Boheme Sauvage @ Heimathafen Neukölln
Boheme Sauvage @ Heimathafen Neukölln wurde am Nov.30, 2009, gepostet
Am Wochenende war wieder einmal die legendäre Boheme Sauvage 20er Jahre Party und sie sollte dieses Mal in Neukölln sein.
“Neukölln?” Wird sich nun mancheiner Fragen “Ist das nicht der ebenso schon legendäre Stadtteil von Berlin, in den man sich nur mit Polizeischutz begeben sollte – oder besser auch das nicht, da man dann ja auffällt – also besser gar nicht begeben sollte”? Genau der…
Aber ganz so schlimm, wie die Medien es der Welt weismachen wollen, ist Neukölln garnicht. Es gibt sogar nette Ecken, die selbst Urneuköllner nicht kennen, wie den Heimathafen Neukölln. …Der hat zwar mit Hafen nichts zu tun, das nächste Wasser ist weit weg, aber mit Heimat umso mehr. ..Und mit Lokalpatriotismus für Neukölln.
Der Heinmathafen Neukölln ist ein Theater mit angrenzender Bar und viel, viel mehr Stil, als man Neukölln vielleicht zutrauen würde, wenn man so darüber nachdenkt. Auf jeden Fall ist der Heimathafen Neukölln eine absolut passende Lokalität für eine wunderbare Boheme Sauvage. …eigentlich
Diese ist ja immer unterschiedlich und vieles hat damit zu tun, wie die Location gerade beschaffen ist. Ist sie beispielsweise gerade im Bassy, dann ist sie anzüglich und ein kleinwenig dreckig ist sie in einem Ballsaal, ist sie deutlich gesetzter und vornehmer. Der Heimathafen Neukölln hat eher dieses Ballsaal-Flair und damit war die Party gestern etwas schwieriger.
Schallplattenaufleger Dr. Hirschfeld hatte so seine Mühe mit der Technik und den Gästen, die kaum aus der Ruhe – und noch viel weniger in Extase zu bringen waren. Es gestaltete sich schwierig für ihn, die Party richtig zum brodeln zu bekommen. Ob er es später noch geschafft hat weiss ich nicht, auch nicht so recht, woran es lag… An den Gästen? Hmm die waren zum großen Teil alte Bekannte die auch schon auf anderen Boheme Sauvages und anderen Partys ihre Feiertauglichkeit unter Beweis gestellt haben… Vielleicht doch der Hafen… Vielleicht aber auch die vielen Unterbrechungen.
Else Edelstahl hat an diesem Abend nämlich für einiges an Programm gesorgt, Beispielsweise Operalesque oder The Wonderbees, die mehrfach die Gäste bespassten, dazu jedoch leider immer die Partyaufkommstimmung kurz angehalten…
Das soll keinesfalls die Leistungen der Künstler schmälern, denn gerade The Wonderbees fand ich ziemlich gut… Opralesque fand ich auch ziemlich… ziemlich mutig allerdings. Aber schaut selber, was ich meine.
Insgesamt war die Boheme Sauvage aber auch diesesd Mal wieder eine beispiellose 20er Jahre Party mit einem extrem stilvollen Publikum, dass es so nirgendwo anders gibt… Und mit vielen Liebenswertejn Personen, die man immer wieder gerne dort trifft.
Und ich habe erfahren, dass es Anfang Januar in Hamburg im Übel & Gefährlich eine Swing Royal geben wird, für die Coco dort den Confronciere geben wird. Eine Swing Royal in Hamburg…. Hmmmm eine gute Idee eigentlich.
Ps: Sheila & Janka: Ich konnte nicht anders, als das Wort “großartig” immer dann zu erstetzen, als ich in Gefahr war, es zu schreiben
Boheme Sauvage Cocktailsoiree @ Reingold
Boheme Sauvage Cocktailsoiree @ Reingold wurde am Apr.11, 2009, gepostet
Boheme Sauvage Cocktailsoiree @ Reingold

