Der Zirkus war in der Stadt

Alle Paar Monate ist mal wieder der Zirkus in der Stadt. Genaugenommen der Rock’N’Roll Freak Burlesque Circus und mit Stadt ist eigentlich das Roadrunners Paradise gemeint. So nämlich gestern Abend.

Die Vöglein zwitscherten diesen Termin schon lange, sprich man wurde mit Hinweisen, dass dieser Termin kommen würde gar überfrachtet. Soll heissen: mit den richtigen Personen in der Facebook Timeline war es unmöglich, diesen Termin zu verpassen 😉

Das hatte wohl auch damit zu tun, dass unglücklicherweise der Freak Burlesque Circus im Roadrunners Paradise auf den gleichen Tag der Fête Fatale im nur wenig hundert Meter entfernten Bassy fiel. Beides doch eher Veranstaltungen, die ein ähnliches Publikum anziehen… nunja, und da erhofft mehr Werbung eben auch mehr Gäste. Bei mir hat es gewirkt, ich war nicht im Bassy sondern bei den Freaks…

Obwohl Freaks gibt es da eigentlich kaum noch, Zirkus allerdings eine ganze Menge, so beispielsweise Lola Promilla mit ihrem Flohzirkus. Ob der Floh tatsächlich einmal durch den großen Reifen gesprungen ist, oder wie er dann tatsächlich in Ihr Korsett gekommen ist, dem sie sich schlagartig entladen musste, weiss ich zwar nicht, aber gut wars.

Klasse war auch Nelly Farouche, die sich in den letzten Jahren wirklich enorm entwickelt hat. Man möchte ihr zwar immer noch etwas zu Essen in die Hand drücken um etwas gegen die Dreieinigkeit „Haut – Knochen – Muskeln“ zu tun, aber ihre Nummern haben sich wirklich klasse entwickelt. Sie war an diesen Abend mit einer artistischen Burlesque-Entkleidungsnummer am Ring in der Luft zu sehen und hat mich ziemlich beeindruckt.

Beeindruckt hat mich auch Pepper, bei der ich leider kein Bild habe, aber deren Nummer ich wirklich gut fand. Mit der Musik irgendwie anders als typische Burlesque Nummern, mit gutem Kostüm und netter Geschichte. Fand ich gut und hat mir wirklich gefallen. 🙂

Dazu gab es die typischen mitwirkenden einer solchen Show. Die Teaserettes, die Teasers, einige Artisten, die man, wenn man in Berlin ab und an ähnliche Shows anschaut, schon mal gesehen hat. ausserdem Sheila mit einer neuen Nummer, zumindest einer die ich bisdato nicht kannte….

Ein Bügeleisen, diverse Post-its und die Frage

„sag mal brennt es da wirklich“?
„Hmmm, ich weiss nicht, es riecht komisch, aber da der Stecker des Bügeleisens mich in der Steckdose ist, wage ich das zu bezweifeln“ 🙂

Etwas gewundert hat mich, als ich Nicole an der Bar sah, meinte ich doch, sie würde da nicht mehr arbeiten… Sie belehrte mich aber, dass sie das mehr oder weniger von der  jeweiligen Party abhängig machen würde. Und bei solch einer würde sie dann eben doch wieder dort an der Theke stehen.

Insgesamt war es ein kuzweiliger Abend im Roadrunners, der aber auch ziemlich schnell nach der letzten Nummer beendet war. Nadine mit Kopfschmerzen, ich hatte auch genug vom Abend … Schade irgendwei, denn wenn man Betty Glauben schenken darf, hatte zumindest sie wohl noch viel Spaß…

 …Ich allerdings hätte da keinen Spaß mehr gehabt, denn mir vor allem die Füße weh. Soetwas hatte ich lange nicht. Es ging so weit, dass ich sogar mit Nadine die Schuhe tauschte, hatte ich offenbar eine kleine 41 hatte sie eine große 40 an.. Zusätzlich als Peeptoe half das tatsächlich, dieses auszuhalten.

