Wam Bam Club London

Wam Bam Club @ Cafe De Paris

wam bam club lady alex

Ich habe mir angewöhnt immer ersteinmal ein paar Personen zu fragen, die sich damit auskennen, bevor ich mich auf den Weg in eine andere Stadt begebe. Wozu hab ich schließlich die tausenden Freunde auf Facebook, wenn diese einem nicht weiterhelfen könnten.

In diesem Fall war meine Frage, was ich wohl dringend in London anschauen sollte, wenn ich das Wochenende nach einem Businessmeeting am Freitag dort sei: Die Antworten waren ziemlich dreideutig. Transen schrieben mir den Way Out Club… Hmm da waren wir ja bereits einmal und einmal ist dafür meiner Meinung nach genug.

Bunny Galore @ wam Bam Club

Drags antworteten mir weniger aber diejenige, die schrieb meinte, Madame Jojos wäre durchaus einen Besuch wert und letztendlich schrieben mir mehrere Mädels aus dem Burlesque Bereich, dass ich entweder den Wam Bam Club oder das Volupté besuchen sollte, beides wohl mehr oder weniger die besten Plätze für Burlesque in London und beides Carbarets.

Nachdem ich ein wenig auf den Internetseiten herumgestöbert habe und den Stadtplan zurate gezogen habe, war relativ klar, dass der Wam Bam Club von Lady Alex im Cafe de Paris eine gute Idee ist, zumal der auch nur 400 Meter vom Madame JoJos entfernt ist. Klasse! Das sollte meine Abendgestaltung sein.

lady alex @ wam bam club

Eine nette Email an den Wam Bam Club und schon lagen zwei Karten an der Abendkasse für mich bereit. Vielen Dank dafür. …Dummerweise war ich alleine und fand trotz intensiver Suche (soll heißen drei Statusmeldungen auf Facebook) niemanden der mit wollte (soll heissen, konnte, wollte und nahe genug war. Sheila bot sich an, mal eben von Dänemark einzuhubschraubern, verwarf das ganze aber. Etwas viel Aufwand für ein Paar Stunden Carbaret im Wam Bam Club.

Ich bin ja aber niemand, der sich davor scheut, auch alleine unterwegs zu sein. Es geht, ist aber eben langweiliger. Es ist ja immer wieder erstaunlich: ist man alleine gedresst unterwegs, scheuen sich die Leute immer, einen anzusprechen. Nicht, dass sie es nicht wollten. Das merkt man zur genüge, wenn sie es eben doch tun. Zu zweit oder dritt ist es etwas anderes.

wam bam club

Sei es drum, alleine gedresst ging es zum Café de Paris, um mal zu schauen, was die engländer so unter Carbaret verstehen. Eine ganze Menge. Ich hatte den Wam Bam Club eher als Burlesque Carbaret wahrgenommen, aber Burlesque war nur ein kleiner Teil davon. Es begann zwar mit einer waschechten burlesquen Federnummer, die in der Geschwindigkeit, wie Miss Banburycross eben nichts zeigte, auch durchaus seinen Charme hatte.

Doch wie gesagt, der Wam Bam Club London ist mehr als Burlesque. Er ist Spaß, Comedy, Gesang, Musik und eben …Burlesque…. Irgendetwas zwischen all diesen Dingen wwr dann auch die nächste Künstlerin Bunny Galore. Ein Pfundsweib mit ordentlich Stimme „if your good to mama, Mamas good to you.

Lyndsey 'Spavs' Hussey-Buckingham

Es folgten allerhand weitere Nummern im Cafe De Paris wie beispielsweise die nur mäßig spannenden Kitch Kats, ein großartiger Stuntman, der leider seinen „gefährlichen“ Stunt nicht so ausführen durfte, wie er wollte und eine Boylesque Nummer, in der ein Mann in Frauenkleidern sich ent- und danach ankleidet und am ende vollends bekleidet als Mann da steht. Ziemlich trashig irgendwie.

Auch Trashig aber gut war eine Gary Glitter Nummer seiner achtundfünfzig (mindestens) Glamrock Accessoires entledigt und sich am ende nicht als Gary Glitter sondern Gerry Glitter entpuppt. Das vorherige also noch einmal anders herum. Eine wirklich nette Nummer.

Alle Künstler und Künstlerinnen kamen so zwei bis drei Mal dran und der Abend im Wam Bam Club endete dann nocheinmal mit einer echten Burlesque Nummer des Marilyn Lookalikes und natürlich noch mit einem großen Finale von Lady Alex herself.

