Nan Goldin – The Other Side

Nan Goldin – Real Life at the Other Side© Nan Goldin

Es ist eine ganze Weile her, als zum letzten Mal ein Buch an dieser Stelle veröffentlicht wurde. Ich glaube, es war das Tuntenbuch, sicher indess bin ich mir dabei nicht. Sollte es aber so gewesen sein, dann ist dieses Buch hier nicht so weit weg.

Aber eigentlich geht es hier nicht um ein Buch, sondern um eine Künstlerin. Genaugenommen um Nan Goldin. Nan Goldin gilt laut Wikipedia „als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografinnen“. Ihre Bilder handeln von Gewalt, von Sex und von Drogen, vom Tod. Und von Menschen, die anders sind als der Durchschnitt. Vor etwas 27 kam sie auch ins damals noch geteilte Berlin und das war zufällig auch die Zeit, in der ihr künstlersicher Durchbruch mit der Diashow The Ballad of Sexual Dependency erfolgte.

Der Grund, warum Nan Goldin hier Thema ist, ist aber nicht dieses Werk, sondern der Bildband – The Other Side – in dem die Transsexuelle, Drag Queens und Transvestiten zeigt. Diese aber anders wie so oft nicht in Hochglanz sondern in Real Life. Die Bilder zeigen nicht den einen Schuss in einem Fotoshooting, der mit Bildbearbeitung noch besser gemacht wird sondern die tatsächlichen Personen. Die Bilder sind – un-schön und vielleicht gerade deswegen irgendwie wirklich schön.

© Nan Goldin: Misty and Jimmy Paulette in a taxi, NYC

Beispielsweise das Bild der beiden Drag Queens im Taxi. Ich stelle mir vor, dass dieses das Taxi nach Hause von der Party ist. Sie sehen beide nicht mehr wirklich schön aus und dass bereits wieder Tageslicht ins Taxi scheint macht die Sache keinen Deut besser. Aber so ist eben oftmals das Leben  nach einer durchtanzten, verschwitzen Nacht neun Stunden nach auflegen des Makeups.

Irgendwie muss ich bei diesen Bildern an die Dokumentation Gender-X über die Berliner Dragqueen-Szene vor meiner Zeit denken. Der Film hat ja auch hinter die Kulissen (und die Personen) geschaut und ebenso eine gehörige Person Real Life gezeigt. Den Film muss ich dringend mal wieder sehen.

© Nan Goldin: „¾New York Drag Queens (Cody in der Garderobe der Boy Bar)““, 1991

Mein eigener Event Fotograf zum CSD

Ich wünsche jedem einen eigenen Event Fotografen
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Tatjana Taft und die beiden Seemänner in ihren schwimmenden Kisten
aufgenommen in ( ) Berlin, ( ) Köln, (x) Hamburg

Wie meine letzten Beiträge ja schon gezeigt haben, war ich am letzten Wochenende beim CSD Hamburg.

Da meine berliner Hühner allesamt entweder keine Lust oder keine Zeit hatten, musste ich den beschwerlichen 280 Kilometer weiten Weg in die schönste Stadt Deutschlands alleine aufnehmen. Da mich aber mein Lokalkolorid nahezu dazu verpflichtet einem Christopher street Day in Hamburg selbstverständlich beizuwohnen und auch mitzulaufen, machte mir das allerdings wenig aus. Ausserdem bot sich mein ehemaliger Unter-Mieter und Foto-Shooter Olli(e) an, mich die gesamte Strecke als Fotosklave und personal-event-fotograf zu begleiten und massig Fotos zu schiessen…

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Mutter Madonna Erotica von Bitch und Ordensdame Valery Pearl

Mit „die gesamte Strecke“ meine ich übrigens tatsächlich die g e s a m t e Strecke, denn ganz entgegen der üblichen Praxis und gänzlich gegen meinen Namen war ich deutlich pünktlich zum Start des CSD dort und konnte vorm Starttschuss noch massenweise Bilder mit Olivia Jones, :Valery Pearl: und und und machen. Und natürlich liess ich mich nicht lange bitten als Valery meinte „Bleib in der Nähe – wir machen gleich das Gruppenbild“….

Olivia Jones - CSD Hamburg 2008
Hat sich Olivia Jones da eine Kopfbedeckung von Tatjana Taft ausgeliehen?

Normalerweise ist das das Startbild… Dieses Mal startete der Umzug aber komischerweise gerade zu dem Zeitpunkt, als wir an anderer Stelle posierten… Ich glaube Olivia Jones war so schlau, sich frühzeitig zu verdrücken und hat es vermutlich als eine der einzigen auf das echte Startbild geschafft… Das hab ich allerdings nirgendwo gefunden, da vermutlich nichteinmal die DPA oder AP Fotografen den Start mitbekommen haben, weil sie gerade mit uns beschäftigt waren.

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Nun, da es losging, setzte auch ich mich in Bewegung. Weit vorne, hinter dem ersten Wagen und noch vor Valerys Rikscha reihte ich mich ein. Dabei zeigte sich, dass meine Entscheidung dir richtige war: Start mitmachen, und vorne einreihen!

