Queerboot – Party-Dampfer auf der Spree

Rote und Blaue Federn und tanzende Menschen überall

Auch dieses Jahr fuhr mal wieder das Queerboot durch Berlin. Größer als je zuvor, mindestens genau so laut wie je zuvor und mit bis zu drei Dancefloors. Dazu mit einem Showprogramm aus Lola und Sandy, den Teaserettes, Tara, Sheila als Moderateuse und Gloria Viagra hinter einem der Regler… Kann man mal besuchen.

Genaugenommen überlegte ich eine ganze zeit, ob ich denn kommen sollte, aber oben genannte Personen schienen mir ein Argument zu sein, Nadine ebenfalls und Sam, die sich nach berlin begeben wollte… Sam(antha) war die allererste Person, die ich als Zoe kennenlernte. Das ist locker 10 Jahre her und sie lud mich damals zu sich ein und sah toll aus… ganz im Gegensatz zu mir damals, und auch wenn wir alle paar Jahre mal irgendwo schrieben sahen wir uns all die Jahre nie irgendwo. Voila Sam und ich.

Vor allem war ich aber mit Nadine unterwegs, nicht gerade als doppeltes Lottchen, aber doch ähnlich. Gut, ihre Haare schwarz, meine blond, ihr Kleid weiss, meines schwarz, ihre Schuhe blau, meine rot und die Federboas ebenfalls unterschiedlich… Federboas? Ja genau, 10 jeweils, wir dachten, wir versuchen ein wenig aufzufallen und uns jeweils einen netten Federschweif zu gönnen und jeweils passende Schuhe. Nadine besuchte Deko Behrendt, ich sorgte für Schuhe und schon besuchten zwei Paradiesvögel das Queerboot.

….Und schon kurze Zeit später hat jeder das gewusst, und dafür musste man uns nicht einmal gesehen haben, denn wir haben frei nach Hänsel und Gretel liessen wir auf unseren Wegen immer kleine Kiesel Federn zurück, so dass ziemlich klar war, wo wir uns schon so überall herumgetrieben haben.. Bei etwa sechs Stunden auf einem Boot, ist das nach kurzer Zeit das gesamte Boot und man konnte die Veranstalter nur beglückwünschen, dass sie das gesamte Boot mit Plastik ausgelegt haben, sonst würden dort vermutlich heute noch rote und blaue Federn herumfliegen 🙂 Sorry.

140 Transen und Freunde auf einem Boot. Dazu laute Beats und schreiendhohe Höhen. Ein Anblick, der wie üblich am Ufer und bei jeder Brücke für staunende Gesichter sorgt. Immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen Kameras dabei haben und schnell zücken können.

Auf dem Boot halte ich mich da lieber an echte Fotografen wie Daggi und Diana, ihre Freundin. Normalerweise trifft man die beiden ja immer zum CSD in Köln und Hamburg, aber dieses Jahr, liefen wir uns irgendwie nicht über den Weg. Umso schöner, die beiden dann eben auf dem Queerboot zu treffen und ein wenig zu quatschen… 6 Stunden sind ausreichend, um mit jedem, mit dem man dieses denn möchte ein paar Wörter – oder auch mehrere zu wechseln. Das macht solch eine Schiffahrt extrem nett…

Dazu ein paar nette Shows und Sheilas schlagfertige und daurchaus witzige Moderation und selbst das Wetter spielte absolut mit. Was will man mehr. Eigentlich alle Personen, die ich sprach waren vollends zufrieden mit der Seeschiffahrt, selbst die Teaserettes, Tara, Gloria und Diana, die vorher wohl alle etwas unbestimmt ob der Aussicht mit einem solch beladenen Boot über die Spree zu schippern waren.

Und es war wie Nina Queer im Irrenhouse immer sagt: Ist die Show zu Ende, fängt die Party an. Es war mittlerweile dunkel, Gloria machte einen dritten Floor vorne auf, oben und hinten beschallten die False Friends die Menge und der ganze Dampfer tanzte.

