And now for something completly different, Berlin.

Same procedure als last week Miss Delay
same procedure as every Week!

Wie immer, wenn Sheila mich nach Berlin einlädt, lasse ich mich nicht lange bitten und ihrer Meinung nach sollte es dieses Wochenende wirklich in sich haben – und ja, es hatte.

Eigentlich wollte ich in berlin um 15 Uhr aufschlagen. wir wollten uns fertig machen und noch etwas shoppen. Diesen Plan änderte ich aber spontan, als ich merkte, dass ich tatsächlich nur eine Person mit der Mitfahrzentrale mitfahren wollte.

„Pöh auf die 13 € kann ich dann auch verzichten“

dachte ich und sagte dem nett aber bestimmt ab. Stattdessen fing ich bereits zu Hause an, mich zu dressen, holte ein, dem Sommer angemessenes, kurzes Kleidchen heraus ließ noch meine Sandaletten von hier auf jetzt neu besohlen, begab mich um 14:20 auf die autobahn nach Berlin und drehte die Klimaanlage an und das Autoradio auf voll

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Soundtrack der Fahrt
Turntabelrocker – No Melody

Hamburg – Berlin in 40 Minuten schaffe ich nicht, daher rief ich eben bei Sheila an und avisierte meine Ankunft wegen ausufernden Dressing auf eine spätere Zeit. Nun hatte die gute Sheila aber fast alle Zeit der Welt, um sich selber fertigzumachen – sie tat es aber nicht.

Als ich an der Tür klingelte, machte mit nicht Sheila auf, sondern ihr Bruder… Menschmensch, so hatten wir eigentlich nicht gewettet. Mich allerdings brachte das in die äusserst seltene Lage, dieses Mal mäkeln und nörgeln zu können, dass wir einfach nicht loskämen, warum sie immer noch nicht fertig sei und dass die Geschäfte so bald schliessen würden. Sehr gut, soetwas mag ich gerne. (Es ist ja sehr selten, dass ich in dieser Lage bin) Sie rächte sich aber böse in dem sie an diesem Nachmittag zur Modeterroristin avancierte. Leggings bää!

logo.jpgWir kamen aber tatsächlich irgendwann los und besuchten wie üblich das Europa Center und dort Made in Italy sowie den Fashionstoreberlin. Bei Made in Italy gab es zwar tolle Schuhe, die ich liebend gerne gekauft hätte, die jedoch allesamt nur bis Schuhgröße 40 zu haben waren. Die Verkäuferin, der ich mein Leid klagte, konnte mich übrigens sehr gut verstehen, denn auch sie muss auf Schuhgröße 41 lustwandeln. Die arme, verkauft die tollsten Schuhe, und kann sie nicht tragen… Also liebe Einkäufer von Made in Italy, macht Euren Verkäuferinnen und mir eine Freude und kauft bis 41 ein, nicht nur bis 40.

Besser eingekauft haben die Einkäufer vom Fashionstore Berlin. Letztendlich haben wir hier zwar auch nichts gekauft, aber doch eine längere Zeit gebraucht, dieses herauszufinden. Genaugenommen habe eigentlich nur ich versucht, wirklich etwas zu finden. Sheila hat sich lieber die Zeit damit vertrieben, sich vor meiner Umkleidekabine von den Reihen der dort einkaufenden Modelmaße bewundern zu lassen.

Wie gesagt, gefunden haben wir nichts und so stöckelten wir leicht angenervt zurück zum Auto. Dabei kamen wir an irgendeeiem italienischen Restaurant vorbei, an dessen Aussentischen eine ganze Gesellschaft speiste. Einer der dort anwesenden Herren, der uns zuerst erblickte, meinte unser Ankommen mit einem Kickern begleiten zu müssen und wunderte sich vermutlich nicht wenig über die Reaktion, die seine Damen dann zeigten.. Ein echte und absolut ehrliches „Wow“ und einige Komlimente erwartete der Alibikicherer wohl nicht.

Bei uns änderte sich nun aber schlagartig die Laune von leicht angenervt auf nun hungrig.

Essenfassen.!

 

 

Hamburg Un-Schlagbar

Es war mal wieder Zeit, Hamburgs Nachtleben einen Abstecher zukommen zu lassen. Zwar wohne ich hier, aber das letzte mal, als ich tatsächlich hier unterwegs war ist nun schon eine ganze Weile her.

Nun chatte ich schon seit einiger Zeit mit Claudia und wenn man sich nicht mal irgendwann trifft, dann wirds nie etwas, also war dieses Wochenende für ein Treffen angedacht und eines ausgemacht.

