La Fête Fatale – The Burlesque Underwarter Voyage

La Fête Fatale – The Burlesque Underwarter Voyage
oder „Der Hummer war der Hammer“

Gerne denke ich noch an meine letzte La Fête Fatale zurück. Griechen im Bassy mit netter Begleitung im May vor einem Jahr. So lange ist das bereits her. Na sieh mal einer an.

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Die Fête Fatale ist (selbstverständlich hinter der Halloween Masquesrade wohl die Party mit dem besten und kreativsten Publikum der Stadt. Viele kreative Menschen, die sich zwei Mal im Jahr viel Mühe geben, ein noch besseres Kostüm auszuführen als der jeweilige Nebenmann / die jeweilige Nebenfrau.

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Dieses Mal war das Motto: The Burlesque Underwarter Voyage. Daher wimmelte es im Bassy dieses mal von Fischen, Meerjungfrauen, Tauchern, Meerjungfrauen, Wassermännern und Hummern…

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Hummern? Wird sich jetzt manch einer fragen? Jepp. Diese komischen Schalentierchen, die nen Sonnenbrand bekommen, wenn sie eine Weile in siedendem Wasser gebadet haben… Als solcher ist an diesem Abend nämlich Hedoluxe erschienen als Crab-King. Eindeutig DAS Kostüm des Abends an nicht wenigen Kostümen des Abends.

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Aber die Fête Fatale besticht eben nicht nur durch ihr Publikum, bei dem ein besseres zu finden schwer ist, es besticht auch durch durch die Performer, an diesem Abend beispielsweise Mama Ulita, GO-GO Harder, Janet Fischietto, Minnie Tonka oder Natasha’s Nautical Naughties mit oben genannten Hedoluxe.

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Dazu ist jede La Fête Fatale soetwas wie ein Familien und Klassentreffen gleichzeitig. Eigentlich sind alle da, die man in Berlin das ganze Jahr über auf diversesten Parties antrifft. Toll, solche Familientreffen, auch wenn man dieses Mal echt etwas brauchte, um alle zu erkennen…

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Auf jeden Fall fuhr ich erst halb 5 nach Hause. Es muss wohl also eine gute Party gewesen sein 🙂

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Lets Burlesque! mit Evi und das Tier in den Wühlmäusen

Kurzfristig hatte ich von einer Burlesque Show in den Wühlmäusen gehört – und mich dann ebenso kurzfristig entschlossen, dort ebenso aufzuschlagen um mal zu schauen, was Evi und das Tier so bieten … und was Evi und das Tier überhaupt sind.. Den Namen gelesen hatte ich wohl schon, aber da hörte es auch schon auf.

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Um es kurz zu machen. Evi … oder besser Miss Evi ist eine Sängerin mit Band und einer ganzen Menge Anekdoten, die sie durch den Abend führend so von sich gibt und „Das Tier“ ist ihr Pianist …und wohl Ehemann. Zusammen sind sie Evi und das Tier und verantwortlich für diesen wirklich schönen Showabend mit Burlesque, Tanz und Gesang.

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Nun ist das typische Publikum in den Wühlmäusen ein gänzlich anderes als beispielsweise bei den Teaserettes im Wild at Heart, aber das macht nichts. Die Damen und Herren sind ein wenig ergrauter als jene, die gemeinhin in Berlin auf Burlesque Veranstaltungen gehen – wobei noch nicht ganz so, wie Miss Evi von Kreuzfahren berichten konnte „Sieht von oben aus, wie ein Baumwollfeld“… das macht aber nichts, denn die Damen und Herren waren begeisterungsfähig – und nur darauf kommt es doch an.

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Okay, Miss Evi hatte es am Anfang etwas schwer, Begeisterung aus dem Publikum zu kitzeln, aber das dauerte höchstens die ersten 2-3 Nummern lang, dann hatte sie es im Griff und jeder wusste, wann zu klatschen und Gröhlen war.. Zumeist, wenn Miss Evi etwas Haut zeigte. …Etwas haut reichte da aber auch, denn für die wirklichen Burlesque Momente war sie, sondern ihre Gaststars nicht zuständig.

