Zoe Delay » Berlin

Zoe Delay

Dragqueen und Partygirl in Berlin

Transen Youtube

Transen Youtube wurde am Feb.27, 2010, gepostet


Wie ich bereits geschrieben habe, war es für uns in der Tat ein wenig traurig, die La Fête Fatale zu verlassen – und man sagte mir noch, wir hätten dabei auch tatsächlich einen Knaller verpasst. Genaugenommen einen zweiten Auftritt von Empress Stah, der noch besser gewesen sein soll, als der erste. Schwer vorstellbar.

transen youtube

Aber was tut man nicht alles um das berliner Nachtleben zu dokumentieren. Immerhin war Irrenhouse Samstag und somit bestand unsere Pflicht, Transen auf Youtube zu bringen. Genaugenommen unser aller Lieblinge während der allmonatlichen Transenshow bei Nina Queers Irrenhouse Party.

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Der Weg dahin war aber wieder einmal beschwerlich. Eis, Schnee, Glätte machten den Weg von der Straße zum Irrenhouse zum Hindernissparcour, so dass Sheila – nicht ganz ernst – sogar überlegte, ob wir nicht sogar umdrehen sollten. Sind wir aber selbstverständlich pflichtbewusst nicht und so fanden wir uns pünktlich zum Auftritt der Mädels in bester Sicht- und Wassernassgespritzt-werden Position ein.

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So sahen wir dann beispielsweise Melli Magic, von Nina gerne als die schönste Transe Berlin – also mindestens – tituliert. Dieses Mal mit einer für sie ziemlich ungewöhnlichen Nummer. Mal nicht das ganz große Glamour-Kino, oder die große Soul Nummer. Öfter mal etwas neues. Ich denke, dass sie sich durch ihre wöchentliche Dinner Show jetzt ständig neu erfinden muss. Sicherlich nicht das schlechteste soetwas.

Etwas weniger nette Worte hatte Nina zu Gloria Viagra. Das Empire State Building der berliner Travestie würde eine Nummer bringen. Die einzige, die sie könnte…. Nun, wer Gloria schon seit einiger Zeit beobachtet, der weiss selbstverständlich, dass das nicht stimmt, wer ebendieses tut, der weiss aber auch, dass da durchaus ein Fünkchen Wahrheit hinter Ninas Worten stecken kann. Zumindest gab es von Ihr schon mindestens zwei Mal Nummern, in denen sie auf der Bühne mit Alkohol sowie weissem Puder hantierte… Ich erinnere da an eine Britney Spears Nummer.. Ausserdem musste ich desillusioniert feststellen, Gloria hat gar keinen echten Vodka verspritzt… und ich schätze mal, das Puder mag auch eher Mehl gewesen sein….

Es folgte Stella DeStroy. Dieses mal mit einem sehr dramatischen Make Up, das eher an eine USA-Drag, denn an eine berliner Drag erinnerte. Aber das ist ja auch nichts schlechtes. Fest stand. es war mal etwas völlig anderes. Auch ihre Performance war dramatisch, wie schon manch einer ihrer anderen Auftritte, aber das waren bisweilen die besten von ihr. Dieses mal war es ein ordentlicher – doch kein grandioser Auftritt.

Folgen noch einmal Melli Magic und Mataina Ah wie süß in süßen selbstgemalten Katzenkleidern mit einer Version der wohl berühmtesten Grand Prix Hymne. Während Deutschland gerade “unseren Star für Oslo” sucht, machten die beiden mal wieder klar, wer hier der / die Stars sind. Ersteinmal natürlich Nina, aber die anderen Mädels kommen dahinter.



Teddy Award Verleihung

Teddy Award Verleihung wurde am Feb.20, 2010, gepostet


Teddy Award Verlehung 2010

teddy awards berlin

Gestern Abend wurde in Berlin in der Station der Teddy Award – besser die Teddy Awards verliehen und wie in jedem Jahr gab sich dort auch die queere Gesellschaft Berlins und der Republik die Klinke in die Hand. Der kleine Unterschied zu den letzten Jahren war, dass ich dieses Mal die Klinke mitgab. Dieses Jahr hatte ich eine Presseakkreditierung, die mir den Entree zu den Teddys garantierte und wieder einmal am Pressecounter die Frage stellte, ob ich sicher Presse sei, ich sähe so Gästelistenmäßig aus… ich war.

Teddy Award Berlin

Ein wirklich netter Auflauf, der sich dort unter dem Motto “Dein Name ist Mensch” zu den Teddys versammelte. Größere und kleinere Prominenz  wie Romy Haag, Hella von Sinnen oder Georg Ücker, Wolfgang Joop und so weiter dazu Politprominenz wie ClaudiaRoth oder Klaus Wowereit. …Herr Westerwelle hat sich nicht sehen lassen, sondern war alleinig mit dem Button “Gays against Guido” anwesend, dessen Einblendung auf der Videoleinwand übrigens einen Applaus erzeugt hat, der nur unwesentlich kleiner war, als der, den mancher Preisträger mitnehmen konnte. Der Teddy ist eben auch eine politische Veranstaltung im Verlauf der Berlinale.

