Das kalkulierte aber nicht erreichte Eklat-Zeitungsbild or: Tomte in Berlin
Wenn man sich kurz einmal einen Überblick über werbetreibende Firmen verschafft, wird man – sodenn man eine wirklich gute Marketingabteilung sicht – auf jeden Fall schnell bei Red Bull landen. Wohl keine andere Marke hat so konsequent dafür gesorgt ohne allzuviel Werbung jedem ein Begriff zu sein.
Werbung meine ich jetzt speziell als Werbung – denn im Bereich Sponsoring ist Red Bull vielleicht nicht monetär führend aber auf jeden Fall qualitativ ganz weit vorne. Man kann sich irgendeine Sportart heraussuchen oder eine Sparte, die nicht 100% Mainstream und doch noch genügend Leute anzieht suchen und man kann sich sicher sein, dass Red Bull mindestens einen der besten des Genres unterstützt. Surfen, Beachvolleyball, Motorrad, selbst Formel 1. Red Bull ist immer im Bilde.
Dass sie sich aber auch im Musikbereich engagieren war mir gar nicht so klar – today. Heute habe ich eine Lehrstunde in Sponsoring erfahren.
Man nehme eine interessante Band, der wohl kaum jemand einen komerziellen Ausverkauf vorwerfen würde und bei der doch genügend Personen auf das neue Album warten. Tomte passt auf all dieses.
Man lasse Tomte am Realeasedatum einen “Geheimgig” veranstalten, der allerdings – da einige Tage im Voraus angekündigt – nicht so “geheim” is, als dass nicht jeder Fernsehsender und jede Zeitungsredaktion dieses wüsste.
Zu diesem Geheimgig lasse man die Band um 0:01 unter freien Himmel auf einen Bus steigen und spielen.
Den Sänger lässt man so weit oben hinter einem großen Red Bull Logo stehen, so dass es keine Möglichkeit gibt, ein Bild des Sängers ohne das große Red Bull Logo zu schiessen.
Weil das ganze im Herbst in der Nacht stattfindet, stelle man einige Red Bull Tonnen auf und lasse sie brennen, so dass sich die Zuschauer über die Wärme des Sponsors freuen können.
All dieses passierte.
Das ultimative Bild war Tomte und Redbull allerdings nicht vergönnt. Trotzdem Tomte Sänger Thees Uhlmann mehrfach nach den Cops fragte und immerhin am Ende drei Polizeiwagen vor Ort waren, gab es nicht das vermutlich erhoffte Bild mit Tomte und einigen Polizisten auf dem Bus hinter dem großen Red Bull Logo.
Aber auch so wird es genügend Presse für Tomte und genügend Sponsorenerfolgt und Bilder für Red Bull geben.
Ich selber bin kein Riesen-Tomte Fan, aber ich muss zugeben: Sehr gut gemacht, liebe Marketingabteilung von Red Bull Ich bin begeistert. Falls Ihr übrigens mal Blogs sponsern wollt. Ich würde mich da wirklich gerne zur Verfügung stellen
Honeyball 2008 – Swing meets Rockabilly und Hillbilly und…
Am Wochenende stand der Honeyball 2008 in the SO36an und das ganze stand unter dem Motto “Swing meets Rockabilly. Mein erster Gedanke, als ich das hörte war: Klingt toll… aber im SO36??? das kann ja nichts werden.
I must confess, dass sich mir das SO36 bisher nicht als Location mit Flair im Gedächtnis verankert hat. Für mich ist das SO36 bisher ein eher lebloser Raum geblieben. Rockkonzerte, Punk-Konzerte? And! Aber Swing? Na ich weiss nicht.
Der Abend stand schon unter keinem guten Stern als wir losfuhren, denn es regnete Hunde und Katzen…. Ausserdem Pferde, Kühe und sicher auch ein paar Wellensittiche. Kurzum: es war ein absolutes Mistwetter. Trotzdem mussten wir vorher noch einmal eben zur Bank um eventuellen Eintritt zahlen zu können. Doch standen Sheila und ich wie doof vor den Geldautomaten. Sie konnte sich an ihre Nummer nicht erinnern und ich hatte auch so meine Probleme… Einmal falsch eingegeben, erhielt ich allerdings doch noch etwas Geld und konnte Sheila so diesen Abend finanziell retten. Anderweitig mussten wir ihn selber retten.
