20 Flight Rock – Rockabilly Hamburg

Rockabilly in Hamburg

Schwere Zeiten für das King Calavera, so scheint mir. Nachdem BJ und ich das Queen Calavera verliessen, noch ein 99 Cent Bier in der 99 Cent Bar tranken und noch eine knappe Stunde im Peggy Sues abgefeiert haben, hatte BJ eine weitere Idee.

Dort am Hans Albers Platz ist noch ein Laden, der nur Rock und Rockabilly spielt..

Für mich war klar, dass BJ das King Calavera meint. Schrieb ich doch beim Besuch von Sheila und mir damals:

Rock’n'Roll, Rockabilly, Punk und Surfsound, und viele viele Pinups, die sich zu Ehren dieser Party besonders herausgeputzt haben.

Klar, das King Calavera ist immer einen Besuch wert…. Der Weg führte auch fast drauf zu, nur im fast letzten Moment drehte BJ ein und steuerte nichteinmal 10 Meter gegenüber der kleinen Strasse auf einen Laden mit einem großen Stray Cats Banner zu, der 20 Flight Rock heisst.

Vergesst jetzt alles, was ich bisher über das King Calavera gesagt habe. Binnen einem Jahr hat sich ein dreigestirn aus coolen Läden entwickelt. Neben der Burlesque Bar Queen Calavera das bereits angesprochene rockigere King Calavera und eben das 20 Flight Rock.

Die Musik dort ist Rock’n'Roll und Rockabilly, die Haare haben tollen oder Pomade und die Wände sind voll mit Rock’n'Roll Devotionalien, Plakaten, Stickern und Fotos. Man erfährt an der Wand, dass Elvis Presley “God” ist, der DJ hört Lieder nicht mit Kopfhörern vor, sondern mit einem alten Telefonhörer und über dem Weg zur Toilette wacht, wie nebenan im King Calavera eine große Bettie Page. Ein toller Laden.

Ich sage mal so, wer in Berlin die Girl in A Hot Rod Party im Roadrunners Paradise mag, der wird sich auch im 20 Flight Rock in Hamburg zu Hause fühlen – und umgekehrt.

Dabei merkt man auch mal wieder, wie klein die Welt ist, kam ich doch in diesen Laden rein, sog die Atmosphäre in mich auf und schaute einmal in das Rund und erblickte Molly, die ich ja knapp drei Wochen vorher bei Dr. Sketchy’s Anti Art School bereits kurz kennengelernt hatte.

Big Blue Bar Berlin

Zur Big Blue Bar in Berlin gibt es mit Sicherheit mehr blöde Redewendungen als die die mir bei kurzem nachdenken eingefallen sind: Man war ich blau in dieser Bar, wir haben blau gemacht, wir haben eine Blaupause gemacht… etc.

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Ich habe mich aber entschlossen keines dieser blöden Wortspiele zoe21.jpgzu nutzen und einfach über die Bar und den Beginn des gestrigen Abend zu schreiben. Nina, Janka, Mel und Claire haben sich bei Janka aufgebretzelt und wie immer, wenn sich mehr als eine Transe auf einem Haufen fertigmacht dauert es länger als geplant. Sheila und ich waren aber schon lange fertig und in rosa Bayernoutfit gewandet.

Wir hatten nun zwei Möglichkeiten, entweder den Hühnern bei Dressen zusehen oder noch eben einen White Russian im Big Blue, der Bar eines Bekannten von Sheila, zu trinken. Keine Frage, für was wir uns entschieden haben. Ab ins Big Blue.

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Nun waren wir ja etwas extrevagant angezogen, doch das war nicht der einzige Grund, warum wir anfangs etwas scheel angeschaut wurden, als wir in die Bar stöckelten. Der nette Barkeeper sagte uns dann auch, warum er etwas komisch schaute. Dort stehen halt in der Nähe einige “Mädels” an der Strasse, die er schon mehrfach galant aus der Bar geleiten musste.

imgp2031.jpgDa wir aber, wenngleich extravangant gekleidet, dann doch nicht nuttig aussahen und Sheila etwas Namedropping betrieb, war die Sache ziemlich klar und wir bekamen sofort den besten Service sowie die größte Aufmerksamkeit.