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Wie bereits geschrieben war das Motto der Teddys dieses Jahr “Dein Name ist Mensch” und dieses zur Ehrung Rio Reisers, der in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden  wäre und der wohl der erste bekannte deutschhe Sänger war, der sich outete. Zur Ehre spielten erstmalig seit 20 Jahren Ton Steine Scherben wieder zusammen zwei Songs. Für die meisten Gäste war da vermutlich der Song mit Adel Tawil von Ich & Ich zuallererst zu nennen, ich fand viel bewegender den ersten Song, den die Scherben mit einem erst 14 Jährigen Sänger der so nah an Rio Reiser kam, wie man es wohl nur kann. Das war als Scherben Fan großartig.

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Doch eigentlich sind die Tddy Awards ja ein queerer Filmpreis und so geht es um Filme, zu denen ich leider wenig sagen kann, da ich sie alle nicht gesehen habe – das muss ich zum nächsten Jahr ändern- Zumal der Siegessäulen Award in Form einer Goildelse sogar nach Berlin ging und für den Film “Postcard to Daddy” vergeben wurde…

siegessäulen award @ teddy Awards

Leider weiss ich ansonsten nicht, aus welchen Ländern die Filme stammen, aber vermutlich sind wieder einigen Länder dabei, die einen Film gebrauchen können, der den rennommiertesten queeren Filmaward bekommen hat. Der Teddy ist eben auch ein Statement.

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Daher beispielsweise auch die Aktion gegen die geplanten Anti Homosexualität Gesetze  in Uganda und die eindringlichen Erklärungen von Amnesty International und die Frage, warum Entwicklungshilfe nicht auch an der Nichtumsetzung solcher Gesetze geknüpft ist… Wäre nicht so doof, oder?

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Für sein Lebenswerk wurde Werner Schroeter geehrt. Leider zog sich diese spezielle Ehrung so lange und so zäh hin, dass man darin hätte gut und gerne ein eigenes Lebenswerk erschaffen können. Macht aber nichts, wenn an anderer Stelle solch großartige Laudatorenwie eine Indische Drama Queen oder solch ein Auftritt Von Joey Arias geschehen.

joey Arias @ Teddy Awards



Nocturnes – Fotografien aus dem Nachtleben Berlins

Nocturnes – Fotografien aus dem Nachtleben Berlins wurde am Feb.05, 2010, gepostet


Nocturnes – Nachtleben in Berlin

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J.Jackie Baier – Cybersissy and Baby-Jane. Copyrignt J.Jackie Baier 2010. All rights reserved.

Heute möchte ich einmal auf eine Ausstellung hinweisen, die ziemlich interessant klingt. Die Fotografin sagt von sich selbst, sie sei 1993 als Transe nach Berlin gekommen. Ihre Bilder zeigen Drag Queens, den Transenstrich und andere weniger glamourösen Themen aus den letzten 17 Jahren Berlins. Klingt Interessant. Ausserdem arbeitet die Fotografin gerade an einem abendfüllenden Film über Chantals House of Shame. Man darf gespannt sein.

Nocturnes
Fotografien aus dem Nachtleben von J.Jackie Baier
“I’m doing more for the revolution by just walking down the street..”
Jackie Curtis – transsexual playwright, actor/actress, Warhol superstar

Kunstraum Richard Sorge freut sich die Ausstellung “Nocturnes” mit Fotografien aus dem Nachtleben von J.Jackie Baier präsentieren zu dürfen. Die umfangreiche Schau zeigt wichtige Arbeitsgruppen der Künstlerin, unter anderem auch ihr House of Shame Projekt.

Die Photographin J.Jackie Baier bewegt sich durch Berlin, vorwiegend bei Nacht, drinnen und draußen, in Bordellen, auf dem Transenstrich, auf Partys, in Bars. Das Berlin der J.Jackie Baier ist ein Loch, der “Hallraum” eines Untergrunds, in dem die Party der zwanziger Jahre, der notorische “Tanz auf dem Vulkan”, nie aufgehört hat.
Wer ihre Arbeiten betrachtet, wird allerdings kaum vermuten, an J.Jackie Baier sei eine “Party-Photographin” verloren gegangen. Ihr Blick bleibt nicht an der Oberfläche schöner Körper kleben, auch wenn die Menschen auf ihren Bildern Schönheit ausstrahlen – eine Schönheit, die in manchen Bildern das Schmerzhafte streift.

“Ich bin als Transe nach Berlin gekommen, zu einer Zeit, als die ganze Stadt im Umbau war. Ich dachte: wo überall Löcher gegraben werden, kannst Du nicht falsch sein,” sagt die Wahl-Berlinerin, die seit 1997 auch offiziell als Frau lebt.
Themen und Modelle findet J.Jackie Baier im Nachtleben, an den Rändern oder ganz abseits der gesellschaftsfähigen Events und Paraden der “Neuen Mitte”. Die “misfits”, die transsexuellen Huren und die Drag Queens, die in betonierten Kellern auf morschen Brettern ihren Traum vom wahren Leben träumen, durchziehen ihre Bilder wie Treibgut.

