Valery Pearls Berlin Calling

VP Berlin CallingValery Pearls of the Night Extended

Manch einem wird aufgefallen sein, dass ich mich zur zeit fast mehr in Berlin herumtreibe als in Hamburg. Das liegt vor allem daran, dass es in Hamburg irgendwie kaum ordentliche Parties gibt.

Eine gibt es jeden Monat einmal und das ist die Pearls Of The Night. Leider zeichnet sich die Party der guten :Valery Pearl: vor allem durch eine extreme Fülle aus, die seit dem Gewinn des Goldenen Hinnerk als beste Party der Stadt noch extremer geworden ist.

Nun geht Valery raus und bucht ne Nummer größer. Sie zieht von der Prinzenbar ins große Docks für eine große Party, die “Berlin Calling”

Jaja, da ist es wieder, das B-Wort, wenn ich mich eben mal ausnahmsweise nicht in berlin rumtreibe, dann feiere ich eben in Hamburg mit Berliner DJ-Prominenz.

:Superzandy: und DJ Maringo, die normalerweise den Berliner GMF-Club beschallen werden dort für die richtige Musik sorgen.

Das ist sozusagen die Vorhut, bevor der GMF Club aushäusig ist und in Hamburg das Mandarin Kino und mit Barbie Breakout und Melli Magic die China Lounge gerockt wird.

Yeah Berlin in Hamburg.

So passt das.

Kommen zur Berlin Callin. Los!
Ich werde da sein.

Expeditionen ins T-Reich

Subkulturen: Studenten, Transsexuelle und 60ies Soulhörer.

Irgendwann wird es überall langweilig, so wurde es uns auch in der Un-Schlagbar langweilig, denn noch immer konnte ich wenig an der Gesamtthematik finden und ausserdem wollten wir ja noch weiter.

Zum einen wurde Claudia + 1 auf die Gästeliste des kürzlich neueröffneten Foo Club auf dem Hamburger Berg gesetzt und schlussendlich wartete noch die Unisex Gold Party auf unser Erscheinen.

Na nun bin ich ja mal gespannt, was passiert, wenn ich mit Dir losziehe…

meinte claudia und wollte mir nicht recht gleuben, dass wenig bis garnichts passieren würde… Okay okay, wir trugen beide keine Brillen, was die Zahl der erkannten Blicke auf ein Minimum schrumpfen lässt, aber es passierte eben tatsächlich wenig.

Irgendwann gegen 23 Uhr suchten und fanden wir den Foo Club um festzustellen, dass dieser erst um 0:00 die neu renovierten Pforten öffnet. An weniger Stellen in Hamburg kann man eine Stunde besser verbringen als auf dem Hamburger Berg. Uns zog es daher in unser erstes Subkulturstudienobjekt, die barbarabar.

Barbarabar

Die Barbarabar ist eine der typischen Musikkneipen auf dem Hamburger Berg und liegt komischerweise direkt neben dem Foo Club. Bevölkert wird sie, wie die meisten Läden in dieser Strasse vor allem von Studenten oder Personen, die zumindest mal Studenten waren.

Dienstags laufen Hörspielkassetten von den drei fragezeichen, auf den Tresenfernsehern laufen Heidi oder Barbapapa, Mittwochs wird gekickert und Donnerstag swing gehört. Ein alles in allem urfreundlicher Laden. Auch zu uns, den Claudia musste zugeben, dass man uns wirklich nicht allzusehr viel Beachtung schenkte.

Etwas weniger beachtung wäre mir allerdings von dem Typen lieb gewesen, der mich fragte, ob ich Kokain zu verkaufen hätte. (irgendwie verstärkt das mein Gefühl als sind alle Drags Drogendealer). Egal, damit Claudia etwas zu bestaunen hätte, schleppte ich sie auf die andere Stressenseite ins zweite Subkulturenstudienobjekt, die Villa Kunterbunt.

Von der Villa Kunterbunt gibt es zum glück kein Foto, und wenn, dann könnte man es von einem durchschnittlichen Schnellimbiss kaum unterscheiden. Ein Langweiliger Laden, der beliebter Treffpunkt nicht-deuschsprachiger Transsexueller, die dort streitend, zeternd und klönend auf Sex und Freier warten und hoffen.

