Zoe in Stücken

Samstag:

Treffen mit Nadine und unerwarteterweise Anstandswauwau ihrer Mutter am Alexanderplatz im Mio… Immer etwas seltsam dieser Russenkitschladen. An einem schönen Tag aber in den Hängesesseln wirklich nett.

Irgendwie kamen wir auf das Thema Primark und eh ich mich versah, saßen wir im Auto Richtung Schloßstraßencenter.. nur noch allerdings zu zweit um unserem gemeinsamen Schuhfetisch zu fröhnen.

Ich glaube zwischendurch waren es locker 10 Paar Schuhe in unserem gemeinsamen Beutel – was die Sache nicht einfach macht, denn Schuhe in Schuhgröße 41 unterscheidet nun soooo viel nicht von ebendiesen in 40… ausser die Zahl unten und der Schmerz am Abend. Zumal manch Schuhe sich doppelt im Beutel befanden… Suchen anprobieren, aussortieren…

Vollkommen in der typischen Art suchten wir uns nicht nur das höchste des Ladens aus, sondern auch gleich noch das teuerste als spätere einzige Schuhe aus.. was gerade mal 20 bzw 22 € bedeutete…

Meins! … also der Schuh links, da braucht sie gar nicht so grinsen 🙂

Während ich etwa eine Viertelstunde tragen brauchte, um mich für die extrem hohen, extrem coolen High Heels zu entscheiden, ging es bei Nadine eher um an – aus – an – aus.. ein Paradies für Mädels und Transen.

…Aber dass der Typ da sowas öfter trägt, konnten die Mädels dort ja net wissen, bezichteten mich doch zwo Hühner leise lästernd aber doch laut genug für Teloskopohren „einen auf Bruce Darnell zu machen“ … was nur insoweit stimmte, dass sowohl Bruce als auch ich besser auf  High Heels laufen können als die beiden, doch fehlt mir zu seiner Hautfarbe noch die ein oder andere Stunde im Ghettotoaster.. außerdem weine ich nicht so oft. Aber mit den Schuhen an, war ich mindestens zwei Kopf größer als der Rest der rumwuselnden Mädels da – mit Ausnahme von Nadine. Gloria Viagra Feeling beim Schuhekaufen.

2 Stunden, zwei Paar Schuhe, welch miese Ausbeute… Irgendwie ergaben sich während diverser Gespräche an meinem Handy, die allerdings nicht ich führte, Gästelistenplätze im Adagio und um das irgendwie gebacken zu bekommen führte uns der Weg von Steglitz (primark) zu mir in Kreuzberg um Zoe in Stücken abzuholen nach Niederschönhausen ? (oder so) um sich gemeinschaftlich uffzustylen.

Erstaunlicherweise brauchten wir beide in etwa gleich lang, was dem miesen Gerücht entgegen spricht, dass wir extrem lange brauchen würden. Nene Frauen brauchen bisweilen ebenso lange 🙂

Nach genügend Zeit, einer halben Flasche Rotwein und Verwüstung ihrer Küche mit meinem Make Up – was mir einigermaßen peinlich ist – waren wir fertig und warteten auf die noch fehlende Abendbegleitung um gemeinschaftlich zur S-Bahn Richtung Adagio zu stöckeln… zumindest zwo von uns vieren… wobei sich eine von uns vieren (Ein Rätsel: ich wars nicht) noch einmal kurz gegen so hohe und für etwas weniger hohe doch besser tanzbare Schuhe entschied…. Memme 😉 …obwohl die waren schon bannich hoch.

Und warum schrieb ich das nun alles, obwohl weder der Weg zum Adagio noch das Adagio speziell interessant waren? Ach eigentlich nur um dieses nette Bild nicht ganz ohne Artikel zu posten und oben meine tollen neuen blauen Schuhe zu zeigen… 🙂

Zwei absolut nachvollziehbare Gründe, gell.

Update nach Jessis Comment um der Story doch noch ein wenig Pepp zu spendieren:

Musst du umboxen, oder Stechen…

Es gibt ja immer wieder Idioten, die offensichtlich einen Bechern und andere Leute dumm anmachen, und jene die sich dem unbedingt stellen müssen und nicht einfach weggehen können. Erstere Person lief uns über den Weg zweite befand sich in unserer Gruppe.

Ich weiss nicht mehr genau, um was es ging – vermutlich um nichts, aber sie bekamen sich in die Haare… witzig war sein Kumpel, der meinte einen dritten Kumpel vor mir warnen zu müssen

„Achtung, das ist nicht, was nach was es aussieht“

was ja fast ein Kompliment ist, war anders gemeint, genaugenommen Gegenteilig.

Ich: So, was bin ich denn?