Doch vorerst fuhren wir erstmal kaugummikauend in Richtung SO36. Das war ein Fehler – also das kaugummikauen… Hab ich doch seit zwei Wochen eine provisorische Krone im Mund und sagte mirdie Zahnärztindoch noch etwas von “Nicht kaugummikauen”… Folglich habe ich jetzt KEINE provisorische Krone mehr im Mund sondern diese jetzt in der Handtasche. Na suupa!
Angekommen am SO36 mussten wir etwas warten, bis der Regen zumindest so nachliess, dass Sheila mich mit dem Schirm von ihrer Autoseite an meiner Autoseite abholen konnte. Anders wären wir derart durchnässt gewesen, dass wir den Abend schon vor der ersten Party hätten abbrechen müssen…
Da wir es wie bereits befürchtet nihct auf die Gästeliste geschafft hatten, schaute uns der Mensch am Einlass nur nichtssagend aber verweigernd an – glücklicherweise überstimmte ihn aber ein anderer netter Kerl, der uns …durchwank, durchwunk durchwinkte?… Naja durchliess eben.
Wir zogen also auf den Honeyball ein und es bestätigte sich, was ich erwartete. Das SO36 ist eben ein Laden, in dem es wirklich schwer ist, ein ansprechendes Flair herzustellen. Da kann man noch so viele Bilder aufhängen und versuchen, den Laden heimelig zu machen. Es ist eben schwierig.
Aber eine Party steht und fällt ja normalerweise mit dem Publikum – und das stimmte. Wir kamen erst gegen halb zwölf. Der Honeyball lief allerdings bereits seit 19 Uhr und seitdem war es gut gefüllt und es wurde getanzt, was das Zeug hielt.
In solchen Situationen ärgere ich mich immer, dass ich es nie zu einem Tanzkurs geschafft habe… Allerdings hätte ich mich wohl auch sonst kaum getraut, denn nahezu ausnahmslos wussten die dort tanzenden, was sie dort taten.. Und das taten sie nun bereits seit 4 1/2 Stunden. Welch Kondition.
Aber zum zweiten wüsste ich auch garnicht, welchen Tanzkurs ich besuchen sollte, denn Walzer war hier sicher nicht angesagt. So gab es die Situation, wo zu irgendeinem mir unbekannten Rock’n'Roll Titel in einer Ecke 5 Mädels einen Formationstanz darbot, währen in einer Ecke feinster Rock’N'Roll getanzt wurde und daneben ein Pärchen ziemlich klasse dazu Swing tanzte. Nicht zu vergessen das weitere Pärchen, dass einen mir gänzlich unbekannten Tanz tanzte, den MitveranstalterinElse stainless steel than “Vielleicht Hillbilly” klassifizierte. Wenn man tanzen kann, hat man da sicher viel Spaß, aber auch zum zusehen, ist es sehr amüsant.
Dabei waren die Besucher ziemlich unterschiedlich sowie dementsprechend unterschiedlich von den 20er bis 50er Jahren gekleidet. Spannende Mischung. Sheila fiel ein Typ auf, der einen Cowboyhut trug. Dazu sei mehr Mut nötig als für unser Outfit? Mut? Für mein Outfit? Soooo schlimm sehe ich doch garnicht aus..Naja ganz so meinte sie es dann doch nicht. Es stellte sich heraus, dass der Typ Mitglied der einzigen Band war, die wir nicht verpasst hätten. Die Blisters ‘n Grey
Blisters ‘N Grey
Die Cowboyhüte steckten sie in meinen Augen optisch in die Country-Ecke aber fragt mich nicht, was sie tatsächlich spielten. nach einem Gespräch mit Sheila hab ich viel mehr Informationen und viel weniger Ahnung als vorher
Rock’n'Roll, Rockabilly, Psychobilly, Hillbilly, Rockin’ Hillbilly, Country, in den Punk gehender Rockabilly, das ganze vielleicht noch mit Ska-Einsätzen in Richtung Madness und was weiss ich noch alles…. Puuuh Ich schwenke die weisse Fahne und kapituliere !! Ich mag die Musik, muss aber nicht unbedingt wissen, was GENAU ich da höre.
Anyway, die Band war nett aber nicht großartig und sie hatte das übliche Problem jeder Coverband. Wenn sie eigene Lieder einstreuen… die kommen einfach weniger gut an, als die Kracher die sie sonst nachspielen. Damage.
Insgesamt war es nett, aber ich glaube für solche Partys ist das SO36 vielelicht nicht DER Partyort. Ausserdem fand ich die Musik später auf der Eis am Stiel Party zeitweise noch etwas schmissiger..
Die Boheme Sauvage residiert im Belvedere auf dem Pfingstberg.
