Lena Hoschek Aftershow Party @ Bassy

Am gestrigen Mittwoch feierte Lena Hoschek die Aftershow Party ihres famosen Runways auf der Berlin Fashionweek, der durchgängig als „Must Have“ und „Want Have“ bezeichnet wurde. Ich habe ehrlich nicht eine negative Stimme zur Kollektion gehört. Aber viele „toll“, „großartig“ und ähnlich lobende Worte.

1-DSC00573toll und großartig ist aber auch immer ihre Aftershow Party, die gestern im rappelvollen Bassy stattfand. Garnicht mal so wegen der freien Getränke, die es an der Bar gab und die Betty, Bettie und Bettie einem zu späterer Stunde in Coyote Ugly Manier direkt in den Mund gossen. Dafür trotzdem ein großes Dankeschön.

1-DSC00657-002

Auch nicht wegen der Burlesque Performance an der Stange oder von Roxy Diamond in ihrem großen Glas – Natürlich war auch die toll, aber nur schmückendes Beiwerk zu einem tollen Abend.

1-DSC00589

Nein, den Abend großartig gemacht haben die Leute, die sich an diesem Abend im Bassy einfunden, und den Abend besonders machten. Sheila hat es als „Familientreffen“ bezeichnet und das stimmt wirklich. Man kannte viele der Personen und viele weitere hat man bestimmt schon mal gesehen.

1-DSC00664

Es waren die Personen, bei denen man sich auf jeder Fête Fatale, jeder Pinkys Peepshow, den Freak Burlesque Circussen und den weiteren guten Veranstaltungen in Berlin immer wieder freut, wenn man sie trifft. Die Berliner Familie, die sich aus Künstlern, Burlesque Tänzern, Musikern, Modemachern, Freaks und einigen „normalen“ Menschen zusammensetzt.

1-DSC00595

Das ganze zusammen mit einigen Modebloggern und Besuchern der Fashionweek, die sich ob der Melange an Menschen auf dieser Party, die sich in ihrer Gesamtheit so weit von den „üblichen“ Fashinweek Event-People bewegte, die Augen gerieben haben, aber zur Musik von Anita Drink kräftig mitfeierten und das ziemlich lange…

1-DSC00586

Einige Besucher – auch ich – bemerkten heute morgen einen seltsamen Schlafmangel  🙂

1-DSC00653-001

Dabei fing alles für mich irgendwie seltsam an. Ich hatte mir ein schönes Vintage Kleid aus dem Kleiderschrank gesucht, dass ich bestimmt seit 4 Jahren nicht mehr anhatte, aber meiner Meinung nach für eine Lena Hoschek Party absolut passend war. Doch als ich es anziehen wollte, musste ich bemerken… Scheisse zu klein.

1-DSC00594

und wer nun sagt: tja dann musst du eben abnehmen, dem sage ich: „schön wäre es“… Nein, ich bin nicht etwa zu dick geworden… Ich bin zu breit geworden. Während das Kleid am Bauch – auch durch den Einsatz eines Korsetts ohne Probleme passte, waren der Oberkörper und das Kreuz das Problem…

1-DSC00591

Ich habe ein breiteres Kreuz bekommen. Ich, die Person, die seit Jahren allem was Sport auch nur im entferntesten ähnelt, weit aus dem Wege geht. Wie kann das passieren – und vor allem, was mache ich dagegen. Abnehmen bringt ja nun nichts…

1-DSC00622

Daneben hatte ich aber noch ein weiteres Problem. Meine blonde Perücke war gewaschen und eingeweicht. Kein Problem… es gibt ja nen Fön…

1-DSC00602

Bis gestern hatte ich auch noch einen, der sich allerdings mit einem Knall verabschiedete. Der Ventilator sprang aus der Verankerung, es flogen Funken, dann fing es an zu glühen und furchtbar zu stinken – glücklicherweise nicht zu brennen… Was nun? Die Perücke Nass und undurchkämmbar… Mir blieb nichts anderes übrig, als zu wechseln.