Er: Mir brauchst du nichts erzählen, ich bin Türsteher im Schwuz, ich kenn das“

Ich: Aha, sieh an, na und?

Er weiter: Ich bin da der einzige Hetero unter lauter Schwulen

Offensichtlich hat das Schwuz ein Türsteherproblem, denn zu späterer Minute hat ihn meine Anwesenheit immer noch nicht losgelassen und er meinte jetzt seiner Freundin (der im übrigen das einigermaßen peinlich schien) mich erklären zu müssen.

Er: Er….Es…. ääh
Ich (mit einem Lächeln): Sag einfach „Sie“, das erfordert der Anstand
Er (ohne Lächeln in der Devise): Bist du umgebaut? Wie gesagt ich kenn das.

Ich: Was hat denn das, damit zu tun?

Er: Äh

Danke! Ein „Sie“ konnte er sich nicht abringen… Aber ich weiß nun… „Das er das kennt.“ Wie genau er „das kennt“ und ob er wirklich der „einzige hetero unter lautes Schwulen“ ist, kann er gerne mit seiner Freundin ausdiskutieren… das könnte erstaunliches zu Tage fördern…

Ich sollte mal wieder ins Schwuz gehen, nur um diesen armen Türsteher zu verwirren…

währenddessen gesellten sich zu den eigentlichen Streithähnen noch ein Paar Türken, denen ich nach kurzem Blick weitaus egaler war, sie hatten die Aussicht auf einen guten Kampf, den sie mit den Worten „Klärt das wie Männer, musst du umboxen oder stechen…

Dazu kam es dann nicht mehr, zumindest für uns nicht, alles war geklärt und der Idiot hatte nun mit einigen aggressiven Türken zu tun, Zeit sich zu verziehen 🙂

 

High Heels On The Dancefloor

Zur Zeit komme ich relativ wenig raus, was die Updatehäufigkeit dieses Blogs eindeutig zeigt. Gestern war relativ klar, was anstand. Redcat 7, Struppets, Love Soja, Candynailz, Wahrhaft Nahrhaft, KEREGAN*, sowie der Waschsalon planten eine Eröffnungparty mit tolle Acts und etwas Musik. Sollte man besuchen soetwas.

High Heels On The Dancefloor - Adagio

Nachmittags klingelte allerdings mein Handy und Nadine war dran und erzählte von einem gewonnenen VIP-Package zur High Heels On The Dancefloor Party im Adagio. Von freiem Eintritt – natürlich, Freigetränken – schön und einer Limosine, die gegen 23 Uhr bei Ihr nähe Tegel losfahren würde… Da sie vor einiger Zeit bereits sagte „wenn ich das gewinne, kommst du mit.!?“ wurde ich eingeladen. Sollte man machen…

23 Uhr… genügend Zeit, bei der Eröffnungsparty vorbeizuschauen… wenn mein Auto angesprungen wäre. Dummerweise stand das seit Freitag Abend mit angeschaltetem Licht vor der Tür stand… An genau ebendiesem Platz blieb es dann auch Mangels Power in der Batterie – mittlerweile ohne Link – stehen. FUCK.

So durfte ich also das allerliebste tun, was ich so in Berlin mag. Den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen. ….Ich hasse das und genau um Bus und bahn zu entgehen habe ich eigentlich ein Auto… Aber was solls. Hilft ja nix, irgendwie musste ich ja ans andere Ende von Berlin kommen. Also zog ich einen Fahrschein und bestieg die große gelbe Limosine um zur deutlich weniger großen pinken zu kommen.

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Ich war viel zu früh, die weiteren Mitfahrer und das Auto noch nicht da, genug Zeit also, noch eine Flasche Weisswein zu öffnen… bzw tatsächlich zu leeren. Tja bei guten Getränken hat so ein Auto ohne Power doch seine Vorteile. Dem Weisswein vor dem abfahren folgten nämlich noch einige Flaschen Sekt im Auto und ein nettes Gedeck danach im Adagio. … und ein dicker Kopp heute morgen 🙂 Ich hatte wenig Training in letzter Zeit 🙂

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Die versprochene Limosine war ein langer Lincoln in der – nicht gerade Modefarbe – Pink. Aber ganz ehrlich die Fahrt in solch einem Auto wird überschätzt. Obwohl: bequem, Getränke, cool. Aber durch die getönten Scheiben bekommt man ja garnicht mit, wie der Rest der Welt so reagiert – und wir leben ja nun mal alle vor allem durch die Reaktionen, die wir provozieren.

