Fetish im Matrix – German Fetish Ball
Fetish im Matrix – German Fetish Ball wurde am Jun.05, 2007, gepostet
German Fetisch Ball 2007

Von den größtenteils in Weiss gekleideten Menschen zu den größtenteils in Schwarz gekleideten Menschen. Nach der White Wild West Party im Bangaluu zog es uns zum German Fetish Ball und dort regierten Fetischoutfits, also alles was irgendwie aus Lack, Leder oder Latex ist, oder zumindest abgefahren, Barock oder einen Uniformfetisch bedient.
Ich bediente das alles nüscht, denn ich blieb in meinem weißen 100% Baumwollkleid von der Vorparty (Man muss ja Prioritäten setzen). Ausserdem hatte ich eh nicht vor dort reinzugehen, denn:
Eigentlich boykottiere ich große Fetischpartys und Bälle.
Fetischpartys verkommen zur Geldmaschine und kein Veranstalter kann mir erzählen, dass es das Thema ist, dass ihn diese Partys austragen lässt. Beispielsweise hat der German Fetisch Ball 55 € Eintritt gekostet. Ich weise daraufhin, dass dieses vor nicht allzuvielen Jahren knapp !!! 110 !!! D-Mark waren. Was bekomme ich dafür vom Veranstalter geboten?
Objektiv
- Die Möglichkeit, in einem Club zu tanzen
- Das Marketing für die Veranstaltung, dass dafür sorgt, dass auch andere Leute wissen, dass es diese Party gibt.
Das Matrix, dessen Räume genutzt wurden, verlangt dafür an einem vergleichbaren Tag bis 23 Uhr nichts und danach 6 €. Ergo nimmt dieser Partyveranstalter subjektiv 49 € zu viel pro Person.
Was bekomme ich noch?
- DJ’s. – Die hat das Matrix auch, sogar in gleicher Zahl
Shows. – Hier zeigen sich Hersteller und Läden von Fetischartikeln ihrem originären Publikum. Diese Werbung ist zu knapp 101% exakt auf das Zielpublikum zugeschnitten. Der Veranstalter, der hierfür Geld ausgibt und nicht Geld einnimmt, der ist unfähig.- Tolle Kostüme. – Hier ist der Veranstalter völlig aussen vor, denn den eigentlichen Reiz machen die Gäste und die Kostüme aus. Sie sind das eigentliche Kapital – und sie sind der Grund, warum Leute überhaupt Veranstaltungen wie den German Fetisch Ball oder die Extravaganxa in Hamburg besuchen.
Habe ich sonst noch einen Grund, der extra für große Fetischpartys spricht? Subjektiv nicht.
Fassen wir mal zusammen:
Es steht 55 € zu 6 €. Ich gestehe dem Veranstalter des German Fetisch Ball zu, etwas mehr Marketing zu machen, den Auf und Abbau der Bühne, die Veranstaltungsleitung und die Miete des Matrix.
6 € p.p. Matrix
9 € p.p. mehr Gewinn als im Matrix
10 € p.p. Veranstaltungsleitung, Ablaufplanung, Künstler, etc.
25 € gesamt
25 € wäre damit ein fairer Preis in meinen Augen. Der Rest ist Geldschneiderei im Gewissen, dass das Kapital dieser Party (Die toll kostümieren Gäste) schon kommt, wenn nur genügend anderes Kapital (toll kostümierte Gäste) auch kommt.
Ich hoffe, dass irgendwann mal Fetischparty-Veranstalter damit richtig auf die Nase fallen und auch andere diese Partys boykottieren, da sie zu teuer sind.
Aber zum Ball:
Nach Tagelangen Überredungen hatte Sheila mich endlich so weit, dass ich zumindest mit vor die Tür komme, wir jedoch den vorgegebenen Eintritt nicht zahlen würden und uns lieber direkt zum GMF aufmacen würden.
Überraschung.