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Insgesamt kann ich sagen, dass es ein wirklich kurzweiliger Abend war, auch wenn der Burlesque Part eben nur ein Teil der Show ausmachte. Viel macht hier aber auch das Publikum aus, dass sich an den Dresscode hält, so glamourös wie eben möglich dort erscheint und so weit aus sich herausgeht, wie eben möglich. Spaßig für die Künstler, wenn das Publikum so mitgeht, wie an diesem Abend. Ich nehme aber an, dass das normal ist.

Insofern: wer einen kurzweiligen Beginn eines Abend in London erleben, der gehe in den Wam Bam Club, wer mehr burlesque will, komme zum La Fête Fatale nach Berlin.

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Burlesque Newcomer im Bassy

Gestern am Mittwoch fand zum ersten Mal im Bassy “Lady Lou’s School of Burlesque goes live!” statt. Nicht im großen, sondern im neugestalteten kleinen Bassy sollten die Teilnehmer aus Lady Lous letztem Burlesque Kurs im Schönheitszanz zum ersten Mal vor Publikum auftreten

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Normalerweise habe ich bei solch einem Event eigentlich damit gerechnet, dass solch eine Veranstaltung vor allem drei Arten von Menschen anzieht. Sehr gute Freunde, Familie… und die Veranstalter. Ich rechnete also in etwa mit 5 Personen pro Teilnehmerin. Soll heissen mit knapp 25 Personen.


Alice Dee Baby

Ich äuschte mich, denn die Mädels vom Schönheitstanz scheinen ordentlich Werbung gemacht und für ein ziemlich großes Publikum mit großem Fachinteresse gesorgt, dass nicht so recht wusste, was es zu erwarten hätte… Würde es klasse werden oder eher zum Fremdschämen Anlass geben? Niemand wusste es wirklich.

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Um es gleich vorwegzunehmen, Fremdschämen musste sich absolut keiner, viel eher konnte man sich wundern, wie gut einige der Mädels waren, obwohl sie doch das erste Mal vor Publikum auf einer Bühne auftraten.

Es startete Black Mamba mit einer Ägyptischen Nummer. In weiss, mit goldenen Isis-Flügeln brachte sie eine ordentliche Nummer auf die Bühne des kleinen Bassy. Nicht wirklich speziell, aber für einen ersten Auftritt absolut nicht zu verachten. Dass sie zwischendurch sich etwas in ihrer Nummer vergaß, merkte man kaum bis nicht. Ein Anfang der zeigte, dass man sich nicht fremdschämen musste, der aber auch noch luft nach oben liess.


Lilly Tiger

…Diese Luft wurde aber fast vollkommen ausgefüllt von den nächsten beiden Künstlerinnen. Lilly Tiger und Alice Dee Baby. Bei beiden merkte man den Spaß, auf der Bühne zu stehen und es schien so, als hätten beide nie etwas anderes gemacht. Erstaunlich, das erste Mal auf der Bühne und gleich solch eine Professionalität.

Alice Dee Baby

Ich habe einige Burlesque Nummern von burlesquen Künstlerinnen, die das seit jahren machen gesehen, die sich daran etwas hätten abschneiden können. Mimik, Ideen, Musikauswahl und Entkleiden. Erstaunlich. Da hat Lady Lou wirklich ganze Arbeit geleistet.


Queen of all Trades

Auch bei der nächsten Künstlerin Queen of all trades durfte man ob der Ideen verwundert sein. Eine Couch, eine Kamera, ein Babydoll und eine ganze Menge Falsch-Geld für schlüpfrige Fotos. Sehr gut. Weitermachen!

Die letzte im Bunde trug den etwas schwierigen Namen (gelöscht auf Nachfrage) . Kaum merkbar, aber sicher gibt es die Domain noch, denn sollte sie weitermachen, brauchts ja auch eien Internetadresse. Das Livesingen brauchts dann allerdings nicht mehr wirklich, denn das war dann doch etwas zu dünn für meinen Geschmack, die Nummer allerdings war dann wirklich okay. Glitzer im Handschuh, glitzer im Wasser für den Miss Wet-Tshirt Contest.

(Video gelöscht wegen nachfrage)

Insgesamt kann man sagen, da haben Lady Lous Schülerinnen eine ziemlich gute Abschlussprüfung dargeboten, wobei Lilly Tiger und Alice Dee Baby wirklich herausragten. Die beiden sollten auf jeden Fall weitermachen.