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Zumindest einige Reaktionen gab es dann am Zwischenstopp am Brandenburger Tor und selbstverständlich direkt beim Adagio. An der Schlange vorbei. Zwischenstop am Zalando Stand um festzustellen, dass die Aktion „gewinne einen 500€ Zalando Gutschein bereits beendet war. (Die High Heels, die später als TOP Auswahl am Beamer gezeigt wurden waren aber eine Miese Auswahl liebe Damen und Herren von Zalando… das geht besser… Uns war es egal, denn Plätze im VIP Bereich mit Red Bull, Wodka und tatsächlich einer Flasche Champagner warteten… und ganz umgängliche weitere Menschen darin.

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Mal abgenommen, der Typ, der sich von der räumlichen Nähe mit mir offensichtlich derart in seiner Ehre verletzt fühlte, dass er sich mitsamt des Hockers in die andere Ecke verzog… Idiot. Aber das war sein Problem und nicht meines, gell. ich wollte mich in der Feierstimmung nicht stören lassen, denn erstaunlicherweise war der abend im Adagio grandios…

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genaugenommen bin ich mir sicher, dass ich im Adagio niemals mehr Spaß hatte… Was ich so erlebte würde in einen anderen Blogbeitrag passen, aber das lassen wir das. Offensichtlich habe ich aber seit mindstens 2 jahren eine Partnerschaft… Wusstet Ihr nicht – ich auch nicht! Aber der Anbaggerer der Dame zog von Dannen und ich bekam Küsse 🙂

Irgendwann im Morgengrauen ging es dann nach Hause mit einem breiten Lächeln.

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Berlin Fashion Night @ Adagio

Seit ich die Seite Pinup-Fashion.de mache flattern immer mal wieder irgendwelche Einladungen zu Fashion Events in meine Mailbox. Am Wochenende war das eine Mail, die mich zur 5. Berlin Fashion Night ins Adagio kommen lassen wollte.

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Hmm warum nicht, auch wenn das Adagio als solches nicht gerade zu meinen bevorzugten Partyorten zählt, kann man sich ja mal ansehen, was genau eine Berlin Fashion Night so ist und warum sie dann nicht zur Berlin Fashionweek stattfindet, wie alle anderen größeren Fashion Events in Berlin.

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Nun, die Fashion Night zeigte einige eher unbekannte Designer auf dem Catwalk, deren Stücke von Models getragen werden, die vorher in einem Casting ausgewählt wurden, die offensichtlich ihre eigenen Schuhe mitbrachten und nicht wussten was sie denn tragen würden, denn die Zusammenstellung Kleid – Schuhe war des Öfteren ziemlich abenteuerlich… Insgesamt schien mir der Name der Veranstaltung eher die Visitenkarte einer Eventagentur bereichern zu sollen, als eine wirklich gute Show von Fashionliebhabern zu sein.

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Auch die Showacts zwischen den Designershows waren eher durchschnittlich – wenn überhaupt. Eine wirklich üble Sängerin, die eine Fotografin neben mir mit „boh ist das schlecht“ betitelte und die ebenfalls wohl eher diese Show für eine Visitenkarten brauchte als eine Show sie gebraucht hätte. Dazu ein Paar Blues Brothers auf der Bühne, die aber nicht echt und auch nicht Soultrain waren. Insgesamt habe ich schon bessere Fashionevents gesehen.

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Einen besonderen Effekt haben die Herren und Damen Veranstalter auch dadurch eingebunden, dass sie einen schönen starken Scheinwerfer gegen die Fotorichtung der versammelten Fotografen gerichtet haben. Man man man, ich weiss nicht, wer auf diese Idee gekommen ist. Sicher niemand, der auf schöne Bilder gestanden hätte…

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Es gab aber auch positives an der Veranstaltung und zwar ein Label, welches ich bislang nicht kannte. Lüllepop Design, offensichtlich aus Berlin mit interessanter Kleidung aus Stoff, Lack und Spitze. Die Stücke haben mir wirklich gefallen und ich hätte mir davon einiges in meinen Kleiderschrank gehängt, was ich von den meisten anderen Kreationen nicht unbedingt behauptet hätte. Aber Lüllepop kann man auf jeden Fall einmal näher beobachten.

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Ich habe mich dann aber doch noch ganz gut amüsiert, da ich mich gut mit einem Mädel, dass ich eigentlich von den Rockstar Models Party hätte kennen müssen… eigentlich. Ich konnte mich natürlich an nichts erinnern. Nun aber sicher, denn sie als Model Coach hatte mir einiges zu erzählen und wir hatten eine Menge zu quatschen, lästern und auch ein wenig zu loben, Vor allem aber auch ein paar Getränke nett anzustoßen.