1-DSC00661

Daher gab es Zoe gestern in schwarz…. Ungewohnt, aber nicht so schlecht angekommen offenbar.

ipp

1-DSC00583

1-DSC00660

1-DSC005811-DSC00576

 

Mal wieder ein wundervoller Abend mit den Freaks

579795_591056557578460_937878589_n-001

Zwei lange Wochen war ich mit einer kleineren Operation ausser Gefecht gesetzt. Nach einem eh schon laschen start im Januar, der einzig einen Besuch im Red Light District bzw auf der Red Light Party im Flamingo zu bieten hatte… Ein ganzer Monat und nur einmal ausgegangen… Was war da los.

DSC03485

Keine Frage, ich musste mal wieder raus und es war nun einmal erster Samstag im Monat und somit waren mal wieder die Freaks im Wild at Heart zugange, eine Party, die zu besuchen sich eigentlich immer lohnt. Also hin da.

DSC03493

Nun haben diverse Viren einen Großteil der Freaks bettlegrig gemacht und auch Sandy schleppte sich eher krank als gesund ins Wild at Heart um eben da zu sein, so wie sich das als Chefin und Mama der Sippe so gehört, liess sich aber teilweise bei den Ansagen von Oberärztin Sheila vertreten, die im Kill Bill Krankenschwesteroutfit be-stach.

DSC03440

Allerdings auch mit einem – sehr offensichtlich nicht – Hattori Hanzo – Schwert zur Not hätte zustechen können. …Okay, auch wenn nicht vom Großmeister gefertig, war es doch echt Schwert und sicher auch echt scharf, so sollte man sich lieber nicht mit ihr anlegen und es halft ihr auch, die Meute auf und vor der Bühne in Schach zu halten.

DSC03470

Und das waren jeweils dann doch eine ganze Menge. Auch, wenn wie gesagt einige Freaks entschuldigt fehlten, wurde doch hochwertiger Ersatz gefunden La Viola Vixen und Les Femmes Brachiales stießen hinzu und möbelten das den monatlichen Freak Circus ordentlich auf.

DSC03545

Ehrlichgesagt hat man ja so ziemlich alle Nummern der Teaserettes schon mindestens einmal gesehen, so ist etwas Abwechslung nicht zu verachten und die beiden Acts sind schon wirklich hochwertig, wenngleich unglaublich verschieden.

DSC03490

La Viola Vixen – traumhaft, lebt von Ihren Kostümen, ihrem Aussehen und einer sehr professionellen, kühlen Aura, die sie umgibt – und auch wenn ich ihr schwarz-weisses Kleid gerne in meinem Kleiderschrank sehen würde – selbstverständlich in meiner Größe…, so fehlt mir ein wenig die Geschichte bei ihren Auftritten. Wunderbar anzusehen, ja, aber der Pep fehlt mir etwas. Toll indess.

DSC03504

Ganz anders Les Femmes Brachiales, zwei Mädels, die, wenn sie auf die bühne kommen, erstmal süß anzuschauen sind, ohne jetzt durch die aufwendigsten kostüme der burlesque Welt zu glänzen…. Wenn sie dann aber starten, bestechen sie durch großartigste Choreografien zu zweit, unglaublich viel Witz und hervorragende Mimik. Eine Mischung der sich eigentlich niemand entziehen kann. Ebenfalls toll.

DSC03526

Über die Teaserettes braucht man ja eigentlich nichts mehr erzählen, Sandy, Cheeta Bang band, Lola Promilla und Sheila, die ja seit geraumer Zeit als vollwertiges Mitglied eingebürgert wurde – und die zu diesem Abend Tweety mal wieder meuchelmörderte. Wie immer sehr nett.

DSC03520

Meine Kamera hat ein kleines Feature, dass Farben herausfiltert – und ich habe es heuer einmal mit gelb versucht um das kleine Tweetyvögelchen mal zu filtern… Leider kann dieses Feature offensichtlich aber mit bewegten bildern nicht so viel anfangen – und Frau Wolf wollte sich auf dieser Bühne doch tatsächlich bewegen. Solch ein Mist… Es hätte ein wirklich nettes Bild werden können. Aber auch so gehts.