Tournée – Burlesque bei den Cannes Filmfestspielen

Auch, wenn ich nur ganz selten im Kino bin, bekomme ich doch ab und an mit, was gerade so läuft.

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Nicht in DEN Kinos sondern in EINEM Kino in Cannes läuft zur Zeit – sprich heute – ein spannender Film. Tournée bzw. “On Tour” eröffnet nach Robin Hood, der ausser Konkurrenz spielte, das Cannes Festival. Und warum schreibe ich darüber?

Nun Tournée behandelt den Bereich New Burlesque und zeigt dabei die Tournee echter New Burlesque Künstlerinnen aus den USA. Ein Dokumentarfilm allerdings ist er nicht. Die Personen sind echt, nicht die Geschichte, die Mathieu Amalric erzählt.

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Marc, ein französischer Fernsehproduzent, den er selber spielt verläss Frankreich mit der großen Hoffnung einer glamourösen und gloriosen Rückkehr. Die Chance darauf erhofft er sich, nachdem er eine Gruppe New Burlesque Tänzerinnen in den USA kennenlernt. Mit Ihnen und einer einzigartigen Show kehrt er auf eine Tourne nach Frankreich zurück, die einen großen Abschluss in Paris finden soll.

Es wäre kein Guter Film, wenn das genauso klappen würde. Die Familie und Businesspartner finden es nicht prickelnd, dass er mit einer Srip-Truppe durch Frankreich zieht. Irgendwo an der Küste von Frankreich endet die Tournee und es schaut nach einem unrühmlichen Ende aus. – Keine glamouröse Rückkehr nach Frankreich.

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Klar kann man Burlesque lernen, aber das braucht eben seine Zeit und ob es mit Schauspielern je perfekt würde? Insofern macht es dann schon Sinn, sich echte Tänzerinnen zu  besorgen um solch einen Film zu machen. Mimi Le Meaux, Kitten on the Keys, Dirty Martini, Julie Atlas Muz, Evie Lovelle und Roky Roulette zeigen, wie man es richtig macht und wer weiss, vielleicht gehört ihnen bald eine Palme, wenn Tim Burton als Jurypräsident den Film als gut genug erachtet.

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London Burlesque Week: Annuliert!

Solch ein Mist. Weil im Lande der Elfen und Geysire ein Berg meint, Asche in die luft zu pusten, sitzen wir zu Hause rum und ärgern uns.

london burlesque week

london burlesque week

Eigentlich wollten Sheila, Janka und ich am Dienstag um kurz nach sieben in eine Easyjet-Maschine steigen um zur London Burlesque Week nach äääh Ja London eben zu fliegen. Wir wollten eigentlich mal sehen, was mit der London Burlesque Week so auf die Beine gestellt wird – und wir wollten selbstverständlich selber dabei glänzen.

Leider wird da aber nichts draus, denn der Flug morgen früh ist annuliert. Das Ganze war lange geplant, das Hotel lange gebucht und der Urlaub ebenso lange eingereicht, doch leider macht der etwas zu groß getratener Kiesel mit dem unaussprechlichen Namen einen großen Strich durch die Rechnung. Zu schade.

Schon letztes Jahr wollte ich eigentlich zur London Burlesque Week, die damals noch “nur” ein burlesque Weekend war. Dieses Jahr sollte aber alles noch größer, noch grandioser, noch glamouröser und noch internationaler werden…. War das Programm im letzten Jahr schon sehr eindrucksvoll, so sollte es in diesem Jahr fast unschlagbar sein.

Über 100 Performer aus der ganzen Welt sollten aus der London Burlesque Week ein Festival der Extraklasse machen. Nun wird das ganze sicher etwas kleiner und ich glaube, die Aschewolke wird beim Veranstalter für etwas mehr als nur Strirnrunzeln. Etwas weniger als die Hälfte aller Künstler sollte nämlich eben nicht aus dem vereinigten Königreich kommen sondern von woauchimmer.

Selbst, wenn die Internetseite schreibt, dass etwa die Hälfte aller ausländischen Künstler bereits angekommen sei, so bedeutet dass auch, dass etwa die Hälfte eben nicht angekommen ist – und wohl auch nicht mehr kommt… Zumindest schaut es mit den Flügen schlecht aus…. Denn zumindest unser Flug ist annuliert.

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Schade, denn ich hatte undglaublich viel Lust. Nun allerdings heisst es nicht nur “Flug annuliert” sondern auch “Urlaub annuliert. Nächster Versuch ist dann London Burlesque Week 2011.