Vaudeville Varieté im Imperial Club

Seit einigen Jahren Ist Sheila auch unter die Partymacher gegangen, doch macht sie es bloggern dabei nicht leicht. Jedes Mal ändert sie den Namen, dass ich nicht einfach mal in die Tags schauen kann um zu schauen, wie es sich denn verändert hat… Und es hat sich verändert. 2014, 2013-2, 2013-1 Dieses Mal suchte Sie sich als Mitorganisator nicht den QueerRiot Club sondern die Agentur Heroine Artists, bei denen viele der großartigen Künstler des Abends gebucht werden können und so wurde es hochwertiger, es wurde weniger trashig und es wurde – noch – besser.

Lada Redstar 2

Als Sheila mir erzählte, das nächste Fest würde anders, es würde ein Vaudeville Varieté werden, bestuhlt, größer, teurer und mit der Creme de la Creme der Künstler winkte ich ab und sagte in etwa: Da hier ist Berlin, das klappt nicht, die Leute wollen alle günstig, Berlin hat schon so viel, mit dem Wort „Vaudeville“ kann hier eh niemand etwas anfangen und letztendlich können die meisten Menschen nicht eine [Name bitte einsetzen] in Lillys Wonderland von beispielsweise einer Lada Redstar unterscheiden – klar wenn sie beide nebeneinander auf der Bühne sehen, dann ja, aber letztendlich finden sie die eine auf der eine Bühne grandios und die andere auf der nächsten Bühne eben „nur“ toll, selbst wenn wir himmelweite Unterschiede auf der Bühne sehen, wir haben eben schon hunderte Performances gesehen…

Ginger Synne 3

Ich habe das ganze glaube ich so in etwa noch ein paar Mal wiederholt, wenn wir irgendwie aufs Vaudeville Varieté zu sprechen kamen – Sheila hat auf mich aber nicht gehört, was sie eh nie macht, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat – und das war gut so, denn das Vaudeville Varieté war toll und es war wohl genau das, was sie sich vorgestellt hat. Das Line-Up war der Hammer und so in der Menge wohl das beste was Berlin gesehen hat – Ich war zwar nur den zweiten Tag auf dem Berlin Burlesque Festival, aber dieser Tag wurde vom Vaudeville Varieté locker in die Tasche gesteckt…

zoe delay jasmin schmidt

Und sie blieb sich treu. Neben Burlesque blieb es Varieté und es blieb queer, auch wenn das Wort im Namen nun nicht mehr vor kam. Sehr gut, es zeigt den Gästen, was noch so alles geht – und wie gesagt, die kamen in der Menge, dass das Fest wohl mal wieder zumindest kein Zuschussgeschäft war – wie gesagt, ich hatte das nicht erwartet – aber freue mich, dass ich falsch gelegen habe und alle Gäste mit mir.

HONEY LULU 2

Es ist schwer, aufzuzählen, wer alles da war, es ist vermutlich einfacher zu sagen, wer gestern Abend NICHT im Imperial Club war. Die erste halbe Stunde nachdem wir endlich reinkamen habe ich gefühlt nur Personen g’bussi’t. Toll.

kaptn kidd

Nachdem wir endlich reinkamen – warum schreibe ich das so? Nun ich bestellte die Karten und ich druckte sie nicht aus. Warum auch, man hat ja ein Handy… Doch was soll ich sagen ich habe ums Verrecken diese verfickte beschissene Drecksmail nicht finden können – ich weiss nun auch warum… Ich bestellte mit einer Emailadresse die ich eigentlich NIEEEE nutze, die einzige, die auf meinem Handy nicht gespeichert ist. …4. Reihe müsste es gewesen sein, Platz 3-4-5 oder 4-5-6 … Irgendwann erbarmte sich Djamila, glaubte mir, dass ich sie nicht bescheissen möchte und liess uns herein. Danke dafür…

sheila wolf 2

Als wir also die Plätze einnehmen wollte hörte ich „Zoe, das kann nicht sein, das sind unsere Plätze“ … Äh hallo Anne. Hmm dahinter sind drei Plätze frei.. war es Reihe 5? Muss wohl so gewesen sein, zogen wir also um, bis deren Inhaber kamen und wir weiterzogen… Ich machte meine Kollegin fertig – Jasmin, willkommen in den Abgründen von Zoe Delay….