DSC03543

Gefreut hat mich, dass mir Frl. Deinemaid, Dynamite… Whatever… also ich meine Betty, die gerade als Bezzy… Ach was solls, Namen sind Schall und Rauch… Die kleine rothaarige eben 😉 mal wieder über den weg gelaufen ist, ist doch immer wieder nett… Und sie wird – wenn ich das richtig mitbekommen habe, die Freaks im April am 1. Samstag verstärken… Hab ich sie doch Tatsächlich noch nie auf der Bühne gesehen.. man darf gespannt sein – Ich bin es zumindest. Eine Konkurrenz mehr in Burlesque in Berlin.

Rock & Roll X-Mas Nightmarket @ HBC.

Ich betreibe ja mit Pinup-Fashion.de nebenbei noch eine kleine Seite zum Thema Pin Up Rockabilly, Retro Kleidung und so war ich nicht vollkommen uninteressiert, als ich die Ankündigung zum Rock & Roll X-Mas Nightmarket im HBC las.

DSC00844

Spannende Brands und Labels, die dort des Nachts ausstellen, dazu Musik von beispielsweise den Cry Babies und Burlesque von Julietta La Doll. Spannendes Konzept, dass nun zwar mit X-Mas wenig zu tun hat und so oder ähnlich auch am 2. februar oder 25. Juli oder oder möglich wäre, aber auf jeden Fall eine gute Idee, da mal vorbeizuschauen.

DSC00839

Dabei war es garnicht so einfach, das HBC. zu finden. zumindest für mich nicht, hatte ich doch eigentlich keine Ahnung, wo genau ich zu suchen hatte und auch die Adresse, des HBC. oder deren Internetseite hat mir wenig weitergeholfen. Durchfragen war also die Devise – und das klappte so – naja – mäßig. Nichtsdestotrotz fand ich das HBC. und somit den Rock & Roll X-Mas Nightmarket.

DSC00840

So richtig viele neue Brands konnte ich da allerdings nicht finden. Pony Maedchen kenne ich natürlich lange und auch die Shops, die dort ausstellten waren einigermaßen erkennbar an den Marken, die sie ausstellten. Das einzig spannende neue Label, dass ich dort kennenlernte war Kissin Bomb, ein rockiges Label einer finnischen Designerin zu absolut fairen Preisen.

DSC00843

Aber auch, wenn ich nicht viel neue Brands kennen lernen konnte, so freute ich mich doch über das Nebenprogramm. Die Cry Babies beispielsweise, einer Berliner Band, die ich erstaunlicherweise gerade zu einem Besuch in meiner Heimatstadt also in Hamburg erstmalig gesehen habe, und die mir damals schon sehr gut gefallen hat.

Oder Eben Julietta La Doll, die ich zwar schon X Mal gesehen habe, aber die immer wieder neu mit neuen Nummern und tollen Outfits zu begeistern weiss. Gestern allerdings war das für sie wirklich schwierig, da es mit der Musik zu ihrer Nummer irgendwie haperte.. Ein Aussetzer folgte dem vorherigen und begleitete den nächsten. Wie wenn der DJ alle paar Sekunden mal auf den CD-Player schlug… Zu schade. …Aber das Outfit… ein Traum.

Ich hatte eigentlich non erwartet, meine Ex-kollegin zu treffen, aber die war wohl etwas früher da… zu schade.

Barracuda Ballroom Night @ Roadrunners Paradise

Barracuda Ballroom Night @ Roadrunners Paradise
oder auch
Durch die Musikgeschichte in 5 Stunden – I v. II

the mentalettes

Okay, ich muss ein wenig aufpassen… habe ich doch das letzte Mal vollkommen in Gedanken – allerdings vollkommen ohne Nachdenken das Roadrunners Paradise als Bassy verunglimpft. Das soll natürlich nicht noch einmal vorkommen und so kann ich freudig erregt verkünden, dass dieser Artikel vom Roadrunners Paradise handelt – Und zwar ganz sicher.

roadrunners paradise

Also, ganz genau genommen spielt der Raum – selbst dieser coole – natürlich nur eine untergeordnete Rolle, da ich mich zumeist da eh nur rumtreibe, wenn es eine Party gibt, die dieses erfordert. In diesem Fall war das die Barracuda Ballroom Night… wobei ich das Roadrunners sicher nicht als den klassischen Ballroom ansehen würde, aber was macht das schon.

