Der Vater der Pin Ups ist tot

Der Rubens der Reeperbahn ist tot

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Wer in Hamburg mit offenen Augen über den Kiez (soll heißen über die Reeperbahn und die benachbarten Straßen) zieht, der wird an ganz vielen Wänden leicht bekleidete Mädels gemalt sehen. Diese klassischen Pin Ups, die einem sowohl im härtesten Sexschuppen als auch in schmierigen Spelunken oder in den Theatern begegnen können, sind immer schön und sexy anzusehen, nie allerdings ordinär…

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Alle wurden sie gemalt von Erwin Ross, der als „Rubens der Reeperbahn“ wohl für immer einen Platz in der Reihe der größten Persönlichkeiten der Reeperbahn einnehmen wird… Am 12. Februar hat er seinn Platz neben Domenica eingenommen, die genau ein Jahr vor ihm starb…

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Während ihr Name auf der Reeperbahn aber mit den Jahren verblassen wird, kann man davon ausgehen, dass die Pin Ups von Erwin Ross so lange originalgetreu ausgebessert werden und ewig an ihn erinnern werden. Vermutlich werden sie gar einige Häuser überdauern, an die sie gemalt wurden. Einen echten „Rubens“ reisst man eben nicht so einfach ab.

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Vor allem zwei seiner Kunstwerke werden wohl immer leben, zum einen die gespreizten Beine der Ritze sowie der „The Beatles“ Schriftzug, den er laut dem Beatles Museum ebenfalls gemalt hat.

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Am 12. Februar

Beatles Museum auf der Reeperbahn

Beatles Museum – Beatlemania

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Dass ich schon seit ewigen Zeiten ein großer Beatles Fan bin habe ich sicher schon mal erzählt und dass die Beatles in Hamburg St.Pauli an der Reeperbahn erfolgreich und groß wurden, sollte jedem halbwegs interessierten Musikliebhaber klar sein.

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Noch heute erinnert eine kleine Gedenktafel neben dem Kaiserkeller an die Rock’N’Roll Years der Fab Four. Seit dem letzten Jahr gibt es zudem einen Beatles Platz Ecke Reeperbahn / Große Freiheit und seit diesem Jahr hat Hamburg sogar ein Beatles Museum, dass Beatlemania heisst und uneingeschränkt von mir empfohlen werden kann.

Dabei ist es viel größer als ich gedacht habe. Über die Zeit haben sich viele interessante Devotionalien zusammengesammelt, so dass das gesamte ehemalige Erotic Art Museum mit dem gesamten Schaffen der Beatles ausgefüllt werden konnte. Die Musik, Alben, Bilder, Instrumente, Merchandise Artikel, sowie viele Interviews und Anekdoten werden jeden Beatles Fan erfreuen. Bei mir selber erzeugte der Besuch im Beatles Museum sogar Gänsehaut.

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Das ganze Museum ist in Zeitperioden aufgeteilt, es beginnt mit den Hamburger Rock’N’Roll Jahren geht über die ersten LPs mit eigenen Songs, über die Abbey Road Studio Years, zeigt in eigenen Welten die St. Pepper Alben, das White Album oder das Yellow Submarine Album. Es wird gezeigt, wie damals ein vollkommen in Beatles Merchandising eingerichtetes Jugendzimmer ausgesehen haben mag und man Erfährt die Hintergründe zur Let It Be naked Scheibe.

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Am meisten beeindruckt hat mich ein Film des überhaupt ersten Stadionkonzertes einer Musikgruppe vor damals 50.000 Personen, in dem man sich pötzlich vollkommen mittig fühlt. Vor einem, hinter einem und neben einem flippen die Menschen aus. Man kann es nicht wirklich erklären, aber glaubt mir, gegen diese Musikalische Sound- und Videoerfahrung sind Dolby Surround und THX Spielkram.

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Mit am erstaunlichsten fand ich aber die Geschichte, des Beatles Schlagzeug Schriftzuges, allerdings interessiert das wohl nur einem Hamburger wirklich auf…. So findet man auf der Reeperbahn bei so ziemlich jedem wichtigen Etablissement mindestens ein gemaltes Pinup. Sie alle wurden gemalt von Erwin Ross, dem „Rubens der Reeperbahn“ und auch die weltbekannten Schenkel am eingang der Ritze sind von ihm. Das alles weiss in Hamburg jedes Kind. Fast unbekannt allerdings ist, dass Erwin Ross auch den Beatles Schriftzug entwickelte und auf die Drums von Pete Best malte.

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Wenn man im Beatles Museum vor dem gesamten Schaffen dieser Band steht, dass in nur 10 Jahren zwischen Gründung und Auflösung entstanden ist, dann kommt man nicht umher, folgendes zu denken:

„Bands von heute geht sterben“

Ich muss dringend noch einmal ins Beatles Museum, dann allerdings nicht nur mit einem Handy als Kamera