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Halloweenparty im Adagio

Zur Halloween Masquerade im Adagio

Nach der Rocky Horror Show stand das nächste Highlite des Abends an, Bob Youngs Halloween Masquerade im Adagio. Die größte Halloweenparty in Berlin. Letztes Jahr hatte ich ja verzichtet, weil ich mich beschissen gefühlt hatte, dieses Halloween wurde ich gekündigt, also auch nicht unbedingt die beste Voraussetzung für einen vergnüglichen Abend. Zumindest die Farbe des Gesichtes – bleich – konnte in diesem Fall für eine Halloween Party nur förderlich sein….

Es war saukalt, als wir am Adagio ankamen und mit den Worten „Wir stehen auf der Gästeliste“ bei den Türstehern um bevorzugten Einlass baten…. Dieser wurde aber barsch zurückgewiesen.. Wir hätten uns tatsächlich hinten anstellen müssen – No Way!. Das ist eine Bob Young Party und da haben Transen nun einmal bestimmte Vorrechte. Das steht zwar nirgendwo aber es ist so. Und wenn das der gemeine Adagio-Türsteher nicht weiss, dann muss er es lernen. Wir standen also weiterhin vorne und wurden auch tatsächlich mit der nächsten Tranche Gästen eingelassen. Okay. Angestanden hätten wir sicher nicht. So war es aber okay.

Zum Adagio. Es ist soetwas wie ein Phänomen in der Berliner Discolandschaft. Es ist wohl eine der besten Discos in berlin und es soll an normalen Tagen eine der Discos sein, die man nicht besuchen möchte, weil man deren anderen Gäste nicht treffen möchte… Das kann ich allerdings nicht beurteilen, denn zur Halloween-Party ist das Adagio anders bevölkert. So ziemlich jede Transe, die etwas auf sich hält hält an diesem Abend dort Hof und nahezu alle Gäste geben sich dort wirklich Mühe mit den Kostümen.

Steffi von Clubfeeling meinte, auch, dass diese Party klasse sei, sie hätte vorher auf einer anderen Halloween-Party geknipst und dort sahen irgendwie alle gleich aus, hier seien wirklich viele viele unterschiedliche Kostüme. Stimmt. Die typische Hexe habe ich kaum gesehen, es hatten sich fast alle herausgeputzt. Wir ja auch.

Allerdings sah ich irgendwann ein, dass das Schiff auf dem Kopf den weiteren Abend einfach nur behinderte und nahm so nach einer dreiviertelstunde im Adagio die Schere zu Hand und setzte das Schiff auf Reede zum Abwracken. Meiner Perücke schadete das nicht, war sie doch auf einmal noch höher und ich konnte mich schneller bewegen und sogar mal ein paar nette Leute ordnungsgemäs begrüssen.

Als wir so an der Treppe standen und auf das Rund heruterblickten rief uns auf einmal jemand aus dem VIP Bereich zu sich, wir sollten einfach seinen Namen nennen und würden eingelassen. Gesagt getan. Es gab ein paar Freigetränke bis besagter Typ herausgefunden hatte, dass Sheila und ich nicht auf Männer stehen und dass er auch Nina nicht besoffen machen könnte, da sie keinen Alkohol trinkt. Schade für ihne aber danke für die Getränke 😉

Bei der Wahl des besten Kostüms standen dann auf einmal Janka und Olga auf der Bühne, die beiden zwar eienn der ersten Plätze machten, allerdings doch nicht ganz vorne landen konnten. Gewonnen hat anstelledessen jemand, dessen Kostüm ich allenfalls als langweilig und schlecht betiteln würde…. Eine komische Welt ist dies…

Nicht komisch, sondern gruselig war die Geisterbahn, die im Adagio aufgebaut war. Ziemlich groß ganz schön dunkel und klasse gemacht. Kleine Mädels, die vor einem Fernseher mit Splatterfilme weinen, Tote in Badewannen, Untote in Gängen und Massenweise gute Ideen. Großen Respekt und wer das geschafft hat, hat sich einen Cocktail an einer der Bars verdient. Meine Rechnung ging dieses Mal an Sheila, da sie mir auf dem Weg zur Rocky Horror Show den Halt bei der Sparkasse aus Zeitgründen versagte… Tsts.

Am Ende – kurz bevor wir uns verabschiedeten gab es noch einen kleinen Plausch mit Bob, der mir erzählte, dass er bereits das 12 Jahr Halloween in Berlin feiert und dass er sich wirklich über das Gelingen und die Kostüme auf seiner Hallofeenparty freut und dass das Adagio einfach klasse dazu passt.

Keine Frage: Recht hat er und ich schätze, dass da noch die eine oder andere Halloweenparty in den nächsten Jahren und im Adagio zukommt…

[mygal=2008-halloween]