Gegen halb drei war die Kasse bereits verwaist (der Veranstalter schon für ein Jahr in der Karibik?). und wir kamen unbehelligt in den Club. Groß war er – und noch sehr gut gefüllt. Was soll ich sagen, die Kostüme sind ja immer wieder ein Traum. Von einer Prinzessin ganz in Latex über die üblichen schwarzen Einheitsbreikostüme, von Vollmaskierten, die an der Leine geführt wurden über Transen, die sich mal “raus” trauten, von Uniformen über Ballkleider, hier und da mal ein burleskes
ita von Teese: Outfit und und und… ach eigentlich war für jeden Fetischisten etwas da und für jeden Detailverliebten Beobachter auch.
Ich selber passte in meinem weissen Outfit wohl fast nicht rein, aber ich bin auf jeden Fall aufgefallen, denn weisse Outfits waren irgendwie sehr selten an diesem Abend. Jeder dürfte mich also wahrgenommen haben – Ziel erreicht
Dachte ich zumindest. Dass Natalie, die an dem Abend ebenfalls da war mich trotzdem übersehen konnte ist mir ein Rätsel und kann ich mir eigentlich nur dadaurch erklären, dass sie bestimmt anderthalb Stunden aus der Welt war.
Wie gesagt, die Outfits waren klasse, die Kasse war zu und als wir da waren, war es nicht mehr so mördervoll.
So gefallen mir Fetischveranstaltungen.
…Mal sehen, ob und Julischka Stengele, das von uns geschossene Bild noch zumailt. Denn noch fehlt es hier neben den anderen Bildern…
Insomnia Berlin
Insomnia Berlin wurde am Mai.30, 2006, gepostet
Berlin zum X-ten oder aber Insomnia Berlin
Pricilla und Martika hatten uns eingeladen und Annabelle und ich folgten dem Ruf wieder sehr gerne. Ab also mal wieder auf die Autobahn, die nur knapp 280 Kilometer nach Berlin genutzt um mal wieder Party zu machen.
Was macht man, wenn man in einer fremden Stadt ist und ersteinmal nicht weiß, was dort abgeht. Genau – man hält sich an die Gastgeberin und schaut mal, was sie so als Party für uns auserkoren hat.

An diesem Abend stand das Insomnia auf dem Programm. Das Insomnia ist wohl eine Abspaltung des Kit Kat Clubs, der ja das letzte Mal (gelinde gesagt) nicht wirklich großartig war. Ochnöö bitte nicht wieder so eine Fetischparty Light.
Nun denn egal, ich hatte soetwas erwartet und mir vorsorglich schwarze Haare und mein Lackkleid eingepackt, denn zumindest ich wollte den Dresscode einhalten, auf dem zumindest im Kit Kat scheinbar wenig Wert gelegt wurde.
Leider fand mein Lackkleid diese Idee nicht so gut und meinte mir einen Strich durch die Rechnung machen zu müssen. Voll gestyled zog ich es an und – ratsch – ging der Reißverschluss vor die Hunde. Fuck! Und nun?
Erste Idee von Martika
“Ich hab da noch ein Lackkleid, das kannst Du haben”
Eine tolle Idee, aber leider ist ihre Figur noch eine ganze Ecke besser als meine und dieses Kleid war wenn auch nicht zu eng, so doch zumindest zu kurz ( selbst für das Insomnia ) Stattdessen versuchte ich mehrere Möglichkeiten, die alle wie gewollt aber nicht gekonnt aussehen… Da die Party aber Angel in Bondage – GothErotic hieß entschied ich mich dann irgendwann, daß ich halt eher in den Bereich Punky Style gehen sollte. Rot/schwarzer Mini, schwarzes Top, Sicherheitsnadeln. Das stimmt zwar auch nicht ganz aber das passt schon. Ich hatte eh keine sonderlichen Erwartungen.

Als wir ankamen änderte sich mein Eindruck schlagartig. Schon beim Eintreten an der Garderobe sah ich im Insomnia besser aussehende Menschen und besser aussehende Kostüme als im gesamten Kit Kat Club. Auch der Club selber war um einiges angenehmer. Ganz in Dunkelrot gehalten, viele Kerzen, zwei Ebenen und doch alles sehr klein und heimelig. Sehr schön. Kein Vergleich mit dem Industriehallencharme im Kit Kat. Dazu natürlich eine viel bessere Musik und wie schon gesagt wenige aber durchaus sehenswerte Kostüme – vor allem aber keine Menschen, die eben eine schwarze Hose anhaben und denen somit Eintritt gewährt wurde. Es passte alles.