Ehrlich, mehrere Stunden konnte man hingehen, wo man wollte, es wurde getanzt, was die Füße in den Heels noch hergaben, mein Favoriten Dancefloor war zwar Glorias, aber dort war es so heiss, dass bald Kondenswasser von der Decke tröpfeln musste, aber das war auch egal, dann ist man eben rausgegangen und hat dort weitergetanzt… und zwar so, dass Montag ein Schnupfen offenbar bei einigen das Ergebnis war.

Die letzten zwei Stunden im dunklen war das Queerboot echt ein Partydampfer mit einer Stimmung, wie sie nicht so oft auf der Spree vorkommen wird…

So kann man auuch nächstes Jahr wieder hingehen, vielleicht kommen dann ja auch alle die, die dieses Jahr schwänzten, gell Jessi?

Wave Gothic Treffen (Denise)

Beizeiten schreibe ich auch mal etwas, wenn mich nette Personen darum bitten…. Wenn diese sogar mit einem eigenen geschriebenen Text um die Ecke kommen. Umso besser.

wave gothic reffen

So fand ich gestern einen Text in meinem Mailfach, der von Denise Van De Hoven stammt und auf das Wave Gothic Treffen hinweist. Sie und Kerstin und Mia und vermutlich noch einige andere aus der Clicque werden dieses Jahr wieder da sein. Sind sie eigentlich immer….

Ich selber war dort noch nie, aber den Bildern nach zu urteilen, ist das ein Fehler. Aber Gothic war noch nie so wirklich meins… Btw. Denise ist mit dem Wave Gothic Treffen, weder verbandelt, noch verwandt oder verschwägert. Nur eben gerne und immer wieder dort.

Gruß Zoe

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Drags and Trannys on WGT…..

Wenn sich Männer zu Pfingsten in Leipzig treffen und die Augen mit Kajal dunkel umranden, wenn weibliche Rundungen durch Corsagen geformt werden, die PlateauSchuhe auf Hochglanz geputzt werden und man sich in Chiffon, Tüll, Spitze und Brokat kleidet, dann ist das kein Treffen der Drag Queen und Tranny Szene, sonders DAS Festival der schwarzen Szene…. Das Wave-Gotik-Treffen.

Wave Gothic

Doch ist die schwarze Szene gar nicht so schwarz wie alle meinen. Ein „buntes“ Volk trifft sich, zeigt sich und feiert sich 4 Tage lang.

Die Festival-Besucher sind so unterschiedlich, wie es kaum unterschiedlicher gehen kann.

Dark Waver, Neo Gotiks, Gotiks, EBM’er, Burlesque, Romantik, Mittelalter usw. …… und darunter ganz viele Drags und Trannys aus aller herren Länder……

wgt 2010

Für den Betrachetr von Außen, kaum zu unterscheiden.

Die Geschlechter verschmelzen nur zu oft im Äußeren, so das ddas es schwer wird zu sagen, wer jetzt was ist, welcher Richtung er angehört und was Er oder Sie darstellt 🙂

Aber genau das macht dieses Festival zu etwas ganz besonderem und einmaligem in Europa und Deutschland.

Toleranz wird hier nicht geprädigt, es ist Bestandteil des Wave-Gotik-Treffen.

Wer also noch nicht genau weiß was er zu Pfingsten macht…. dem kann ich nur sagen…. ab nach Leipzig und zeigt Euch…..

Und wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja auf der AGRA, im Kohlrabizirkus, in der MB oder den anderen Veranstaltungsorten des WGT, welche sich über ganz Leipzig erstrecken 🙂

Ich freu mich drauf ……

see you soon …. Eure Denise van de Hoven

wave Gothic Treffen bilder

Wer zum Teufel ist dieser Las Vegas?

Blitzheirats Wedding Chapel
oder
Heteros traurig – Transen heiraten Transen im Irrenhouse
und noch so manches anderes denkwürdiges im Irrenhouse.