So, Ostern ist beendet, ich bin wieder in Berlin und habe einiges nachzuhoeln, beginnen wir also mal mit Freitag…
Öfter mal was neues. Neben ihrer wahnsinnig erfolgreichen Boheme Sauvage, die generell ausverkauft ist und es sogar in den Kulturspiegel – und somit auch auf Spiegel Online geschafft hat, sucht sich Fräulein Edelstahl auch immer mal wieder kleinere Locations aus, bei denen es dann etwas familiär zugeht. So geschehen am Freitag, an dem ein Boheme Sauvage Cocktailsoiree in der Cocktailbar Reingold stattfand.
Das Reingold ist eine kleine längliche Cocktailbar mit einer kleinen Tanzfläche. Eine nette Bar, aber auf den ersten Blick kaum etwas besonderes, doch kann ich auf den zweiten Blick nur gutes sagen. So bekam ich hier einen der besten Mojitos seit langem. Ich hätte fast gesagt “mit liebe gemacht” zumindest konnte ich erkennen, dass der Barkeeper ihn nicht mal eben hingeschludert hat, sondern ihn mit Zeit und Sorgfalt zubereitete.

Nun kann man sagen, dass solch ein Mojito einfach sei, doch trank ich schon wirklich schlechte und gute – und dieser war eben ein guter. Sowas könne man aber von einer guten Bar erwarten, sagte mir Claudia, mit der ich mich überhaupt das allererste Mal mehr als ein Paar Minuten unterhielt. Schon komisch, wo man sich ja seit einem Jahr fast jeden Monat über den Weg läuft. War aber ein nettes Gespräch und hätte man mich nicht losgerissen, hätten wir uns sicher noch länger unterhalten.. Über die Uni, und Bars, über Beziehungen und mein Kleid, mit dem ich irgendwie im falschen Jahrzehnt gelandet bin… Muss man mal dürfen, der Rest der Besucher war ja im richtigen Jahrzehnt gekleidet. So zum Beispiel Chloe, die an diesem Abend Concierge ganz ohne Coco spielen musste, der sich ja gerade in Amerika herumtreibt…

Aber selbstverständlich konnte sie auch Marlene von Steenvag ordentlich ansagen, die bei dem (oder heisst es der? ) Boheme Sauvage Cocktailsoiree ihr Burlesquedebut gab und dieses sehr gut hinter sich brachte. Sie bot eine typische und klassische Burlesque Performance dar, an der absolut nichts auszusetzen war. Keine besonderen Ideen in der Performance, aber darauf zielte sie ja auch nicht ab. Eine gute Musikauswahl und sie bewegte die Fächer, als wenn sie sie schon lange nutzt.
zurück in die zwanziger Jahre
zurück in die zwanziger Jahre wurde am Mrz.31, 2009, gepostet
von den siebzigern in die zwanziger Jahre

Eben noch in der Bar Tausend original 70er Jahre Musik gelauscht, und nur eine viertelstunden später wieder in die zwanziger Jahre hinabgestiegen. Klar irgendwann mussten wir Freddy Fischer er selber sein lassen und die Bar Tausend verlassen, denn die Boheme Sauvage und ihr original zwanziger Jahre Stil wartete auf uns.
Und mit ihr nette Leute und das Oxymoron. Mittlerweile ist es schon 13 Monate her, als wir das erste Mal auf der Boheme Sauvage gewesen sind und in dieser Zeit sind wir irgendwie schon zum Inventar geworden. Inga, Coco, Chloe, Tom und viele Stammgäste. Es ist immer wieder ein großer Spaß, die Boheme zu besuchen.