Trotzdem meine Schuhe natürlich viel schöner sind 😉 , habe ich sie später aber ohne Murren wiederbekommen… Größer war das Murren bei einen Paar anderen Schuhen, die ich ihr zwar kurz zeigte, dann aber – böse, böse, wegnahm. Die gibt es irgendwann anders mal 😉

 

La Fete Fatale – Greek Imperium

kam es mir nur so vor, oder war die letzte Fete Fatale schon eine halbe Ewigkeit her. Nun nicht gerade so lange, dass die letzte Fete Fatale noch zu der Zeit der alten Griechen stattgefunden hat, aber eben schon so lange, dass man – soll heissen ich – diese Party durchaus vermisste…

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Griechisch, griechisch? Was zieht man zu solch einem Thema an? Ein kurzer Blick in meinen Kleiderschrank offenbarte dort trotz ziemlicher Fülle eine erstaunliche Leere… Irgendwas weisses dann wohl, kurz noch in der Mittagspause 6 Federstolas bei Deko Behrendt eingekauft, etwas Heisskleber genutzt und fertig… Nicht gerade so, um den Kostümcontest zu gewinnen, aber doch immerhin so, um einige Komplimente zu kassieren 🙂

Bevor eine Party gefeiert werden kann, muss man aber ersteinmal auf diese Party kommen – soll heissen – eingelassen werden. Und das war an diesem Abend garnicht so einfach. Nicht etwa, weil es keine Karten mehr gab, sondern, weil sich die letzten Auswüchse der ehemaligen DDR bereits vor unserer Ankunft zeigten. …. Inform von „Da ist eine Schlange – komm stellen wir uns auch an“

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So stand vor dem kleinen Bassy eine Schlange von locker 50 Personen, die ruhig und geduldig warteten, dass sich die Tür öffnet und alle – wie auch wir – stellten sich vollkommen selbstverständlich ebenfalls dort an und warteten.. und frierten… begrüßten die hinzugestoßene Betty Dynamite .. und warteten und frierten weiter.

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Irgendwann nachdem wir ziemlich weit hinten schon lockere 10 Minuten die Beine in den Bauch standen, kam irgendwer auf die Idee, dass das Bassy ja zwei Eingänge hätte. Siehe da, dort liess sich die Tür öffnen und man stieß auf Menschen an der Kasse, die sich sicherlich schon wunderten, warum die letzten 20 Minuten nicht ein Gast auf die Fete Fatale wollten.

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Weit gefehlt, ist diese Party doch eine großartige, tolle Besucher vor der Bühne, immer eine nett verruchte Stimmung und selbstverständlich tolle Künstler auf der Bühne. So hab ich zum ersten Mal seit ewigen Zeiten mal wieder eine Nummer von Xarah von den Vielenregen gesehen. Heiss und Feurig, wie sich das gehört. Feuernummern sind einfach immer noch besonders.

Mindestens genausogut fand ich aber auch La Viola Vixen, vermutlich aber vor allem, weil mich ihr Kostüm ziemlich zeckte 🙂 Ein Traum und für ein Burlesque Kostüm ziemlich „alltags“ tauglich. Elegant, toll. …Wenn ich richtig drüber nachdenke, weiss ich ohne es mir nocheinmal anzusehen aber eigentlich nicht mehr wie die Nummer ging – Doch das Kleid weiss ich noch ganz genauestens.

Apropos Kleid. Ein heisses ääh weisses Kleid – und selbstverständlich die Dame darin sorgte dafür, dass ich mal wieder einer Jung(en)frau in Not beistehen musste, zeckte sich da doch eine ziemlich betrunkene Schmeissfliege fest… Es dauerte nicht viel und ich hätte Handgreiflich werden müssen… So richtig von Drag zu Mann 🙂 Soweit kam es dann aber doch nicht.

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Tournee burlesque Film

Schon seit einigen Wochen verteilte Sheila Flyer für eine Veranstaltung zur Premiere fom Tournée Burlesque Film, der nicht nur gezeigt werden sollte, sondern auch noch mi einigen Burlesque Performances unterfüttert werden sollte.

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Vom Film hatte ih schon vor längerer Zeit gelesen. Tournée ist ein Film, der im Gegensatz zu „Burlesque“ auch tatsählich mit Burlesque zu tun hat, mit echten Performances und einer Geschichte die eben mal nicht Aschenputtel ist, mit Charaktären, mit echten Burlescue Künstlerinnen und mit einer gewissen Dosis Trash.

Finde ich gut. Das alles sollte im Thalia Kino in Potsdam stattfinden und es kamen tatsächlich allerhand Besucher, deutlich mehr auf jeden Fall, als die Filmpremiere sonst zu erwarten gehabt hätte. Dafür wurde den Besuchern aber auch einiges geboten.

