Traue niemals einem Trannygirl

Henriette fragte mich irgendwann mal über den Messenger „Was ist unzuverlässiger als ein Trannygirl“? – Meine Antwort lautete 2 Trannygirls und war richtig. Aber sie sind nicht nur unzuverlässig sondern in bestimmten Situationen auch dreckig, feige und gemein.

Da fragte doch eben im Transtreff-Chat Julie-McMonroe „hey mädels was haltet ihr von dieser Jacke?“ Dazu postete sie einen Ebay Link auf folgende Jacke:

silvester sylvester

Mädel. Mädel, lass Dir gesagt sein, dass man solche Funde bei Ebay nur dann in einen Trannychat einstellt, wenn man sie verkaufen möchte, niemals jedoch, wenn man darüber nachdenkt, sie tatsächlich käuflich zu erwerben. Man muss die Konkurrenz ja nun nicht mutwillig auf Schnäppchen hinweisen. Das verteuert die Sache doch nur und es gibt wieder böses Blut, wenn (ich) auf der nächsten Party mit dieser Jacke aufkreuze 😉
Ich zumindest musste mich eben mit den Worten.

Nein, Zoe, soetwas macht man nicht.

davon abhalten, einen Bookmark zu setzen. Und ich weiß beim besten Willen noch nicht, ob ich auf mich höre.

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Einkaufen in Berlin

Berlin III
Berlin ist mehr ein Weltteil als eine Stadt.
Jean Paul (1763 – 1825)
Was täte ich ohne mein Weblog? Nun manchmal täte ich garnichts, zum Beispiel am letzten Wochenende. Stattdessen bin ich nach Berlin gefahren. Schon komisch. Es sind gerade mal 280 Kilometer in die Hauptstadt und ich habe 29 Jahre gebraucht dort einmal hinzufahren. Knapp einen Monat später war ich schon wieder da.Und was hat das mit meinem Blog zu tun? …kurz ausholen: Vor knapp einem Monat war ich in Berlin zur Irrenhouse-Party und war ziemlich begeistert. Dazu schrieb ich einen (garnicht mal so) kleinen Beitrag in meinem Blog und war gedanklich schon darauf eingestellt, diese Party mal wieder zu besuchen…. Vorzugsweise eben am letzten Wochenende, da diese Party speziell zu werden versprach.

4 Jahre Irrenhouse – 5 Jahre Nina Queer

das klang wirklich gut. Leider sah es jedoch etwas Mau mit Begleitung aus. Alle weg oder im Stress. Nun kurz nach diesem Beitrag erhielt ich eine E-mail von Pricilla, die mir schrieb, wie sie nach Berlin und in diesen Club kam und dann in Berlin blieb. Zudem lud sie mich ein, wenn ich mal nach Berlin kommen wollte, bei ihr unterzukommen. Eine gute Gelegenheit dachte ich mir und sagte zu…. Naja nicht sofort, aber letztendlich sagte ich dann zu.

Zwischenruf
ich sehe gerade, dass Pricilla seit heute ein Weblog hat. Myblog sei dank. Im Moment schießen die Trannyblogs wie Pilze aus dem Boden. da gibt es die Blog-omas Aurisa (Mai 2003), Vivian (Aug 2003), dann kam ich irgendwann in 2004, es folgten Sarah-Maria (Juli 2004) (ja, ich zähle das als Blogcharakter), und Donna (Juni2005) vor knapp zwei Monaten, nun wie oben schon beschrieben Pricilla. Annabelle und Annika, würden gerne Bloggen, wenn sie ein Blog hätten…. Es scheint sich eine Trannyblogsphere zu entwickeln.. Sehr gut diese Entwicklung.
Zwischenruf ende

Naja, zurück zum eigentlichen Thema. Berlin. Ich sagte also zu, nicht jedoch ohne ein paar Auskünfte einzuholen, wen ich denn da besuchen würde. (jaja die Vorsicht und die Porzellankiste eben – immerhin kannte ich Pricilla bisdato nicht). Nun die Auskünfte waren so, dass ich sagte „Okay, wage ich es also“. Flugs Hamburg > Berlin , Berlin > Hamburg in die Mitfahrzentrale eingegeben. Mitfahrer eingesammelt und ab auf die Autobahn. Irgendwann gegen 23 Uhr Freitag Abend bin ich dann angekommen.Pricilla hat ein traumhaftes, riesiges Loft direkt an der Spree und für mich war ein nettes kleines Gästezimmer hergerichtet. 23 Uhr war etwas spät zum rumtransen, also unterhielten wir uns über Gott, die Welt, Suchmaschinen, Politik und sicher noch einiges mehr – wirklich nett.Am nächsten Morgen oder eher Mittag wollten wir dann gedressed einkaufen gehen. Also sind wir mit ihrem alten MG offen in die Stadt, haben ersteinmal bei Balzac gefrühstückt um dann eine ausgedehnte Shoppingtour zu machen.