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jetzt weiss ich, es waren 3-4-5 in Reihe 4… nur eben rechts … Macht nichts, wir fanden drei wunderbare freie Plätze ….sogar mit noch besserer Aussicht in – jetzt kommts „Reihe 2“ – gleiche Preiskategorie… Am Ende wird doch immer alles gut – und ab und an gar noch besser…

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Wir konnten also beginnen, den Rotwein zu trinken, zur Ruhe zu kommen und der Show zu folgen, denn es sollte einiges geboten werden. ANJA PAVLOVA beispielsweise mit wirklichem 20er Jahre Flair auf der Bühne, mit Tanz und Burlesque – und natürlich einem tollen Aussehen.

ANJA-PAVLOVA

gefolgt von LE PUSTRA einem sehr düsterem, sehr weissgeschminktem Sänger, den ich bisher nicht kannte, der mich aber mit seiner Art sehr überzeugte. Fast schon unecht anmutend mit Zigarettenspitze und Zylinder, in Frack und Fliege, eine tolle Erscheinung und ein toller Sänger.

LE PUSTRAweiter ging es mit der dritten Person (von dreien), die ich nicht kannte – als ich mich fragte, wie Sheila das macht, so viele Personen, die ich nicht kenne – nun sie besucht seit Jahren so ziemlich jede Veranstaltung in so ziemlich jeder Bühne der Stadt + vieles ausserhalb, da bekommt man so einiges mit… Wo sie allerdings Miss Cairo aufgetan hat, ich weiss es nicht. Eine wirklich bildschöne Transe auf Spitzenbalettschuhen und einem Aufmerksamkeitsdefizit, das selbst jenes der hier auf der Bühne stehenden Menschen (und bei den meisten ist das schon echt groß) noch in die Tasche steckt. 😉

MISS CAIROsoviel zu den für mich Unbekannten Künstlern zu Beginn. Ab jetzt wusste ich in etwa, was ich zu erwarten habe. so zum Beispiel bei IKENNA AMAECHI, bekannt als großartige Whitney Houston Impersonator. Früher schrieb ich mal: „Nur Melli Magig bringt Whitney Houston besser als Whitney Houston“ heute Schreibe ich: „Nur Ikenna Amaechi bringt Whitney Houston besser als Melli Magic“ Der Riesen-Unterschied. Melli Performt Whitney, Ikenna sieht aus, singt und ist Whitney. So sehr, dass sie zum Tode von Whitney Houston bisweilen in den Medien war, die ihr Bild nicht von dem der echten Whitney uterscheiden konnten…. Das ist heftig und da haben Leute ganz arg geschlafen. Doch Ikenna ist wirklich wirklich toll, eine tolle Stimme und ein loses berliner Mundwerk. I Like! Letztendlich frage ich mich aber: Was isst man für solch eine Figur? ein TicTac oder eher zwei TicTacs pro Tag?

IKENNA AMAECHI

Sehr gespannt war ich auf die „Black Swan“ Nummer von EDEN BERLIN. Diese wurde entwickelt als sie noch ein Teil der Sinderellas war, die ich damals leider nie gesehen habe. Ich hörte, dass hier Eden mit dem schwarzen Schwan auf der Leinwand interagieren würde und gebe zu, dass ich einen Blick auf Youtube geworfen habe.

EDEN BERLIN

…Offensichtlich hat sie als Einzelkämpferin nicht mehr die Mögichkeiten der großen Sinderella Produktion und nicht mehr das Outfit. Zu schade. So ist die Nummer zwar immer noch schön, aber doch leider weit weniger großartig als auf Youtube zu sehen. Schaut mal rein in die Nummer.

