisweilen gar eine Seite des Floors zuwies, damit sie sich nicht gegenseitig in den Weg tanzen um die Jury zu überzeugen.

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Am meisten Vorschussapplaus bekam übrigens Zoe Melody, was durchaus dem Lokalpatriotismus geschuldet gewesen sein kann, ist sie doch aus dem House of Melody, sprich aus Berlin. Sie zeigte aber gleich in der Einzelvorstellung zum SEXY SIREN Contest, dass mit ihr zu rechnen ist…

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Und yes! mit ihr war zu rechnen, sie bestäubte halb Berlin mit goldenem Glitzerpulver und bezauberte mit ihren Vorstellungen, die sie allesamt gewann und so neben Ruda den zweiten Contest nach Berlin holte.

Lass Deien Haare fliegen, tanz zu meiner Melodie

Lass Deien Haare fliegen, tanz zu meiner Melodie

Erstaunlich viele  Männer waren dann auch im VOGUE FEM Contest. Sogar im Finale, oder nicht, oder doch oder? Who cares. Zwei verdiente Finalisten und eine extrem verdiente Siegerin aus Paris. Zieht es euch rein… unbedingt.

vogue fem final berlin 2014

Und wie gesagt, es war international, Florenz, New York, Paris, Slowenien und was weiss ich noch alles, auf dem Dancefloor. Toll.

vogue stage kitten in heels

Man kennt es ja, ein Event ist zu ende, die Party danach ist nur noch formhalber angesetzt um noch ein paar Getränke zu verkaufen, in der Regel aber nach 15 Minuten beendet. Nicht so hier. Contestants und Gäste konnten die Tanzflächhe nicht verlassen und tanzten weiter weiter weiter.

Solche Veranstaltungen sollten eine O2 Arena füllen können, das wäre ihnen zu wünschen, aber es ist Underground und als solcher großartig.

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Man sitzt direkt am Dancefloor und fiebert mit. Man ist ein Teil davon. Will man auf Rang 3 Sitz 102 in Sektor B sitzen? Nein!!! Ich bin auf jeden Fall auch das nächste Jahr dabei und freue mich schon jetzt auf eines der Events in 2015, bei denen es für „nicht dasein“ einfach keine Ausrede gibt!

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ach und wer so lange nicht warten will fährt im Oktober nach Hamburg zum Unicorn Ball Hamburg 2014. Scheinbar gibt es in meiner Heimatstadt das House of Lazer Bitches. Kann man mal besuchen. 🙂

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CSD Berlin 2014

Ja, ich war beim CSD Berlin – auch in diesem Jahr.

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Aber die Vorfreude auf den berliner CSD war in diesem Jahr gleich Null. Zu sehr genervt hat mich die ganze Szenerie und Diskussion rund um den CSD.

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Erst wurde der CSD in Stonewall umbenannt, große Diskussion darum, Markenrechtliche Alleingänge, keine Beteiligung der Community, seltsames Gebahren auf allen Kanälen und von allen Seiten. Am Ende solch ein Verwürfnis, dass dann sogar zwei CSDs durch Berlin liefen – stopp sagte ich gerade zwei?

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Nein es liefen sogar drei CSDs durch Berlin. Da es dieses Jahr keinen TCSD gab, gab es eben einen Kreuzberger CSD über satte 550 Meter vom Oranienplatz zum Heinrichplatz, schade, dass ich dazu zu spät kam… aber zurück zum CSD.

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Antigender_Hooligans – Kreuzberger CSD 2014 from antigender_hooligans on Vimeo.

Wir schlossen uns dem klassischen CSD an – ob das nun die beste oder schlechteste Idee ist, darüber will ich keine abschliessende Meinung abgeben, eventuell würde ich in einem weiteren Fall den CSD des Aktionsbündnisses besuchen, der doch ein Zwischending des CSD und der großartigen Enough is Enough Demonstration des letzten Jahres gewesen scheint.

