Arielle im Irrenhouse

Zwischen dem Goya und dem Goya zog es uns, wie es sich so gehört zu :Nina Queer:s :Irrenhouse Party:.

Egal, was sonst so an einem Abend los ist, die Transenshow darf man sich einfach nicht entgehen lassen, ist sie doch gemeinhin als legendär zu bezeichnen und immer wieder einen Hingucker wert.

Doch ersteinmal ein A-HA Erlebnis, das Irrenhouse war leer. Naja nicht leer, aber doch so leer, wie ich es bislang nicht gesehen habe. Nun gut, alle Partys sind im Sommer etwas leerer, vielleicht haben sich auch die Feierwütigen zum Berliner CSD schon geschont. Vielleicht bekamen aber auch viele nicht mit, dass das Irrenhouse dieses Mal wegen dem CSD eine Woche nach vorne verlegt wurde…. Vielleicht kam auch einfach alles zusammen.

Sei es drum, man konnte Atmen, sich gut bewegen, man schwitze nicht so (wenn man nicht gerade in einem Hühnchenoutfit steckte) und man kam ohne warten direkt auf eine Toilette, (die im Übrigen nur höchstens 1/3 so siffig waren, wie sonst. …Wenn ich es so bemerke, war es klasse und es sollte immer leerer im Irrenhouse sein ;-).

Egal kommen wir zum eigentlich wichtigen, der Transenshow, die heute wieder einiges zeigte.

Den Anfang machten Mateina Ah Wie Süß und Nina Queer mit einem Klassiker. Shakespear Sister – Hello (Turn your Radio on). Oh dieses Lied weckt Erinnerungen in mir, wie wir als Teenys in einem gemieteten Haus irgendwo in Dänemarkt mangels Brennholz den Gartenzaun verfeuerten und noch so einiges an Dummheiten anstellten.

Nicht dumm, sondern ziemlich genial performten nina und Mateina (diesmal dem Lied angemessen mit schwarzer Perücke) dieses großartige Lied. Ein schöner Einstieg in eine klasse Show.

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Gefolgt wurde das Ganze von einem Madonna Medley von Stella deStroy und Kae Tearing. OKay, Madonna kennt ja jeder, und als „Like a Virgin“ schaut Stella ja auch wirklich süß aus.

 

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Aber ich für meinen Teil hätte mir gewünscht, sie hätten es dabei gelassen. Doch sie taten es nicht, stattdessen zwängten sich Stella und Kea in Madonna-Gymnastikanzüge. Das ist zwar mutig, aber eben nicht ganz empfehlenswert, wenn man nicht Madonna ist. Kae, Stella, mensch, ihr seid so klasse, warum habt ihr uns und vor allem Euch das angetan….

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Egal, die beiden sollten noch zum Glanzpunkt des Abends werden. Ach btw. Dieses Mal ein Madonna Medley, letztes Mal ein Kylie Minogue-Medley. Wenn das nächste Mal ein Gwen Stefani-Medley folgt, dann bist Du ausrechenbar Stella 😉

Den beiden folgte Mateina mit einem Song von Wencke Myhre namens „Max der Regenwurm“, einem armen einsamen Regenwurm, der sich teilt um Gesellschaft zu haben und sich letztendlich in sich selber verliebt. (ist das eigentlich Inzest?). Der Song an sich ist schon ziemlich verrückt, aber mit Mateinas Mimik und Gestik wird er klasse. Der Bonker, Nagila Hava, Max der Regenwurm. Mateina kann man wirklich auf keinen Stil festlegen, ausser vielleicht „anders“ und „gut“. Ich liebe Ihre Performances.

 

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Kam eigentlich nur mir bei Mateinas Anblick der Gedanke an eine etwas jüngere Ingrid Steeger?

Kommen wir aber zum Show-Höhepunkt Ursula und Arielle AKA Stella Destroy und Kae Tearing. Wie geil war das denn. Eine gefühlte ganze Hörspielkasette lang die Szene in der Arielle ihre Stimme einbüssen muss um menschlich zu werden. Während Kae eigentlich nur dazusitzen hatte, zog Stella alle Register aus dem Vollplaybacktheater. Das schreit nach vielen Bildern.

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Müsste ich die Show bewerten würde ich eine glatte 1 geben Mimik, Gestik, Idee, überragend! Ganz großes Theater und das wäre glatt einen Eintritt wert gewesen

Damit war der Abend gegessen, Applkausmäßig ganz oben. Da konnte Nina selber mit der Premiere ihrer nächsten Single nicht mithalten. Wenngleich ich keine Ahnung mehr habe, worum es handelte, so weiss ich doch, dass ich es diesmal wirklich nicht übel fand.

