Mighty Mic's – Sexcrime Party

Jaja, in diesem Blog ist man manchmal schneller als man Käsekuchen sagen kann – und ab und an sogar ohne es zu wissen.

Folgende kleine Geschichte.

Ein nettes Mädel ist zufällig auf der After Aua Party im April in Berlin und es entsteht ein Foto mit mir.

Dieses Mädel sucht einige Zeit später nach der Djane Zoe aus Berlin und landet dabei auf meinem Blog, auf dessen Startseite eben auch ein Beitrag über die After Aua Party verlinkt ist. Einen Klick weiter ist dieses Mädel ziemlich verwundert, sich auf diesem Blog bebildert wiederzufinden.

So schnell kann es gehen.

Das Mädel war Mighty Mic und wenig später fanden sich durch diese Begebung die Namen von Sheila und mir auf der Gästeliste der von ihr gehosteten Sexcrime Party. Klasse. Gästelisten mit unseren Namen können wir natürlich nicht wiederstehen und so war es selbstverständlich, diese Party zu besuchen.

Über einen Hinterhof geht man ohne Hinweis nur der Musik folgend eine tiefe Wendeltreppe herunter und kommt in ein sehr geiles Bunker- oder Kellerähnliches Gewölbe. Ein Labyrinth, bestehend aus zwei Tanzflächen, diversen Räumen, teilweise mit Kerzen beleuchtet und vielen Gängen gaben der Party einen industriellen fast etwas morbiden Charakter. Sehr klasse Location. Die Elektrolastige, synthetische Musik an diesem Abend verstärkte diesen Charakter.

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Generell finde ich solch Partys ja ziemlich klasse und Partys auf denen man Anne Clark hört, sind mir generell sympathisch. Diese Party hätte auch wirklich gut sein können, wenn sie voller gewesen wäre, aber es waren an diesem Abend wohl alle Menschen, die Elektro mögen im neueröffneten Tresor, denn auf Conny’s Funkbusch war es ja ebenso leer.

Schade eigentlich, denn jetzt ist das Myspace-Profil dieser Party bereits gelöscht. Es könnte also sein, dass diese erste Sexcrime Party bereits die letzte Sexcrime Party war. Vermutlich macht es einfach keinen Sinn, eine Beginningparty zu Zeiten zu machen, an denen andere bereits eine Sommerpause andenken. Sollte es aber mal wieder eine Sexcrime Party geben freue ich mich, davon zu erfahren
Wir machten daher ein paar Fotos, bestellten uns die beiden teuersten Caipis an diesem Abend, unterhielten und noch ein Wenig mit -Mic und verabschiedeten uns danach zurück zu Connys Funkbusch.

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Der folgende Clip hat mit dem Sexcrime den Namen nicht die tatsächliche Musik gemeinsam. Die Elektromusik hat sich in den letzten 21 Jahren weiterentwickelt, aber der Song ist noch immer klasse – und die Eurythmics und vor allem Annie Lennox doch einfach der Hammer, oder?

[youtube]http://youtube.com/watch?v=zT1H9gafkfE[/youtube]

White House Lounge

Engel
Es ist einfacher, wie ein Engel auszusehen, als ein Engel zu sein.
Deutsches Sprichwort

Seit langer Zeit wurde für ein “neuartiges Eventkonzept” die Werbetrommel gerührt. In der White House Lounge solle alles weiß sein und der Flyer versprach ein deutlich stilvolleres Fetish-Event als jene, die man kennen mag.

Ich klärte vorher, ob ich dort wohl jemanden kennen würde. Svenja da, cat da, chris eventuell da. Wenn ich also tatsächlich da hin wollte, dann würde dort schon irgendwer sein, den ich kenne…

Ich nahm mir also vor dort vorbeizuschauen und dieses “neue Eventkonzept” als Gast etwas mitzugestalten. White House Lounge, White, white…. was ist weiß? Engel??? Ein etwas wirrer Gedanken ließ mich auf die Idee kommen, dort als Engel zu erscheinen. Ich kaufte mir einen Tag vorher ein paar Engelsflügel und (von der Farbe eigentlich undenkbar) weiße Strapsnylons (zu engelhaft geht ja auch nicht) und wollte so zu dieser Party fahren.

In meinem Haus wohnt neben mir noch ein Bekannter von mir, der allerdings gerade Samstag einen Grilabend im Garten machen musste mit etwa 10-12 Personen, die mich alle kannten… Als Engel dort mal eben durchzuwandern war also in etwa unrealistisch, wie in Pumps, Nylons, Mini und vollständigem Make-Up…. Ich grillte also mit und dachte nebenbei, wie ich das wohl geregelt bekomme.Naja gegen 23:00 ging die Gesellschaft dann glückliecherweise rein und ich folgte ihr um mich gegen halb eins dort abzuseilen, Nägel zu lackieren und alle nötigen Utensilien zusammenzusammeln.Ich hatte wenig Lust, den ersten nach Hause gehenden Personen zu begegnen, die mich dann vielleicht fragen würde, warum ich a) so spät noch losziehe und b) was ich denn in dieser Tasche hätte, die ich mitnähme. Abslout keine Lust hatte ich auch auf die Frage “Wo ich denn hinwolle, und ob die betreffene Person nicht mitkommen könne.