UnschlagbarNun kommt Claudia aus der SM-Szene und wir trafen uns somit in der Un-Schlagbar nahe der Reeperbahn, soweit ich weiss ist das auch Svenjas zweites, drittes?? Zuhause.

Nun bin ich ja bekanntlich eher ein Fashion Victim, und bei diesen BDSM, sowie Bondage Geschichten nicht wirklich bedarft. Nun ich weiss natürlich, dass es dort, wie in jeder Subkultur auch hunderte Spielarten gibt, aber bislang war keine wirklich meine.

Also Fetisch in Kleidung sehr gerne. Lack schaut klasse aus, Latex auch, Leder kann sehr nett aussehen, aber alles, was in die BDSM Geschichten geht, dieses Schlagen oder Geschlagen werden, ist nicht so meines. Als Unterwürfige Person bin ich völlig fehl am Platze und auch sonderlich viel Dominanz kann man mir nicht vorwerfen. Das ist dann eher Zickigkeit.

SchlagzeilenDas bedeutet natürlich nicht, dass ich dem Ganzen Ignoranz gegenüberstellen würde. Ich kann nicht verhehlen, ein gewisses Interesse zu haben und auch gut gemachten Bondage Bildern durchaus zugetan bin. Soll heissen dass ich durchaus in den Schlagzeilen gerne blätterte und die Bilder dort mit viel Wohlwollen beachtete. Gerade das sehr auf Gothic aufgemachte Titelbild fand ich sehr großartig. Wobei ich wohl eine der wenigen Leser war, die das Ganze unter „hey das Makeup ist klasse“ Gesichtspunkten angesehen haben 🙂 Fashion Victim eben.

Wir wollten allerdings noch weiterziehen, denn Claudia hatte einen Bekannten, der ein paar Strassen weiter im Foo Club auflegte und ich hatte noch die Unisex Gold Party angeregt. Also verliessen wir diese SM Bar und zogen in Richtung Hamburger Berg.

Transen-Vorabendprogramm Einkaufen und Essen

Vampiria, VaPiano,

Nach dem vorherigen Abend, den wir bis zum Morgengrauen auskosteten, hiess es am morgen ersteinmal AUSSCHLAFEN.

Auch wenn man mir später sagte, dass man bei solch einem Krach kaum hätte schlafen können, mich juckte es nicht, denn wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Zumindest schlief ich so lange, bis Sheila einen Kopf in mein Schlafgemach steckte und zweimal leise Zischte. Störten mich jegliche Geräusche vorher nicht im geringsten, so bewirkten diese beiden Töne doch, dass ich schlagartig die Augen aufschlug und wach war. Ich glaube ich wurde damit aus einer Hypnose aufgeweckt, die mir Sheila den Abend vorher verpasst hatte. – Ja! genauso muss es sein, anders ist das nicht zu erklären.

Nach einem feudalen Frühstück mit Lachs, Rührei und Speck zur späten Mittagszeit mussten wir und langsam beginnen uns aufzutransen, wobei langsam hier das absolut richtige Wort ist. Wir waren l-a-n-g-s-a-m. So langsam, dass wir fertig gestyled erst kurz nach 7 waren. Es braucht eben seine Zeit um ein perfektes Makeup mit perfekter Unterstützung zu erreichen und aus unzähligen Outfits einer riesigen Reisetasche das eine Outfit für einen Shoppingausflug auszuwählen. Also gegen Viertelacht knapp viertel nach 7 fuhren wir endlich los, einkaufen. Genaugenommen fuhren wir umtauschen, denn Sheilas große Liebste hatte für ihre „Freundin“ leider eine Nummer zu klein besorgt. 😉 Das musste geändert werden – und es wurde geändert.

Vampiria

vampiria2.jpgEinige Meter weiter war der Laden Vampiria zu finden, einer dieser typischen Gothic, Rockabilly, Fashionläden, in denen man eigentlich immer irgendetwas findet, meistens zu viel und eigenlich immer zu teuer. Trotzdem geht man immer wieder gerne rein, denn es ist wie Weihnachten.

Haben wolln! Alles!.

Nein, eigentlich suchte ich nur nach einem stinknormalen schwarzen Satin-Taillen-korsett zu einem ordentlichen Preis. Gesucht, gefunden, anprobiert, gekauft. – Zumindest war das der Plan. Das klappte auch ganz gut, bis die eine der beiden Verkäuferinnen meine EC-Karte durch den Kartenleser jagte und mit dem Kopf schüttelte.

Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird nun natürlich denken, dass ich endlich meinen Dispo so weit überschritten habe, dass die Bank weitere Auszahlungen gestoppt hat und jetzt meine Karte mit einer Schere zerstört würde… Das hatte ich offensichtlich schon selber geschafft, denn sie wurde nicht angenommen und Sheila musste mir einen Freundschaftsdienst erweisen und mir bis zur nächsten Bank den Betrag für das Korsett vorschiessen. (Vielen Dank dafür im übrigen). Diesen Freundschaftsdienst quittierten auch die beiden Verkäuferinnen freundlich, doch mit den eindeutig falschen Worten.