Zwischenruf
hab ich doch neulig gemäkelt, dass mich in der Disco niemand beachtet hat, so hat es in Berlin am Tage auch kaum jemand. Es scheint also normal zu sein und wird somit in meinem Blog ab jetzt nur noch Beachtung finden, wenn es grob anders ist
zwischenruf ende

Die allererste Station war eine Bank, damit ich etwas geld holen konnte. Die Karte in den Schlitz bei der Bank gesteckt, aber nichts tat sich. Weder wurde die Karte ganz eingezogen, noch kam sie wieder raus, noch hat sich die Tür geöffnet. So ein Mist. Leider war die Karte so weit drin‘ dass weder Pricilla noch ich mit unseren langen Fingernägeln etwas ausrichten konnten. Geholfen hat dann eine Frau hinter uns (mit ihren kurzen Fingernägeln ) Die Tür öffnete sich dann doch noch und der Einkauf konnte beginnenAls erstes führte mich Pricilla in einen Fashionstore „gut und günstig“ sollte es sein. Stimmte. Wie an meinem beseelten Lächeln sichtbar hab ich etwas gekauft und zwar zwei Röcke und ein Kleid. Super-nett auch die Verkäuferin, die sich entschuldigte, dass leider nur Ware gegen Ware umgetauscht werden könnte. Ich hatte es jedoch anprobiert und erwiderte, dass ich nicht daran denke, das umzutauschen Nächste Station war ein Cocktail direkt vor diesem Laden. Das war ein Fehler, denn während dem Schlürfen überlegte ich mir, dass das eine Kleid, welches ich doch nicht gekauft hatte doch eigentlich wirklich schön war…. Also wieder rein und mit einem weiteren Kleid heraus… Eigentlich war damit mein Budget damit ausgereizt – so dachte ich zumindest…

Der Fehler war, dass wir weitergingen und uns der weg nach ein paar Minuten zu einem Schuhladen führte. nein ausgerechnet Schuhe…. Natürlich zog es mich magisch herein, natürlich fand ich auch ein paar Schuhe, die mir wirklich gefielen (also genaugenommen fand ich viele verschiedene Paare, die mir gefielen) aber gekauft habe ich eben nur ein Paar Schuhe.Witzig war der Verkäufer, der gerade als ich die Schuhe anprobierte einer Kundin etwas über die „orthopädische Höhe“ von Schuhen erzählte. ..das wäre die orthopädische Höhe und man sollte nicht auf flacheren Schuhen laufen. Männer hätten immer probleme, da sie ja nie Absätze trügen… Auf meine Frage, ob Männer dieses wirklich nie täten, antwortete er nicht. Ich weiß nicht, ob er mich ignorierte oder es einfach nicht gehört hat, aber vermutlich war er gerade im Verkaufsgespräch vertieft. Nun ich zahlte mit Karte und wir verließen den Laden um einige zehn Meter schon in den nächsten zu gehen.Das meine Karte zu dem Zeitpunkt noch im Gerät steckte hab ich allerdings erst gemerkt, als mich eine Dame ansprach und mir meine Karte mit den Worten „sonst ist Euer Einkauf jetzt beendet *grinz*“ zurückgab…. puuh Nächste Station war die Galeries-lafayette, die mir aber eindeutig zu teuer war. Ein wenig witzig waren die zwei Jungs und das eine Mädel hinter uns auf der Rolltreppe „tuschesl tuschel, Transen…beide.. tuschel“ das Mädel meinte dann „tuschel tuschel ist ja auch gemein, wir können Hosen anziehen aber Männer… tuschel tuschel“ Jaja ich hab gute Ohren und höre fast alles.Naja, wir beendeten den Einkauf hier und gingen zurück zum Auto und fuhren dann offen in Richtung Kudamm. Dort war gerade Straßenfest und wir mussten dort auch noch in verschiedenste Geschäfte. (Ich bin das Risiko eingegangen und hab die neuen Schuhe ein wenig eingelaufen. Naja, wir liefen ziemlich viel. Von einem Geschäft in das nächste. …Es folte unter Anderem ein weiterer Schuhladen und somit auch ein weiteres Paar Schuhe „HILFEEEE ich bin Kaufsüchtig“ später sagte ich mir dann. „Fertig ende aus, ich kaufe garnichts mehr“ Wir gingen noch ein wenig weiter.Auf dem Straßenfest waren auch ein paar Händler mit Perücken und ich habe tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, eine anzuprobieren, nur um die Reaktion der Leute zu sehen, wenn mal jemand die Perücke nicht einfach überzieht, sondern eine ebensolche abnimmt um eine andere aufzusetzen. Ich glaube einige würden ganz schön doof schauen.Apropos doof schauen an einem Stand haben wir dann noch ein Wurst gegessen und uns noch eine ganze Weile dort rumgestrieben. Ganz schön doof hat uns da eine nicht ganz junge Frau angeschaut, die den Blick nicht von uns lassen konnte. Mich juckte es in der zunge, sie rauszustrecken aber meine gute Erziehung verbat mir das. Leider hab ich dann aber auch unterlassen, sie anzusprechen und nach dem Grund ihres Interesses zu fragen. Wer weiß, vielleicht hatte ich ja eine Laufmasche oder so ;-)Naja, wir gingen dann aber zurück zum Auto und fuhren heim. Übrigens taten mittlerweile meine Füße ganz schön weh. Mannomann warum tuen wir uns das eigentlich immer wieder an????