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Und die hatten es in sich. Ein großartiges spanisch-kubanische Tanz-Triple beispielsweise. Oder – und da war ich nun wirklich erstaunt Lady Lou und Tara La Luna. Lou mit einer für mich neuen Nummer mit viel Spiel und Ideen, Tara mit ihrer Audrey Hepburn Breakfast at Tiffanys Nummer, die sie auf dem letzten Queerboot zeigte und mit der sie den größten Applaus des Abends bekam… Abgesehen selbstverständlich vom Schlussapplaus.

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Genug Applaus bekam aber selbstverständlich auch Miss Evi bei allem, was sie darbot zwischen Jazz, Chanson und dem was ich an den Dresden Dolls immer liebte… mit ihrer Band den Tassle Tigers, die offensichtlich großartige Musiker UND Freaks sind. Zwischen toller Musik und Trash gab es einiges zu sehen und hören beispielsweise eine tolle Nummer der – wie evi sagte – sooooo kleinen Edith Piaf oder oder oder aber alles war toll.

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So gab es an diesem Abend tolle Burlesque Nummern, tolle Musik und etwas Trash. Ergo: es war ein toller Abend, der auch etwas von einem Familientreffen hatte.

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Sheila und Diana waren da, Zora, Champagne Sparkles, wie gesagt Tara und Lady Lou, Betty und noch einige mehr.. Und alle waren am Ende hochzufrieden mit der tollen Show in den Wühlmäusen.

 

Mal wieder ein wundervoller Abend mit den Freaks

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Zwei lange Wochen war ich mit einer kleineren Operation ausser Gefecht gesetzt. Nach einem eh schon laschen start im Januar, der einzig einen Besuch im Red Light District bzw auf der Red Light Party im Flamingo zu bieten hatte… Ein ganzer Monat und nur einmal ausgegangen… Was war da los.

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Keine Frage, ich musste mal wieder raus und es war nun einmal erster Samstag im Monat und somit waren mal wieder die Freaks im Wild at Heart zugange, eine Party, die zu besuchen sich eigentlich immer lohnt. Also hin da.

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Nun haben diverse Viren einen Großteil der Freaks bettlegrig gemacht und auch Sandy schleppte sich eher krank als gesund ins Wild at Heart um eben da zu sein, so wie sich das als Chefin und Mama der Sippe so gehört, liess sich aber teilweise bei den Ansagen von Oberärztin Sheila vertreten, die im Kill Bill Krankenschwesteroutfit be-stach.

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Allerdings auch mit einem – sehr offensichtlich nicht – Hattori Hanzo – Schwert zur Not hätte zustechen können. …Okay, auch wenn nicht vom Großmeister gefertig, war es doch echt Schwert und sicher auch echt scharf, so sollte man sich lieber nicht mit ihr anlegen und es halft ihr auch, die Meute auf und vor der Bühne in Schach zu halten.

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Und das waren jeweils dann doch eine ganze Menge. Auch, wenn wie gesagt einige Freaks entschuldigt fehlten, wurde doch hochwertiger Ersatz gefunden La Viola Vixen und Les Femmes Brachiales stießen hinzu und möbelten das den monatlichen Freak Circus ordentlich auf.

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Ehrlichgesagt hat man ja so ziemlich alle Nummern der Teaserettes schon mindestens einmal gesehen, so ist etwas Abwechslung nicht zu verachten und die beiden Acts sind schon wirklich hochwertig, wenngleich unglaublich verschieden.

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La Viola Vixen – traumhaft, lebt von Ihren Kostümen, ihrem Aussehen und einer sehr professionellen, kühlen Aura, die sie umgibt – und auch wenn ich ihr schwarz-weisses Kleid gerne in meinem Kleiderschrank sehen würde – selbstverständlich in meiner Größe…, so fehlt mir ein wenig die Geschichte bei ihren Auftritten. Wunderbar anzusehen, ja, aber der Pep fehlt mir etwas. Toll indess.

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Ganz anders Les Femmes Brachiales, zwei Mädels, die, wenn sie auf die bühne kommen, erstmal süß anzuschauen sind, ohne jetzt durch die aufwendigsten kostüme der burlesque Welt zu glänzen…. Wenn sie dann aber starten, bestechen sie durch großartigste Choreografien zu zweit, unglaublich viel Witz und hervorragende Mimik. Eine Mischung der sich eigentlich niemand entziehen kann. Ebenfalls toll.