Witzig war, als ich von einem Mädel in einem klasse Reifrock/Korsettkostüm angesprochen wurde, wo man uns finden würde. Also nicht Annabelle, Pricilla und mich speziell, sondern Transen im Allgemeinen. (also auch uns natürlich). Wo halten sich Transen auf, gibt es Malinglisten und ähnliches? Sie würde für Partys alle Facetten der hedonistischen gesellschaften suchen. Tja Julietta, ich hätte Dir gerne geantwortet, aber der Zettel mit der Emailadresse ist leider irgendwann am Wochenende aus der Handtasche geflogen. Als ich es bemerkte war es leider schon zu spät. Wer Ihre Emailadresse hat, möge mich mal anschreiben.
Übrigens, das
“Wo zum Teufel findet man Euch, wo treibt Ihr euch rum?”
ist ein Phänomen, daß in letzter Zeit schon häufiger beobachtet werden konnte. Man sucht uns – findet uns aber nicht. Da muß man etwas gegen tun.
Apropos finden: Im Insomnia wurden hinten Sticker, Button und Bilder verkauft und es gab dort
ita von Teese: Buttons. Endlich. Danach suche ich schon lange. Kann ich endlich meinen :Bettie Page: sticker austauschen. Da ich im Fetischbereich ja eher ein Fashion Victim denn spielerisch bewandert bin passt Dita einfach viel besser. Und sie schaut um einiges besser aus als Bettie. Die Verkäuferin meinte noch.
ita: würden alle erkennen, obwohl sie es nicht anschreiben würde, sie scheint doch sehr markant zu sein.
wir blieben glaube ich bis 6 oder sieben im Laden und fuhren mit einem Taxifahrer mit Death Metal Faible nach “Hause”. Morgens müde nach durchtanzter Nacht laut Death Metal ist ganz schön hart. Egal der Abend war ziemlich klasse.
Abzocke bei der Extravaganxa
Abzocke bei der Extravaganxa wurde am Okt.05, 2005, gepostet
Extravaganxa
Für das Thema “Abzocke” finde ich keinen Aphorismus, daher gibt es heute mal keinen.
Ich komme mir schon vor, wie eine Dauernörglerin. Wieder eine Fetischparty, wieder etwas von mir auszusetzen… – Dieses mal ist meine Nörgelei allerdings gänzlich anderer Art als auf der White House Lounge Dort war die Party schlecht, aber der Eintrittspreis (da Kasse bereits geschlossen als ich kam 0 € ) großartig. Bei der Extravaganxa war es genau umgekehrt.Aber der Reihe nach…. Mehrere Tage baggerte ich an der Pia rum, um sie dazu zu bringen, doch mit auf die Extravaganxa zu kommen. Babsys Worte aus achthundertdreiundzwanzig Jahren Trannyerfahrung die in etwa bedeuteten “Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer” oder “ein Tranny, der mal aus war ist noch längst nicht in freier Wildbahn” schlug ich geflissentlich aus und dachte mir…. Die kommt schon mit. Wäre sie glaube ich, auch gerne, aber das Argument “Für 26 € reicht die Vorfreude nicht” war eingänglich und nur allzugut zu verstehen. 26 € für eine Party ist auch wirklich ein hartes Los.Nun, ich wollte mir die Party trotzdem nicht entgehen lassen, schnürte das von Desiree ausgeliehene Korsett so eng es eben noch gerade ging, holte die schwarze perücke heraus nahm einen leich gothicmäßig angehauchten Rock, Nahtsrümpfe und die höchsten Pumps die ich finden konnte und machte mich dann eben alleine auf den Weg.Auch wenn alle sagen, blond sähe ich besser aus, ist schwarz für so eine Party genau das richtige – und “Ja” mein Spiegelbild gefiel mir.Auf der Reeperbahn angekommen fand ich natürlich nur einen Parkplatz am anderen Ende der Welt. Zwei Wege waren zur Auswahl. Durch die Schmuckstraße oder drumherum. Als Mann wäre ich wohl die Schmuckstraße entlanggegangen, am Sonntag habe ich aber einen kleinen Umweg gemacht um nicht mit den professionellen Damen dort in Clinch zu kommen…Auf dem Transenstrich mußte ich in dem Outfit wirklich nicht lang laufen… Obwohl…bei dem Eintrittspreis wäre das vielleicht… Aber nein danke!…Ich kam also an und legte 30 €uros auf die Theke und wollte mir Eintritt verschaffen, schaute in die Augen einer Kassendame, die die für mich unverständlichen Worte “ich bekomme noch 5 Euro” sagte. Ratter Ratter, mein Gehirn arbeitete auf hochtouren.