Was für ein Fest und was für ein imposantes Gebäude! Fräulein Else Edelstahl bat am Wochenende zur Sommerfrische aufs Belvedere auf dem Pfingstberg. Picknick, Schnitzeljagdund diverse Shows waren angekündigt.
I. Der Start All das unter freiem Sternenhimmel und mit 20:00 zu einer schon frühen Zeit.
Tatsächlich hatten wir uns auch vorgenommen sozusdagen die große Schloßtür mit aufzuschliessen und um 20:00 zugegen zu sein und noch eine ganze Menge der Abendsonne zu geniessen…. Dazu sollte es aber aus erwartbaren Gründen nicht kommen. Aus der Zeit zum Start 19:15 wurden 20 Clock, dann 21 Uhr und letztendlich sind wir um 22:13 in Richtung Potdsdam aufgebrochen.
in der Tat kann es sein, dass die Bilder auf einem Mal im Internet stehen
Leider war die Abendsonne zu dem Zeitpunkt bereits untergegangen und so waren meine weisse Sonnenbrille und mein großer weisser Sonnenhut nicht mehr notwendig – was mich natürlich nicht davon abhielt beides trotzdem zu tragen und so die Dame aus der Raffaelo Werbung zu geben… Okay okay, das war eher ein 50er oder 60er Jahre Outfit aber das machte mir überhauptnichts. Vorerst erinnerte ich Sheilas liebste jedoch an Brigitte Bardot. Das ist ja auch nicht die schlechteste Referenz, wenngleich eben deutlich nicht 20er sondern 50er oder 60er Jahre… Nundenn, mein Outfit wurde später aber noch von der Gastgeberin für standesgemäß geadelt.
Die Frau aus der Raffaelo Werbung?
Vorerst mussten wir aber das Belvedere überhaupt finden und der Pfingstberg hat diverse kleine Strassen, die zu diversen Gärten und Schlössern führen. Ich konnte nicht helfen, da ich noch nie so weit aus Kreuzberg bzw. aus Berlin rauskam und zufälligerweise uns auch kein Komet hinführte. Bis wir also den richtigen kleinen Pfad fanden, brauchten wir einige Fehlversuche und einen netten Informanten, der uns den Weg wies.
Einen hellen Stern sahen wir dann zwar trotzdem nicht aber immerhin sahen wir dieses zwar sinnlose aber großartige, hellbeleuchtete Gebäude und wir hörten Swing Musik.
II. Das Gebäude.
Das Belvedere auf dem Pfingstberg ist laut Fräulein Edelstahl das sinnloseste Gebäude in ganz Potsdam. Auf dem Berg thronend ist es eigentlich nur eine monumentale Aussichtsplattform, von der aus man am Tage einen großartigen Blick über Potsdam und Berlin haben muss. Es war jedoch bereits stockfinster als wir die beiden 22 Meter hohen Türme bestiegen.
Dort konnten wir zwar nichts mehr von der – sicherlich beeindruckenden – Landschaft sehen, hatten aber dafür einen umso besseren Blick über das beleuchtete Gebäude, das Wasserbecken und die Empore auf der getanzt wurde…
Der Star dieser Party war dieses Mal nicht das Publikum, es war nicht Coco, auch nicht die Burleske Tänzerin und auch nicht die Feuerballschwingerin. Der Star war in diesem Fall eindeutig das Belvedere. Naja und ein wenig auch das Wetter.
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III. Die Party Da hatte sich Fräulein Edelstahl ja eindeutig das richtige Wochenende ausgesucht. Sonne den ganzen Tag und selbst in der Nacht hochsommerliche Temperaturen. Es war so heiss, dass die Gäste die Bar leertranken.
Sheila und mich zog es irgendwann an die Bar und wir waren ob der reichhaltigen Karte begeistert. Gran Marnier Apfelsaft, den nehme ich…. Es dauerte eine Weile bis das Mädel hinter der Theke herausfand, dass es kein Apfelsaft mehr geben würde. Okay, dann eben einen Wodka Orangensaft… Dieses Mal ging es etwas schneller um herauszufinden, dass es auch keinen Orangensaft mehr gab. Wir gaben uns dannmit einem simplen Prosecco zufrieden. Den gab es immerhin noch. Aber dieses war wirklich das einzige, was an diesem Abend zu bemäkeln war…
Irgendwann standen Sheila und ich auf dem Obersten Gang und machten Fotos mit langer Belichtungszeit und ohne Blitz. Das sah klasse aus, nur gab es ein kleines Problem. Wenn Sheila fotografiert werden sollte, musste ich das tun und bei mir war es andersherum. Wir entschieden dann, den nächstbesten, der vom Turm herunterkommt zu fragen.