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Da ich in diesem Jahr wie gesagt aus diesen Gründen so null Lust drauf hatte, habe ich mich auch nicht so recht um ein passendes Kostüm gekümmert, und so aus Gründen der WM und dem Ghana Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Abend meinen Kunstrasen wieder ausgerollt. Ein wiederverwertetes Kostüm. welche Frevel, aber was solls.

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Wir trafen uns wie fast in jedem Jahr bei Janka im Salon zum letzten fertigmachen und dann gemeinschaftlich mit Janka, Sheila und Diana weiterzuziehen. Aber irgendwie passte ich mit meinem Kunstrasen kaum zu den dreien, waren sie doch alle gehörnt als Huftiere unterwegs. Diana und Sheila als Sartyre (was auch immer das ist) und Janka als „aaaah Du bist ein Einhorn – ich lieeeeebe Einhörner“ So zumindest hörte ich es zumeist aus allen Richtungen rufen, wenn ich in ihrer Nähe lief.

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Irgendwie gab es beim diesjährigen CSD aber technische Defekte, so kamen irgendwelche Trucks nicht durch irgendwelche Ecken und der ganze Zug hatte massenweise Verspätung. Zum Teil standen wir 20 Minuten rum und warteten – aber insgesamt ist das viel besser als von den Trucks von der Strasse geschoben zu werden.

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Es war so lange Zeit, dass wir sogar mit einem Kurzbesuch am M.A.C. Store im KDW, den Janka einer ihrer Kundinnen versprach, keine Zeit verloren und sogar noch Zeit für ein Foto vom Fotografen von Calvin Klein blieb – zurück in den Zug.

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Kalt war es, windig war es und teilweise regnete, kein Wetterchen für ende Juni, aber was soll man machen. Wir stellten uns wind und regengeschützt bei einer Bushaltestelle unter und warteten auf den Bus von Julian F.M. Stöckel, der uns Unterschlupf und unseren schmerzenden Füßen Erholung bot. Achja und Schinkenknacker und schmackhaftes Florida Eis.

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friert ein Einhorn an der Bushaltestelle

Großartig, solch eine Basis, bei der man an den eher wenig besuchten Stellen mitfahren kann und an den besser besuchten Stellen der Strecke eben wieder herausspringt. Und nette Personen waren auch an Bord.

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So erreichten wir dann auch tatsächlich mal in Berlin das Ende der Strecke vor dem CDU Hauptquartier. Seltsames Ende der Strecke, aber so stießen wir zumindest dieses Jahr nicht auf die Fanmeile, die vor einigen Jahren doch ziemlich ekelig war, allerdings dieses Jahr extrem gut zu meinem Kostüm gepasst hätte :).

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Stattdessen setzten wir uns in die nächstbeste Hotellobby und bestellten uns ein Taxi zu den Autos und fuhren nach Hause – was mit drei CSDs, einer Fanmeile und unzähligen Fête de la Musique Bühnen extrem zeitaufwendig und schwierig war. Ein unglaublicher Umweg um zu Janka zu kommen.

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Daher verpasste ich leider auch den kreuzberger CSD, den ich gerne die 550 Meter direkt vor meiner Haustür am Oranienplatz gerne noch besucht hätte, stattdessen besuchte ich eben die Fête de la musique Bühne ebenfalls am Oranienplatz… Erwähnte ich, dass ich meinen Kiez liebe 😉

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Achja, positiv aufgefallen war mir der große schwarze Block auf dem CSD – viele Polizisten aus allen teilen Europas, die in ihren Uniformen mitliefen. Finde ich klasse, das zeigt, dass sich Zeiten ändern. Und lieber MIT ihnen zu laufen, als von ihnen geschützt werden zu müssen oder – noch schlimmer von ihnen verprügelt zu werden was ja in vielen Teilen der Welt noch immer so ist – und wieder immer schlimmer wird… Und bei allem Streit, das ist ja noch immer Grund und Hintergrund der CSD

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Queer Burlesque Festival – Sheilas fünfund[irgendwas]zigster Geburtstag

Queer Burlesque Festival – Sheilas fünfund[irgendwas]zigster Geburtstag

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Ohgott, was soll ich aus diesem Blogbeitrag machen? Wie soll man von solch einer Veranstaltung mal eben 10 – 12 Bilder auswählen, ohne wichtiges unter den Tisch fallen zu lassen? Ich fühle mich schon am Anfang dieses Beitrages vollkommen überfordert.

