Obession

Extravaganxa, White House Lounge, Kinky Planet Party, La Noire Fetische, langsam werde ich zum Spezialisten, was Fetisch-Partys angeht.

An diesem Wochenende war die Obsession im Edelfettwerk angesagt und die Spatzen pfiffen von den Dächern, dieses solle die beste ihrer Art sein.

Obsession Hamburg

Da ich mir sicher sein konnte, dass ich bestimmt nicht die einzige Person auf dieser Party sein würde hab ich mich einfach mal so auf den Weg gemacht. Das erste Mal seit Ewigkeiten hab ich mir extra mal wieder Strapse gekauft und mein ganz kurzes Lackminikleid aus dem Schrank geholt. Man will sich ja anpassen.

Tatsächlich waren sie alle da. Svenja mit Mona, Melli und Cat, Chris, Andrea und noch einige andere. Naja und ich eben.

Obsession Fetisch

Gleich anfangs zeigte sich aber das, was ich schon von der Extravaganxa kannte. “Ein unverschämter Eintrittspreis setzt sich durch – und ist durchzusetzen”. Dieses war nicht ganz so schlimm wie auf der Extravaganxa, aber auch die Obsession hat stolze 30 € gekostet. Egal! Was tut man nicht alles für einen netten Abend.

Relativ schnell wurde ich von Svenja gefunden, die ein einfach göttliches Kleid trug. Weiß, lang, schwer, seidenmatt, Brokatstoff, und sicher nicht günstig. Mit meinem Lackkleid kam ich mir daneben richtig langweilig vor. Eben durchschnittlich, wie die meisten, denn von den Kostümen kam die Obsession nicht annähernd an die Extravaganxa ran. Eine Party mit Motto ist wohl doch immer etwas anderes.

Obsession

Das Motto dieser Party war für einige “schlagen und geschlagen werden”. Normalerweise treibe ich mich ja eher auf der Partyseite herum, dieses Mal hab ich mich aber zu Svenja und Co. gesellt und geschaut was so im Spielbereich abgeht. Und ich kann Svenja nur zustimmen.

Ich verstehe nicht, warum die sich schlagen lassen und vor allem, warum die dafür auch noch Geld zahlen – und nicht wenig

Diesmal hat sie sich aber herausgehalten, nur Melli, die dieses Mal als Mann dabei war hatte Spaß – wenn man das so sagen kann. Sitzen dürfte heute schwer sein. :) Achja übrigens:

Ich bin immer wieder erstaunt, wie unglaublich viele unglaublich gutaussehende Frauen sich auf Fetischpartys herumtreiben. Wo sind die alle im richtigen Leben?

 

passende Beiträge:
Extravaganxa
White House Lounge
La Noire Fetische II
La Noire Fetische I
Kinky Planet Party

 

Kieztanke, Glanz & Gloria sowie Hamburger Berg

Die Älteren unter Euch werden sich vielleicht noch dran erinnern, Hamburg war in den Jahren 1810 bis 1814 eine französische Stadt, bis die Franzmänner Franzosen hochkantig rausgeworfen wurden.

Manchmal trauen sich aber immer noch einige Franznacken Franzosen nach Hamburg um nach dem Rechten zu sehen (oder vielleicht einen neuerlichen Einmarsch zu planen?). So war die letzten Tage mal wieder Laura im Lande bzw. in der Stadt. Dieses zur Anlass wolten wir nehmen, einmal loszuziehen. Der Kiez (Die Reeperbahn) ist Donnerstags bekanntlich gut gefüllt und ein netter Abend sollte somit fast garantiert sein.

Einige Mädels, die wir zum Mitkommen bewegen wollten, konnten entweder nicht, wollten entweder nicht, erreichten wir nicht oder konnten mangels Adresse und Telefonnummer nicht angesprochen werden. Nun denn, also ein Abend zu zweit. Ist ja auch etwas nettes.

Da Laura allerdings im gleichen Hotel wie ihre Kollegen nächtigte, wollte sie verständlicherweise nicht als Laura aus dem Hotel gehen, also kam sie zu mir und wir dressten uns eben bei mir. Wer schon einmal bei mir war, der weiß, dass mein Bad nichteinmal für eine Transe mit vollständiger Ausrüstung ausreicht, geschweigedenn für zwei von der Sorte. So dauerte das Styling dann auch relativ lange (soll heißen: noch länger als eh schon – und bekanntermaßen bin ich eine Schnecke, was das Styling angeht… Nur noch von Annabelle in Recklinghausen übertroffen – und gestern von Laura :-) ) Beim rein ins Bad, raus aus dem Bad, wieder rein ins Bad hat Laura sich übrigens nicht gerade leise verhalten *klack*klack*klack* (Also wenn mein Nachbar bei den gestrigen Stöckelgeräuschen keinen Verdacht geschöpft hat, dann ist er entweder fantasielos oder taub)

Das irgendwas an diesem Abend anders ist, hätte ich sofort merken müssen, als ich an der berühmt-berüchtigsten Kieztanke, der umsatzstärksten und wohl bekanntesten Tankstelle Deutschlands nicht in einer langen reihe stand, sondern meine Fischermans direkt an die Kasse tragen konnte.