Auf einem „Ball“ würde man wohl auch keine Modenschau wie eine von Chalotte Pulver erwarten, wie auch keinen Tankurs mit der Tanzratten Manu…. Wo war die eigentlich, als wir ankamen?  Schon weg? Könnte sein, denn wir erreichten den „Ballsaal“ ziemlich spät, nicht aber um noch etwas Party mitzubekommen. Und die ist im Roadrunners und wenn Ladynico am Regler steht jabekanntlich eher 50er geprägt.

DSC00802

Viel wichtiger aber als die Musik vom Band war die Musik von der Band… die danach auftraten. Ganz in schwarz gewandet, schwarze rollis, Zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und im Sound eindeutig ein Englands 60ern oder in Hamburgs 36er anzusiedeln (Für die nicht bewanderten, damit ist die Große Freiheit 36 gemeint und somit die Beatles…

Naja, Beatles spielten sie nicht, aber schon Beatmusik mit neuerem Einschlag und in einigen Liedern eine Menge Surf. Look und Musik irgendwas auf der Achse zwischen den Beatles und den Hives aber eher in den 60ern anzusiedeln. Sei es drum, ich stand vor der Bühne und fand die Jungs richtig gut. Mal etwas anderes und es gefiel mir ausserordentlich gut. (btw. dieses Lied ist nicht repräsentativ..leider)

Ich wusste ja aber auch noch nicht, was da noch kommen möge… bzw ich sah schon was später kam, sah es eben nur nicht kommen. An der Seite der Bühne standen nämlich drei Mädels in furchtbar seltsam aussehenden goldenen Leggins, die nach ein Paar Liedern der Band die Bühne enterten und die Jungs zur Begleitband degradierten. Vollkommen zurecht im Übrigen, denn die Mädels waren klasse.

Es waren, wie ich dem Flyer entnehmen konnte, „The Mentalettes“ und ihre Musik bezeichnen sie als „Outreagous Hip Shakin‘ Girl Group Garage Rock’n’roll“… wer sich darunter nun nicht so richtig etwas vorstellen kann, der möge sich eines der Videos ansehen und sich seine eigene Eingruppierung machen. Meine Begleitung und ich auf jeden Fall haben uns a) entschieden, dass wir das klasse finden und b) dass wir die Musik ende 60er einsgruppieren würden nur bei einer Band, deren Stil das sei taten wir uns schwer, Surf, Rocknroll und ein bisschen B52s vielleicht?

Aber das ist ja auch egal, denn wir überlegten uns noch c) ob die Wahl der goldenen Leggins nun wirklich so optimal sei, da ja nuneinmal nicht jede Figur dafür geschaffen sei, dass das wirklich gut ausschaut. nach kurzem beratschlagen stellten wir allerdings fest, dass uns das völlig Schnuppe ist, und dass es auf jeden Fall ein Alleinstellungsmerkmal ist, denn mal ehrlich, bei welcher Band hat man sofort ein Outfit im Auge, wenn man den Namen hört. Oder noch besser? Weiss, welche band das ist, wenn man ein Outfit sieht…

Vollkommen schnuppe, denn die Mädels haben auf jeden Fall das Roadrunners Paradise ge…. äääh mangels anderer Eingruppierungen nenne ich es mal – gerockt. Mir haben sie eine große Menge Spaß gemacht. Und sollten die mal ein konzert spielen, ich würde glatt hingehen.

Darum war es auch eine gute Idee, die Barracude Ballroom Night zu besuchen, auch wenn wir für den Tanzkurs und die Modenschau zu spät waren, Die Mentalettes rissen es raus und uns mit.