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Aber vom Anfang an: Sheila hatte am Samstag Geburtstag und zwar ihren fünfund[irgendwas]igsten und um diesen, den sie eben mal auf 10 Jahre Sheila Wolf deutete gebührend zu feiern, beschenkte sie sich kurzerhand selber mit einem Festival, dem Queer Burlesque Festival.

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Genaugenommen war es die dritte Ausgabe dieses Festivals, dass sie mit Maria Psycho zusammen ausrichtete, doch waren die anderen beiden Ausgaben klasse, so kann man dieser Ausgabe durchaus das Prädikat Oberklasse zugestehen. Dieses Mal wurde geklotzt und nicht gekleckert.
DSC01890Sheila rief – und alle kamen. Zumindest was die Künstler anging:
LA VIOLA VIXEN ++++ TEMPOSCULP aka TIM LIENHARD ++++ FERKEL JOHNSON ++++ SANDY BEACH ++++ RUDA PUDA ++++ THE BRIEFS ++++ CLEA CUTTHROAT ++++ NATALIE TINEO ++++ MISS NATASHA ENQUIST ++++ SCOTTY THE BLUE BUNNY ++++ FELIX RÄUBER ++++ ROSEBUTT ++++ MARLENE VON STEENVAG

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Das nenne ich mal ein Lineup – eines Festivals würdig und zwar in der tat eines Queer Burlesque Festivals, denn dieser Abend bot alles, was man sich von einem kurzweiligen Abend auf Berlins Bühnen so vorstellen kann

DSC01958Klassisches Burlesque, Freakiges Burlesque, Boylesque, Freaks, Musiker, und von allem etwas. Vermutlich hätten noch hundert andere Künstler Sheila zugesagt, wenn solch ein Abend einfach viel mehr Stunden hätte. (Naja und das Budget noch mehr Künstler vertagen hätte)

DSC01985Erstaunlicherweise habe ich aber im Publikum eine ganzen Menge Gesichter nicht gesehen, die ich eigentlich erwartet hätte. Schade – aber an der fehlenden Werbung kann das nicht gelegen haben, denn man kam in den letzten Wochenenden am Queer Burlesque Festival nicht vorbei, zudem war es eigentlich überall „Tagestipp“

DSC01945Wobei ich allerdings schon lange glaube, dass einem solch ein Tagestipp, sowie Werbung in den üblich verdächtigen Magazinen so gegen gar nichts bringt – außer eine ganze Menge Geldabfluss. Da würde mich mal interessieren, ob das jemand anders sieht.

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Was soll ich zu den Performances auf der Bühne sagen. Einiges, was ich schon gesehen habe, wie beispielsweise Sandy Beach oder Marlene von Steenvag, Rosebutt und Natasha Enquist, daher lasse ich sie mal kurz unter den Tisch fallen.

DSC02099-001Ebenso Felix Räuber, den ich einfach nicht kannte und Natalie Tineo, die einzige der Sinderellas, die nicht nur klasse aussieht sondern auch wirklich gut singen kann… 6 sind weg, bleibt noch genug Stoff übrig.

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Zum Beispiel den Herren, der neulich beim Gin Palace nicht den Tassle Contest gewann, aber doch so bei Sheila hängenblieb, dass sie ihn direkt einlud. Ein Mörderbody und eine ausgebildete klassische Stimme, spannend und – anders.

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oder Ruda Puda, die ich tatsächlich noch nie auf einer Bühne gesehen hatte, die allerdings zwei Drag Performances vom feinsten auf die Bühne brachte – und Sheila noch einen kleinen Zylinder aus der eigenen Kollektion. Ich hab mal vor einiger Zeit einen Artikel auch über Ruda Puda geschrieben, als Ru Pauls Drag Race germany starten sollte.