Uns wurden Erdbeeren in Krokantschokolade, ein Schiffchen mit geschnittener Ananas, leckere Kurze auf Vodka-Basis , der Rest Mai Tai aus dem Shaker sowie diverse Geschichten über die Bar gratis kredenzt Dazu gab es die beiden größten White Russians, die ich je sah… Und was dem Ganzen die Krone aufsetzte: am ende wurde Kopf oder zahl gespielt, ob wir einen White Russian oder beide zahlen mussten. Wir gewannen und Sheila zahlte. (Notitz für mich: Ich schulde Sheila etwas).

Egal, ich sage Mal: Bedienung im Big Blue 1+

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Das Big Blue ist eine ziemlich puristisch in, welch Wunder, blau gehalten und eingerichtete Bar, eine wie eine Acht geschnittene Bar, eine ganze Menge Hocker, ein DJ-Pult und sonst eigentlich nix – ausser Cocktails, Cocktails, Cocktails und eben eine klasse ausfmerksame Bedienung.

Eigentlich ist das Big Blue gar keine so bekannte Bar und doch feiern hier Szenegrößen wie :Mataina Ah Wie Süß: oder :Superzandy:, die hier auch Resident DJs ist.

Superzandy kam dann auch noch zufällig vorbei – und plauderte ungedresst mit uns über Alkohol und Autos, Bayerische Dresses, das Oktoberfest und den dort stattfindenden Gay-Day in der Bräurosl, den Besitzer des Big Blue und diverse andere Kleinigkeiten.

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Ich bleibe dabei. Superzandy ist extrem sympathisch, gedresst oder ungedresst.

Irgendwann riefen die Hühner bei Janka an und es musste fix gehen. Mai Tai exxen, White Russian austrinken, Tschüss sagen und auf zu Janka

Berlin Stiletto Run 2007


100 Meter, 100 Frauen, jeweils mindestens 7 cm Äbsätze unter den High Heels, eine Siegerin, ein Einkaufsgutschein über 10.000 € das ist der Glamour Stiletto Run.

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12 Uhr und ein Paar zerquetschte wachte ich heute morgen auf und hatte sofort die Gewissheit, irgendetwas vergessen zu haben… Nur was? Hatte Janka nicht am letzten Wochenende irgendwas vom Glamour Stiletto Run gesagt, der dieses Wochenende stattfinden sollte, von Sonya Kraus, die das ganze moderieren würde und mit der sie dringend mal ein foto haben wolle. Vor allem nörgelte Janka aber darüber, dass die Idioten von Glamour ihre Bewerbung, daran teilzunehmen ignoriert bzw. abgelehnt hätten….

Wie war das noch, wann way.de/2007/08/as dieser High Heels-Run noch?
Samstag 12:30, genaugenommen gleich…
Scheiße, dann los

Mist am liebsten hätte ich mich ja noch gedresst und aufgebrätzelt und meineszeichens meine liebsten und besten Stilettos gezeigt, ausserdem hat sich ja beim Underground Catwalk gezeigt ist es immer ein Vorteil, aufgetranst zu solchen veranstaltungen zu gehen. Man kommt da hin, wo andere nicht hinkommen und man bekommt bessere Bilder – sowie mehr Aufmerkamkeit.

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Nun, ich bekam nichts von alledem, denn ich war, da ohne Presseausweis sowie ohne sichtbaren Grund da zu sein, wohl einfach ein geifernder Sack, der schönen jungen Frauen hinterherfotografierte. Zu schade auch.

