Kaiser & Plain – Liebe in Zeiten von so lala

Ist doch immer schön, wenn man ausgeht und man dort dann wunderbare neue Dinge entdeckt oder kennenlernt. In diesem Fall war es das tolle Musik-Comedy Duo Kaiser & Plain, die mich am letzten Wochenende bei Jurassica Parkas 3 Jahresshow mit nur zwei Nummern extrem begeistert haben.

Kaiser & Plain

Neulich bei Jurassica Parka

Vollkommen ungeplant aber hocherfreut ist mir zu späterer Stunde im BKA Theater ein Gästelistenplatz zu deren vollständigem Programm, das sie diese Wochen ebenda vortrugen, zugelaufen – also genau genommen sogar einer mit einem +1. Danke dafür, BKA.

Leider wurde mir am Nachmittag abgesagt und es gestaltete sich extrem schwierig eine neue Begleitung zu finden. So richtig zieht der Name Kaiser & Plain offenbar noch nicht… Ich bin mir ziemlich, dass ein Facebook Post: „Hey ich hab noch einen Gästelistenplatz für U2, die sind toll, will jemand for free mit“ deutlich mehr und vielleicht sogar euphorischere Reaktionen erzielt hätte als der hier unten.

Ich werde diese These aber wohl nie verifizieren können, denn U2 spielen so selten im BKA. …Warum eigentlich nicht?

Sei es drum, niemand konnte auf jeden Fall mit oder wollte mit oder war nicht schon anderweitig verplant …. oder noch in Portugal., wie Elena. Sie meinte, aus Portugal sei es etwas knapp bis 20:00 – zur Pause würde sie es vielleicht schaffen 😉

War natürlich quark, aber schade für sie und für mich und für Frau Plain, denn Elena hätte von dort sicher einen gebürtigen Portugieser (heissen die nicht irgendwie anders) mitbringen können.

So allerdings musste ich mich tatsächlich gänzlich ohne Begleitung ins BKA aufmachen und muss ihr sagen, sie habe einiges verpasst – wie im übrigen auch ihr allen anderen, die ihr nicht dabei wart.

Bevor ich irgend etwas zu dem Abend sage, muss ich mich entschuldigen – und zwar für die miesen Fotos. Gute Fotos gibt es immer dann, wenn ich mich langweile und viel Zeit habe, an meiner Kamera rumzuspielen um gute Fotos zu machen. Ich allerdings musste zuhören und hab höchstens Mal meine Kamera für einen kurzen Schnappschuss nach oben gehalten – Da ist dann eben auch nichts draus geworden.

Zum Inhalt ist auch nicht so unglaublich viel zu sagen:

Frau Plain sucht die große Liebe – nicht nur – weil Mama nervt – sondern auch weil es doch viel schöner zu zweit ist. Dafür online-dated sie sich durch die Elitepartners und Parships dieser Nation und sucht als Eva ihren Adam, der dann auch durch „Hilfe“ von Herrn Kaiser auf ihrem Handydisplay erscheint…. Und da ansonsten alle guten Männer Verheiratet, Schwul oder Tot sind lässt sie sich mit ihm ein…. Oder sie schickt ihn zur See und zur Hölle?

Das Publikum wird es am Ende erfahren. Bis dahin ergibt sich aber allerhand Gelegenheit, Lieder zu singen.

Virginia Plain

Dumm übrigens, dass ich selber nicht singen kann, denn auch ich kenne dieses Problem und hätte einiges an Gelegenheit und Grund dieses schwierige Thema zu besingen…

Verheiratet, Schwul und Tot… Jajaj. Ich würde es aber eher als „Vergeben, Lesbisch, Tot“ bezeichnen.

Obwohl ich im Moment eigentlich keine Lesbe kenne, die mich näher interessieren würde… … und tote? Auch nicht so recht – obwohl Audrey Hepburn, da würde ich drüber nachdenken, doch gilt die – zumindest im für mich interessanten Alter eh doppelt: als (mittlerweile) tot UND (damals) verheiratet. Verflixtnocheinsundzugenäht. Erschwerend hinzukommt, dass Diana mir eh verboten hat, mich in Fernsehschauspieler zu vergucken.