Kommen wir nun zum einzigen Teil der Show, auf den ich durchaus hätte verzichten können. Roxy Diamond und Matt Voodoo – beide als Sänger ihrer neuen Nummer ihrer Band. In meinen Augen wirkte das eher wie Promo als wie eine Nummer die wirklich hätte sein müssen. Es gab an diesem Abend wirklich tollen Gesang und wirklich tolles Burlesque. Diese Nummer war nicht Fisch, noch Fleisch zudem nicht auf dem echt hohen Niveau der gesamten Show. Beide sind als Einzelkünstler toll und auch im Zusammenspiel, aber sollten beide lieber das machen, was sie wirklich gut können. Roxy Burlesque, Matt Musik. Das taten sie dann später auch noch. Ich bilde mir ein, der Applaus war auch geringer als bei den anderen Nummern, aber das mag subjektiv sein.

roxy diamond matt voodooKurz vor der Pause – ( ja, so viel passiert – und genauso viel sollte noch folgen ) – dann der Knaller des ersten Teil: GINGER SYNNE. Wenn ich Jasmin irgendwas über Burlesque erzählte, kam meistens irgendwann der Satz: „Ginger dreht auf der Bühne gerne total durch, die ist total wahnsinnig – und toll“ – Und ich hatte Recht.

Ginger Synne

Langsam angefangen mit mit Licht und Leinwand und heftig aufgehört mit schwarzer Farbe und Wasser. Wenn es feuerpolizeilich erlaubt gewesen wäre, hätte es auch noch Feuer gegeben, aber auch so war es heiss. Sie saute die Bühne nicht ganz so ein wie Clea Cutthroat im letzten Jahr, aber ähnlich 🙂

ginger synne 2PAUSE. Zeit für Fotos und Gespräche mit tollen Personen wie Sammy von Redcat 7 dessen Outfit gestern Jasmin auf Leihbasis trug und die sicher traurig ist, es wieder abgeben zu müssen.. doch der Kaufpreis ist teurer als der Leihpreis 😉  … Ich glaube die vier unserer lieben Kollegen, die an diesem Tag dort waren haben nicht schlecht geschaut, als wir kamen – zum einen kannten sie mich nur von Bildern, zum anderen erwarteten sie Jasmin sicher nicht so hot. ..oder mit Ruda Puda… oder mit Jasmin the Strange, die endlich ihre Preise erhöht hat. Ich bin stolz auf sie, habe ich doch sehr mit ihr gemeckert, dass sie ihre wunderbare Fascinator viel zu günstig verkaufte. Top!

ruda pudaes sollet aber noch eine zweite Hälfte folgen, beispielsweise mit High Class Burlesque von HONEY LULU, die mit ihrer Tee oder Kaffeetasse auftrat. Klassisches Schönes-Mädel-Burlesque.

HONEY LULU

Ein weiteres Highlight war dann KATHARINE MEHRLING die bald in der Bar jeder Vernunft zu erleben ist – und das scheint sich zu lohnen, eine tolle Stimme, die mir eins ums andere Mal Gänsehaut bereitete. Massiver Applaus und hoffentlich eine ganze Menge Gäste die sich Katharine Mehrling in der Bar jeder Vernunft, dem tollen Spiegelzelt anschauen. Hin da! Sie hat mich voll begeistert – und das Publikum wie gesagt auch.

KATHARINE MEHRLING

Wenn ich aber aus vielen tollen Nummern das wirkliche Highlight auswählen müsste, dann ist es LADA REDSTAR mit ihrem Schmetterling. Ich hatte ihre Nummer bereits gesehen, aber auch ein weiteres Mal bleibt es dabei: Weltklasse! Tolle Nummer, wunderbares Outfit. I Love!