Hey Du, wir brauchen, Dich mal für ein Foto…
Seine AntwortNicht mehr um diese Zeit. konnte ich irgenwie nicht so recht einordnen… Was geht denan, wann wir hier Fotots von uns machen…?
Ich schaute einmal genauer hin und sah, dass der Mann, den ich gerade geduzt und darum gebeten hatte, ein Foto von uns zu machen der Sänger Max Rabe war… Er jedoch hatte erwartet, wir würden ein Foto von ihm wollen…
So sind sie, die Stars, wenn von Fotos gesprochen wird, erwarten sie, dass man von ihnen spricht… Well, bei uns wäre es nicht anders. wenn mich jemand um ein Bild bittet, stelle ich mich uch direkt in Pose und erwarte nicht, dass ich nur auf einen Auslöser drücken sollte.
 [ Hier Fehlt noch der echte Raabe ]
Ich hätte trotzdem ein Foto von ihm erwartet und war leicht verwundert, als Sheila ihm so schnell und ohne Widerworte seine Privatssphäre liess. ..Des Rätsels Lösung war, dass sie bereits ihm vorher, als ich das Belvedere erkundetebereits ein Foto von und mit ihm abgenötigt hatte.. Sie hatte ihre Beute also bereits.
Else schwoft über die Tanzfläche.
Wir unterhielten uns dann ncoh eine ganze Weile mit einer Frau, die das erste Mal die Boheme Sauvage besuchte, und so auch uns das erste Mal sah. Sie wollte in der Tat nicht glauben, dass bei uns einiges nicht Echt ist und dass wir wirklich 6 1/2 Tage die Woche genz normale Männer seien und wirklich nur auf Partys unterwegs seien… Ihre Freundinnen hat diese Fragenorgie herzlich amüsiert.
And, die rechte Dame ist morgen wieder ein Mann
Die Party selber war dieses Mal kaum von Relevanz, die Leute saßen am Wasserbassain, auf den vielen Bänken oder auf den Treppen und schauten dem bunten Treiben zu. Es war die chilligste Boheme Sauvage – und wieder einmal eine total unterschiedliche zu den bisherigenBoheme Sauvages.
Eggs, obiger Titel verdient nichteinmal das Prädikat “Reim Dich oder ich fress Dich”. Ist aber passend, denn das trio Ohrenschmalz ist in der Tat ein Ohrenschmaus bester Güte. Schon auf der letztenBoheme Sauvage in the Bassykam Coco auf uns zu und meinte, dass wir das Beste eigentlich schon verpasst hätten. Das Trio Ohrenschmalz – und sie wären großartig gewesen. Wir allerdings waren wie üblich zu spät und konnten diesen Ohrenschmaus nicht mehr erleben. Zu Dumm.
Aber dieses Mal sollte sich das ändern und wir waren früh genug dort um den drei Herrschaften beim Musizieren zuschauen und zuhören zu können. Und Musizieren können sie, das steht fest, denn ihre Viten (Mehrzahl von Vita?) auf ihrer Heimseite erzählen, wie lange die drei schon der Musik verhaftet sind. Dort stehen die Jahre zwei, fünf und acht, musikalische Früherziehung, Knabenchor, Geigenunterricht in der Musikschule. Kurz zusammengefasst kann man sagen, hätten die drei bereits in den 20er Jahren gelebt, dann hätten sie dann auch schon Musik gemacht.
Wahrscheinlich die gleiche wie heute, denn ihre Musik ist die der goldenen 20er Jahre.
Vermutlich tue ich jetzt irgendwem Unrecht an, wenn ich sie mit Max Rabe vergleiche. Das macht aber nichts, das nehme ich auf mich. Auch wenn ich bereits auf der vierten Boheme Sauvage war, muss ich nämlich gestehen, in der heutigen Musikwelt der 20er – 40er Jahre noch nicht so viel Wissen mitzubringen um richtig vergleichen zu können.
Ein hochgewachsener Sänger, der mit streng zurückgegeltem Haar nonchalant aber doch beim besten Willen nicht lässig und leger Lieder der 20er Jahre singt – oder zumindest Lieder, die ohne weiteres in die 20er Jahre hätten passen können.
But no matter, ob sie nun original aus der Vergangenheit stammten oder nur in der Art geschrieben, arrangiert und vorgetragen wurden, es war ein Ohrenschmaus, das Trio Ohrenschmalz gehört zu haben, denn auf die Boheme Sauvage passte dieses Trio hervorragend…