Mit Stäbchen essen? Mach ich doch mit links

Stäbchen – Mach ich doch mit links.

Ich erinnere mich an meine Probleme in Hong Kong, mit diesen komischen Holzdingern zu essen. Ich weckte ungeahnte Heiterkeit bei den Gästen im gleichen Restaurant.

In Bangkok allerdings geht das ganz gut. Warum?

Nun ich habe mich erinnert, dass ich eigentlich ein umgelernter Linkshänder bin. Ich schreibe mit rechts und esse mit rechts, aber alles, was Kraft und Motorik bedingt mache ich eigentlich mit Links…
Was ist denn eigentlich, wenn ich mal die Hand wechsele und mit links Stäbchen-esse?

Gesagt – getan.

Voilá kein Problem, ich kann selbst runde Dinge und Glasnudeln mit Stäbchen essen. Mit Links.

Nun bin ich also ein europäischer Rechtshänder-esser und ein chinesischer linkshänder-esser…

Was es nicht alles gibt.

Abgelenkt!

In vielen Blogs sind Essensbilder von besonderen kulinarischen Köstlichkeiten oder von Essen, die in Erinnerung bleibenden. So geschehen mit folgender Speise, bei der ich mir noch überlegen muss, ob sie jemals meine Leibspeise werden sollte…

Ääääääääähm Nein 🙂 Zumindest nicht so.

Ich war zu Essen eingeladen, etwas Wein und netten gesprächen während dieses Entsteht. Minutensteak, Salat mit Lachs und Cherrytomaten. Einfach aber lecker.

Schon bei der Zubereitung zeigte sich, dass etwas nicht passt. Bei der Devise. Eine für Dich, eine für mich, eine für den Salat waren sie bald leer. Daran krankte es allerdings nicht.. Eher an Ablenkung zu guter Gespräche und vor allem einem zu offenen Salzstreuer der binnen Zehntelsekunden aus einem tollen Salat eine reine Salzorgie machte.

Während noch versucht wurde, irgendwas zu retten, brutzelte das Minutensteak fleissig weiter und wurde ein Viel-Minutensteak, das dann auch hätte in Charlie Chaplins Stiefelszene in Goldrausch mitspielen können. Und irgendwie fehlte die prise Salz, dann in den Nudeln 😉 Immerhin die Melone war göttlich – und der Wein selbstverfreilich auch.

Ein gutes hat die Sache, irgendwann muss ich mich noch einmal einladen lassen und schauen ob die Köchin, deren Namen hier aus ääh kulinarischen Geheimhaltungsgründen Geheim gehalten werden muss, tatsächlich „eigentlich wirklich gut kochen kann“, wie sie mehrfach beteuerte. 😉

Unabhängig der kulinarischen Situation war der Abend aber toll, und unbedingt zu wiederholen. Mit mehr Cherrytomaten, mehr Salz an den richtigen Stellen und weniger Salz an den falschen Stellen und weniger klingelnden Telefonen…

Rach & Ritchy

Am Wochenende war der Hamburger Christopher Street Day und da das ja  nunmal meine Heimatstadt ist, ist es selbstverständlich, dass ich dabei bin. Dabei war dieses Jahr auch wieder Sheila, die Hamburg mehrfach ausfallen liess, aber nach dem verregneten CSD in Köln ihr Kostüm noch einmal ausführen wollte.

Da ich immer noch meine Wohnung in Hamburg habe, die ich eh jeden Monat bezahle, brauchten wir auch kein Hotelzimmer und hatten so etwas Budget übrig, dass es auf äääh in den Kopp zu hauen galt. Bei Sheila heisst soetwas Essen und zwar gutes.

Nach etwas Recherche per Internet im Auto entschieden wir, dass wir uns mal anschauen würden, was Rach der Restauranttester denn so in seinem eigenen Restaurant verzapft.

Nun bin ich mir ja nicht sicher, ob Herr Rach in dem Restaurant überhaupt mit mehr als seinem namen involviert ist, oder in seinem Grill Restaurant „Rach und Ritchy“ nicht eigentlich Richy die ganze Arbeit macht, aber wen interessiert das schon…. Hauptsache es schmeckt. Mir schmeckte es – und da es auch Sheila schmeckte muss es wohl auch gut gewesen sein.