Lada Redstar

Das gute an einer eigenen Veranstaltung ist, dass man sie selber gestalten kann, dachte sich Sheila wohl und wünschte sich von LE PUSTRA noch einmal eine Song und zwar Wig in a Box aus Hedwig and the Angry Inch, dem großartigen Musical, das man in genau an diesem Ort, der damals nicht Imperial Club sondern noch Absinth Bar hiess sehen konnte. Le Pustra machte es toll, aber – Hey Sven Ratzke als Hedwig war schon unglaublich gut und wer weiss, vielleicht sieht man ihn ja ein nächstes Mal – ansonsten – er kommt zurück ins BKA Theater 😉

Le Pustra 3… besser als das Gesangsduo Voodoo Diamond war dann – in meinen Augen das Burlesque Duo Diamond Voodoo, wie schon gesagt, bei den Kernkompetenzen bleiben.

roxy DiamondDas blieben The Briefs auf jeden Fall.
Fez mit seiner Handpuppe

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Evil the Hate Monkey, dessen Mikrofon eigentlich überall da war, wo es nicht hingehört. ..Das gelbe Mikro nicht mehr für Gesangsdarbietungen nutzen.

evil the hate monkey

Dallas Dellaforce

dallas dellaforce

und selbstverständlich Kaptn Kidd, der zur Aftershow Party ordentlich angeschickert war, und ungeahnte Probleme mit seinen Hula Hoop Reifen hatte. Da hat wohl der Champagner im Backstage gut geschmeckt. Er hat aber trotzdem das Publikum begeistert.

Kaptn kidd windmill

Apropos Aftershow Party. Leider suchten viele Gäste schnell das Weite aber es blieben doch noch ein paar nette Feierbiester bis kurz vor 5 bevor dann so langsam abgeschlossen wurde. Die Feierbiester The Briefs gingen dann aber noch geschlossen ins Berghain gefolgt von Lada Redstar die eigentlich in „The Church“ wollte to „Pray for our sins“. Kann man sicher auch im Berghain oder eben danach – dann eben ggf. noch für ein paar Sünden mehr.

kidd

Ich schrieb das letzte Mal:

Also das dritte Queer Burlesque Festival war großartig und dürfte schwer zu toppen werden.

Chapeau: sie hat es geschafft. Ich enthalte mich daher ähnlichen Aussagen zum nächsten Vaudeville Varieté und erwarte das unmögliche, vermutlich stehen neben Sven Ratzke dann Immodesty Blaize oder Dita von Teese auf der Bühne, aber letztere beiden sind doch eh zu langweilig.

sheila wolf

Toller Abend.

Halloween Masquerade 2014 @ Neue Heimat

Halloween Masquerade 2014 & diverses zu Halloween

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Solange es das alte RAW Gelände an der Revaler Strasse noch gibt und solange dieses noch nicht mit teuren Eigentumswohnungen und noch teureren Town-Houses verschandelt ist, sollte man dieses urbane Gelände noch nutzen, sagte sich wohl Bob Young, und zog mit seiner diesjährigen Halloween Masquerade in eine kurzfristige neue Heimat, nämlich den Club „Neue Heimat“

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Groß genug für Bobs alljährliches Gruselkabinet und die Menge an Besuchern, die jedes Jahr wieder hier erscheinen und ihr Allerbestes geben.

hallowenn outfit

Nun wird das Thema Halloween ja in Berlin immer größer und kaum eine Disco oder ein Club der etwas auf sich hält, veranstaltete dieses Jahr keine Halloween Party… Das führte dazu, dass Deko Behrendt bereits Mittwochs einen Türsteher engagieren musste, um der Massen Herr zu werden.

halloweenparty berlin

Maskworld hingegen hatte am Freitag Mittag nicht nur mit einer etwa 200 Meter langen Schlange zu kämpfen, sondern vor allem auch mit einem nahezu leeren Laden. Soetwas wie den Maskworld Laden gab es seit 25 Jahren in Berlin nicht mehr. Die Schlange draussen wurde immer länger und im Laden kauften alle alles, was auch nur im entferntesten mit Halloween zu tun haben könnte. Weisse Farbe? gibts nicht mehr, rote Perücken? Nein Sorry, Ringelsöckchen hatten wir gestern noch, aber sie sehen ja… alles leer.