Auf dem ersten Kilometer lief ich einem DPA Fotografen vor die Linse, eine AP Fotografen, dem Videoteam von Hamburg.de und dem vom NDR Hamburg Journal. Olli(e) meinte noch

„Vorne ist richtig, da sind die ganzen fotografen noch ausgehungert“

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Laeticia Snake

Recht hatte er. Gut einen eigenen Fotografen dabei zu haben. Anfangs hatte er noch etwas Bedenken, ob er wohl mitlaufen dürfte. Doch natürlich durfte er. Immerhin hatte er ja mich dabei. Also genaugenommen war das eine typische Win-Win Situation: Ich bekam massenweise gute Bilder von mir und er ebenfalls gute Bilder. …Wie ein einfacher Satz.

Hallo (XXX). Das da ist die einzig wichtige Kamera.

doch helfen kan, dass die Zielperson in das richtige der 20 Objektive, die gerade auf sie gerichtet sind, schaut.

Ich kann also Fotografen nur raten, sucht euch eine Drag, die ihr begleitet und allen Drags wünsche ich eh einen Fotosklaven an die Seite. Olli(e) war dabei ziemlich beeidruckt. Er lief einige Strecke vor mir und kaum stellte ich die Flügel auf, verdunkelte sich die Strasse vor ihm von Fotografen, die alle das beste Foto wollten. Und für das beste Foto mach ich ja fast alles.

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Ricardo M. Hamburgs Star Entertainer No. 1

Dabei verstehe ich bis heute nicht, warum all die Fotografen immer von unten fotografieren müssen, wo sich doch eigentlich langsam herumgesprochen haben muss, dass Trannyfotografie von unten immer schief geht… – Naja nicht immer, aber oft eben…. Den Vogel hat die Fotografin abgeschossen, die auf einmal vor mir auf der Strasse lag. Was lag also ferner, als mich dazuzulegen und mal zu fragen, warum es sie hingehauen hat….

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thx to *Luna*

Und wie es sich für einen echten Zönix gehört, erhob ich mich daraufhin aus der Asche in die Höhe auf den nächstbesten Sicherungskasten. Die beiden Jungs, die da saßen, waren ziemlich verwundert, nahmen es aber mit Humor und halfen mir sogar noch rauf – und wieder runter. So gehört es sich für echte Gentlemen.

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Jaja, der CSD in Hamburg, ein großer Spaß. Ich habe einige Personen gesprochen, die ich genau seit einem Jahr nicht gesehen habe, habe mit Valery Sekt getrunken, mit dem eindeutig süssesten Bunny des gesamten CSD geposed und in einige tausend Kameras geschaut…. Das ganze bei herrlichstem Wetter. Was will man mehr.

das süßeste Bunny des ganzen CSD

…irgendwann etwas zu trinken bei der Sonne. Genau!

Ab also nach Budnikowsky, ein paar Getränke gekauft und einen kurzen Nachpuderstop eingelegt. Dabei hat man mich kaum aus dem Laden gelassen…

Bundnikowsky
schon verrückt.

Olli(e) meinte ich sei eien Posingschlampe… Und er meinte später, er würde nun etwas verstehen, warum ich das alles mache. … Und er sei nächstes Jahr gerne wieder dabei – in Berlin oder Hamburg oder wo auchimmer…

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Er zieht an, was sie ihm aussucht. Das muss Liebe sein.

Fast schon am Ende der Parade kam dann noch H. H. auf mich zu, die ich niemals erkannt hätte, aber sie nannte ihren Namen… Also erkannte ich sie… Doch muss ich sagen.. Hilly, Du ein Kostüm erst erklären muss, ist es meistens schwierig… Ich habe die Brigitte Nielsen leider in Dir erst erkannt, als Du mich darauf hingewiesen hast…

Dann traf ich noch zwei Mädels, die als Flugbegleiterinnen unterwegs waren und mich mit den Worten: „Ihr saht toll aus, als ihr vom Kölner CSD nach Hause geflogen seid.“Eigentlich suchten sie Bilder vonsich in Oldenburg, aber wen fanden sie unter ihrer Suche? Genau Sheila und Mich. So gehört es sich und diese Erkenntnis war ein klasse Ende eines tollen CSDs.

Nun hätte ich mir überlegen können wo ich abends hingehe, aber beides war so spannend nicht. Sowohl die 136° Party, auf der wohl Nina Queer auflegte, als auch die Abschlussparty im Edelfettwerk auf der Biggy van Blond Musik machte, konnten mich nicht überzeugen, eine Geburtstagsparty eines guten Freundes zu versäumen. Die Damen kann ich ja häufig genug in Berlin sehen

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so ich muss mich doppelt entschuldigen:
1. die Bilder sind pixelig, das ändere ich morgen. (done)
2. Die meisten Bilder zweigen mich. Das ändere ich nicht mehr 😉

CSD Hamburg 2008 Bilder

CSD Hamburg 2008 Bilder
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Wieder einmal mein liebstes Spielchen: Fotos und Bilder suchen. Genaugenommen in diesem Fall CSD Hamburg 2008 Bilder.

