The Boss Hoss Geheimkonzert

Overdressed auf dem The Boss Hoss Geheimkonzert

Am Wochenende stand die Boheme Sauvage im Grünen Salon an, soweit war klar und diese Party galt natürlich als das Main Event. Doch neben dem hatte Sheila noch eine Weitere Veranstaltung aufgetan, auf die wir gehen würden / könnten. Was das allerdings wäre, wollte sie mir nicht erzählen. Wegen Kopfkino und so – dabei ist es eindeutig so, dass die liebe Sheila viel eher auf Kopfkino anfällig ist als ich rational denkendes Nordlicht. Was könnte es wohl sein? Nun Sheila würde nicht solch ein Aufheben für irgendeine Party in einem silligen undergroundclub machen, also eher was edles vielleicht??

Sei es drum, da ich mich also auf nicht vorbereiten konnte, musste ich mich auf die Boheme Sauvage vorbereiten und meine Gedanken darauf legen. Was also dazu anziehen??? Ich entschied mich für mein Versace Kleid, dass ich ja für die Boheme kaufte bislang aber dort noch nie anziehen konnte. Ein tolles Kleid für eine tolle Veranstaltung, aber würde es auch für die andere Veranstaltung passen? Man weiss es nicht.

Samstag Abend, es ging los und noch immer wollte Sheila mir nicht mehr erzählen, aber dem Weg konnte ich entnehmen, dass wir dem White Trash entgegen fuhren, vielleicht auch dem Roadrunners Paradise…. Ich merkte, dass ich mich irrte, als Sheila am Bassy hielt. Okay der Bassy Cowboy Club. Die Boheme Sauvage war heute nicht hier, es war auch nicht Donerstag also Chantals House of Shame war ebenfalls hier nicht, ich wusste auch nciht, was mich denn erwarten würde. Auch die Bands an diesem Abend halfen mir nicht weiter. Modern Earl würden “SOUTHERN COUNTRY GOSPEL REBEL BLUES ROCK!!!!” Aaaah ja! was genau das war würde ich dann ja noch erfahren. Die Band kannte ich nicht und von der Musikrichtung hatte ich noch nie etwas gehört. Auch die andere Band kannte ich nicht The Bob Ross und die würden “boss hoss style” spielen. Das sagte mir schon mehr. The Boss Hoss hatte ich vor 2 3/4 Jahren mal in Hamburg gesehen, Der Jungfernstieg wurde eingeweiht und es goss in Strömen. Was die Jungs nicht davon abhielt, das Hamburger Publikum in Unterhemden zu rocken.

Puhh 2 3/4 Jahre ist das her. Das war das Wochenende bevor ich das allererste Mal im GMF war. Berlin war weit weg und ich kannte hier ausser Pricilla niemanden. 2 3/4 Jahre können eine Ewigkeit sein. Seither ist viel viel passiert, was man alleine schon daran sehen kann, dass ich hier vorm Bassy stand..

Egal zurück zum Thema: The Rob Ross kannte ich nicht, doch Sheila hatte wieder über irgendwelche Kanäle mehr herausgefunden. Es handelte sich dabei nicht nur um “Boss Hoss Style” sondern um die echten Boss Hoss, die unter falschem Namen einen Geburtstagsgig für den Sänger gaben. Na suuuper… da stand ich also im etwas abgeranzten Bassy Cowboy Club in einem überfüllten Laden zwischen Cowboys und Cowgirls im Versace Kleid. Geht noch viel mehr overdressed als das? Sei es drum es sollte ein Konzert beachtet werden und aus den hamburger Erfahrungen konnte ich dran denken, dass es witzig werden könnte. Und? Es wurde extrem cool.

So ein Geheimkonzert zieht die treuesten Fans an und somit war die Stimmung großartig bis gigantisch. The Boss Hoss selber hatten an diesem Abend die Spielfreude mit großen Suppenkellen gefressen. Es ist nicht ganz klar, wer an diesem Abend mehr spaß hatte, die Band auf der Bühne oder das Publikum davor. ber so ganz konnte man das auch nicht auseinanderhalten, denn es gab auch Publikum auf der Bühne und Bandmitglieder teilweise im Publikum. Fakt ist: Spaß hatten offensichtlich alle. Inclusive uns natürlich.