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Apropos weisse Farbe – sozusagen als Testlauf zur Halloween Masquerade war ich einen Tag vorher auf einer Firmen-Halloween Party und ich versuchte mich mit Maskworld weisser Farbe. G-R-A-U-S-A-M . es bröckelte, es deckte nicht und sah einfach Scheisse aus. – Für eine Firmen-Halloween Party ausreichend, aber weit weg von meiner Komfortzone und auf einer Halloween Masquerade hätte ich mich da in Grund und Boden geschämt, also am Samstag Mittag auf zu Kryolan City und oh Wunder – kein Türsteher, keine Massen im Laden und gutes Makeup. Ich liebe Kryolan.

halloween masquerade

So war ich also am Samstag weit näher an meiner Komfortzone, wenngleich Jasmin meinte, alles an mir würde sagen – „ich fühle mich nicht wohl“ – ging eigentlich, mit dem Makeup war ich zufrieden, mit dem Kostüm na ja, aber ganz okay, ich habe mich zu Halloween schon schlimmer gefühlt – so schlimm, dass ich gar eine Halloween Masquerade einst aus – ich fühle mich scheisse und will das alles nicht – schwänzte. Dieses Mal nicht.

halloween berlin

Konnte ich auch nicht, denn ich war nicht alleine, Jake Skellington verstehen die Menschen nur, wenn neben ihm Sally steht – zerlumpt und blau in Person von Jasmin. Ansonsten halten ihn alle für Beetlejuce. Ignoranten! So wurden wir aber doch wirklich häufig erkannt. Das Kostüm der Herzen auf der Halloween Masquerade – mindestens.

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Überhaupt, was kann man zur Halloween Masquerade sagen, was nicht eh schon oft gesagt wurde? Bob richtet sie schon seit Ewigkeiten aus – die Kostüme sind aufwendig und detailverliebt – aber vor allem – und das ist mir auf der Firmenparty aufgefallen – gruselig. Hier geht es nicht um schön sein, nicht um sexy, ein Hexenhut ist kein Kostüm , eine Maske auch nicht, eine Perücke und etwas Kunstblut ebenso nicht. Die Halloween Masquerade ist die Party, wo es darum geht, gruselig zu sein.

die beste berliner halloweenparty

Selbst Berlins Drag Queens sehen an diesem Tag nicht nur wunderschön sondern wunderschön schaurig aus – bestes Beispiel dabei ist Janka. Es ist immer wieder erstaunlich, wie hässlich die alte Hexe sein kann, wenn sie es drauf anlegt und wie schön oder hässlich einen doch ein wenig Make Up machen kann…

halloween hexe malt sally

Die alte Hexe hat es dann übrigens auch wieder in die nominierten im Kostümcontest geschafft und den dritten Platz erreicht. Aller Ehren wert. Kitana war auch wieder auf der Bühne, gewann aber nichts – der Sieger des letzten Jahres ist hingehen auch der Sieger dieses Jahres und gewann – mal wieder – eine Reise nach Transsilvanien …

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verdient in meinen Augen, hat er doch über einen Monat an seinem Alien Kostüm gearbeitet – wundervoll. Also was die Kostüme angeht dürfte die Halloween Masquerade mal wieder das Maß aller Dinge gewesen sein.

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Aber es gibt auch auf dieser Party immer wieder Dinge, die mich überraschen – Jasmin fragte mich, ob ich nicht Superzandy, die ich gerade begrüsste, fragen könne, ob die ein Lied spielen würde.

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Ich so: kann ich nicht machen… blabla, guter DJ… blablub, macht man nicht …
Ende des Liedes: Jasmin ging selber hin, fragte, bekam ihr Lied und ein Küsschen von Zandy…
Man man .. aber wer kann, der kann!

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Und ich gönne ihr den Spaß vor der Tortur, die blaue Farbe abzubekommen. Der Satz des Abends war nämlich: „Warum überrascht mich das jetzt eigentlich nicht“ ich goss ihr Wodka Redbull über den blauen Arm und sie wischte das mit einer weissen Serviette ab – während die blaue Farbe auf dem Arm blieb und die Serviette auch danach noch blüten-weiss blieb nur etwas Redbull durchtränkt. Das abzubekommen dürfte kein Spaß gewesen zu sein.