Hier werden sich relativ schnell meine eigenen Bilder finden sowie alle CSD Hamburg 2008 Bilder Links, die ich im Internet finden kann. … Wenn Du selber Bilder irgendwo online hast, lass es mich per Email oder hier als Kommentar wissen, ich nehme Deine Seite mit auf.

kho: Bilder, Geschichten, Begegnungen…
Nikon Forum
sandloch.blogspot.de
Queer gedacht
schwulissimo
gay-web.de
Fanny @ Transtreff
Northerndelight
icescater
Art-noir
Darkmemnoch
fdp-truck
welt.de (dpa / ap)
bild.de (bilder + Video)

Viele Bilder von mir dieses Mal. Das liegt daran, dass ich dieses Jahr mit Olli(e) einen Haus-und-Hof-Fotografen hatte, der mir mit seiner Kamera zu Diensten war.

[mygal=csd-hamburg-2008-fotos]

[mygal=csd-hamburg-2008-bilder]

 

Wir brauchen einen DPA Fotografen Kontakt

oder: Als meine Beine ohne mich um die Welt gingen.

Ich muss noch einmal auf den Underground Catwalk zurückkommen… Noch bevor, die gesamte Gesellschaft in die U-Bahn gelassen wurde, machten Sheila und ich ein paar private Bilder in der noch leeren U-Bahn.

Da wir aber beide auf das Bild wollten und es dann natürlich schwer ist, ein Bild zu schiessen, fragten wir einen der Fotografen, die unweit von uns saßen. Wir kennen uns ja mittlerweile ein wenig aus und suchten mit schlafwandlerischer Sicherheit den erstbesten, der mit zwei bis drei hochwertigen Kameras hantierte, die wiederum mit Objektiven ausgestattet waren, die den Preis meiner eigenen Kamera wohl um etwa das dreifache überragten…

Gute Kamera – große Objektive mit rotem Band = guter Fotograf

Naja, immer geht diese Rechnung nicht auf, aber die Chance einen Fotografen vor sich zu haben, der sein handwerk versteht, ist weitaus größer als bei einem Menschen, der eine Exilim in der hand hält. Dieses Wissen hat sich auch auf den CSDs dieser Welt herumgesprochen. …Wenn 20 Kameras und ein großes Objektiv auf einen gerichtet sind- ratet mal, in welche der Kameras wir dann lächeln..

Leider macht sich dieses Lächeln viel zu selten bezahlt, denn obschon wir massenweise Kärtchen mit unserer Visage und unseren Emailadressen an die Herren Gotografen verteilten, waren die Rückmeldungen sehr mager. Fotografen mit guter ausrüstung sind leider ziemlich unzuverlässig, was die Bilderlieferungen angeht, die se versprachen. So auch der oben genannte Fotograf, der uns fotografierte.

Zur Sicherheit und für alle Fälle drückten wir ihm unsere Kamera in die Hand, insofern hatten wir die Bilder, aber als der catwalk begann hatte er eine Bitta an mich.

Könntest Du, wenn die Mädels kommen Dich einmal breibeinig hinstellen, damit ich dadurch fotografieren kann?

Klar kann ich das. Gesagt getan. Und natürlich bat ich um das Bild, sollte es etwas geworden sein…. Er sagte es mir zu. Noch warte ich allerdings vergeblich – und ich fürchte das wird nichts mehr, denn er hat mich verkauft *schnüff* Ich bin nur eine Ware. Okay, okay Premiumware immerhin, wohlgeformte noch dazu. Aber ich fühle mich so … so… so auf meinen Körper reduziert und selbst da nur auf meine Beine….

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ja genau, das hier vorne mit dem kurzen Rock und den roten Pumps, das bin ich – oder vielmehr das sind meine Beine.

Mittlerweile weiss ich, dass der nette Herr von der DPA war, denn dieses Bild fand ich nicht in meinem Emailfach, sondern im Internet. Zum beispiel bei der Welt (Foto 3 von 7), der Bild (Foto 9 von 16), in Russland, nochmal in Russland. oder in China, in Korea, und werweisswo noch… Man könnte also mit Fug und Recht behaupten.

Meine Beine sind um die Welt gegangen

Ich biete ihm sein Motiv, wenn ich es bekomme – sollte etwas draus geworden sein. Damit sind wir eigentlich einen mündlichen Vertrag eingegangen, wenn mich meine Rechtsvorlesungen nicht täuschen. Leider versäumte er, mir es zuzusenden, doch wie gesagt, ich fand es im Internet. Und unverkennbar ist etwas draus geworden – in aller Welt.

Dumm nur, dass ich erst im Nachhinein erfahren habe, dass er für die DPA fotografiert und so mir keine Kontaktdaten geben lassen habe. Aber der Verbreitung hat sich mal wieder gezeigt, dass man wieter kommt, wenn man einen DPA Fotografen kennt… Ich kenne ihn nicht, aber ich habe mir sein Gesicht gemerkt 😉