Von der einen Frau in meinem erweitert-erweiterten Bekanntenkreis, die eine natürliche Audrey Hepburn Aura und Schönheit ihr eigen nennt, weiss ich all das aber seltsamerweise gar nicht.

Kaiser & Plain Berlin

Tot? …ist sie ziemlich sicher nicht.
Lesbisch? Glaube ich nicht, aber wer weiss das heutzutage schon genau?
Vergeben? Kein Plan, aber alles andere würde mich extrem wundern. Solche Frauen müssen vergeben sein oder zumindest umschwirrt von Motten rund um ihr Licht.

Elitepartners und Parships würde sie zumindest ziemlich sicher nicht benötigen.

Egal, ich schweife offenbar gerade erneut ab, kommen wir wieder zurück zum Herrn Kaiser und zur Dame mit dem Bettie Page Pony – die ja im übrigen auch doppelt: als Tot UND Verheiratet gilt – also die Bettie Mae Page, nicht die Virginia Plain. Von zweitgenannter weiss ich nur erstgenanntes.

Also wieder mal zurück zu Kaiser & Plain…

… Doch Stop, da fällt mir gerade noch etwas ein, dass ich nur einer Hälfte der beiden zu bereden habe:

Herr Kaiser,  wir haben ein gehöriges Wörtchen zu klären.

Herr Kaiser- ich kann es nicht gutheissen, dass sie aufgrund des langen, roten durchaus offensiv ausgeschnittenem Pailetten-Abendkleides zu Frau Plain meinten, die sähe aus, wie ein „aufgeplatztes rotes Puffsofa„. In meinen Augen ist gegen das Kleid absolut nichts auszusetzen. …warum ich diese Ansicht vertrete? Nun sie werden es vielleicht beim Anblick des obigen Bildes selbst herausfinden.

Eindeutig nicht gerade mein Lieblingsbild aber zur Beweisführung nötig. Nur zur Sicherheit, ich bin die rechts in dem – ja genau roten Pailetten-Abendkleid – wobei ich natürlich zugestehe, dass sich das Kleid der Frau Plain und meines wegen geringfügig unterschiedlicher Körperlängen und Proportionen, an abweichenden Stellen unterschiedlich viel Paillettenstoff verbrauchen. Das Kleid bleibt aber im Grunde genommen das Gleiche….

Sie kennen des ja… Ich meine das Kleid

Also, Herr Kaiser, so von rotem Puffsofa zu rotem Puffsofa, wir haben Klärungsbedarf 😉 , wie war das nochmal? Trauen Sie sich, das zu wiederholen?  Und bevor sie mit Ja! antworten, weise ich drauf hin, dass ich um einiges Größer als sie bin.

Groß bin ich, Blond bin ich, und zumindest nicht dick. Helene Fischer ist ein Witz gegen mich.

Gut, da wir das nun geklärt hätten, zurück zum Thema….

Und das ist eben nicht Helene Fischer sondern Kaiser und Plain die höchstens mal eben kurze Anleihen an sie in einem Lied unterbringen.

Welch ein Glück, denn dieses McDonalds und BILD Schlager-Musikgenre (keiner gibt zu, es zu hören und doch ist es unwahrscheinlich erfolgreich) war noch nie meins. Das hält mein Herz nicht aus.

Btw. Mein Herz… gabs da nicht mal einen Schlagersong mit genau diesem Titel? Wie hiess die Interpretin noch. Müller, Schulze, Schmidt… Irgendsoein urdeutscher Name. War wohl aber nicht so erfolgreich, wie die Helene.

Ok, habs selbst gemerkt, ich schweife gerade neuerlich ab. Zurück zum Abend im BKA und da war die Musik eben nicht Schlageresk oder gar Fischeresk.

Kaiser & Plain BKA

Aber kleinen Anleihen gehen schon, wenn mit tollen Texten versehen… Und die Geschichten die die beiden in ihren Liedern und Zoten drumherum zu erzählen haben sind klasse, schön, witzig, oft böse, bisweilen verwegen aber von beiden immer mit einer großen Liebenswürdigkeit in Musik und Mimik vorgetragen.

Ein Beispiel gefälligst?

Hier beispielsweise habe ich keine Ahnung, wie man diesen skeptischen Blick ohne zu lachen halten kann. Watt ne coole Type. Ich könnts nicht.