Ohne jemanden zu treffen landete ich in meinem Auto um bereits auf dem Parkplatz, den ich zum Umkleiden nutzen wollte, zu merken: die Flügel vergessen – na suupa!Also nochmal zurück laute Treppe hoch, laute Treppe mit Engelsflügeln runter ab ins Auto und besagten Parkplatz wieder ansteuernd.

Seit mindestens einem dreivierteljahr musste ich mich glücklicherweise nicht mehr im Auto zurechtmachen…. Ich hasse Das!! Nun bin ich bekanntermaßen nicht sonderlich gut darin, mich “mal eben” fertigzumachen, schon garnicht im Auto mit einem unterdimensionierten Autospiegel. Erstaunlicherweise klappte aber alles sehr gut und ich fand mich recht ansehnlich.

Okay, bei der Location angekommen musste ich feststellen, dass diese Flügel garnicht so leicht zu befestigen waren, wie erwartet. Also hab ich den erstbesten Passanten um Hilfe gebeten. DER hat mich vielleicht angesehen. Naja nachts um halb drei läuft ihm wohl nicht täglich eine Transe über den Weg, die ihn bittet ihre Engelsflügel richtig festzubinden…

Ab in den Auzug nach oben. Wir waren zu viert im Aufzug ein Mädel drei Kerle (mich eingeschlossen), aber insgesamt waren 4 Röcke im Aufzug, zwei davon allerdings lang. (meiner natürlich nicht)

Oben angekommen konnte ich mit Freuden feststellen, dass die Kasse schon geschlossen war und man ohne Eintritt 25!!!! € hereinkam. Sehr schön. Leider musste ich aber nach kurzem Check auch feststellen, dass ich auf dieser Party überhaupt niemanden kannte. Und schlimmer noch, außer mir insgesamt war nur eine weitere Person nicht typisch schwarz und Lack gekleidet. (Flügel hatte wie erwartet auch niemand) Ergo: Ich fiel auf wie ein bunter Hund – nur etwas mehr. Hätte ich mich mit jemandem unterhalten können wäre das okay gewesen, so war es mir aber eher peinlich…

Ich hatte jetzt drei Möglichkeiten
1) Sofort wieder abhauen und einzugestehen “Das war wohl nix”
2) Flügel abbinden und allen zu zeigen “ja, ich weiß, das ist peinlich”
3) Kopf heben und hocherhobenen Hauptes zeigen “Ja genau so wollte ich es!”

Nummer drei stimmte zwar nicht, aber es erschien mir als die praktikabelste Lösung, außerdem hatte ich es mir ja selber eingebrockt.

Wenn man sich nicht so ganz wohl in seiner Haut fühlt, dann weiß man oft nicht, wohin mit seinen Händen. Als Nichtraucher bedeutet dieses “Ich brauch schnell ein Bier” Also ging ich in Richtung Theke und musste dabei feststellen, dass man mit diesen vermaledeiten Flügeln nur Quer gehen konnte, weil man sie sonst jedem und jeder um die Ohren gehauen hätte.. So schlängelte ich mich also in richtung Theke, dort ein Bier bestellend.

Da ich ja keinen Eintritt bezahlen mußte, hatte ich noch einen vollständigen 50er, mit dem ich mein Bier zahlen wollte. …Die Tresenkraft sah das aber etwas anders und wollte mir diesen 50er nicht wechseln. Ich durfte also mein Bier, dass ich schon in den Händen hielt, wieder zurückgeben – Na danke.

Also kein Bier und weiterhin keine Ahnung wohin mit den Händen. Suuupa!

Dann entere ich eben die Tanzfläche und versuche möglichst viel Spaß zu haben. Leider war die Musik aber ziemlich unterirdisch – Ergo: Spaßfaktor nur knapp über Null.

(Aber zumindest hat es weder Eintritt noch Geld für Getränke gekostet – Kein Spaß für kein Geld ist eigentlich nur fair, oder?)

Naja, dieses tolle neuartige Eventkonzept hat auf jeden Fall bei mir verschissen. Irgendwann beschloss ich dann, wieder zu gehen und musste feststellen, dass sich in diesem Bunker noch eine andere Disko befand. Ein Stockwerk tiefer stiegen also 4 besoffene Türken ein, die nichts von obiger Party wußten und sie sicher auch nicht gutgeheißen hätten.

Ebenso konnten sie anscheinend nicht verstehen, warum da ein Mann mit Engelsflügeln, Perücke und Mini im Aufzug stand, als sie hereinkamen. Wäre dieser Aufzug stehengeblieben hätte ich leider spontan sterben müssen), im Boden versinken hätte mir da sicher nicht gereicht. Egal kopf hoch und wieder so getan, als wäre alles bester Ordnung. Eine türkische Diskussion, wenig aufheiternde Blicke sowie am Ende einige (vermutlich) beleidigende Worte auf türkisch später kamen wir glücklich unten an.

Ich ließ die vier erstmal alleine abziehen und blieb lieber noch ein wenig bei den türstehern, denn diese vier wollte ich wirklich nicht im Dunkeln 100 Meter weiter wiedertreffen…

ERGO!

Diese Party war wirklich scheiße.

Wenn solch eine Party mal wieder sein sollte, dann bleibe ich zu Hause und wasche ab, dann hab ich deutlich mehr Spaß!!!