Dabei hätte ein wenig mehr Glamour dieser Veranstaltung weissgott nicht geschadet, denn irgendwer schien den Stiletto Run Teilnehmerinnen eingeschätft zu haben, möglichst wenig zu lächeln, und wenn überhaupt nur ganz kurz und möglichst mit einer Miene wie 7-Tage Regenwetter vor Kameras zu stellen.

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möglichst nach unten schauen und ganz wichtig, nie lächeln.

Sorry Damen, aber auf dem CSD Hamburg war der Glamour Faktor extrem höher, ebenso auf dem CSD Berlin, und da hat es noch dazu aus Kübeln geregnet. Nur schön Aussehen und Stilettos anhaben ist für mich noch kein Glamour. Da gehört mehr zu.

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…Ja, ich gebe zu, einige konnten das doch, beispielsweise die folgende Dame, die den Gutschein über 1.000 € für die glamourösesten Stilettos abgriff. Sie war eine der wenigen, die mit der richtigen Einstellung in der Art. “Der bus wartet schon auf mich, noch ein Foto?” heranging. Meiner Meinung nach war sie wirklich iener der wenigen Glamourhighlites auf dieser Veranstaltung.

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Eindeutig zweifeln liess mich allerdings der modegeschmack der jury, die ein vollkommen belangloses Outfit zum glamouröseten Outfit wählten. Schwarze Shorts und hellbraunes Chiffonoberteil. Und das sollte das beste Outfit sein? Na ich weiss nicht? Ich habe da so meine Zweifel und deutlich sehenswertere Outfits gesehen. Vielleicht finde ich ja gar n

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Nicht schlecht, aber wirklich das betse Outfit?

Da ich ja zum zuschauen verdammt war schaute ich mal, was die zuschauer zu sagen hätten. Von Danach könnte man meine Füße wegschmeissen über die breachen sich doch die Haxen bist, Achquatsch, einfach auf den Ballen laufen, dann ist das alles klein Problem, war wohl alles dabei. Ich halte es dabei übrigens mit letzterer Aussage. Stilettos und rennen ist doch ganz einfach, auf den Ballen eben und nach Möglickeit nicht in Riemchensandaletten, sondern in etwas festerem Schuhwerk… Einzug und alleine beim Abstoppen sollte man etwas aufpassen. Dazu muss man ja ach sagen, dass 7,5 cm noch nicht wirklich hoch ist.

Hinter mir war übrigens ein Mädel, das gerne mitgelaufen wäre, es aber verschwitzte…

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Nächstes Jahr vielleicht…

Bilder vom Stiletto Run 2007
http://www.glamour.de/glamour/1/5/content/08699/

Hallo Michael Neumann

…Wichtig…

mittlerweile ist der Kommentar wieder sichtbar..

trotzdem:

Offener Brief an sie:

Hallo Herr Michael Neumann,

ich finde es ja generell schön, wenn Politiker bloggen und so ihre Meinungen einer größeren Leserschaft zugute kommen lassen. Traurig wird es leider immer dann, wenn Politiker das Medium “Blog” nicht sinnvoll oder falsch einsetzen, Ghostwriter beschäftigen, das Blog nur zur Werbung nutzen oder Diskussionen oder konträre Meinungen nicht zulassen.

Einiges davon scheint bei Ihnen zuzutreffen, und da meine Kommentare bei ihnen ja nicht erscheinen, schreibe ich Ihnen hierüber.

Michael Neumann

Hallo Herr Michael Neumann,

Sie sind, wie Sie auf Ihrem Blog schreiben Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und als solcher für mich zuständig. Meine Meinung sollte Ihnen wichtig sein, meine Meinung sollten sie mit Bedacht anhören, und eventuell viel Wert auf meine Meinung legen. Auf jeden Fall sollte Ihren aber mein Wohl am Herzen liegen, denn Sie sind Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und ich bin Ihr Wähler.