Ein letzter Einwurf sei mir aber gestattet. Der Aufzug zum BKA dauert auf keinen Fall nur 48 Sekunden. Gefühlt sind es anderthalb Stunden….

Und um das ganze aber nun endlich mal zu beenden: Muss ich allen Lesern sagen: wirklich schön, dieses

[Speck]

…kleine „Wort oben, dass ich „aus Gründen“ nun nicht wiederhole, dass es mir aber erlaubt, ohne dass es Frau Plain mitbekommt, mal ne Fragen zu stellen und Dinge zu gestehen. Durch das obige Wort werde ich vielleicht nicht vor Scham und Scheu im Boden versinken, wenn ich ihr irgendwann mal irgendwo über den Weg laufen sollte.

Was es mit diesem Wort auf sich hat? Nun auch das erfährt man im Programm

Aber nun zu meiner Frage:

Meine Herren im Publikum – oder wenn gewünscht auch die Damen… Wenn der Herr Kaiser meint, man hätte ja nun alles gesehen und um Handzeichen bittet, wer denn nun noch interessiert sei…. Was ist da passiert? Kein Handzeichen! – nicht ein einziges – und ich hab genau hingeschaut. Wie kann denn das sein? Ich finde die Dame über alle Maßen Bombe.

Sie ist Hummer, wie sie sich bewegt in dem Outfit, Hummer! Einzigartig. Unglaublich. Hummer. Und sie weiss, dass sie übertrieben Hummer ist.

virginia plain berlin

Also auf jeden Fall war ich mal kurz zwischendurch verliebt – mindestens so alle 11 Minuten – und ich bräuchte mir wahrlich keinen zwitschern um sie schönzutrinken. Wobei es natürlich immer sinnvoll ist, ne Flasche puren Wodka mitzunehmen. Das mit der Attraktivität muss ja beiderseitig passen.

Also meine Herren. Kein Handzeichen? nicht eines?? Really??? Wieso????
Denkt an den Vodka und meldet Euch das nächste Mal.

Aber vermutlich auch die Dramaturgie kaputtgemacht, wenn sich schon zur Hälfte ein Adam gezeigt hätte und sie sich keinen eigenen hätte aussuchen können. Frau will ja vermutlich auch nicht auf irgendeinem Schoß sitzen.

Kaiser & Plain Carbaret

Trotzdem: sollte ich die beiden irgendwann mal in Berlin auf irgendeiner Bühne sehen – und da bin ich mir eigentlich sicher, denn wie man ggf. bereits gemerkt hat, es hat mir gefallen – werde ich es vielleicht einfach mal versuchen und die Hand heben. Nur um mal zu schauen, wie sie aus der Nummer rauskommen ;).

[Speck]

…kleine etwa zweistündige Musik Carbaret Programm, das ich wirklich jedem ans Herz lege.

Wenn Ihr also an einem Programmaushang Kaiser und Plain seht, dann geht da hin. 🙂 Und wer erstmal klein anfangen möchte, der möge vielleicht erstmal bei Ihrer bald startenden Late Night Show – One Night Stand vorbeischauen.

Ääh Just one more Thing

Trotz all der Lobhudelei bleibt mein grüner Mantel meiner und die eingelagerte Insolvenzmasse meiner ehemaligen Firma hat ihn auch nur noch in XS und der Größe „Zirkuszelt“ für die Frau Plain aber eindeutig zu zierlich ist. 😉

CSD Frankfurt 2017

Am Mittwoch kam eine Nachricht von Sheila, ob ich Lust hätte, am Wochenende den CSD in Frankfurt zu besuchen. Das Westin Grand hätte sie auf ein Wochenende für zwei Übernachtungen und einen Platz auf dem gesponserten Wagen eingeladen….

Sie dürfe einen Begleitung mitbringen und fragte, ob ich wohl Lust hätte, mitzukommen. Kurzfristig, aber why not, ich bin ja spontan, also buchte ich eine Fahrt mit dem Flixbus gen Frankfurt, da mir die Bahnkarte zu teuer war…

Nicht so recht drauf geachtet habe ich allerdings, was das für eine Route und Zeit war. Ein Flixbus, der über Hamburg fährt, dort vier Stunden wartet und generell jedes Kaff auf dem Weg mitnimmt dauert dann mal eben 14 !!!! Stunden.