 

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Also was soll man sagen, die Show war klasse diesmal. Und was diese drei noch so trieben, will ich garnicht wissen. Das war bestimmt nicht jugendfrei 😉

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Ach übrigens, es zeigt sich immer wieder, dass Berlin ein Dorf ist, so trafen wir dieses Mal doch im Irrenhouse unsere Tresor-Toliettenbekanntschaft, die uns dieses Mal allerdings nicht mit Spiegeln aushelfen musste, da das Irrenhouse welche hat.

 

 

Berlin 2007 CSD und Transgenialer CSD

Am nächsten Wochenende ist in Berlin die Hölle los.

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CSD Berlin 2007

Die Pride Week endet mit der Parade zum Christoper Street Day 2007 in Berlin. Mittendrin reichlich Schwule und Lesben und Sheila, und Nina und Neomi und Donna (sollten wir uns tatsächlich mal kennenlernen) und ich und und und. ich weiss zwar noch nicht, ob ich Sheila dazu bringen konnte durch Berlin zu LAUFEN (Nein Sheila ein Wagen kommt nicht inne Tüte, da sieht uns ja niemand. Höchstens, wenn die Füsse nicht mehr können.) aber das werde ich schon sehen. Wenn sie erst sieht, wie oft sie fotografiert wird, wenn sie eben nicht fährt, dann läuft auch sie die Parade zum CSD mit. Schliesslich wollen wir alle Bilder sehen. … Neben dem CSD gibt es aber etwas, dass sich

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Transgenialer CSD Berlin

nennt. Die etwas politischere Variante des großen Christopher Street Day, deutlich weniger werblich und deutlich kleiner das ganze. Ich bin mir ja nicht ganz sicher, ob es der Sache dienlich ist, den Transgenialen CSD am gleichen Tag zur gleichen Zeit durchzuführen, da sich wohl ausnahmslos alle Medienvertreter am Kudamm beim großen CSD aufhalten und das Medienecho (und somit die Aufmerksamkeit) etwa bei Null sein wird. Entweder hat da jemand nicht nachgedacht – oder so sehr nachgedacht, dass sich dieses mir nicht erschliesst.

Nun bin ich nicht dagegen um dagegen zu sein, und Werbung stört mich auch nicht, stattdessen giere ich nach Publikum, also wird man mich irgendwo im Zug des großen Berliner CSD finden.

Abe egal, ob werblicher oder Transgenialer CSD, abends finden sich dann vermutlich alle auf der CSD Allee 2007 wieder: Was für eine Party….

Bob Young Events (GMF- Berlin) und das Kino International (Klub International) veranstalten am 23.Juni 2007 anlässlich des 29. Berliner Christopher Street Day in Berlin, das fünfte Mal in Folge, Berlins erfolgreichste Gemeinschaftsproduktion: CSD ALLEE

Aufgrund der frenetischen Erfolge der letzten Jahre, schließen sich in diesem Jahr erneut das GMF (Café Moskau) und der Klub International (Kino International) sowie :Nina Queer:`s :IRRENHOUSE: (Kino International) zusammen und sind damit die größte und abwechslungsreichste CSD Party, die Berlin je gesehen hat.

Diese Clubs stehen dafür, dass sie Berlins queere Community 365 Tage im Jahre mit einem vielfältigen Party- und Veranstaltungs- Spektrum unterhalten und sich aus diesem Grund auch zum CSD auf der CSD-ALLEE zusammenschließen um ihren Fans eine große Party zu bieten.

In dieser Nacht herrscht Ausnahmezustand in Berlin, denn ab 23.00 Uhr ertönen die musikalischen Fanfaren durch Berlin, das Signal für den Beginn der größten CSD-Party: der CSD-ALLEE in der Karl-Marx-Allee. Die feiernden Massen zieht es unweigerlich von der Parade zur größten Party der Stadt: zur CSD-ALLEE. In dieser Nacht zelebriert das Partyvolk ausgiebig Ihre Nacht der Nächte auf der Party der Partys.
GMF im Café Moskau
„¢ WestBam
„¢ Michael Burian
„¢ Maringo
„¢ :Gloria Viagra:
„¢ Barbie Breakout
„¢ That Fucking Sara
„¢ DJ PaScha

Kino International:
„¢ Divinity
„¢ Dressmann
„¢ Dudel Disco Team
„¢ :Ades Zabel:
„¢ Biggy van Blond
„¢ :Nina Queer:

Was für ein Lineup. Yeah, ich glaube die Party wird groß.