An der Theke sitzt dann die Schar der Verlierer, die ebendarauf hoffen, sich das zu leisten, aber nicht gewillt oder gekonnt sind, oder selbst dann nicht rangelassen würden. Ich wurde den Ganzen Abend über auf jeden Fall nirgendwo so eingehend gemustert oder beobachtet, wie hier. …Was will die Transe heir und warum ist sie mit einer Frau hier?.. Die Villa Kunterbunt ist übrigens einer der Läden, wo Frau die Männertoilette besuchen sollte, da diese eindeutig sauberer ist.

Wir tranken auf jeden Fall schleunigst aus und zogen nun in den Foo Club der generell angenehmer war.

foo.jpg

Der Foo Club hiess schon Crazy Cat und hatte sicher auch schon x-andere Namen. Irgendwann war ich mal zum Familienkombinat in dem Laden und es war wirklich lustig. jetzt wurde er neu aufgamcht und soll als Foo Club die Massen anziehen. Leider kamen die Massen aber nicht. Wir kamen auf Gästeliste gratis rein und unterhielten uns etwa anderthalb Stunden mit dem einen DJ über Gott, die Welt, Musik, Subkulturen, Mods und Northern Soul.

Als irgendwann gegen 2 klar war, dass sich hier jetzt keine weiteren Besucher zu uns gesellen würden, fuhren wir ins Golden Cut zur Unisex Party, um mal zu sehen, ob es diesmal Gnade an der türe für mich geben würde.

Hamburg Un-Schlagbar

Es war mal wieder Zeit, Hamburgs Nachtleben einen Abstecher zukommen zu lassen. Zwar wohne ich hier, aber das letzte mal, als ich tatsächlich hier unterwegs war ist nun schon eine ganze Weile her.

Nun chatte ich schon seit einiger Zeit mit Claudia und wenn man sich nicht mal irgendwann trifft, dann wirds nie etwas, also war dieses Wochenende für ein Treffen angedacht und eines ausgemacht.

UnschlagbarNun kommt Claudia aus der SM-Szene und wir trafen uns somit in der Un-Schlagbar nahe der Reeperbahn, soweit ich weiss ist das auch Svenjas zweites, drittes?? Zuhause.

Nun bin ich ja bekanntlich eher ein Fashion Victim, und bei diesen BDSM, sowie Bondage Geschichten nicht wirklich bedarft. Nun ich weiss natürlich, dass es dort, wie in jeder Subkultur auch hunderte Spielarten gibt, aber bislang war keine wirklich meine.

Also Fetisch in Kleidung sehr gerne. Lack schaut klasse aus, Latex auch, Leder kann sehr nett aussehen, aber alles, was in die BDSM Geschichten geht, dieses Schlagen oder Geschlagen werden, ist nicht so meines. Als Unterwürfige Person bin ich völlig fehl am Platze und auch sonderlich viel Dominanz kann man mir nicht vorwerfen. Das ist dann eher Zickigkeit.

SchlagzeilenDas bedeutet natürlich nicht, dass ich dem Ganzen Ignoranz gegenüberstellen würde. Ich kann nicht verhehlen, ein gewisses Interesse zu haben und auch gut gemachten Bondage Bildern durchaus zugetan bin. Soll heissen dass ich durchaus in den Schlagzeilen gerne blätterte und die Bilder dort mit viel Wohlwollen beachtete. Gerade das sehr auf Gothic aufgemachte Titelbild fand ich sehr großartig. Wobei ich wohl eine der wenigen Leser war, die das Ganze unter “hey das Makeup ist klasse” Gesichtspunkten angesehen haben :) Fashion Victim eben.

Wir wollten allerdings noch weiterziehen, denn Claudia hatte einen Bekannten, der ein paar Strassen weiter im Foo Club auflegte und ich hatte noch die Unisex Gold Party angeregt. Also verliessen wir diese SM Bar und zogen in Richtung Hamburger Berg.

Irrenhouse

Nachdem ich jetzt mit ein Paar Meldungen in die Blogger Web 2.0 Szene abgedriftet bin, komme ich mal wieder auf das eigentliche Thema “Rumtransen”. Ich war also in Berlin und wollte Abends mit Sheila zur Irrenhouse-Party von :Nina Queer:, denn dort geht bekanntlich die Post ab, dort steppt der Bär und man kann die besten Berliner Drags und Transen in freier Wildbahn live bewundern.