Dieses Mal hatten die guten allerdings wohl etwas mehr zu tun als sonst, denn das halbe Oxymoron ist derzeit wohl eine Baustelle und eigentlich kaum für eine stilvolle zwanziger Jahre Party geeignet, aber mit vielen Bahnen Stoff und etwas Einfallsreichtum haben sie diesen großen Makel kaschiert und man hätte es nicht gewusst, wenn man es nicht gewusst hätte. Einzig und alleine die Bar im kleinen Raum sah irgendwie anders als als normal. Aber egal, es war wieder klasse. Auf der Videoleinwand spielten sie Große Freiheit mit Hans Albers, der Cuba Libre schmeckte auch von einer zusammengezimmerten Bar. Beides zauberte einwohliges Gefühl in mein Gesicht.

Dazu hatten wir ein paar super-nette Gespräche. Irgendwie hatten sowohl Sheila als auch ich vollkommen das Zeitgefühl verloren. Das mag bei einer zwanziger Jahre Party nichts ungewöhnliches sein, aber auch ohne Zeitumstellung verliessen wir erstaunlich spät die Boheme und ärgerten uns wieder einmal, viel zu wenig Bilder und vor allem Videos gemacht zu haben…

Immer wieder nett, diese zwanziger Jahre, obwohl die siebziger waren es auch und das Essen im Grill Royal ebenfalls. Soll heissen, es war mal wieder ein wirklich netter Abend.
Grüner Salon & Sage Club
Grüner Salon & Sage Club wurde am Mrz.05, 2009, gepostet
..oder Boheme Sauvage & Kit Kat
Wenn man mich fragt, in welchem Jahrhundert ich gerne leben würde, sage ich immer, “in einem Jahrhundert, in dem es schon Fenster und Fenstergläser gibt. Wenn man mich fragt, wo ich gerne ausgehen würde, dann in diesem Jahrhundert, denn es gibt Handys mit Internet. Für mich genau das richtige
Sheila und ich kamen aus dem Bassy noch schwelgend in the Boss Hoss Laune und wollten in den Grünen Salon, leider nicht wissend, wo dieser Grüne Salon wohl sein würde. Handy gezückt. “Grüner Salon Berlin” eingegeben und festgestellt, dass es nichteinmal einen Kilometer entfernt war. Los ging es also von den Cowboys im Bassy zu den 20er Jahre feiernden in den Grünen Salon.
Kaum angekommen trafen wir auf Coco, der gerade ziemlich ausser Atem vom Steppen war und uns leider die traurige Nachricht mitgeben musste, dass wie die Burlesque Show gerade verpasst hätten. Zu schade, trotzdem konnten wir uns im grünen Salon noch wunderbar unterhalten und natürlich etwas nettes trinken.

Der grüne Salon ist ein spannendes Gebäude, man riecht darin förmlich noch die DDR Vergangenheit, man könnte auch sagen “den Mief aus vielen Jahrzehnten Sozialismus”, da haben auch zwei Jahrzehnte Kapitalismus wenig dran ändern können. Es hätte mich auch nicht bgewundert, wenn Linoleum auf dem Boden gewesen wäre. Der grüne Salong hat es geschafft auf meiner Liste der Plätze, an dem bisher eine Boehem Sauvage stattfand, spontan den letzten Platz einzunehmen. Das mag aber meine eigene Meinung sein.

Da wir auch sehr spät da waren und eigentlich alle großartigen Highlites der Party schon durch waren war das einzig spannende das Gespräch mit Coco dem Confronciere, der uns erörterte, dass er in vier Wochen nach New York aufbrechen würde um dortz einen Job zu suchen und vielleicht da zu bleiben. Zu schade
. Kann diese Party ohne ihn die gleiche sein? Sicher nicht 100%ig die gleiche.
Wir jedoch beschlossen nach diesem Schock, noch etwas weiterzuziehen und ich bin nicht ganz sicher, was und dazu brachte ins Kit Kat zu gehen. Was uns dann allerdings dazu brachte, nach einigen Alkoholischen Getränken, die bitter nötig waren, dort zu gehen, dass weiss ich.
Geflügeltes Wort bei mir : Mehr Alkohol!

Ich sage mal so, es gibt Dinge, die müssen und sollten vor allem nicht gezeigt werden. Viele davon baumelten an Männern im Kit Kat herum….
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