Sie begannen mit Rodeo Radio und beendeten das ganze mit Word up. Dazwischen gab es viel Spaß und Großartige Stimmung. Aus der Album Version von Word Up, die 3:34 Minuten lang ist wurden schon mal über 10 Minuten und auch andere Stücke wurden heillos überzogen, was sie – und die Stimmung – allerding nur besser machte. The Boss Hoss kannten ihr Pubikum und sie hatten es im Griff sehr großartig. Und das Konzert ging in meinan Augen viel zu schnell zu ende.

ref="http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=53270463">The Boss Hoss live Hey Joe

Doch irgendwann ist auch beim besten Konzert Schluss und wir mussten ja auch noch weiter zur Boheme Sauvage. Klar ist aber auf jeden Fall, dass an diesem Abend die Boheme dann doch nicht das Mainevent war, sondern eben das The Rob Ross äääh The Boss Hoss Geheimkonzert.

Jungfernstieg Hamburg – GMF Berlin

Von Zeit zu Zeit nimmt man auch mal eine Auszeit und transt mal ein Wochenende nicht rum. Es steht ja auch einiges an, die nächsten Wochen. Stattdessen fuhr ich mit Freunden und Bekannten zur Einweihung des Jungfernstiegs, der vollständig neugestaltet wurde und mit einem Fest neu in der Stadt begrüßt wurde.

Auf einer Bühne sollten The Boss Hoss spielen und wir wollten zusehen. In einer größeren Gruppe fuhren wir mit Bus und Bahn (ich hasse öffentliche Verkehrsmittel) in die Stadt um später übel im Regen zu stehen. Ich unterhielt mich währenddessen mit einer alten Freundin, die mir erzählte, sie würde am Wochenende (Sonntag) nach Berlin fahren…

Da Annabelle und ich mal wieder bei Pricilla eingeladen sind, werde ich das Wochenende (aber nur bis Sonntag) ebenfalls in Berlin verweilen… Dieses sagte ich ihr und ich überlegte sogar etwas länger in Berlin zu bleiben, da ich je eh die Woche Urlaub habe und schon immer mal zum GMF Club wollte…

Wie erzählte sie weiterhin? Sie besucht einen Freund, der schwul sei und der würde sie am Sonntag mit in eine Schwulendisco nehmen. Er hätte als er sie besuchte auch mit in einen Hetenclub gemußt…

Moment….
Berlin…. Sonntag…. Schwulendisco???? Das kann nur eines bedeuten: GMF!!!! Schluck!!!

Okay, okay, das wäre etwas geworden. Eine Hamburger Freundin an einem Sonntag in einem Club, wo weder sie mich vermutet, noch ich sie vermutet hätte und das in einem Outfit, in dem sie mich sicher auch nicht vermutet hätte. Das Leben spielt schon komisch ab und an.

Statt es drauf ankommen zu lassen, hab ich mir das Mädel mal eben zur Seite genommen und kurz mal aufgeklärt, daß

a) es vermutlich der GMF im Cafe Moskau sei
b) ich als Transe oder Drag durch Hamburg und Berlins Clubs ziehe
c) ich auch überlegte, den Abend dort zu sein und zwar
d) nicht als Mann

Da ich zufällig für das Konzert eine Kamera dabei hatte und das letzte Mal die Bilder nicht gelöscht hatte, konnte ich dieses auch visuell untermauern.
Das Mädel ist cool und kann das ab – dachte ich mir. In der Tat, sie fand es wohl auch cool und nun hab ich kaum eine Ausrede dort nicht zu erscheinen. ;-)

Mal sehen, ob Pricilla mir einen Tag länger Unterschlupf gewährt.

Übrigens war das Boss Hoss Konzert ziemlich klasse und ich habe wieder einmal gezeigt, daß Kameras nicht mein Leben sind. So wie hier unten kann sonst wohl nur ein Künstler fehlfotografieren. Mier gefällt es irgendwie. Boss Hoss, St.Pauli und witzige Farben :-)