Egal, eingesteckt und auf ins Glanz & Gloria, dem typischen Start eines Transen-Kiez-Abends auf St.Pauli. Dort beschwerten wir uns ersteinmal über die lausige Kälte auf der Reeperbahn und erhielten die Antwort, es könne vielelicht auch an unserer Kleidung liegen….

Genaugenommen war das garnicht so weit hergeholt, hatte mich Laura doch von einer langen Hose abbringen können und zu einem Jeansmini hinbewegen können, da man sonst “Ja meine neuen Stiefel nicht sähe. Recht hatte sie, also zeigen und frieren und (nicht über Gebühr, aber doch ein wenig) meckern. Wie heißt es noch so schön?

Wer schön sein will, muss leiden

Im Glanz & Gloria gab es an diesem Abend Hot-Cipirinha zum Vorzugspreis von 5,50 statt ausverschämter 9,00 € für einen kalten Caipi, heißes Wasser, Cachasa Limetten zusammen. sahr schmackhaft und vor allem warm. Gerade gut angewärmt um die nächste Station in Angriff zu nehmen. Auf zur Großen Freiheit zum Tanzen.

Auf dem Weg dorthin an der dort stehenden amen vom “ältesten Gewerbe der Welt” vorbei, die im Übrigen in Ihren Skianzügen wohl weniger frierten als wir in unseren Minis. :-)

In der großen Freiheit angekommen mussten wir feststellen, dass es extrem leer war. Alle drei Discos die wir überlegten zu betreten zeichneten sich durch eine große Leere aus. Wie ausgestorben. Die üblichen Verdächtigen (Schüler, Studenten und andere Nachtgeschöpfe) hatten wohl bereits Tags voraus die Nacht zum Tag gemacht und den großartigen Sieg des FC. St.Pauli gegen Werder lang und ausgiebig gefeiert. Wir beließen es also dabei nicht in eine Disco zu gehen und suchten lieber den Hamburger Berg auf.

Wie heißt es noch so schön im Liedtext von Aussenborder?

Hamburger Berg – Hier ist nachts der Teufel los

Heute war es aber nicht nur kalt in der Hölle sondern auch erstaunlich leer. Nicht einmal 20 Leute im Nachtasyl, als wir dort waren, kaum mehr Personen in Rosis Bar als wir dort waren und in all den anderen Kneipen und Bars war nicht mehr los. Komisch.

Nun denn haben wir und halt einfach nett unterhalten als Party zu machen. Spannend, nett und immer wieder gerne.

Was kann man noch sagen: Hamburgs Taxifahrer können nicht fotografieren – Falsche Nägel halten einfach nicht mit tatsächlich nur einem Tropfen Kleber, Laura – Betrunkene, die sich vor einem aufbauen und einen dann in einer Blitzaktion küssen, sind ganz schön komisch – Neue Stiefel sollte man an der Sohle anrauhen, bevor man auf Eis und Schnee geht.

Darf sich ein Tranny für Fußball interessieren?

Na klar, denn Fußball ist nicht nur ein Männersport. Und St. Pauli ist sowieso für alle da. Für Männer, Frauen und Trannys sowieso. Heute bin ich kein Tranny sondern einfach nur ein St.Pauli Fan.

3:1 gegen Bremen, Halbfinale und der Verein ist bald schuldenfrei.
Ich will jetzt die Bayern.

Wir sind Pokal !

Düsseldorf – ende

Irgendwie ist mir aufgefallen, dass ich etwas ausgelassen habe. Wie war es auf der Party in Düsseldorf überhaupt – und war es eigentlich eine Party als solches?

Obwohl das Ganze schon knapp drei Wochen zurückliegt, schreibe ich noch ein paar Worte dazu. Immerhin ist es ja ein Tagebuch und man will sich ja auch in vielen Jahren noch daran erinnern können.

Aaaaalso:

Cafe Scandal. Hmmm das Cafe Scandal ist eine Mischung aus Eckkneipe und Wohnzimmer. Ein langer Tresen, eine Sitzecke und etwas, das nach Essecke aussah. Nicht sonderlich einladend aber doch irgendwie sehr urig. Eine Kneipe also, in die es einen nicht zieht, wenn man daran vorbeiläuft, in der es aber sehr nett ist, wenn man eben ersteinmal drin’ ist.

