Hurricane Transe

Gleichgültigkeit
Gleichgültigkeit gegen sich selbst erweckt
die Aufmerksamkeit anderer.
Fliegende Blätter« erschienen zwischen (1844 – 1928)


So, etwa 88 Stunden Hurricane Festival und einige Tage Regeneration sind beendet – es war bitterkalt aber gut. Ich war dort mit einer Bekannten und wir beide fanden das Lineup großartig. Leider waren wir wegen gänzlich unterschiedlichen Bands dort. Normalerweise waren wir also zu unterschiedlichen Zeiten auf dem Festivalgelände. Und wenn wir gleichzeitig dort waren, denn zumeist an unterschiedlichen Bühnen. Na egal. es war trotzdem ziemlich gut. 60.000 Menschen auf einem Haufen und ich habe nicht eine Schlägerei mitbekommen. Abends waren wir aber gleichzeitig im Discozelt und nicht nur wir.Bei 60.000 Personen muss es rein statistisch wohl auch eine Transe geben…. In diesem Fall war das auch so.Aber warum warum muss diese wie Robert Smith herumlaufen??? Ein komisch geblümtes Kleid und vor allem verwischter roter Lippenstift. Ohmannomann. Das war mir wirklich unverständlich, da sie ansonsten eigentlich gut hätte aussehen können.

Auf meine Frage: „was war denn das eben“ meinte meine Bekannte „Das war ein Mann“ ….. Ach wirklich? Das ich eigentlich meinte. „Brr wie sah dieser Mann denn aus“, sagte ich dann nicht mehr.

Aber schön war, anzusehen, dass eigentlich trotzdem niemand Notiz von ihr nahm. Auch wenn ich hier etwas nörgele, dann muss ich trotzdem meinen Respekt aussprechen… Immerhin war ich dort als Mann und sollte so keine großen Töne spucken…. Eigentlich wollte ich ihr beides noch sagen, aber ich habe sie später nicht mehr wiedergefunden.

Bitte bitte meine Dame, so nur rumlaufen, wenn The Cure tatsächlich spielen, sonst ist das nicht das Wahre…

Trans-Street-Day

Freizeit
Es gibt so viel in unserer Freizeit zu tun, daß wir keine Frei-zeit mehr haben.
© Erhard Blanck (*1942),

Hilfe Freizeitstress!!!
Als ich erfuhr, dass es den Trans Street Day an diesem Wochenender in Dresden gibt, hatte ich eigentlich vor, dahin zu fahren. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt schon einem familieninternen Geburtstag zugesagt, auch ganz bestimmt zu kommen. Nun, das muss in diesem Fall vorgehen. Also nix TSD .

Stattdessen kann es sein, dass ich mich heute auf dem Straßenfest am Spielbudenplatz zur Eröffnung des Hamburger CSD herumtreibe. (Zumindest wenn sich Svenja meldet) werde ich wohl heute doch nichts mehr machen.

Interessant ist folgende Aktion in Dresden:
Die zentrale Veranstaltung von CSD und Trans-Street-Day 2005 ist die Demonstration.

Sie findet am Samstag den 4. Juni 2005 statt. Wir treffen uns ab 12 Uhr am Albertplatz in der Dresdner Neustadt. Beginn der Parade ist um 13 Uhr. Sie führt zunächst durch die Neustadt, zurück zum Albertplatz und von dort über die Elbe zum Theaterplatz und endet am Altmarkt.


Wir werden unter dem Motto „geoutete und ungeoutete Transsexuelle und Transgender“ als Block an der Parade teilnehmen.Wir wollen zeigen, dass auf dieser Strecke noch eine Menge Aufklärungsarbeit und politische Arbeit zu leisten ist. Zur Symbolisierung haben wir in den vergangenen Wochen an Masken gearbeitet. So kann auch jemand an der Demo teilnehmen, der nicht erkannt werden möchte. Und wer sich zeigen will kann dies durch eine eindeutig „abgesetzte“ Maske demonstrieren.Die Masken können am Vorabend während des Eröffnungsballs und direkt vor der Parade am Albertplatz abgefasst werden.Im ersten Augenblick habe ich es dämlich gefunden, wenn dort Leute mit Masken auftreten. Nach näherem Nachdenken finde ich es aber spannend, interessant und auch lehrreich, wenn dadaurch gezeigt wird, dass es eben viel mehr Transgender gibt, als diejenigen, die sich zeigen. Warum sich die anderen nicht zeigen hat sicherlich vielfältige Gründe – aber jeder Grund ist einer zuviel.

