Privatparty bei Pricilla

Nach langem Schlaf gingen Annabelle und ich ersteinmal (als Männer natürlich) frühstücken beim nächstbesten Mexikaner. Da wir etwas spät waren, gab es kein Frühstück mehr – okay, dann eben ein frühes Mittagessen mit Kaffe und Kakao. Was für eine Kombination.

Für den Abend war eine Privatparty bei Pricilla und davon wußten alle – außer Pricilla…

Martika hatte von Pricilla die Aufgabe erhalten, ihr Schlafzimmer nach ihrem Willen umzugestalten. Da noch letzte Umgestaltungen zu tun waren, sollten Pricilla und ich noch eine Weile in die Stadt.

Gesagt, getan. Auf ging es zu M.A.C, Pricilla benötigte noch das ein oder andere an Makeup. Ich benötigte nichts und ging mit dem festen Vorsatz in den Laden, nichts zu kaufen. Das klappte auch eine Weile ganz gut – bis zu dem Augenblick, an dem ich ein Ensemble aus Lipliner, Nagellack und Lippenstift in einem schreienden Pink sah. Dieses Pink war 100%ig exakt das Pink, des Shirts, daß ich am Vortag für 9:95 € kaufte und das ich gerade trug. Da konnte ich nicht nein sagen.

Verrückt, ich kaufte für knapp 10 € ein Shirt um dann für 40 € das passende Makeup zu kaufen.

Aber wie sagte Miss K, die neulich viel heftiger bei M.A.C Cosmetics zugeschlagen hat?

mac-cosmetics

Because I’m worth it!
So ist es, nur das Beste für Zoe. Und MAC ist eindeutig das Beste was ich an Makeup bislang gesehen und gekauft habe. Nur leider wirklich sehr sehr teuer. Drei Lidschatten 42 € oder diesmal Lippenstift Lipliner und Nagellack 40 € ist schon harter Tobak.

Noch härteren Tobak gab es allerdings ein paar Türen weiter – einen Secon Hand Schuhladen, den ich schon bei meinem ersten Berlin Besuch gesehen habe. Dieser Laden ist bis zur Decke voll mit Schuhen. Das Ganze unsortiert und teilweile nur notdürftig sortiert. Hier eine Kiste mit silbernen Damenschuhen, dort eine Wand mit Herrenschuhen und generell alles durcheinander. Ziemlich klasse, aber mit einem komischen Geruch.

Ich fand sogar ein Paar Schuhe, daß mir ganz gut gefallen hat – und meine Größe hatte. Ein paar rosafarbene Sandaletten (Frau Babsner wäre stolz auf mich). Aber die Verkäuferin wollte die ziemlich ungeheure Summe von 79 € dafür haben…

Haaaallllloooo? Für ein paar gebrauchte, second-hand Damensandaletten, die nichteinmal irgendeinen Markennamen gehabt hätten??? Verrückt???? Also, der Laden ist großartig, die Preise waren einfach „nur“ groß.

Danach ging es noch ein wenig weiter einkaufen. Ab in Pricillas liebste Einkaufsstraße. Ab ins parkhaus auf den Frauenparkplatz und per Lift ins Erdgeschoß. Süß die Frau im Lift, die Pricilla und mich musterte und dann meinte. So groß wäre sie auch gerne. Meine Bonbon-Heels wollte sie allerdings nicht nehmen (abgesehen davon hätte ich die ich nie vergeben).

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Obwohl wir eigentlich schon lange zur vorbereiteten Party hätten zurücksein müssen führte uns der Weg noch zu Tack, Schuhe schauen. Beim Hereinstöckeln bekam ich gerade noch mit, wie sich zwei Mädels unterhielten, daß bei dem Schuh , den sie gerade anprobierten „der Absatz zu hoch sei“ …. Vielleicht 7 cm… lächerlich. 😉 Aber die Blicke auf meine Heels in diesem Laden waren schon sehr interessant – und sind mir erstaunlicherweise sogar mal nicht entgangen 🙂

Interessant war dann auch die privat-überraschungsparty bei Pricilla, aber kaum wiederzugeben, also lass ich es
Mac Cosmetics

Insomnia Berlin

Berlin zum X-ten oder aber Insomnia Berlin

Pricilla und Martika hatten uns eingeladen und Annabelle und ich folgten dem Ruf wieder sehr gerne. Ab also mal wieder auf die Autobahn, die nur knapp 280 Kilometer nach Berlin genutzt um mal wieder Party zu machen.

