CSD ist, wenn alles passt

CSD Hamburg 2012

Zoe DelayDer CSD in köln ist in diesem Jahr ja extrem ins Wasser gefallen und für uns ein großer Reinfall. Umso wichtiger, dass Kunstrasen-Kostüm dann eben noch einmal in Hamburg auszuführen.

Normalerweise bin ich dafür ja immer alleine, nur dieses Jahr hatte ich in Sheila eine Begleitung – nicht nur zum Essen beim Rach, sondern vor allem eben auch für die Kilometer durch Hamburg….sodenn es denn trocken bliebe.

und es sah gut aus am Morgen, Sonne schien in meine Wohnung und frohen Mutes machten wir uns fertig, den CSD Hamburg zu rocken.. dass ich am Ende Sheila zur Eile mahnen und treiben musste, kenne ich ja bereits, dass wir also etwas spät kommen würden, war schon mal klar.

Ich hatte mir überlegt, wir fahren in Richtung Lange Reihe zu fahren, dann zu stoppen und ein Taxi zu nehmen, dass bestimmt sofort käme… nix da. Stattdessen kam etwas anderes. Tropfen. erst wenige, kurze Zeit später mehr und dann gaaaaaanz gaaaaanz viele… Schnell wieder ins Auto und mal sehen, ob wir nicht noch näher rankämen.

Wir fanden dann tatsächlich einen Parkplatz, nahe der Paradestrecke, auf dem wir bereits die Musik hören konnten, aber aufgrund der Sinnflutartigen regenmengen, die von Hamburgs Himmel kamen uns nicht getrauten, auszusteigen. Na Super… doch das Regenradar sag positiv in die Zukunft.

Etwas über 20 Minuten nach dem eigentlichen CSD Start machen wir uns dann also auch auf den Weg… in strahlendem Sonnenschein und bestem Wetter… Die Wetterkapriolen in Hamburg sind schon wirklich seltsam. Aber das bin ich ja gewohnt.

Irgendwie schien es, dass sich eien ganze Menge Personen dieses Mal nach Hamburg begeben hätten, die Köln dieses Mal wegen Wetter ausgelassen haben, denn es waren viele, viele gutes Kostüme anwesend und das, obwohl ich so viele Hamburger heuer nicht gesehen habe und erst von Bildern bestätigt wurde, dass sie da waren… Aber sonst bin ich ja auch immer zum Start da ;-)

ich liebe es, die lange Reihe entlangzulaufen. Beste Stimmung. Immer voll und einfach klasse. Eigentlich hätte ich gerne noch bei Chapeau St. georg reingeschaut, aber da reichte die zeit irgendwie nicht wir wollten ja unseren großartigen Platz hinter dem amerikanischen oldtimer der lesbischen Geschäftsfrauen behalten, der und beste Aufmerksamkeit sicherte… bessere zumindest als hinter einem der typischen Trucks.

A Propos (schreibt man das so?) Trucks… Ein großes Kompliment, dieses Mal hat uns den ganzen CSD keine Security gescheucht, kein Truck gejagt. Es war ein sehr gutes miteinander der Zweibeiner und der Vierreifer. TOP!

Wie üblich war der Part hinter Saturn etwas langweilig, der Weg über die Mönckebergstrasse hingegen wieder großartig. Solch einen Stopp sollte es auf jedem CSD geben. Die zwischenkundgeben und die halbe stunde get-to-gether mit Teilnehmern und Passangen. Das ist immer die Zeit, zu schauen, wer noch so da ist Zeit sich etwas mehr kennenzulernen und etwas zu quatschen.

Wir arbeiteten uns ind er zeit langsam nach vorne, schauten bei Priscilla vorbei bei Marci Starlette, Tatjana Taft und einigen anderen vorbei und erfüllten natürlich dabei unzählige Fotowünsche… wie sich das so gehört.

Nun relativ weit vorne im Zug ging der CSD auf seine letzte Etappe in Richtung Jungfernstieg und midestens ab Kunsthalle war meine aufgabe vor allem diejenige, Sheila gut zuzureden, dass wir den Weg schaffen und ich sie nicht aussteigen lasse… Tatsächlich erreichten wir den Jungfernstieg und konnten die rauchenden Füße in der abgesperrten VIP-Zone etwas hochlegen.

Dort gab es dann nicht nur einige Freigetränke sondern nette unterhaltung, der man nicht entkommen konnte – selbst wenn man es gewollt hätte, denn es begann kurz nach dem Erreichen dieser VIP Zone wieder, mit unwetterartigem Regen und es sammelten sich alle Menschen unter den Schirmen. unterhielten sich und warteten auf die Strahlende Sonne, die weitere wenige Minuten wieder schien.

Wetterkapriolen und CSD Made in Hamburg.

Noch schnell ins Portugiesenviertel, etwas essen und dann ab nach Hause Berlin.