Genaugenommen bleibt dadurch dann doch der Demonstrationszugscharakter enthalten und es ist nicht nur eine reine Spaßveranstaltung. Nach reichlicher Überlegung sage ich. Daumen hoch

Aber weiter zum Freizeitsstress: TSD ist also nicht. Eine Woche später ist Christopher Street Day in Hamburg. Als hamburger Trannie sollte man da eigentlich auftauchen, gell. Nix Da Scheeßel ruft mit dem Hurricane Festival. Das geht vor – Man muss Prioritäten setzen. Danach ist CSD in Köln und ich überlege dort hinzufahren?

So gefällt mir das.

Ja, nein, bitte, danke.
Wenn ich so bei Ebay langsurfe und Schuhe in meiner Größe sehe, die noch nicht in meinem Schuhschrank stehen, dann bin ich interessiert. Wenn diese dann nur 8 € kosten sollen, dann kann ich leider schwerlich nein sagen. Also musste ich mal wieder zuschlagen.
Traraaa! meine neueste Neuerwerbung
Allerdings ist das einzige, was dazu anziehen könnte wohl mein schwarzes Lackkleid… Passt auch nicht recht, oder??? Hmm mal sehen, was ich da machen soll. Vielleicht ein rotes kaufen


die kleine Laufleiste unten auf dem Bild ist übrigens durch dieses Bild inspiriert und zeigt eine kleine Auswahl meines Schuhschranks… Ich glaube ich muss dieses Bild mal richtig nachstellen.

 

passende Beiträge:
noch nix.

 

 

La Noire Fetische

Unsicherheit
Unsicherheit stärkt die Angstgefühle –
diese wiederum bewahren vor unüberlegten Handlungen.
© Karin Obendorfer (*1945),

Vor einiger Zeit war ich ja mit Laura auf der Kinky Planet Party. Es war zwar nett, aber die Party hat mich damals nicht recht vom Hocker gehauen. Weder die Party als solches, noch die Musik oder die Personen (Laura natürlich ausgenommen) dort haben meinen Geschmack sehr getroffen.

Damals bin ich das erste mal einem bekannten Gesicht über den Weg gelaufen (eine ehemalige Kollegin, mit der ich allerdings nicht lange in der gleichen Firma gearbeitet habe und mit der ich allzuviel auch nicht zu tun gehabt habe. Sie hatte mich damals allerdings nicht erkannt – was mir auch sehr gelegen war. Eigentlich wollte ich auf dieser Party auch Florance kennenlernen, aber aufgrund der schlechten Party war sie nur kurz da, dann weg und wir haben uns nicht getroffen.

Vor kurzem fiel mir der Flyer oben in die Hände. Musik klang gut und warum nicht. Bis gestern morgen vergaß ich ihn allerdings. Mangels Laura und da zu kurzfristig um Lara anzusprechen hab ich im TG_N Forum um Begleitung gebeten. Nadja meldete sich und wir gingen Abends los….

Kurzes Lackkleid, Lackpumps, schwarze Haare, grüner Lidschatten, dunkelroter Lippenstift – das Ganze angestrapst. Kurzum, ich war selber ziemlich zufrieden, als ich in den Spiegel schaute. Ein lustiger, unbeschwerter Abend konnte beginnen.

Der unbeschwerte Teil des Abends war aber direkt nach dem Eintreten zuende. Mein erster Blick im Laden fiel auf ein Mädel. meine Mine versteinerte und ich war verwirrt. Ein Paar Meter vor mir stand eine Azubine aus meiner Firma, die seit einigen Monaten in meiner Abteilung ist (ja genau diese…) Sie schaute zwar in meine Richtung. Allerdings sah sie mich nicht direkt an. Mittlerweile bin ich aber ganz gut darin, kaum Reaktionen zu zeigen. Ich fing mich und ging an ihr vorbei.