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Sheila herself, Ginger Synne, Tara La Luna, Lada Redstar und Lady Lou traten auf und Gloria Viagra sollte danach noch ein wenig versuchen, die Gäste auf der Tanzfläche zu halten. …Letzteres funktionierte leider nur so mau, da sich die Gäste nach der letzten Nummer Kinotypisch direkt richtung Ausgang bewegten und weg waren. Einige übrig gebliebene tanzten zwar reichlich, aber verlängerten die Aftershow Party dann doch nicht wesentlich.

Kein Parybewusstsein, diese Potsdamer. Das ist sicher auch der Grund, warum die Damen und Herren eben auch in Potsdam und eben nicht in Berlin wohnen 😉 Macht aber nichts, denn es ging an diesem Abend ja eben auch vor allem um Burlesque in Film und Realität und das startete mit einer Nummer von Sheila, die ich so a scchon ein Paar Mal gesehen habe, was ja vor allem daran liegt, dass ich eben oft dort bin, wo sie eben auftritt.

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Für mich spannender war also, was denn noh so passiert, wie beispielsweise bei Lady Lou, die bei ihrer ersten Nummer mit eienm wirklich tollen Outfit auf die Bühne kam und sich – wie es sich für eine Burlesque Nummer gehört – kunftvoll entblätterte um sich danach ebenso kunstvoll wieder einzukleiden um sich den verdienten Applaus abzuholen.

Die Nummer war toll, aber kein Vergleich zu ihrer zweiten Nummer, in der sich zeigte, dass Lady Lou nicht nur eine tolle Burlesque Künstlerin ist, sondern darüber hinaus auch noch eine Superheldin ist, die mit allerlei Waffen dem Böden dieser Welt den Garaus macht. Super-Lou sozusagen und die Dame hat in diesem Fall tatsächlich die Welt gerettet. Danke Lady Lou dass Du auf uns uns aufpasst

Zwei tolle Nummern gab es auch von ginger Synne, die mit viel Mystik in den beiden Nummern und noch mehr Geheimnis in ihren Nummern das Publikum einwickelte und sich selber aus einem estaunlich lang werdenden Kostüm auswickelte

Das alles war aber nichts gegen die beiden Nummern von Lada Redstar, die einfach großartig waren, … Nicht nur die Nummern, sondern vor allem auch die Kostüme waren wirklich atemberaubend und sicher im Preis eines Kleinwagens. So weiss ich ja, was mein Zönix-Kostüm mit seinen Flügeln damals gekostet hat, aber gegen das Korsett und die Schmetterlingsflügel, die waren einfach unglaublich. Ich liebe das Kostüm und selbstverständlich auch die Nummer. Beides wirklich wirklich toll. Das Video müsst ihr unbedingt ansehen.

Doch auch die zweite Nummer von Lada Redstar – und ihr zweite Outfit waren mehr als nur beeindruckend. Ein riesen Vogelhut, ein schillerndes outfit und bei jedem Entblättern wieder neue dinge, wo man sagt “ wow “ tolle Idee. ehrlichgesagt, die beiden Nummern von Lada redstar warn mit das beste, was ich an Burlesque Nummern gesehen habe. Da konnte der Tournée Film nicht gegenanommen.

Teaserettes @ Asphalt Club

Ohmann ich merke gerade, dass ich noch einige Nummern der Teaserettes von neulich im Asphalt Club offen habe, die mir im laufe der Zeit vollkommen verlorengegangen sind.

Nun, an dem Abend hat eben der Auftritt von Nina Hagen den gesamten Abend im Asphalt Club überstrahlt, wirklich zu entschuldigen ist das allerdings nicht, doch hoffe ich, man möge mit verzeihen, wenn ich besserung gelobe und die Nummern heute Abend aus dem Wild At Heart schneller veröffentliche.

Also hier dann einfach der Vollständigkeit zuliebe noch ein paar Teaserettes Nummern von dem netten Abend mit Miss Popalina im Asphalt Club. Überragend ist dabei natürlich Sandys Nummer, die ich zwar schon kannte, von der ich allerdings niemals nicht genug kriegen könnte, denn diese Nummer enthält so ziemlich alles, was eien geniale Nummer enthalten muss. Die würde so auch auf die Bühne des Irrenhouse passen.

An diesem Abend war es allerdings der Asphalt Club, den ich immer noch nicht so ganz liebgewinnen kann, nachdem mich da einmal ein etwas übereifriger Clubmanager anschnauzte, weil ich meine Kamera gezückt hatte um eine Show zu filmen…. Diesmal durfte ich – bzw mir wurde es zumindest nicht verboten.