Schon die Dame, die uns die große Schiefertafen-Karte erklärte erwies offensichtliche Kompetenz. Welches Fleisch wann wie wo nicht eingeführt werden darf, was genau dieses Fleich ist, womit welches Tier gefüttert wird und wie es schmeckt… welche Beilagen gut sind uswusf.

Ich nahm ein Stück Fleisch mit Sauce Bernaise, Honig glasierten Karotten und Kartoffelgratin, während Sheila sich eine Dorade kommen liess… Und als würde das nicht reichen nahmen wir wie damals im Grill Royal noch eine große Meeresfrüchte-Vorspeisenplatte mit allem, was so dazugehört…

Ich bin ja sehr für Fisch. Zuallererst bei Sushi… Weg mit dem Reis und her mit dem Fisch…aber ich weiss eigentlich nichts darüber… Welcher Fisch ist eigentlich roh und welcher nicht… Nun Sheila konnte mir einiges erklären, und es war wohl so, dass alles auf den Punkt war.

So konnte sie dann am Ende auf die Frage wie es war umfangreiches Feedback geben konnte, während ich mit einem „ich hab nicht so viel Ahnung, aber mir hats geschmeckt“ aufwarten musste…

Aber genau das solls doch auch. Schmecken… sowohl den Feinschmeckern als auch den den normal-essenden 🙂

Das Rach & Richy hat wohl alles richtig gemacht, egal ob nun Herr Rach oder Herr Ritchy dafür zuständig waren..

Essen in Hong Kong – Meeresfrüchte

Ohmann, ich werde mit einigen Kilos weniger aus Hong Kong zurückkehren. Auch das erinnert mich irgendwie an den letzten Urlaub auf Kuba.

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Es gibt allerdings einen großen und gewichtigen Unterschied. Dort gab es nichts ordentliches zu essen oder dieses nur schwer zu finden, in Hong Kong gibt es Restaurants und Garküchen und und und an jeder Ecke – nur mancheinmal vergeht mir der Appetit schneller als er gekommen ist, wenn ich nur hereinrieche oder ins Schaufendster schaue und mich dort ein paar sehr lebendige und sehr sehr böse Kröten anschauen, andernzeiten verzweifle ich einfach.

So eben beispielsweise. Ich versuchte ein Seafood Restaurant zu besuchen, bekam dann auch tatsächlich eine englische Speisekarte, soweit so gut. Nun bringt einem das aber wenig, wenn man die englischen Begriffe nicht versteht. Nun, ich testete lieber mehr Kleinigkeiten. Irgendwas als Starter, irgendwas in Rice Rolls und noch irgendwas.

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Gut die Starter waren Babykalamaris, das war dann klar als ich sie sah. Naja vielleicht doch eher ausgewachsene… und nun das Problem, rundes, glibschiges Zeug mit runden Stäbchen essen. Wie soll denn das gehen? Ich meine ich nehme ja auch keine zwei Bälle in die Hand, um einen dritten aufzuheben. Kein Wunder, dass die Asiaten alle so klein sind, die kriegen nix zu essen….

Naja, eher ich nicht, die Asiaten am Nebentisch waren prächtig amüsiert, ob meiner Essenskünste. Ich gab dann irgendwann auf und wandte mich der zweiten sache zu, das ging nur unwesentlich besser.

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Derweil schlief hinten in der Ecke eine Rentnerin am Tisch ein und ich glaube alle dachten, sie sei tod, zumindest gab es ordentlich Aufruhr. Da achtete aber ersteinmal niemand mehr auf mich, der es mir eh gerade größtenteils anders überlegt hatte und zahlte und den Rest Essen Essen sein liess. Man muss auch mal nein sagen können.

Stattdessen gönnte ich mir ein großes Mango-eis gegenüber das war Mango und Eis UND es gab einen Löffel dafür.

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Achja Löffel, ich fand dann auf dem Nach Hauseweg noch einen Haushaltswarenladen und kaufte Überlebenswerkzeug. Messer, Gabel udn Löffel und eine Tüte Chips mit – man glaubt es kaum – Wasabi saltet salmon – Flavour