Damit war es mit der Unbeschwertheit vorbei. Statt auf der Tanzfläche haben wir uns den Rest des Abends an der Bar herumgetrieben. Die nächsten Stunden hab ich mich mit meiner Kollegin beschäftigt. Schaut sie gerade wieder her, schaut sie nicht schon wieder, hat sie mich erkannt, wie sollte ich damit umgehen. Laura meinte zwar das letzte Mal „niemand würde Dich erkennen“ – aber bei einer Person, die mich täglich sieht war ich mir sehr (nein sehr sehr) unsicher. An den Reaktionen oder besser den fehlenden Reaktionen von ihr schien es aber so, dass sie mich nicht erkannte… cool.
Meinen Platz an der Bar, habe ich alles erblickend, aber doch nicht im Mittelpunkt stehend dann aber doch nicht verlassen. (Bis auf einen kleinen Ausflug zur Toilette. Dabei hab ich übrigens eine von drei Stufen übersehen und bin fast gestolpert (hmpf als ob ich nicht drauf laufen könnte – mist) Dummes Mißgeschick, aber nicht wirklich schlimm. Der GAU wäre gewesen wenn ich mich hingelegt hätte und im SUPERGAU hätte ich dabei noch meine Perücke verlieren können. Sogesehen war es also okay.

Als ich dann später so über die bar auf der anderen Seite schaute, meinte ich Florance (dich ich bisdato nur von zwei Profilbildern kannte, ) zu erkennen. War mir aber auch dabei nicht sicher – denn sie hätte auch ein wirkliches Mädel sein können. Nadja erging es ebenso und meinte unabhängig von mir „wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich sagen, dass da drüben eine Schwester steht“ Damit war es klar. Es war Florance mit einer weiblichen Begleitung. Beide kamen näher und wir lernten uns kennen. (Sehr sympathisch)
Der Laden wurde leerer und am Ende waren fast nur noch wir da. bis auf 6-8 andere Personen ( meine Kollegin auch immer noch) Die Musik ging langsam aus und wir wurden etwas später gebeten zu gehen.

Schwere Situation (helleres Licht, nur ganz wenige Personen an der Garderobe – meine Kollegin, ich un einige andere Personen.) Da ich
a) nichts gesagt habe und
b) sie nicht direkt angeschaut habe
kann ich nicht genau sagen, ob sie mir Blicke zugeworfen hat und oder ob sie mich erkannt habe.

Morgen Früh werde ich sicher anhand irgendeiner (oder eben wirklich keinerlei) Reaktion mehr wissen…

Übrigens in Rock, Korsett und mit Stiefeln schaut die gute klasse aus. Das sollte sie öfter tragen – vermutlich tut sie das auch – aber natürlich nicht bei der Arbeit.

Musikalisch war die Party übrigens einwandfrei.

 

passende Beiträge:
Kinky Planet Party
Diskussion über Damenschuhe

 

 

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fetische, angestrapst (2), grüner Lidschatten, Transgender Korsett

Die 6. Transgender-Club-Party [TGCP]

Die 6. Transgender-Club-Party [TGCP]
Da gilt es zu feiern, recht lange zu schlafen und ganz
ohne Tadel dann gemütlich beisammen die Sommernacht
reizvoll zu verplaudern.
Horaz (65 – 8 v.Chr.)

Die Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern und eigentlich steht auch der Termin seit Dezember fest. Nun ist es aber erst offiziell. Die 6 TGCP findet am 07.Mai statt. Da an dem Wochenende nicht nur die Party ist, sondern dazu noch Hafengeburtstag ist und zu dem Anlass immer gutes Wetter und viele gutgelaunte Leute in der Stadt sind, dürfte es großartig werden. Dazu bietet das Glanz & Gloria eine tolle Athmosphäre und die letzte Party war ein ziemlich unvergesslich es Erlebnis.

Kurzum:
Jeder hat selber Schuld, der an diesem Wochenende nicht in Hamburg verweilt. Es gibt nicht viele Ausreden, die gelten können.

Hier die offizielle Einladung von Kathryn und Henriette

Die 6. Transgender-Club-Party [TGCP]
findet am 7.5 2005 in der Bar „Glanz & Gloria“
(im Schmidt Theater, Hamburg St.Pauli, Spielbudennplatz,
neben der weltberühmten Davidwache)statt.

Eintritt 10 Euro incl. Begrüssungsgetränk, Fingerfood !
Für Männer Dresscode: Abendanzug (Smoking)

Anmeldung erbeten via HP www.trangender-club-party.de.vu
oder direkt an h.s.t@gmx.net stichwort TGCP

Liebe Grüse von
henriette & Kathryn