Eröffnung: Donnerstag 11. Februar 2010, 19 U.
Finissage: Donnerstag 4. März 2010, 19 U.

Ausstellungsdauer: 12.02-03.03.2010
Öffnungszeiten: Freitag-Samstag 14-18 Uhr, Wochentags: nach Vereinbarung.

Kunstraum Richard Sorge, Landsberger Allee 54, 10249 Berlin-Friedrichshain



Destroy Burlesque @ Ken

Destroy Burlesque @ Ken wurde am Feb.01, 2010, gepostet


Stella, Kaey, Sheila und die Crimson Carnivals im Ken.

Destroy Burlesque

Das war sie nun also de Destroy Burlesque Party im Ken und mit ihr haben sich einige Dinge geklärt, die ich mich schon lange fragte…

1)
Ich kann mich erinnern, dass ich irgendwann mal bei Facebook ein Quiz “Welche berliner Transe bist Du?” mitgemacht habe. Rausgekommen war dass ch laut diesem Quiz Stella Destroy sei… Das ist natürlich falsch, bin ich doch Zoe und zwar Delay, nicht Destroy…. Egal, dieses Quiz fragte auf jeden Fall, wann Stella endlich eine eigene Party habe. Fragte ich mich danach auch und Stella wohl ebenfalls. Nun hat sie stattgefunden, ihre erste eigene Party “Destroy Burlesque”

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2)
Wie ist das Ken eigentlich? Nun gibt es das Ken schon eine ganze Weile in Berlins Partywelt und ich war nicht einmal dort gewesen. Nun, was lässt sich über das Ken sagen? Es ist größer als benötigt, die Getränke sind teuer und über eine blöde Karte zu zahlen und es benötigt dringend eine Rolltreppe, gibt es doch eine sehr stöckelunfreundliche ziemlich große und hohe Treppe zu den Waschräumen. Sehr High Heel unfreundlich. Immerhin haben auch im Ken Drags freien Eintritt.

…es gab da noch ein paar mehr Fragen, die ich hatte aber das führt zu weit…. also zurück zur Party. Es klang ja gut. Stella und Nina Queer an den Reglern, Kaey und Chrimson Carnival vor Ort und Sheila als Hostess und auf der Bühne. Ein interessantes und abwechslungsreiches Programm sollte geboten werden und wurde auch. Ich weiss allerdings nicht, ob der Spaß den ich hatte nicht eventuell damit zutun gehabt haben könnte, dass ich auf ziemlich nüchternem Magen mit einem Long Island Ice Tea begonnen habe…… Zumindest lief ich am Ende dann gerade, wenn ich extra Kurven lief… Aber laufen… Ich fand, dass die Destroy Burlesque auf jeden Fall weniger Kurvig als ziemlich rund lief.

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So sagten viele Leute, wie voll es im Ken gewesen sein soll. Nun voll, ist wohl Ansichtssache, zumindest waren eine gabze Menge netter Leute dort, und einige komische. Trixi von Heute gehörte zu zweiter Spezies… erst hat sie mich mit folgenden Worten begrüßt: Hallo Schatzi, Dich erkenne ich immer an Deinem Mann… Nun ich stand gerade neben Matainas Liebsten und Mataina selber schwatzte direkt daneben (als Mann) mit Sheila. …Später meinte sie kumpelhaftig, gerade “ihren Namen” vergesen zu haben – und zeigte auf Siren, die sie wohl noch nie gesehen haben dürfte. Das erzählte ich ihr und als ich dann fragte, ob sie denn wisse, wer ich bin, gab sie zu, keine Ahnung zu haben… aber wir würden uns doch kennen… oder? Nun Ich sagte ihr dann nicht, wer ich sei, vielelicht liest sie es ja irgendwann…

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Kommen wir aber mal zur Show, ich fand sie ziemlich unterschiedlich, Kaey fand ich an diesem Abend stimmlich etwas dünn. Keine Ahnung warum, aber ich hörte sie schon mit viel besserer Stimme. Vielleicht hat sie der Umzug in meine Heimatstadt nicht nur gedanklich sondern auch stimmlich mitgenommen zu haben. Besser an diesem Abend fand ich die anderen Showteile der Destroy Burlesque….

Sheilas Auftritt zur Hälfte als Mann und zur anderen Hälfte als Frau, den ich ziemlich gut fand, bei dem allerdings die Farben auf dem Film komischerweise Lila sind und nicht grün… komisch… Oder Crimson Carnival, die wie immer genial waren. Auch wenn es mir immer alleine beim Zuschauen wehtut… Die Gäste waren auf jeden Fall verwundert bis verstört. Die Crimsons sind auf jeden Fall klasse und boten mal etwas anderes als bei den anderen Drag Partys aber typisch sollte die Party auch sicher nicht sein.

Ich hatte tatsächlich eine ganze Menge Spaß auf der Destroy Burlesque im Ken und man mag Stella wünschen, dass es noch viele davon gibt – oder, sollte der Burlesque Hype irgendwann zuende sein, dann Partys eines anderen Themas…




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