Lange Nacht der Museen

Ramones Museum Berlin.

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Es ist erstaunlich, ich war zum ersten Mal in meinem Leben zum zweiten Mal innerhalb eines Monats in einem Museum und – vollkommen zufällig – gerade am Tag der Langen Nacht der Museen in Berlin.

In dieser Nacht haben alle wichtigen Museen in Berlin, immerhin 100 Häuser und Ausstellungsräume in Berlin geöffnet. Ich bin mir nicht sicher, ob das Museum welches ich am Samstag besuchte dabei war, aber ganz sicher begeisterten die Künstler, dessen Museum ich besuchte, mehr Personen als so machner Maler oder Bildhauer. Ich spreche von den Ramones. …Das andere Museum, das ich besuchte war übrigens das Beatles Museum, soviel zu meinem Kunstverständnis 😉

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Manch einer mag mich jetzt für einen Kunstfrevler halten, die Ramones mit einem wichtigen Maler zu vergleichen, aber fakt ist doch, es gint ein Ramones Museum, also ist offensichtlich ein Interesse da, mehr über diese – meiner Meinung nach – wichtigste Punkband zu erfahren, die doch so viele andere Band beeinflusst hat…

Leider ist es ein ziemlich kleines Museum, ausgestellt sind neben diversesten Tour Ramones T-Shirts, Informationen über die Bandmitglieder, die verschiedenen Mitgliederwechsel, eine Lederjacke, ein Paar Sneakers von Tommy Ramone. Man erfährt, wie das Ramones Logo mit dem Adler und der Baseballkeule entstanden ist, man erfährt über die gefloppte Rapper Karriere von Dee Dee Ramone, den Besuch in den Wendetagen in Berlin und noch so einiges mehr über die Geschichte der Band.

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Als Museum ist das Ramones Museum wirklich klein, aber wenn man bedenkt, dass es eigentlich eine Privatsammlung ist, die der Gründer Flo Hayler 18 Jahre lang zusammentrug, dann ist das schon allerhand, was dort ausgestellt ist.

Für mich als großen Beatles Fan ist besonders spannend, dass es eine Verbindung zwischen den Beatles und den Ramones gibt, so wurden beispielsweise Let it be von den Beatles und Rock’N’Roll High School von den Ramones jeweils von Phil Spector produziert. Nur ein sehr kleines Bruchstüch, aber doch interessant für mich. Spannend auch, das Manuskript von Blitzkrieg Bop zu sehen, aus dem das mehrmalige Wiederholen „Im A Nazi“ herausgestrichen wurde. Das war dann wohl doch zu viel des guten.

Fakt ist, wer Punk mag, sollte das Ramones Museum mal besucht haben. Aber wartet nicht auf die nächste Lage Nacht der Museen, denn ich glaube da ist das Museum nicht geöffnet.

Also Hey Ho, Let’s go!

Beatles Museum auf der Reeperbahn

Beatles Museum – Beatlemania

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Dass ich schon seit ewigen Zeiten ein großer Beatles Fan bin habe ich sicher schon mal erzählt und dass die Beatles in Hamburg St.Pauli an der Reeperbahn erfolgreich und groß wurden, sollte jedem halbwegs interessierten Musikliebhaber klar sein.

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Noch heute erinnert eine kleine Gedenktafel neben dem Kaiserkeller an die Rock’N’Roll Years der Fab Four. Seit dem letzten Jahr gibt es zudem einen Beatles Platz Ecke Reeperbahn / Große Freiheit und seit diesem Jahr hat Hamburg sogar ein Beatles Museum, dass Beatlemania heisst und uneingeschränkt von mir empfohlen werden kann.

Dabei ist es viel größer als ich gedacht habe. Über die Zeit haben sich viele interessante Devotionalien zusammengesammelt, so dass das gesamte ehemalige Erotic Art Museum mit dem gesamten Schaffen der Beatles ausgefüllt werden konnte. Die Musik, Alben, Bilder, Instrumente, Merchandise Artikel, sowie viele Interviews und Anekdoten werden jeden Beatles Fan erfreuen. Bei mir selber erzeugte der Besuch im Beatles Museum sogar Gänsehaut.

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Das ganze Museum ist in Zeitperioden aufgeteilt, es beginnt mit den Hamburger Rock’N’Roll Jahren geht über die ersten LPs mit eigenen Songs, über die Abbey Road Studio Years, zeigt in eigenen Welten die St. Pepper Alben, das White Album oder das Yellow Submarine Album. Es wird gezeigt, wie damals ein vollkommen in Beatles Merchandising eingerichtetes Jugendzimmer ausgesehen haben mag und man Erfährt die Hintergründe zur Let It Be naked Scheibe.

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Am meisten beeindruckt hat mich ein Film des überhaupt ersten Stadionkonzertes einer Musikgruppe vor damals 50.000 Personen, in dem man sich pötzlich vollkommen mittig fühlt. Vor einem, hinter einem und neben einem flippen die Menschen aus. Man kann es nicht wirklich erklären, aber glaubt mir, gegen diese Musikalische Sound- und Videoerfahrung sind Dolby Surround und THX Spielkram.

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Mit am erstaunlichsten fand ich aber die Geschichte, des Beatles Schlagzeug Schriftzuges, allerdings interessiert das wohl nur einem Hamburger wirklich auf…. So findet man auf der Reeperbahn bei so ziemlich jedem wichtigen Etablissement mindestens ein gemaltes Pinup. Sie alle wurden gemalt von Erwin Ross, dem „Rubens der Reeperbahn“ und auch die weltbekannten Schenkel am eingang der Ritze sind von ihm. Das alles weiss in Hamburg jedes Kind. Fast unbekannt allerdings ist, dass Erwin Ross auch den Beatles Schriftzug entwickelte und auf die Drums von Pete Best malte.

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Wenn man im Beatles Museum vor dem gesamten Schaffen dieser Band steht, dass in nur 10 Jahren zwischen Gründung und Auflösung entstanden ist, dann kommt man nicht umher, folgendes zu denken:

„Bands von heute geht sterben“

Ich muss dringend noch einmal ins Beatles Museum, dann allerdings nicht nur mit einem Handy als Kamera