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Ganz offensichtlich wirklich das, was einige Menschen sagten – ein Totgeborenes Kind, daher ist mein Artikel auch nie live gegangen, aber das werde ich hiermit nachholen. Hokuspokus, der Artikel ist online und hier zu lesen – Und Rudas großartige Make Ups zu bewundern. (Siehe unter Barbie)

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…oder Ferkel Johnson, ein ääh – ja was ist er eigentlich? Ein Magier? Hmmmmjaaaa wenn man es denn so genau nimmt schon, wenngleich seine Zauberei nicht im Sinne von Copperfield besteht, dass man nicht weiss, wie etwas geschieht, sondern man genau weiß, was da geschieht und er einem damit ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

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..oder Scotty the Blue Bunny, ein wie der Name schon sagt, blauer Hase, ein furchtbar großer blauer Hase mit großen Luftballons, einem großen blauen Puschel, einer großen Karotte und einem großen Gay Schild. Vermutlich Bugs Bunnys größter Albtraum.

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….oder eben The Briefs, die ich ja gerade erst auf ihrer großartigen Premiere im Tipi am Kanzleramt bestaunt habe. Die Jungs waren ebenso auf der Bühne und gaben zwei Nummern zum besten, die eben nicht in Ihrer eigentlichen Show zu sehen sind.

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Besonders Captain Kidd hat mit seiner Hula Hoop Nummer die Herzen der anwesenden Damen für sich eingenommen. Hula Hoop, hat man ja alles schon mal gesehen, macht aber nichts, denn eben nicht mit solchen Körpern und zumeist eben von Frauen.

DSC02135Der dritte Streich der Briefs, Dallas Dellaforce, habe ich tatsächlich schon bei der Premiere gesehen, aber es lohnt sich, die Nummer noch einmal anzusehen, denn sie ist großartig, für manch einen in der Audience im Tipi, war sie gar etwas verstörend 🙂 Aber das ist ja nichts schlechtes.

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Wenn ich aber eine Nummer herausnehmen müsste – sollte man mir so etwas abnötigen, dann wäre die beste Nummer in meinen Augen von Clea Cutthroat gewesen. Die Dame ist der Wahnsinn – also vollkommen wahnsinnig.

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Die Nummer hatte wirklich alles, eine Geschichte, Komik, können und ganz viel Sauerei auf der Bühne. Die Bühne war aber sowas von ihre, als sie die betrat. Ganz großes Kino – und wie gesagt eine ganz große Sauerei, die sie aber selber wieder ins reine brachte.

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was soll man sagen, das Lineup war großes Kino und die Party war so, dass die meisten Künstler sich nicht sofort ihren Rollkoffer packten und sich nach Hause begaben, wie es ja zumeist nach solchen Veranstaltungen der Fall ist, sondern sich unter das Publikum mischten und fleißig aus Sheilas Geburtstag feierten.

DSC01853Janka und mich zog es irgendwann nach vier dann auch nach Hause, nicht um zuvor noch zu versuchen, Regina, die aus Wien gerade im Lande war zu einem Besuch in der Misfit Bar gegenüber meiner Wohnung zu bewegen – sie schwächelte aber – muss nachgeholt werden.

DSC02193Ach eines noch, es gab eine große Tombola und mir wurden von Corinna sieben Lose zur Verwaltung in die Hand gedrückt, von denen nicht weniger als 5!!!! Lose gewannen. Leider wurde nur den ersten beiden Losen ein Gewinn zugeteilt, die weiteren drei Lose wurden jeweils zerrissen und es wurden andere Gewinner ausgelost 🙂 Gemein – aber sehr verständlich 🙂

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Also das dritte Queer Burlesque Festival war großartig und dürfte schwer zu toppen werden. Großes Kino und Happy Birthday Sheila zum fünfund*hust*dreissigsten Geburtstag.

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 Achja, ein Bild fehlt noch, mit Dank an Krizzi With the k!