Was macht man, wenn man in einer fremden Stadt ist und ersteinmal nicht weiß, was dort abgeht. Genau – man hält sich an die Gastgeberin und schaut mal, was sie so als Party für uns auserkoren hat.

Insomnia Berlin

An diesem Abend stand das Insomnia auf dem Programm. Das Insomnia ist wohl eine Abspaltung des Kit Kat Clubs, der ja das letzte Mal (gelinde gesagt) nicht wirklich großartig war. Ochnöö bitte nicht wieder so eine Fetischparty Light.

Nun denn egal, ich hatte soetwas erwartet und mir vorsorglich schwarze Haare und mein Lackkleid eingepackt, denn zumindest ich wollte den Dresscode einhalten, auf dem zumindest im Kit Kat scheinbar wenig Wert gelegt wurde.

Leider fand mein Lackkleid diese Idee nicht so gut und meinte mir einen Strich durch die Rechnung machen zu müssen. Voll gestyled zog ich es an und – ratsch – ging der Reißverschluss vor die Hunde. Fuck! Und nun?

Erste Idee von Martika

„Ich hab da noch ein Lackkleid, das kannst Du haben“

Eine tolle Idee, aber leider ist ihre Figur noch eine ganze Ecke besser als meine und dieses Kleid war wenn auch nicht zu eng, so doch zumindest zu kurz ( selbst für das Insomnia ) Stattdessen versuchte ich mehrere Möglichkeiten, die alle wie gewollt aber nicht gekonnt aussehen… Da die Party aber Angel in Bondage – GothErotic hieß entschied ich mich dann irgendwann, daß ich halt eher in den Bereich Punky Style gehen sollte. Rot/schwarzer Mini, schwarzes Top, Sicherheitsnadeln. Das stimmt zwar auch nicht ganz aber das passt schon. Ich hatte eh keine sonderlichen Erwartungen.

ngel in Bondage

Als wir ankamen änderte sich mein Eindruck schlagartig. Schon beim Eintreten an der Garderobe sah ich im Insomnia besser aussehende Menschen und besser aussehende Kostüme als im gesamten Kit Kat Club. Auch der Club selber war um einiges angenehmer. Ganz in Dunkelrot gehalten, viele Kerzen, zwei Ebenen und doch alles sehr klein und heimelig. Sehr schön. Kein Vergleich mit dem Industriehallencharme im Kit Kat. Dazu natürlich eine viel bessere Musik und wie schon gesagt wenige aber durchaus sehenswerte Kostüme – vor allem aber keine Menschen, die eben eine schwarze Hose anhaben und denen somit Eintritt gewährt wurde. Es passte alles.

Witzig war, als ich von einem Mädel in einem klasse Reifrock/Korsettkostüm angesprochen wurde, wo man uns finden würde. Also nicht Annabelle, Pricilla und mich speziell, sondern Transen im Allgemeinen. (also auch uns natürlich). Wo halten sich Transen auf, gibt es Malinglisten und ähnliches? Sie würde für Partys alle Facetten der hedonistischen gesellschaften suchen. Tja Julietta, ich hätte Dir gerne geantwortet, aber der Zettel mit der Emailadresse ist leider irgendwann am Wochenende aus der Handtasche geflogen. Als ich es bemerkte war es leider schon zu spät. Wer Ihre Emailadresse hat, möge mich mal anschreiben.

Übrigens, das

„Wo zum Teufel findet man Euch, wo treibt Ihr euch rum?“

ist ein Phänomen, daß in letzter Zeit schon häufiger beobachtet werden konnte. Man sucht uns – findet uns aber nicht. Da muß man etwas gegen tun.