Der zweite Teil der Reise von Hamburg nach Frankfurt war der Bus zudem rappelvoll und das WLAN defekt  – über viele viele Stunden… Boh, wat langweilig. Als ich endlich Frankfurt erreichte war ich heilfroh über ein riesiges weiches Bett, ein tolles Spa. Letzteres nutzen wir prompt und ebenso prompt schlief ich direkt nach der ersten Sauna ein… nicht ohne Sheila mit meinem Geschnarche zu belästigen.

Dabei hätte es das gar nicht gemusst, denn während der Fahrt von Hamburg nach Berlin bei der ich kaum schlafen konnte, erblickte ich in einem Mail-Fach, dass ich seit Jahren kaum mehr nutze eine Mail, die mich ebenso ins Westin Grand einlud. Leider kam meine Antwort Freitag Morgen etwas spät – insofern musste Sheila mein Geschnarche aushalten. … Da ich aber selber Ohrenstöpsel für den Reisebus brauchte, konnte ich aushelfen.

Auf jeden Fall machten wir es uns bis zum late late late checkout Sonntag um 16 Uhr gemütlich, Spa, Sauna, Essen, Schlafen und zwischendurch etwas CSD der sozusagen direkt vor der Hoteltür begann. Was will man mehr.

Am Freitag schleppte mich Sheila in ein Japanisches Restaurant, dass sie unbedingt ausprobieren wollte. …No problem, ich esse ja alles… , stutzte aber beim Preis auf der Karte. …Aber es lohnte sich. Vor unseren Augen handwerkte ein japanischer Koch uns tollste Essenskreationen, die nicht nur großartig angerichtet waren sondern zudem auch noch toll schmeckten. Das war jeden Euro wert.

mde

Zwischen den Saunagängen kam aber der CSD der mit einem Platz auf dem ersten Truck lockte… Sehr verlockend, aber man will ja gesehen werden und so gehört es sich für eine jede Drag, nicht AUF dem Truck zu sein, sondern VOR dem Truck.

Fast wäre das aber schiefgegangen, denn beim Aussteigen am Römer riss eines meiner Riemchen meiner Sandaletten… FUCK ! also streifte ich eine halbe Stunde durch diverse Kleine Geschäfte um Hilfe zu erbitten. Eine Sicherheitsnadel bei einem Uhrengeschäft rettete mich dann schlussendlich und die Parade konnte losgehen.

Spätestens beim ersten Kopfsteinpflaster bereute ich das natürlich wieder und es kam wie immer die Frage, warum ich mir das eigentlich immer wieder antue. Eine Typische Frage auf und für etwa anderthalb Tage nach jedem CSD. Das hält dann ein paar Tage an, ist aber spätestens am nächsten Wochenende vergangen.

Erstaunlicherweise ist dass dann aber auch der Grund, aus dem man am besten mit den am Strassenrand stehenden Damen ins Gespräch kommt, beispielsweise mit Jennifer die mich ob meiner Fähigkeit, die Strecke in High Heels zu bewältigen und ich sie ob ihres Kleides und ihrer Arbeit als Maßschneiderin für Korsetts. – Immer wieder schön, wen man so auf den CSDs kennenlernt.

Aber irgendwann geht auch der Schönste CSD zu Ende und es geht zurück in die Hauptstadt. In diesem Fall hab ich mir dann aber eben doch eine Bahnkarte gegönnt, denn nochmal auf 14 Stunden Busfahrt hab ich keine Lust gehabt, zumal in meiner eigenen Wohnung eben keine Sauna und kein Spa warten 😉

…und leider steht bei mir auch kein Oldsmobile… Was ein geiles Gefährt, oder?

Also, vielen Dank Westin Grand Frankfurt für die Einladung, war ein wirklich tolles Wochenende mit viel Entspannung.

 

German Fetish Ball 2017

Sheila fragte mich, ob ich Lust hätte, mit zum German Fetish Ball ins Spindler & Klatt zu kommen….