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Über die Teaserettes braucht man ja eigentlich nichts mehr erzählen, Sandy, Cheeta Bang band, Lola Promilla und Sheila, die ja seit geraumer Zeit als vollwertiges Mitglied eingebürgert wurde – und die zu diesem Abend Tweety mal wieder meuchelmörderte. Wie immer sehr nett.

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Meine Kamera hat ein kleines Feature, dass Farben herausfiltert – und ich habe es heuer einmal mit gelb versucht um das kleine Tweetyvögelchen mal zu filtern… Leider kann dieses Feature offensichtlich aber mit bewegten bildern nicht so viel anfangen – und Frau Wolf wollte sich auf dieser Bühne doch tatsächlich bewegen. Solch ein Mist… Es hätte ein wirklich nettes Bild werden können. Aber auch so gehts.

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Gefreut hat mich, dass mir Frl. Deinemaid, Dynamite… Whatever… also ich meine Betty, die gerade als Bezzy… Ach was solls, Namen sind Schall und Rauch… Die kleine rothaarige eben 😉 mal wieder über den weg gelaufen ist, ist doch immer wieder nett… Und sie wird – wenn ich das richtig mitbekommen habe, die Freaks im April am 1. Samstag verstärken… Hab ich sie doch Tatsächlich noch nie auf der Bühne gesehen.. man darf gespannt sein – Ich bin es zumindest. Eine Konkurrenz mehr in Burlesque in Berlin.

“Erstmal ‘ne Molle und ‘nen Korn”

“Erstmal ‘ne Molle und ‘nen Korn”

Das war ja fast wie früher – und genau so sollte es auch sein. Steinreich und Heroine Artists luden zur Veranstaltung “Erstmal ‘ne Molle und ‘nen Korn” ein. Was genau das sein sollte, war mir vorher nicht ganz klar, aber irgendwo im gentrifizierten Prenzlberg Ecke Pankow genaugenommen bei Konoppkes Imbiss sollte ein alter Biergarten aus einer anderen Zeit auferstehen…

Und es ist wirklich interessant, dass es dort noch solche Ecken gibt. Brauner, nicht ganz sauberer Backstein, ein Hinterhof mit einem leeren alten Konsum und alles sehr rustikal. Dort aufgebaut einige der üblich verdächtigen „Vintage“ und Kleidungsstände, Redcat 7 und Fräulein Glitter, ein super leckeres Spanferkel, Soleier und ein Stand mit interessanten Bieren und eben Steinreich Korn.

Auf einer kleinen Bühne spielten zwei Bands und performten HayDee Sparks und Marlene von Steenvag. Auch wenn ich Marlene verpasste, so war Haydee gut wie immer und viele waren von ihrer Feuernummer beeindruckt. Selbstverständlich. Ich habe sie eher bedauert, dass sie sich bei der Kälte entkleiden musste, aber sie meinte, das sei nicht so schlimm gewesen. ich glaube ihr da mal, freute mich aber selber über die feurigen Mülltonnen, die die Menschen wärmten und zusammenrücken liessen.

Überhaupt machte das Publikum diesen urigen Hinterhof erst so besonders, es war eine wirklich tolle Atmosphäre mit tollen Personen, mit denen man sich einfach einmal nett unterhalten konnte. Zora beispielsweise, mit der ich mich über ihren neuen Laden unterhielt und wir herausfanden, dass wir eigentlich ziemlich nah beisammen wohnen – uns also mal auf einen Kaffee treffen können, oder die ganzen Damen von Heroine Artists…

Oder eben einen Ex-kollegen von mir, der vollkommen zufällig dort auftauchte, weil seine Freundin sah, dass da irgendetwas auf dem hinterhof los ist und einfach mal schauen wollte. Spannend, was er so jetzt selbstständig macht und was da so rauskommen soll.. ich bin sehr gespannt… Glaube aber nicht wirklich daran…Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren…

Auf jeden Fall war “Erstmal ‘ne Molle und ‘nen Korn” eine wirklich nette, kleine Veranstaltung, die unbedingt eine Fortsetung erfahjren muss 🙂