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Die Halloween Masquerade indess war es und was mich jetzt in der Past-Halloween Zeit am meisten gruselt ist folgendes:

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Nach Halloween ist vor Halloween. In diesem Sinne ausgegruselt für dieses Jahr.

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Pam Ann – Plane Filthy Tour @ Admiralspalast

Wer diese Wochen noch nicht verplant hat, dem aber auf Lachen in dieser verrückten Zeit zumute ist, der sollte sich unbedingt Montag (27.10) oder Dienstag (28.10) auf den Weg in den Admiralspalast machen, denn Pam Ann ist mal wieder in der Stadt.

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Zwei Tage Gastiert sie mit ihrer Plane Filthy Tour in Deutschlands kosmopolitischter Stadt und in wohl der einzigen Stadt – nebst Köln, die eine Pam Ann versteht.

Pam Ann in ihrer Paraderolle als derbe-böser Flugbegleiterin.

Ich war von Pam Ann hellauf begeistert, als ich sie das letzte Mal im Admiralspalast sah. Sie war witzig, sie war boshaft, sie war großartig und – erwähnte ich schon witzig? 🙂

Also Gays und Saftschubbsen macht Euch auf den Weg und nehmt eure Stinknormalen Freunde und Freundinnen mit in den Admiralsblaspaast oder so ähnlich 🙂

The Briefs – The Second Coming @ Tipi

Gute Neuigkeiten für all jene, die gerne ausgehen und sich bespaßen lassen möchten. The Briefs sind zurück und wieder im Tipi am Kanzleramt zu bewundern.

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BRIEFS © Sébastien Gracco

The Briefs sind immer noch „all male, all vaudeville, all trash“ und noch immer kann ich nicht genau erklären, was das eigentlich genau bedeuten soll, aber noch immer kann ich jedem nur sehr ans Herz legen, sich von den Briefs selber ein Bild zu machen und sich bezaubern, verwirren und bespaßen zu lassen.

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Die sieben Australier – echte Typen, echte Meister in Artistik, Burlesque, Clownerie und äääh ja Bespaßung insgesamt, wurden nach einigen Monaten wieder ins Tipi eingeladen und sind der Einladung offensichtlich dankbar ins ja doch kalte Berlin gefolgt, dass ihnen allerdings gestern zur Premiere einen sehr warmen Empfang bereitete.

Das Programm der Briefs ist zwar identisch mit dem letzten Mal – was allerdings nahezu vollkommen egal ist, denn es war auch ein zweites Mal absolut anschauenswert und hat mich auch dieses Mal wieder begeistert. Mich und eigentlich allen anderen, die nicht zur gleichzeitig stattfindenden Premiere des Friedrichstadt-Palast gingen. Wenn ich mir die Presse-Verrisse der Show dort durchlese, waren die Brief wohl die kleinere aber spannendere Premiere an diesem Abend.

Briefs

©XAMAX

Wenn sie nun noch ein paar neue Nummern ins Programm genommen hätten – wäre es perfekt. Dass sie diese eigentlich haben, haben sie ja auf Sheilas Queer Burlesque Fest im letzten Jahr gezeigt.

Briefs

Evil Hate Monkey ©XAMAX

Die Dame, die den Tequila dieses Mal gewonnen hat, war übrigens eindeutig mit mehr Spaß und Engagement dabei, als die Dame bei der letzten Premiere. Und ich glaube, es war ihr auch klar, was sie da genau gewinnt. Wer es nicht weiss, dem sage ich – selber herausfinden

Briefs

Dallas Dellaforce ©XAMAX

The Briefs sind auf jeden fall mein heisser Tipp, wenn mich jemand Fragt, was er sich unbedingt in Berlin anschauen sollte 🙂

© BY XAMAX

Fez Faanana ©XAMAX