German Fetish Ball? Puuuh. Lust hätte ich schon, allerdings ist der mit viel zu teuer, ergo, ich werden passen. … Da wusste ich allerdings noch nicht, dass sie mal wieder Beziehungen zu einem freien Eintritt hatte, der uns zur German Fetish Ball Messe und später auf den Ball selber bringen würde – wie kann ich da nein sagen?

Also: Ja!

Wir machten uns daher am Nachmittag in die Heeresbäckerei auf, um mal zu schauen, was die Fetish Fair so für uns und andere Besucher zu bieten hätte.

Lack, Leder, Latex, Gummi, Harnesse, Masken und einiges anders. Insgesamt aber ds typisch erwartbare. Schwarz schwarz, schwarz und ein wenig rot. Fetisch kann so langweilig sein.

Ich fand dazu noch ein tolles blaues Kleid mit Latexkorsett… Ein wenig teuer zusammen allerdings – zu teuer für mich.

Zu teuer ist ebenfalls aber die Messe für meinen Geschmack. 18€ für irgendwas um die 25 Stände… Dafür, dass man einkaufen kann. Geld ausgeben. Ich nehme mal an, die Marken zahlen zusätzlich auch noch eine Standgebühr?

Keine Ahnung, was das soll.
Weniger Eintritt = Mehr Besucher = mehr Verkäufe = alle Glücklich.

Dann werden vermutlich auch die Brands noch interessierter an einer Standgebühr und an dieser Messe sein, es würden mehr kommen und sie wäre erfolgreicher.

Ich kann ja durchaus verstehen, dass ein Eintritt sinnvoll ist, damit nicht jeder Hans und Franz kommt, aber da würden sicher 5 € reichen – und nicht ganze 18 € …

Wie dem auch sei, wir waren da und ziemlich schnell durch – genügend Zeit noch lecker Essen zu gehen. Und uns gedanklich dann mit dem tatsächlichen German Fetish Ball zu befassen.

… Spindler & Klatt.

Schon alleine der Name reicht im mir Schauer über den Rücken laufen zu lassen…. Das liegt weniger am Club, den ich ganz cool finde, als vielmehr am Weg dorthin.

Übelstes Kopfsteinpflaster, das bestimmt hunderten Knöcheln von High Heels tragenden Chicks bereits zum Verhängnis geworden ist… Und selten wurden auf diesem Wege wohl mehr und höhere High Heels getragen als an diesem Abend.

Meine Knöchel überlebten knapp und Sheila und ich kamen glücklich an.

… wenn man sich den Preis mal wegdenkt, ist der Ball wirklich schön.

Okay, sehen und gesehen werden, aber viele spannende Leute, Tiere, Figuren und – was soll ich sagen – viele, viele gut aussehende Frauen. Ich bin immer wieder verwundert, wie viel besser das Durchschnittsaussehen der Besucher auf Fetishpartys zum Gesamtdurchschnitt der Bevölkerung ist. Irgendwie tragen Lack, Leder und Latex doch fast nur jene Menschen, die sich das leisten können.

Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel

Uns begleiteten den Abend immer mal wieder zwei – selbstverständlich ebenfalls gut aussehende schweizer Mädels, die ebenfalls etwas mehr als der Gesamtdurchschnitt der Bevölkerung waren und zwar etwas durchgeknallter – im positiven Sinn. Zwei verrückte Hühner, die sich mit Tennisbällen unterhielten – und mit uns.

Den großen Teil des Abends haben wir uns aber ausserhalb der Party auf der Terasse aufgehalten. Immer in direkter Nähe von einem der zwei Heizpilze, die wie Lichter die Motten anzogen –  in diesem Fall die Besucher.

Man fühlte sich als Bräuler – Immer zu heiss vorne und zu kalt hinten. Sich einfach durchgehend zu drehen war der richtige Weg.

Auf jeden Fall war das der richtige Platz für spannende Menschen und Gespräche.

Drin waren wir vor allem während der Fashion Shows. Erstmalig habe ich Live Videos versucht. …WOW Bis zu 28.000 Besucher haben die beiden Videos gemacht, dann war mein Akku alle. Und die eigentlich spannenden Shows kamen noch, denn wenn ich ganz ehrlich bin, die beiden ersten Shows waren nicht die spannendsten.