Dragqueens ungeschminkt

Mädels, was ist in Euch gefahren. Normalerweise ist ja das bestgehütetste Geheimnis einer Drag gegenüber der großen Öffentlichkeit das tatsächliche Aussehen, wenn sie mal nicht im Make Up ist und als Kerl unterwegs ist. Aus Erfahrung weiss ich, man erkennt sie oft nicht wieder… zumindest so lange, bis sie den Mund aufmachen und man die altbekannte Stimme hört. So erkannte mich Tatjana Taft in Köln auch erst, als ich mich ihr mit meinem Namen vorstellte.

Tja, aber bekanntermaßen sind die Medien aber immer auf mehr aus, als das große Bild. Nicht etwa auf die Geschichte, aber immer mal wieder auf beide Bilder zu sehen sind. Keine Fakedoku auf der die Drag Queen nicht mindestens einmal als Kerl auftritt und jedes Mal, wenn Olivia Jones im Fernsehen ist, sehe ich in meinen Statistiken, dass Leute nach “Olivia Jones ungeschminkt” suchen…

Es gibt diesen Voyeurismus und so hat die Hamburger Mopo zum diesjährigen CSD einen Aufmacher:Drag Queens: So sehen wir privat aus gemacht und zumindest mal viere gezeigt. Wer also die Doublefaces Barbie Stupit und Lee Jackson, die mir gänzlich unbekannte Christa Sun oder eben Tatjana Taft ungeschmink sehen möchte, schaue heute einmal in die Hamburger Mopo..

Und wenn wir schon gerade dabei sind gibt es gleich noch einen Tipp, nämlich einen guten Beitrag vom NDR, indem man nicht nur ein Paar Worte zum Thema FDP / CDU Vs. CSD verliert, sondern dann auch noch Valery Pearl (fast) ungeschminkt sieht…

Achja und Sheila und mich kurz allerdings in vollem Make Up.

CSD Hamburg Bilder

Bevor ich morgen einen Artikel zum CSD Hamburg 2012 schreibe kommen heute ersteinmal ein Paar CSD Hamburg Bilder von diesem sehr wetterändernden Christopher Street Day. Also viel spaß beim schauen.

Rach & Ritchy

Am Wochenende war der Hamburger Christopher Street Day und da das ja  nunmal meine Heimatstadt ist, ist es selbstverständlich, dass ich dabei bin. Dabei war dieses Jahr auch wieder Sheila, die Hamburg mehrfach ausfallen liess, aber nach dem verregneten CSD in Köln ihr Kostüm noch einmal ausführen wollte.

Da ich immer noch meine Wohnung in Hamburg habe, die ich eh jeden Monat bezahle, brauchten wir auch kein Hotelzimmer und hatten so etwas Budget übrig, dass es auf äääh in den Kopp zu hauen galt. Bei Sheila heisst soetwas Essen und zwar gutes.

Nach etwas Recherche per Internet im Auto entschieden wir, dass wir uns mal anschauen würden, was Rach der Restauranttester denn so in seinem eigenen Restaurant verzapft.

Nun bin ich mir ja nicht sicher, ob Herr Rach in dem Restaurant überhaupt mit mehr als seinem namen involviert ist, oder in seinem Grill Restaurant “Rach und Ritchy” nicht eigentlich Richy die ganze Arbeit macht, aber wen interessiert das schon…. Hauptsache es schmeckt. Mir schmeckte es – und da es auch Sheila schmeckte muss es wohl auch gut gewesen sein.

Schon die Dame, die uns die große Schiefertafen-Karte erklärte erwies offensichtliche Kompetenz. Welches Fleisch wann wie wo nicht eingeführt werden darf, was genau dieses Fleich ist, womit welches Tier gefüttert wird und wie es schmeckt… welche Beilagen gut sind uswusf.

Ich nahm ein Stück Fleisch mit Sauce Bernaise, Honig glasierten Karotten und Kartoffelgratin, während Sheila sich eine Dorade kommen liess… Und als würde das nicht reichen nahmen wir wie damals im Grill Royal noch eine große Meeresfrüchte-Vorspeisenplatte mit allem, was so dazugehört…

Ich bin ja sehr für Fisch. Zuallererst bei Sushi… Weg mit dem Reis und her mit dem Fisch…aber ich weiss eigentlich nichts darüber… Welcher Fisch ist eigentlich roh und welcher nicht… Nun Sheila konnte mir einiges erklären, und es war wohl so, dass alles auf den Punkt war.

So konnte sie dann am Ende auf die Frage wie es war umfangreiches Feedback geben konnte, während ich mit einem “ich hab nicht so viel Ahnung, aber mir hats geschmeckt” aufwarten musste…

Aber genau das solls doch auch. Schmecken… sowohl den Feinschmeckern als auch den den normal-essenden :)

Das Rach & Richy hat wohl alles richtig gemacht, egal ob nun Herr Rach oder Herr Ritchy dafür zuständig waren..