Angel in Bondage

Apropos finden: Im Insomnia wurden hinten Sticker, Button und Bilder verkauft und es gab dort :Dita von Teese: Buttons. Endlich. Danach suche ich schon lange. Kann ich endlich meinen :Bettie Page: sticker austauschen. Da ich im Fetischbereich ja eher ein Fashion Victim denn spielerisch bewandert bin passt Dita einfach viel besser. Und sie schaut um einiges besser aus als Bettie. Die Verkäuferin meinte noch. :Dita: würden alle erkennen, obwohl sie es nicht anschreiben würde, sie scheint doch sehr markant zu sein.

wir blieben glaube ich bis 6 oder sieben im Laden und fuhren mit einem Taxifahrer mit Death Metal Faible nach „Hause“. Morgens müde nach durchtanzter Nacht laut Death Metal ist ganz schön hart. Egal der Abend war ziemlich klasse.

 

Jungfernstieg Hamburg – GMF Berlin

Von Zeit zu Zeit nimmt man auch mal eine Auszeit und transt mal ein Wochenende nicht rum. Es steht ja auch einiges an, die nächsten Wochen. Stattdessen fuhr ich mit Freunden und Bekannten zur Einweihung des Jungfernstiegs, der vollständig neugestaltet wurde und mit einem Fest neu in der Stadt begrüßt wurde.

Auf einer Bühne sollten The Boss Hoss spielen und wir wollten zusehen. In einer größeren Gruppe fuhren wir mit Bus und Bahn (ich hasse öffentliche Verkehrsmittel) in die Stadt um später übel im Regen zu stehen. Ich unterhielt mich währenddessen mit einer alten Freundin, die mir erzählte, sie würde am Wochenende (Sonntag) nach Berlin fahren…

Da Annabelle und ich mal wieder bei Pricilla eingeladen sind, werde ich das Wochenende (aber nur bis Sonntag) ebenfalls in Berlin verweilen… Dieses sagte ich ihr und ich überlegte sogar etwas länger in Berlin zu bleiben, da ich je eh die Woche Urlaub habe und schon immer mal zum GMF Club wollte…

Wie erzählte sie weiterhin? Sie besucht einen Freund, der schwul sei und der würde sie am Sonntag mit in eine Schwulendisco nehmen. Er hätte als er sie besuchte auch mit in einen Hetenclub gemußt…

Moment….
Berlin…. Sonntag…. Schwulendisco???? Das kann nur eines bedeuten: GMF!!!! Schluck!!!

Okay, okay, das wäre etwas geworden. Eine Hamburger Freundin an einem Sonntag in einem Club, wo weder sie mich vermutet, noch ich sie vermutet hätte und das in einem Outfit, in dem sie mich sicher auch nicht vermutet hätte. Das Leben spielt schon komisch ab und an.

Statt es drauf ankommen zu lassen, hab ich mir das Mädel mal eben zur Seite genommen und kurz mal aufgeklärt, daß

a) es vermutlich der GMF im Cafe Moskau sei
b) ich als Transe oder Drag durch Hamburg und Berlins Clubs ziehe
c) ich auch überlegte, den Abend dort zu sein und zwar
d) nicht als Mann

Da ich zufällig für das Konzert eine Kamera dabei hatte und das letzte Mal die Bilder nicht gelöscht hatte, konnte ich dieses auch visuell untermauern.
Das Mädel ist cool und kann das ab – dachte ich mir. In der Tat, sie fand es wohl auch cool und nun hab ich kaum eine Ausrede dort nicht zu erscheinen. 😉

Mal sehen, ob Pricilla mir einen Tag länger Unterschlupf gewährt.

Übrigens war das Boss Hoss Konzert ziemlich klasse und ich habe wieder einmal gezeigt, daß Kameras nicht mein Leben sind. So wie hier unten kann sonst wohl nur ein Künstler fehlfotografieren. Mier gefällt es irgendwie. Boss Hoss, St.Pauli und witzige Farben 🙂

Kit Cat Club sowie O&G Showbar

ich merke gerade, daß ich nicht mit meinen Beiträgen hinterherkomme: Ich hätte noch über die O&G Showbar, den Kit Cat Club, meine Unfähigkeit Selbstbräunungscreme zu nutzen und last not least war das letzte Wochenende auch noch die TGCP 7 1/2. Auf gut Deutsch liege ich heillos zurück.