Berichte und Bilder werden wie üblich nachgereicht

Goya, High Heels Party

Wiedereröffnung des Goya in Berlin

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…Soso, das war es also nun, das sagenumwobene Goya, das Ex-Metropol Theater, ein Gebäude, dass zwischen Theater, KitKatClub, Jesus Freaks, Pornofilmen, und Varieté schon so ziemlich alles beinhaltet hat und füe 11 Millionen zum Goya umgebaut wurde, dem Promiclub, der wohl niemanden ausser den Aktionären reingelassen hat und wo wohl auch niemand wirklich hinwollte.Nun an diesem Wochenende war die Wiederauferstehung mit der High Heels Party. High Heels… dazu die Szenegrößen :Gloria Viagra: und Polla Disaster an den Turntabels. Damit war das Ziel der Party klar, es sollte werden, und wurde, größtenteils eine Gayparty.

Entgegen der früheren Angewohnheit war die Tür dieses Mal sehr human eingestellt. Mein Gedanke, als ich einige ältere Herern sah, die irgendwie nicht auf diese Party passten, war: „Die lassen hier auch jeden rein“. Pricilla klärte mich dann auf, dass diese Herren vermutlich die Aktionäre des Goya seien, denen der Laden ja immer noch gehören würde. Okay, dann haben sie sozusagen lebenslanges Wohnrecht und haben hereingelassen zu werden.

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Hereingelassen wurden wir natürlich auch. Gloria Viagra war so freeundlich, Sheila und mich auf die Gästeliste zu setzen (vielen Dank dafür) doch an der Kasse brauchten wir diesen freien Eintritt nichteinmal einfordern, denn Angie Price saß an der Kasse, erblickte und und gab uns einige Karten. Vielen Dank auch dafür. Drin waren wir also einmal – wie zu dem Zeitpunkt noch nicht allzuviele Leute. Gloria war schon da und fast die gesamte Berliner Delegation der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz. Wenig Leute, Zeit, das Goya mal genauer unter die Lupe nehmen zu können.

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Wirkt das Gebäude von aussen extrem großartig, so ist es auch von innen beeindruckend, eine Bühne mit Bar, eine große Tanzfläche, zwei Ränge fast einmal herum und diverse Säulen. Wie gesagt beeidruckend. Mehr aber nicht. Etwas Licht, eine Bühne, Musik und feine Toiletten. Aber dafür 11 Millionen in den Sand gesetzt. Hmmm DAS ist beeindruckend. Nun auch hier klärte mich Pricilla wieder auf, dass das Gebäude vorher wohl ziemlich baufällig gewesen sei und da wohl einiges in die Instandsetzung geflossen sei. Gut, dann kann ich es nachvollziehen. Das Goya ist schon eine tolle Location aber beim ersten Mal beeindruckte mich das Bangaluu mehr.

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Die Party war irgendwie eher beliebig, der Funken wollte nicht wirklich überspringen, obwohl es noch gut gefüllt wurde. Vielleicht waren wir aber einfach zu früh. Großartig waren allerdings das DJ-Duo „The Kofferboys“, die Polla Disaster folgten und ihr Handwerk wirklich verstanden. Nun kann man den Berliner Drags ja viel nachsagen, aber bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten eher solide Handwerker denn begnadete D-Janes. Die Kofferboys waren gut, das merkte selbst ich, selber nicht gerade Musikalisch begnadet. Ausserdem brachten sie etwas schwarz weiss in die sonst bunte Partieriege. (Soll heissen, sie standen als Gene Simmons’e maskiert hinter den Turntabels.

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War sonst noch etwas? Ja! mir ist aufgefallen, dass an diesem Abend extrem viele Personen unterwegs waren, die nicht eindeutig in eine Kategorie Mann / Frau passten. Sehr positiv soetwas – und ich wurde mal wieder erkannt. Mit Namen und Stadt. Eine Tänzerin von Olivia Jones, die mich vom Royal Chicken Club wiedererkannt hat. Sehr nett, leider hab ich Deinen Namen nicht behalten. Wenn Du das liest, melde Dich doch einmal.