Sheila musste jedoch tagsüber noch einen Kochkurs (irgendein Geschenk) mitmachen und sich zur Frau ausbilden lassen. Dadurch kam sie spät – sehr spät. Bin ich doch eigentlich auf zu Spät kommen abonniert, so zeigte mir die Dame am Wochenende, wie man es richtig machen kann.

Um 2:00 sollte im Irrenhouse die übliche Transenshow stattfinden und da wollten wir natürlich da sein. ..Etwa 20 vor 2 klingelte mein Telefon und Sheila war endlich da.

cocacola.jpg

Nun aber fix los, wir müssen ja immerhin noch da hin

Schnell den Straßennamen in Sheilas Navi eingegeben und leicht gewundert. Das Navi zeigte die unendliche Stecke von 0,5 Kilometern – und hatte damit natürlich Recht. Ab dem Parkplatz 400 Meter geradeaus und etwa 50 Meter nach rechts.

Dazu kamen dann noch einmal locker 250 Meter in die andere Richtumg um einen Parkplatz zu finden. Ergo: wir hätten auch gleich zu Fuß gehen können.

Nachdem wir (wie von mir erwartet und von Sheila freudig zur Kenntnis genommen) kostenlos reinkamen und jeweils unseren Euro und unsere Jacke an der Garderobe abgegeben haben schauten wir uns um und erkannten wenig Personen, die die Fahrt nach Berlin gerechtfertigt hätte. Transen, die nicht an der Show teilnamen? Fehlanzeige! Die Show selber war zwar nett und weihnachtlich aber doch eher kurz.

Melly Magic und :Mataina Ah Wie Süß:, danach Stella Destroy, und erstere beiden noch einmal mit der Gastgeberin zusammen. Das wars. Schade. Ausser diesen vieren konnte ich nur noch ein bis zwei weitere Mädels entdecken – und eben uns.

irrenhouse.jpg

Stella DeStroy

Nach etwa zwei Stunden wurde uns langweilig und wir überlegten, was wir denn noch so anstellen könnten. Da wir kein Stadtmagazin zur Hand hatten und beide eh traurig waren, Freitag nicht ins Insomnia gekommen zu sein fiel die Wahl auf ebendiese Location. Hierbei zeigt sich der große Vorteil, den Hamburg hat. Alle Discos liegen zentral und man kann binnen Minuten von einer in die nächste stöckeln. Berlin ist da etwas anders. Man benötigt ein Auto und fährt ersteinmal eine halbe Stunde von einem Club zum nächsten durch die Stadt. So taten wir und fuhren los, bis wir endlich am Insomnia ankamen.

Leider hatte das Insomnia allerdings eine verschlossene Tür, vor der wir dumm dreinblickend standen und und überlegten, was denn nun zu tun sei. Sheila schlub zwei Möglichkeiten vor:

  • die Barbie Bar mit einem Absacker oder
  • das Big Eden bis es schliesst

Wir entschieden uns für das Big Eden um dort angekommen feststellen zu müssen. Es hat bereits zu. Mässig erfreut entschieden wir uns also um, nun eben doch die Barbie Bar anzusteuern, bis wir merken mussten, auch diese hatte mittlerweile geschlossen.

Also ich habe daraus geschlossen, dass in Berlin Samstags um 4 die Gehsteige hochgeklappt werden. Mann mann, ich dachte das sei eine Weltstadt…

Die wirklich allerletzte Möglichkeit waren zwei Biere an irgendeiner Tanke und diese bei mir gemeinschaftlich zu trinken.

Gesagt getan. Biere gekauft und ab zu mir.

Witzig war dort noch die Situation, als der Pförtner erst sehr interessiert geschaut hat, als zwei große kurzberockte Mädels auf ihn zukamen und erst nach meinem “Guten Morgen” irgendwie die Lust an und verlor… Was er wohl gedacht haben man, als Sheila nach einer knappen Stunde wieder ging.

Gerade genug zeit um… Ja genau, um jeweils ein Becks Gold zu trinken und sich noch etwas zu unterhalten.