Danach kamen aber noch sehr feine Shows, die sich wirklich lohnten.

Ich habe auf jeden Fall gelernt:
Livevideos nur mit Ersatz-Powerbar in großer Größe 🙂

Madonna Mania @ Schwuz

Dinge ändern sich.

vielleicht nicht die Madonna Mania aber auf jeden Fall wir auf der Madonna Mania – oder generell im Nachtleben.

Irgendwann bin ich mal nach Berlin gekommen – und zwar fast ausschliesslich dem Nachtleben wegen.

Die ersten Besuche in Berlin und vor allem der erste Besuch damals im Irrenhouse haben mir eine neue Welt eröffnet, die mich magisch anzog und mich dann letztendlich zum Umzug getrieben haben.

Jahrelang habe ich mich dann Wochenende für Wochenende auf verschiedenen Partys der Hauptstadt rumgetrieben. Im Schwuz, Irrenhouse, Propaganda und immer wieder auch auf der Madonna Mania.

Letztere gibt es immer noch und auch immer noch im Schwuz. Das selber ist allerdings nicht mehr dieses seltsame Kellerloch am Mehringdamm sondern heute ein steriles Gebäude mit einem Charme irgendwo zwischen Bunker und Großraumdisco.

Auch das Irrenhouse gibt es noch – ebenfalls allerdings nicht mehr im Kellerloch des Geburtstagsclub sondern im deutlich größeren Musik und Frieden. Beides hat seinen Charme für mich verloren – vielleicht bin ich aber auch einfach rausgewachsen.

Auf jeden Fall war an dem Wochenende eine Queere Party im Musik und Frieden und wir entschieden, da mal vorbeizuschauen. Dass davor vor dem Gatter, dass die lange Schlange gerade nicht vorhandenen aber möglichen Gäste reguliert die eine, eine Sperre war, konnte ich so nicht einsehen und überwand sie flinken Fußes….

Nichtwissend, aber dann vom Türsteher erfahrend, dass die Abriegelung einen triftigen Grund hätte und zwar die Menschen – also auch mich – vor Dingen, die vom Dach fallen könnten zu schützen…

Ich nahm das hin und dachte: „ja ja red du man“

Es zeigte sich dann aber, dass da wohl etwas dran sei, denn später kam viel Polizeit, einiges an Feuerwehr mit Leiterwagen um wichtig irgendwas genau an dem Teil des Daches rumzufuhrwerken.

….genaugenommen bin ich wohl knapp mit dem Leben davongekommen.

Im Krieg und Frieden zeigte sich aber, dass wir nicht nur „davongekommen“, sondern auch zu früh gekommen sind, denn der Laden war leer als wir kamen und füllte sich nur langsam und wir langweilten und furchtbar… das immerhin bei guter Musik.

Als es dann langsam voller wurde, mussten wir uns allerdings auf den Weg ins Schwuz zur Madonnamania machen, denn Sheila wollte unbedingt Epiphany Get Paid und ihre Lady Gaga Performance sehen.


Okay Schwuz also… Im Gegensatz zu der vorherigen Party gab es hier eine Schlange und im heutigen Schwuz ist das altehrwürdige Gesetzt:

Im Fummel gelten Schlangen nicht

aus unerfindlichen Gründen ausser Kraft gesetzt. Wie konnte sowas nur passieren? In der Kälte vor dem Club stehen… Nicht meines. Das muss ich nicht haben. Aber wor wollten ja nun einmal hinein.

Um Stella Destroy zu sehen, und Biggy van Blond und Kaey und Madonna und andere Diven zu hören…. Manche Dinge ändern sich eben nie. vermutlich waren sie schon dabei als die erste Madonnamania vor 15 Jahren startete 🙂


Egal, wir waren vor allem für die Performances da… und da vor allem für die von Epiphany. Lady Gaga selbst gesungen… Toll aussehend – aber wenig begeisternd. Ein wenig dünn gesungen. Das mag aber auch daran liegen, dass die später mit Kaey zusammen ein Madonna-Gaga Medley sang und Kaey doch einiges mehr an Stimme zeigte…

Wie dem auch sei, die Performances waren zu Ende und unsere Lust auch… Der Abend war langweilig, oder wir zu alt, oder beides … 🙂