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Weil es im Goya nicht wirklich spannend war, zogen wir bereits gegen Null Uhr weiter in Richtung :Nina Queer:s Irrenhouse Party – oder besser gesagt erstmal zum Potsdamer Platz um Bilder zu machen… aber später mehr.
Wir kamen aber später wieder und schauten, ob sich etwas geändert hätte, tranken noch das ein oder andere Wasser und liessen uns mit Daddy Cool Musical Freikarten beschenken. Schade. ich bin gerade wieder in hamburg, kann die Vorstellung also nicht sehen. da hätte ich schon Lust gehabt.

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Irgendwann gegen kurz nach vier hatten wir dann aber genug vom Goya und setzten uns ins Auto um zu überlegen, was noch ginge…

White Wild West im Bangaluu

Weisse Cowboys im laloca Club
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Dass der Bangaluu Club etwas für Geniesser ist, habe ich ja schon festgestellt. Ungeniessbar ist allerdings der Umstand, dass die Damen an der Kasse von Sheila und mir Eintritt erwarteten. Hmpf . Sheilas Überredungskünste halfen dort irgendwie nicht.

sheilame.pngWie verklickern wir denen nur, dass unsere Anwesenheit jeden Laden aufwertet und wir Anwärter auf einen Dauergästelistenplatz und einen undiskutierten Einlass sein sollten. Ideen werden gerne und dankend angenommen.

Nun, wir waren für die Wild White West Party wie auf dem Flyer verlangt wild (sheila) oder white (ich) gedresst und standen vor der Tür. Da wir im Bangaluu sehnsüchtig von Sabrina erwartet wurden, zahlten wir den Eintritt und stürzten uns ins Getümmel.

Voll wars – sehr voll – extrem voll. Und eine ganze Menge Drags waren unterwegs im Bangaluu. :Mataina Ah wie Süß:, Kaspar Kamäleon, Angie, einige andere, mir mit Namen leider nicht bekannte und schlussendlich an den Turntables für die richtige Musik im Spiegelsaal noch Cristl Coke’s.

(btw. wie schreibt sie sich eigentlich richtig? Mit oder ohne „H“? Christl Coke’s, Cristl Coke’s, mit oder ohne „E“? Christel Coke’s, Cristl Coke’s, , Mit „Y“?, dann wohl Chrystal Coke’s, mit oder ohne Apostroph? Schwieriger Name, den sie sich da ausgesucht hat. Dem Sieger spendiere ich bei nächster Gelegenheit eine Crystal Coke 🙂 ). Auch wenn Schaila immer sagt, dass Namen Schall und Rauch sind, so möchte man ja niemanden falsch schreiben.

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Egal, ich war beim Spiegelsaal – und der ist DER HAMMER. Die letzten beiden Male ist uns der Gang in diesen Saal irgendwie nicht aufgefallen und so haben wir das nächste Highlite bislang verpasst… ein Saal, vollständig mit Spiegeln ausgekleidet. Jede Discokugel würde neidisch werden. Dazu weisse Boxen. Ein großartiges optisches Erlebnis mit vielen in weiss gekleideten Menschen. Der optische Genuss, Cristls Musik, die gute Belüftung und der nahe Zugang zur Bar hielten uns lange in diesem Raum fest.

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Gut so, denn so machten wir noch mit der Schwarzen Perle bekanntschaft, die bei der Show Diana Ross klasse performt haben soll. (leider allerdings zu früh für uns).. Aber schwarz/weiss ist doch immer ein nettes Bild und Erlebnis..

Ein weiteres Erlebnis, für das der Bangaluu Club einen Oskar bekommen sollte ist die Dachterrasse. Zwar hab ich schon großartigere Blicke über Berlin gesehen, aber noch nicht aus einen Stranskorb, einer Muschel an einem Pool in einer Disco..

Kaspar Kamäleon

Ausserdem machten wir hier oben noch Bekanntschaft mit Kaspar Kamäleon, nicht Berlinern am besten als Tauschmutter der Transen WG auf RTLII Frauentausch bekannt. Super sympathisch im Übrigen… Sie machte mir ausserdem an dem Abend noch ein Angebot, das man kaum ablehnen kann – und doch tat ich es. (Meine Wohnungssuche betreffend – aber später mehr).

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Btw. Angie gab uns noch einen Tipp, wie man an das monatliche Freipasswort für den Laloca Club kommt. Wer da mehr wissen will, mag einmal hier kommentieren, der bekommt eine Mail mit dem Tipp (Werbetrommel für die Laloca rühr…)

Wir zogen auf jeden Fall weiter von den weiss gekleideten Menschen zu den größtenteils schwarz gekleideten Menschen auf dem German Fetisch Ball