“Dort liegen 30 €, Eintrittspreis, stand auf der Webseite, ist 26 € – ich bekomme 4 € nicht sie 5 € – ach sie hat sich wohl versehen und denkt, es wären nur 20 € …obwohl, dann bekommt sie keine 5 € sondern 6… Irgendwas passt hier nicht
Ich sah in Ihr Gesicht und entdeckte, sie meint es ernst. Meine Worte, dass aber auf der Webseite aber 26 € stand konnte die Situation nicht klären. Dieses sei eine Falschinformation und leider müsse sie 35 € bekommen….Komisch, dass die Menschen, die im Vorverkauf gekauft haben, diesen Falschinformationspreis zahlen konnten. Nur die Personen, die sich in beste Fetischkostüme geschmissen haben, und jetzt direkt vor der Kasse standen 9 € mehr zahlen sollten.Klar, solche Personen werden es eher ausgeben, als sich wieder nach Hause zu begeben. Für 12 cm Heels, Korsetts, Lack oder Leder gibt es ja nichteinmal auf der hamburger Reeperbahn Ausweichmöglichkeiten…
Normalerweise kenne ich es so:
Abendkasse = Vorverkaufspreis minus Vorverkaufsgebühren
auch schon gesehen habe ich
Abendkasse = Vorverkaufspreis
aber
Abendkasse = Vorverkaufspreis + 35 %
richt nicht nur verdammt nach Abzocke sondern stinkt schon danach.
Was für eine Party ist 35 € wert. Für die Umrechner unter uns, das sind knappe 70 deutsche Mark. Soetwas kannte ich bisher nur von überteuerten Silvesterparties mit Buffet, Livemusik oder Freigetränken…
Eigentlich reicht das jetzt schon als Review zur Party. Ich muss allerdings auch zugeben, dass die Party gut, die Location sehr gut (bis auf schlecht sichtbare Stufen, die teilweise Stolperfallen darstellten) die Musikauwahl ebenfalls sehr gut und das publikum grandios war.
Die Kostüme gingen vom Üblichen (Lack Leder, Latex, Heels, Korsetts, Uniformen) los und endeten bei einem weißen Reifrock-Barockkostüm, einem Pferdekostüm mit Pferdemaske, Halfter und Ponyboots ähnlich dieser, Outfits im Varieteestil der 20er Jahre oder auch eine Romische Tunika, die voll anzog und doch nichts verbarg…
Kurzum. Die Kostüme waren klasse. Die Party ebenfalls – der Eintritt war es nicht.
Ich hab mal wieder auf der Party niemanden erkannt, aber wieder einmal wurde ich erkannt. Die Dame mit dem Reifrock von Sabrinas Party, (deren Namen ich wieder nicht erfragt habe) erkannte mich wieder und begrüßte mich sehr nett. Btw. auch ohne das, mich neidisch machende Kleid, ist sie eine imposante, großartig aussehende Erscheinung mit extrem viel Stil…
Das war die Extravaganxa. Sollte mal wieder eine sein, werde ich vorher per Mail den tatsächlichen Eintrittspreis erfragen, denn was auf der offiziellen Webseite steht hat ja nichts zu sagen – btw. auch vom Sektempfang hab ich nichts mibekommen…
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