Las Vegas Heiratskapelle

Ein denkwürdiges Irrenhouse hat am Samstag wieder einmal stattgefunden… Nun ist das Irrenhouse ja eigentlich immer in irgendeiner Weise denkwürdig. So auch dieses Mal selbstverständlich. Witzig war es auf jeden Fall. Nina Queer hat ihre kranke Fantasie spielen lassen, die schon so komische Dinge wie Schwanz-Memory oder eine Wurstbar ins Irrenhouse brachte. Dieses Mal sollte aber etwas blasphemisches herauskommen. Eine kleine Hochzeitskapelle im Irrenhouse.

Nina Queer & Baby JaneNina und Baby Jane heirateten nicht. Glaube ich.

Brigitte vermählte dort in einer Zeremonie, die in ihrer Kürze die Blitzheiratselvisse in Las Vegas vor lauter Rührung „Always on my mind“ anstimmen lassen würde. Den wohl traurigsten Elvis Song… Egal. Brigitte vermählte dort als Nonne von Ninas Gnaden, alles was ihr vor den Altar kam. Männer und Männer, Frauen und Frauen, Transen und Männer, Transen und Frauen, Transen und Transen, Transen und Iphones und mindestens ein Heterosexuelles Paar, was ja im Irrenhouse eigentlich schon alleine eine Blasphemie ist.

So heiratete ich mein Iphone. Janka vermählte sich mit Sheila und Stella ging unter die Mormonen und heiratete das halbe Irrenhouse. Zumindest habe ich sie mindestens zwei Mal vor dem Traualtar gesehen und da ich nicht lange davor stand, kam sie sicher noch öfter… Und nur Gott Nina weiss, ob sie die Scheidungstermine von drei bis halb vier geschafft hat?

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Okay, das Irrenhouse war also ein wenig kirchlich… aber wirklich nur ein ganz klein wenig, drum sah man dann auch bei der Show kirchliche Gewänder, so zum Beispiel bei Mataina Ah wie Süß, die wohl in ihrer Kindheit im katholischen Internat bei Bischoff Mixa verweilte und in ihrer Nummer davon berichtete. Übrigens wird dem aufmerksamen Irrenhouse Besucher nicht entgangen sein, dass Mataina schon vor der Missbrauchsaffaire davon berichtete… Ich zumindest kannte die Nummer schon.

Nicht allerdings die anderen Nummern und die waren absolut sehenswert und filmenswert… Wenngleich ich mir nicht sicher bin, ob Nina Queer das genauso sieht. Ihre erste Nummer mit Stella DeStroy zusammen, brachte sie nämlich dazu, sich rabiat gegenüber meiner Kamera zu zeigen. Zusammen brachten sie Peter Maffays Nummer „Du“ als Punkrock-Nummer „Ich“ auf die Bühne. Dabei versprizten und verspuckten sie Bier.

Nun bin ich es ja gewöhnt, dass die Mädels auf der Bühne rumsauen, aber dass Nina nicht nur ins Publikum spuckte, sondern absolut 100% auf meine Kameralinse muss ich wohl als einen Angriff auf die Pressefreiheit sehen. In Diktationen zerschlagen sie Kameralinsen, im Irrenhouse spucken sie diese aus. Nach einer kurzen Reinigung konnte es aber weitergehen.

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Zum beispiel mit Mataina und Biggy van Blond, die ich schon lange nicht auf der Bühne des Irrenhouse gesehen habe. Zusammen brachten sie das unvermeidliche Telephone von Lady Gaga und Beyoncé. Hätte ich auf einen Titel wetten müssen, ich hätte ihn genommen.

Eine schöne Nummer, wobei zu diesem Lied die Props wohl an Sherry Vine und Peppermint gehen, denn ihre Telephone Parodie ist wohl unbeatable. Auch von Mataina und Biggy. Und wer das Video von Sherry und Peppermint noch nicht gesehen hat, sollte es unbedingt nachholen. Also: Anschauen. Sofort

Nachdem wir das also geklärt hätten kommen wir zum lertzten – und für mich besten Stück des gestrigen Abend. Das hat mal wieder Stella abgeliefert mit den Jugenderinnerungen „The Sign“. Boh hatte ich das lange nicht gehört und ich finde, stella hat das großartig umgesetztund dabei eine Menge Geheimnisse verraten. So weiss das gesamte Irrenhouse zum beispiel, dass Nina einen kleinen hat… einen ganz kleinen…