Hallo Herr Michael Neumann,

ich als Ihr Wähler (und einer der noch nicht vollständig politikverdrossen Nichtwähler geworden bin) mag es nicht, wenn Politiker Augenblicke nutzen, um Polemik zu treiben – noch viel weniger mag ich allerdings, wenn man meinen Hinweis darauf einfach nicht beachtet. In diesem Fall ist das ein Einwurf oder Kommentar auf ihrem Blog gewesen, der Ihnen anscheinend nicht genehm war und somit zensiert wurde.

Soetwas kommt selten gut an, bei Bloggern schonmal garnicht.

Hallo Herr Michael Neumann,

Auf Ihrem Blogposting: CSD: Hamburger Stimme derzeit still schreiben sie generell sinnvolle Sätze wie:

Anlässlich des CSD-Empfangs meiner Fraktion haben wir vom CDU-Senat mehr Engagement bei der Gleichstellung Homosexueller und beim Schutz vor Diskriminierung gefordert. In sechs Jahren CDU-Regierung hat sich für Lesben und Schwule in dieser Stadt nicht viel getan. Wir brauchen eine Kultur der Offenheit und des Hinsehens. Diese wird es aber nur geben, wenn die Politik klar und deutlich signalisiert, dass sie Diskriminierung nicht duldet.

Ich werfe dem CDU-Senat vor, sich zu wenig für die Belange von Schwulen und Lesben einzusetzen. Das Senatsamt für Gleichstellung hat der CDU-Senat abgeschafft. Seither gibt es für Homosexuelle keine Anlaufstelle mehr in Hamburg. Das “¾Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle”“ wird für keine einzige Veranstaltung genutzt. In Sachen Aids-Prävention und Aufklärung kürzt und blockiert der CDU-Senat seit Jahren die Mittel. Angesichts dieser Politik ist es auch kein Zufall, dass der CSD zum dritten Mal in Folge ohne die Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters stattfindet.

… wie gesagt generell kann ich ihnen zustimmen..

… aber ich fand es in meinem Kommentar etwas befremdlich, dass Ihnen das genau zum CSD und zum kurzen Medienslot auffällt und eben (so kommt es mir vor) nicht ganzjährig ih ihrem Fokus liegt. Das klingt in meinen Ohren nach Werbung zum besten Zeitpunkt.

Dazu finde ich es traurig, dass sie diese Werbung vor allem auf Ihren politischen Gegner zu fokussieren, anstatt selber mit plausiblen, finanzierbaren und sinnvollen Vorschlägen aufzuwarten.

Wenn Sie mich fragen, welches politische Statement mir von Ihrer Partei im Gedächtnis geblieben ist, so war es folgende:

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Schon etwas traurig, die politische Message “… und wo ist OLE?” zu vertreten, statt selbst in die Offensive zu gehen, oder?

Was Ole von Beust angeht, so hat jeder Betroffene meiner Meinung nach das Recht an einem CSD teilzunehmen oder eben nicht teilzunehmen – Auch ein erster Bürgermeister. Auch ich hätte mir gewünscht, er hätte Flagge gezeigt, kann aber damit leben, dass er es nicht tat.

Btw. Wie viele Jahre Hintereinander hatte Gerhard Schröder eigentlich zu seiner Amtszeit als Bundeskanzler die Schirmherrschaft des größten CSD in Köln inne? 0 oder 0 Jahre.

Hallo Herr Michael Neumann,

statt verbal auf andere einzuschlagen, leisten Sie lieber gute arbeit mit sinnvollen und finianzierbaren Vorschlägen
statt Medienwirksame Slots zu nutzen, bleiben Sie leiebr ganzjährig am Ball
statt andere Meinungen zu zensieren, gehen Sie lieber drauf ein und fördern sie Diskussion,

Ansonsten sollten Sie Ihr Engagement, einen Blog zu führen überdenken und lieber ab und an eine Pressemitteilung herausschicken.

Danke!

Ein noch in Hamburg gemeldeter enttäuschter SPD Wähler