Urban Observations: Linda Simpson

Eigentlich hätte ich schon lange den Artikel über die Boheme Sauvage am letzten Wochenende schreiben müssen, aber ich hatte leider wieder einmal meinen Blog kaputt gemacht. Drum hatte ich mal wieder anderes zu tun. Zwar konnte man die Seite aufrufen, ich allerdings konnte mich nicht einloggen und somit auch nix schreiben.

Da ich daher auch keine Videos hochgeladen habe, kommt heute ersteinmal ein Video dran, dass ich Freitag gefunden habe, und dass mich sehr erinnert. Linda Simpson, eine Drag aus New York, die wie alle interessanten Personen nach New York. Alle zumindest, die mutig waren, dorthin zu ziehen. So ist es in Berlin ja auch irgendwie. Alle interessanten Leute sammeln sich in Berlin. Drags, Burlesque, Künstler, kaum echte Berliner und doch massig spannende Personen.

Unbenannt

Sie schreibt und gibt ein Magazin heraus und bezeichnet sich selber als Media Drag Queen… …Wobei ich mycomrade eigentlich auch nur als einen Blog mit einem Magazin Layout ansehe… Insofern sind wir dann vielleicht garnicht so unterschiedlich.

Aber interessant wie sie erzählt. Es gibt Linda und Les und Linda ist ein Teil von Les – sowie umgekehrt.

Dude looks like a lady

Es gibt ja eine ganze Menge Songs in der Musikgeschichte, die etwas damit zu tun haben, dass Männer sich in Fummel schmeissen. Ein Song davon ist auf jeden Fall “Dude looks like a lady” von Aerosmith. Ob da der Tyler Steven etwas autobiographisches geschrieben hat, ich weiss und glaube nicht. Ist aber auch leidlich egal.

Neben den Songs gibt es dann aber auch noch Lieder, die nix damit zu tun haben, dass sich Männer in Fummel schmeissen und in dessen Videos trotzdem ebengenannte auftreten. Mal mehr und mal weniger gut.

Jetzt habe ich ein Video ausgegraben, bei dem beides zusammenkommt, okay es scheint nicht unbedingt ein offizielles Aerosmith Video zu sein, aber doch ein ziemlich großartiges und Steven kommt auch ganz bestimmt nicht drin vor.

Stattdessen vier Drags, die sich mit diesem Video nicht allzu ernst nehmen… Stattdessen zeigen sie auch die miesen Zeiten des Drag-Alltages. Intoleranz, Drags und Drugs, Liebskummer und Konkurrenz. Ziemlich gut, finde ich.

Too Fat To Be A Drag Queen ?

Ich kann mich noch erinnern, dass Janka nach dem letzten Sommerurlaub darüber geklagt hat, sie sei fett geworden und müsse nun abnehmen…. Nun die Definition von fett ist da absolute Ansichtssache und ich gehe mal davon aus, dass es ausser ihr niemandem damals aufgefallen war… Anders bei folgender Drag Queen….

…Soetwas ist hart. Ich habe gerade eine Geschichte über Billy Gordon gelesen. Billy war berühmt als die welt-fetteste Drag Queen. Leider wurde der Artikel als ohne Feingefühl “Freak of the Week” betitelt, dabei ist die Geschichte wirklich traurig.

world fattest drag queen

Billy war die fetteste Drag Queen und als solche berühmt. Tagesgagenvon mehreren tausend Dollars, Rollen in Hollywood sowie viel Ehre und Fame gingen damit (laut obiger Zeitschrift) einher. Okay, ich kannte Billy bisher nicht, aber das hat wenig zu sagen. Ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, das das schon stimmt.

Wie bei vielen Stars, drehte Billy dann allerdings etwas am Rad, was bei ihm in vermutlich ein Pizzarad bedeutete. Wenn sein Starappeal eben darin besteht, big und Fat zu sein, dann muss man sein Gewicht eben auch halten… Billy übertrieb das aber und fand nicht den richtigen Auswegpunkt zu stoppen…

Schon als neunjähriger wog Billy etwa doppelt so viel, wie andere gleichaltrige, merkte später aber, dass es besser sei, wenn Leute mit ihm lachen, als über ihn, also inszenierte er sich und wurde Drag Queen… Wie die Stilettos ihn trugen bleibt mir zwar ein Rätsel, aber sie trugen ihn wohl gut. Richtig Klischeehaft, Tagesgagen von tausenden Dollars, Limos (autos nicht getränke), Villa in Hollywood, Ein Film mit Eddie Murphy, Nobelclubs… Das ganze Programm. Getränke waren dann vielleicht doch eher Cola oder ähnliches, denn mit 45 wog er über 300 Kg..

Dann kam Liebeskummer, Depression und so hohes Gewicht, dass er einen Rollstuhl benötigte… Nur logisch, dass damit auch die Drag Karriere ein Ende fand.

Mittlerweile ist Billy mit viel Unterstützung und training bei “nur” noch 222 Kilo angelangt und 180 sollen es werden. Der Rollstuhl ist passee, er kann wieder laufen und darf wieder Star sein… Vorerst zwar nur in einer Sendung, die ihn beim abnehmen begleitet. Ein wenig will er aber noch verlieren, bis er wieder anfängt sich zu dressen und wieder als Drag Queen in Erscheinung tritt… Aber aufgegeben hat er es noch nicht. Er fühle sich immer noch als star – tief innen drin.


Transform me

VH1 hat wohl wirklich viel Erfolg mit Ru Pauls Drag Race, denn sonst würden sie das Drag Thema wohl kaum ausweiten – und genau das tun sie ab dem 15. März mit der neuen Serie Transform me.

transform_me

Transform me ist eine Makeover Show, in dem drei Drags als Styling Berater fungieren und Frauen, die sich in einer Styling-Misere befinden werde von diesen drei Styling Queens verwandelt. …wenn ich nur wüsste, an was mich das erinnert. Gab es da nicht mal bei RTL irgendsoeine Sendung?