Na, da hat er Dir ja einen ganz schönen Freundesdienst erwiesen.

ER ???? !!! ????

Wer ER, auf Sheilas Frage, ob die beiden hier irgendeinen ER sähen, versuchten die beiden sich zwar mit allerlei Worten und Komplimenten herauszulavieren, aber irgendwie war es vergeblich.

Dabei haben die beiden aber auch irgendwie nicht wirklich verstanden, dass es zwar okay ist, wenn man einer Transe ansieht, dass sie keine frau ist und dieses auch in beiderseitigem Einverständnis passiert, man es doch aber so nicht sagen muss. Natürlich sieht man uns an, dass wir keine frauen sind, aber muss man das unbedingt auch durch ein „ER“ kundtun.

Nun, dass es eher die Wortwahl denn die Erkenntnis war, dass wir vor den beiden Mädels nicht als Frauen durchgingen, die uns störte, konnten wir den beiden Mädels nicht recht klarmachen. Trotzdem waren sie nett und freundlich und wir zogen von dannen, um nach dem nürnberger VaPiano vor einigen Wochen nun auch das berliner VaPiano auszuprobieren.

Hier weiss man, was man hat.

Wir brauchten ja eine kleine Stärkung für den weiteren Abend

Shopping in Nürnberg

wie kann man von einem einzigen Event drei Wochen lang zehren? Ich mache es vor mit dem nächsten Artikel der Schlampenfestreise, die ja nun wirklich schon eine ganze Weile her ist.

Was fehlt noch? Das Einkaufen, die Party und the day after.

Kaum in Nürnberg angekommen, führte es uns, na wohin wohl? Na klar Zum Shopping in die große Fußgängerzone von Nürnberg.

Genaugenommen wollte ich eigentlich nur zwei Läden besuchen, nämlich den Gothic, Rocabilly, Lack & Leder whateverladen Undergroundfashion und den wohl kaputtesten Schuhladen in Nürnberg Mandolesi.

polkadots.gifDen Undergroundfashionladen haben wir wirklich schnell gefunden und wir wurden, wie es sich gehört großartig bedient. Ein traumhaftes gepunktetes Pinup-Kleidchen von Lucky13 hatte es mir, wenngleich auch nicht meiner Brieftasche, besonders angetan. Während ich noch über den Preis meckerte und jammerte, dass ich es mir nicht leisten kann, ermunterte mich Sheila, es doch mindestens anzuprobieren. (Die bringt mich noch in den Schuldturm). Leider, oder eigentlich besser so, musste ich aber feststellen, dass ich zu dick bin. …nein genaugenommen war es eigentlich nur mein breites Kreuz, dass verhindert hat, dass dieses jetzt mein Kleid ist.
…schade eigentlich.

Danach stöckelten wir noch bestimmt eine Dreiviertelstunde durch jegliche Läden in der nürnberger Fußgängerzone, ärgerten uns über das dort ausliegende Kopfsteinpflaster und freuten uns über die sehr extravagante Schuhmode vieler Nürnbergerinnen. Sehr löblich.

Da ich leider nicht wusste, wo sich Mandolesi bedindet, verliefen wir uns noch eine ganze Ecke, bis wir ihn endlich fanden. Weder hier, noch sonstirgendwo haben wir allerdings irgendetwas gefunden, was wir dringend hätten haben müssen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

Zwei Transen, und zwar zwei Shopaholics stöckeln stundenlang durch Nürnbergs Innenstadt von einem Laden in den nächsten und und kaufen N I C H T S.
Unglaublich eigentlich.

Danach zog es uns schnell zurück ins Hotel, denn langsam taten die Füße weh. Doch wie dorthinkommen. Für uns bedeutete es sicher 20 weiteren Fußmarschminuten ohne, dass irgendwo ein Taxi aufgetaucht wäre. Statt einem Taxi ist aber eine gesamte Hochzeitsgesellschaft laut Hupend vier !!! Mal an uns vorbeigekurvt. Ich bin mir nicht sicher, ob Nürnberg nur einen Rundkurs hat oder ob die uns dringend nochmal, nochmal und nochmal anschauen wollten…

Irgendwann riefen wir dann tatsächlich ein Taxi, um festzustellen, dass wir bereits so weit gelaufen waren, dass unser Hotel nur ein paar hundert Meter weit entfernt war. Der Weg hat sich für den Taxifahrer sicher nicht gelohnt.