“Drin” waren dann auch allerhans Leute. Etwa halb halb Transen und Stammgäste, dessen Stammkneipe das schon war, bevor Diane dort das Regiment übernommen hat und es zur Transenhochburg in Düsseldorf gemacht hat. Neben (größtenteils jüngeren) Stammgästen waren also eine ganze Menge Transen dort, viele auch, die ich das letzte mal auf Sabrinas Party gesehen habe.

Zum Abend ist eigentlich garnicht so viel zu sagen. Der Laden war voll ich overdressed und man konnte eine ganze Reihe netter Gespräche führen und – da ich ja ohne Auto dort war – auch das ein oder andere alkoholische getränk zu sich nehmen.

Was trinkt man in einer Kneipe? Szenebier (Becks Gold, Becks Lemon) ? Gibbet wohl nicht. Cocktails? Gibbet ganz sicher nicht…. Also ein Bier, obwohl ich eigentlich von so einem richtigen Bier nichts halte…. Auf meine Bestellung “Na dann nehme ich eben ein Bier” kam die Frage “Alt oder Pils”…. Altes Bier trinke ich nicht und überhaupt ich handele da nach der Devise “watt de buur nich kinnt, fret he nich” daher lieber ein Pils.

So nuckelte ich also an meinem Bier rum, daß ich ohne viel Genuss trank. Irgendwann war es aber alle und ich musste dringend irgendwas anderes genießbares finden.

Na dann eben einen Wodka-O. Auch nicht die Erfüllung aber ganz okay. Wieder stellte mir Diane bei der Bestellung eine Frage

“Normal” oder nach Art des Hauses?”
“Ähhhhhm öööh was ist denn das?”
“Probiere es doch einfach aus”

Na gut, weiche ich mal von p.g. Devise ab und nehme so einen Vodka O nach Art des Hauses.

…nach Art des Hauses. Eine leise Furcht beschlich mich. Was möge mich erwarten? Tabasco, Samba-Olek oder eine Flasche wodka und ein Spritzer Osaft? Irgendwie musste es etwas ekeliges sein. Doch weit gefehlt.

Wodka-O mit einem Schuss Galliano (Vanille-Likör) macht zusammen den weichsten und schmackhaftesten Vodka-O, den ich je getrunken habe und man merkt kaum, daß da auch Alkohol im Spiel bzw. Glas ist. Mittlerweile weiß ich übrigens auch, dass dieses ein Harvey Wallbanger ist.

Der Drink verdankt seinen Namen einem Surfer namens Harvey, der seine Siege mit einem Getränk gefeiert hat, das bis dahin als Italian Screwdriver bekannt war (Screwdriver + Galliano). Da er wohl viel zu feiern hatte, war er so betrunken, dass er des öfteren mit seinem Kopf gegen die Wand torkelte und hatte somit seinen Spitznamen weg. Davon hörte ein Galliano-Importeur und startete eine große Werbeaktion mit Postern, T-Shirts und Gläsern, was dazu führte, dass auch der Drink unter diesem Namen bekannt wurde (böse Zungen behaupten, alles sei nur eine Werbeaktion gewesen und den Surfer namens Harvey habe es nie gegeben).

Nun, mit fortschreitender Stunde und vielen Harvey Wallbangern wurde der Abend noch richtig lustig. man sah mich den Abend noch kurzzeitig mit einer üblen blauen Faschingsperücke, ich machte einen kurzen Haartausch mit Petra (es gibt ein Foto auf dem wir wirklich beide selten dämlich dreinblicken) und hätte Diane es nicht verboten, dann hätte ich noch auf dem Tisch getanzt. So blieb mir nur ein Stuhl, der allerdings eine etwas zu kleine Tanzfläche bot. Also Mädels, wer eine Coyote Ugly Trannybar aufmachen will, der sollte sich bei mir melden. ich bin dabei :-)

Übrigens gab es am Ende noch Bilder, die mich wirklich nicht von der besten Seite zeigten.

Merke: Alkohol und Trannydasein vertragen sich nur schwer.

ich zeige aber trotzdem lieber ein nettes Foto :-)

Ansonsten hab ich die Nacht gut geschlafen, ich wurde von Lakrize (der Katze von Sarah-Maria) bewacht, die mal auf und mal neben mir wachte, mich aber nicht aus den Augen verlor und der Rückweg mit der Mitfahrzentrale hat auch hervorragend geklappt.

Ich hatte nur etwas Schwierigkeiten, zu erklären, warum ich die ganze Zeit meine Winterjacke im Auto anhielt. ..Nun meinen Pullover hatte ich bei Petra vergessen und meine Felljacke wollte ich dann im Auto doch nicht anziehen ;-)

Wie dem auch sei, Düsseldorf war witzig.

Ps. dieser Trannykalender ist wirklich um einiges besser als ich erwartet hätte, aber ich kaufe ihn trotzdem nicht. Ich kaufe doch keine Trannybilder, die mich nicht zeigen ;-)