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The Briefs @Tipi am Kanzleramt

The Briefs im Tipi am Kanzleramt

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Ich hatte schon über irgendwelche Ecken mitbekommen, dass The Briefs im Berlin auftreten würden. Im großartigen Carbaret Zelt Tipi am Kanzleramt.

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Was the Briefs allerdings so richtig und genau seien, das war mir noch nicht so recht klar. Obwohl der Spruch „all male, all vaudeville, all trash“ durchaus auch auf die Punkband The Briefs aus den USA zutreffen könnte, verrät der Zusatz „Brisbane based Circus Burlesque dance company“ kaum mehr – ausser dass eben diese Punkband wohl nicht gemeint sei. Trotzdem klingt das interessant.

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Daher war ich auch ziemlich erfreut, als Sheila mich fragte, ob ich am Freitag mit ins Tipi käme um mir diese Truppe aus Brisbane anzuschauen und herauszufinden, was eine „Circus Burlesque Dance Company“ so sei.

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Vorneweg: Sie ist ein absolute Must see, ein großer Spaß und witzig, erstaunlich und – einfach toll.

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Diese sechs Australier sorgten für allerbeste Laube und ich glaube, ich habe sogar ein wenig Muskelkater vom Grinsen gestern. Der Begriff „Circus Burlesque“ ist aber noch immer nicht so recht einfach zu erklären.

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Es hart damit zu tun, dass auf der Bühne extrem unterschiedlichste Nummern stattfanden. Von klassischer Federfächer Burlesque (allerdings von Männern) zu etwas, dass ich eher als Drag-Performance bezeichnen würde über Hochakrobatik bis hin zu bisweilen (einige Personen im Publikum) verstörenden Nummern und nicht zuletzt einigen Performances, die man wohl am besten als „strange“ bezeichnen kann, passierte auf der Bühne im Tipi von „The Briefs“ wohl alles, was man sich so wünschen kann.

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Und für die Frauen gab es eben wirklich knackige Männerkörper mit Six-Packs. Sozusagen die Chippendales in cool und talentiert. Sandy und Frau Pepper, die ebenfalls mit uns dort waren, kriegten sich gar nicht ein.

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Hätte eine der beiden die Tombola gewonnen, deren Preis nicht nur ein Tequila, sondern ein Tequila mit Salz auf einem liegenden „Briefs“ mit einer Zitrone im Mund ebendieses Briefs“ war, der Abend hätte heillos überzogen, denn beide wären mit Sicherheit nicht wieder von der Bühne verschwunden 🙂

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Die Dame, die dann allerdings stattdessen gewann war weniger Bühnenerfahren als Pepper oder Sandy und erledigte das in sekundenschnelle.

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Aber so war der Abend auch nicht kurz, wohl aber extrem kurzweilig. Und schade als er beendet war.  Zumindest fand das unsere kleine Gruppe aus Sheila, Pepper, Larsi, Sandy, Ilonka und mir, die irgendwie mehr feierten als der Rest des Tipi.. Warum weiss nur Gott allein.

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Da es gestern die Premiere von The Briefs war, kehrten die Zuschauer nicht gleich dem Tipi den Rücken, sondern verweilten bei Getränken und kleinen Snacks.

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Und wie es sich so gehört, kamen The Briefs noch ein wenig und mischten sich unter das Publikum. Zeit, um ein wenig fachzusimpeln und ein Paar Fotos zu machen.

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Und wenn ich jetzt eigentlich immer noch nicht so richtig verraten habe, was „The Briefs“ eigentlich so genau machen, dann liegt es daran, dass ich es nicht wirklich sinnvoll in Worte fassen kann. Daher: Ab ins Tipi und selber ansehen. Es lohnt sich ganz sicher.

DSC01792-001Ach übrigens, liebe Damen, dem Vernehmen nach ist tatsächlich einer der Jungs Hetero, die Jungs sind Euch also nicht vollkommen verloren… Welcher das allerdings sein könnte? Kein Plan.

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Übrigens, wie es auf dieses Bild eine echte und leibhaftige Frau schaffen konnte, das weiss nur Gott alleine 🙂