Aber dieses ist ein Tagebuch und insofern darf es schon ein wenig in chronologischer Reihenfolge geschrieben werden.

Der 1.Mai – in einigen gegenden Deutschlands gibt es unterschiedliche Bräuche. Es soll noch die Spezies Mensch geben, die am 01.Mai den Tag der Arbeit feiern und demonstrieren, in Süddeutschland (also südlich der Elbe) schenken junge Männer jungen Frauen Maibäume um ihre Gunst zu erlangen. In Berlin gibt es jedoch einen anderen Brauch zum 01.Mai. Dort schmeißen junge Männer, Pflaster- und andere Steine auf andere junge Männer. Ob sie damit jedoch irgendwessen Gunst erlangen wage ich zu bezweifeln.

allerdings schweife ich ab, denn wir haben uns an diesem Brauch nicht beteiligt und sind lieber etwas trinken gegangen. Der Weg führte und in die O&G Showbar, einer sehr netten, nicht allzugroßen Cocktailbar, die den Titel Show-Bar trug.

Die beiden Barkeeper zeigten zwar teilweise etwas ihres Könnens, aber mangels zuschauender Masse hielten sie sich zurück. Andeutungsweise konnten sie einiges, aber bis zu Tom Cruise in Cocktail haben die beiden noch einiges zu tun. Okay okay, Tom Cruise hat das nicht live gemacht und ich möchte auch nicht wissen, wie viele Flaschen bei Cocktail zu Bruch gegangen sind, aber von einer Show-Bar erwartet man schon eine Show.

Zumindest die Cocktails waren sehr gut und einwandfrei gemixt. Übrigens war mein erster Gedanke als ich das O&G – Zeichen an der Wand sah: Dolce & Gabbana D&G. Auf soetwas kommt wohl auch nur eine Transe oder zumindest eine Frau.

Mit einigen wenigen Cocktails wollten wir den Abend aber nicht etwa beenden, sondern nur starten. Zurück bei Pricilla hieß es schnellstmöglich für den Kit Cat Club umzustylen.

Moment Kit Cat Club? Das ist nicht fair. In dem Falle hätte ich doch mein Lackoutfit mitgenommen oder zumindest etwas , das wirklich sexy ist. Stattdessen mußte ich mit einem schwarzen Rock und einem nicht ganz schwarzen Top vorlieb nehmen (ich weiß zwar selber kaum, warum aber auch ein Paar Strapse konnte ich noch finden.) Die trug ich zwar seit jeher nicht mehr aber hier passten sie genau. Trotzdem fragte ich mich, mag ich dem Dresscode entsprechen und würde man mich überhaupt hereinlassen.

Wie hieß es noch?

DRESSCODE
bedeutet immer: Fetish, Lack & Leder, Kinky, Stylish, Glamourös, Kostüme
& elegante Abendgarderobe

KEINE normale Straßenkleidung & KEINE Unterwäsche (wir sind kein Swingerclub) !
Für alle Neugäste des KitKat: BEVORZUGT werden PAARE eingelassen !

Nun, dieser Dresscode ist ein Witz und der Kit Cat Club reicht nicht einmal ansatzweise an die Extravaganxa, die White House Lounge oder die Obsession heran. Es gab nahezu keine wirklichen Kostüme aber eindeutig zu viele nackte Männeroberkörper. Man könnte also den Kit Cat Club als Fetischparty light bezeichnen und würde damit absolut recht behalten.
Großartig war aber eine sehr elegante Frau mit unheimlichen Sexappeal, die sich soetwas von unglaublich sicher auf sicherlich 14 cm Heels bewegte. Wow. Und da wir gerade bei Heels sind noch eine Anekdote.

»Gelb«, dachte er. Das Wort gelb ging ihm im Kopf herum und suchte nach einer Gedankenverbindung.

Im Kit Cat Club gab es überall Schwarzlicht und ein Mädel trug gelbe High Heels, die im Schwarzlicht in einem großartigen Gelb leuchteten. Lechz! Es gab nicht viel, was dort leuchtete, aber diese Heels waren eine wirkliche Augenweide. Wo gibt es die???