Btw. Klein: von mir unerwartet, kamen an diesem Irrenhouse Pricilla Lay und Denise Van De Hoven ebenfalls. Allerdings als Männer. Pfui Pfui. Dabei ist mir übrigens aufgefallen, dass Denise ganz schön klein ist, gar winzig… Das war aber sicher auch eigene Attitüde. Drags, die als Männer ins Irrenhouse kommen, führen sich von Haus aus absolut klein und unbedeutend. Das wirkt sich aufs Erscheinunbgsbild aus… Und wie man sieht auf die Laune… Man(n) muss an Schlangen warten und wird an der Bar nicht vorranging bedient und generell wird man von jedem ignoriert. So ist das eben. Tja, wer nicht stöckeln will, muss fühlen.

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Das dachten sich wohl auch die Kofferboys, die an diesem Abend als Koffergirls hinter den Reglern standen. Mit Makeup kennen die beiden Kiss-Gesichter sich ja aus, aber als Drags unterwegs ist dann doch noch einmal etwas anderes. Ein groß0es lob von mir an die beiden. Das sollten sie öfters machen 🙂

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War sonst noch was? Ja, die Bar im Raucherraum, war total überfüllt, ich kam nichteinmal dazu die beiden Tresenfeen ordentlich zu begrüssen, dass ging so weit, dass es in der Hektik nichteinmal für Worte ausreichte. Mir wurde aus dem Nichts ein Becks Lemon in die Hand gedrückt, mein Gutschein entgegengenommen und sich um den nächsten Gast gekümmert. Man versteht mich ohne Worte 🙂

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was soll ich sagen. Irrenhouse war wieder einmal klasse. Und auf auf zum nächsten Mal.

Zwei von denen waren Männer

Bei der Eis Am Stiel Party im Silverwings hat man zumindest Sheila und mich schon einige Male gesehen und von Mal zu Mal weniger stark begutachtet. Zwei Drags sind dort also mittlerweile bekannt und gehören fast zum guten Ton eines Eis Am Stiel Samstagabends.

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Zwei sind also normal, acht an der Zahl dann aber doch ungewöhnlich – und diesen Samstag waren wir acht an der Zahl. Denise, Kerstin und Mia waren in der Stadt und mit Pricilla ebenfalls im Silverwings und auch wir waren mit Janka und Kitana zu viert unterwegs. Massenauflauf also… Doch kamen wir erst später.

Zufälligerweise kam ich mit meinem Seat gleichzeitig mit Sheilas feuerrotem Spaßmobil an und konnter gerade noch mitbekommen, wie die drei dem Auto entstiegen….. Laaaange Stiefel… kuuuurzer Rock „Hallo Kitana… Achnee, Du bist es ja Janka“…

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Vier Drags auf dem Weg zur Party, da kommt es schon mal vor, dass wir einige Personen visuell überfordern. So beispielsweise die beiden Typen, die vor dem Silverwings standen und die wir links und rechts überholten, nicht ohne danach noch deren Kommentar mitzukriegen… Der lautete wie folgt:

Zwei von denen waren Männer

… Also ich zählte eindeutig viere derer. Ich kann allerdings nicht so recht sagen, ob die einfach nicht gucken oder nicht zählen konnten. Vielleicht sind sie auch nur an irgendeinem Transwonder-Dekollettee hängengeblieben, der auch Denises Brüste emporschwellen liess… Ich bin mir nicht mehr 100%ig sicher, ich meinte in London Jankas ausprobiert zu haben und der Effekt war gleich null…. Vielleicht träume ich aber auch einfach nur. Auf jeden Fall konnte ich nur wenige Gäste im Silverwings sehen, die Denise in Größe schlagen konnten und damit so hausieren gingen…

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Egal, nett war es auf jedenFall, die Mädels mal wieder zu sehen und mit ihnen einen ausgegebenen …äääh irgendetwas, das brannte und man mit Strohalm trinken musste … zu trinken und nen caipiroshka.

Eine nette Einstimmung in einen ebenso netten Abend dann später im KI

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