Zur Party komme ich die nächsten Tage, also schaut mal wieder herein.

 

 

passende Beiträge:
Irrenhouse Berlin
4 Jahre Irrenhouse – 5 Jahre Nina Queer
Pricilla

 

 

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Besuch beim Schneider

Schneider
Wo der Kunde nicht von der Stange kauft, ist der Schneider aus dem Schneider.
© Werner Mitsch (*1936)
Mein Blog wird, glaube ich, immer mehr von einem Trannyblog zu einem Fashion-Blog. Na egal. Solange es Zoe’s Fashion ist.

In Hamburg gibt es einmal im Monat den Hip-Cat-Club, eine großartige Party im Nachtasyl über dem Thalia Theater. Dort werden nur 60er Jahre Klassiker und Perlen gespielt. Ich habe bisher jedes Mal nicht mehr als 4-5 Lieder gekannt. Trotzdem ist es großartig und extrem tanzbar. Großartig ist auch das Publikum, Lurex-Minikleider, Cordjackets, geblümte Tops oder auch mal ein Pilzkopf. 60er Jahre, wie es leist und lebt.

Ich habe mir fest vorgenommen irgendwann mal als Zoe dort hinzugehen. daher hab ich mal wieder bei Ebay zugeschlagen.


Dieses rote 60er Kleid ist nun meines. Gekauft und schnell zugesandt bekommen. Das ging wirklich fix. Heute Morgen kam das Paket bei mir an. Kurz anprobiert und feststellen müssen……“Hmmmmm passend… aber irgendwie… nicht das Wahre.“Irgendwie ist es immer so:Oben zu eng – unten passend oder
Oben passend – unten zu weit.achja und viel zu lang war es auch. Wennschon, dann bitte in Mini Ich weiß nicht, irgendwie bekomme ich mehr und mehr das Gefühl, als würde Damenkleidung nicht für uns Trannies gemacht. Kann das etwa sein????Egal. Kleid, BH und Brüste eingesackt und die nächste Änderungsschneiderei aufgesucht (eine Afghanische). Als ich sagte, dass dieses Kleid enger und kürzer müsste, dieses bis morgen und zwar so, dass ICH dort reinpassen würde, meinte der Schneider (etwa 30 jahre) „Ein Glück, dass mein Vater nicht da, ist, sonst müsste ich ihm das wieder erklären“… das würde er aber bis 18:00 morgen hinbekommen. Nun stand ich da als Mann im Kleid beim Abstecken und fühlte mich ziemlich lächerlich… Makeup und Perücke machen einfach so viel her. Unglaublich!!.Ich hoffe nur, dass ich morgen mit meinem Oberkörper durch den engen Rock komme. Ich bin gespannt. Aber hier haben wir Trannies einen nicht unerhebnlichen Vorteil. Wir können erst in das Kleid einsteigen und dann die Oberweite dazunehmen. …Update
Am nächsten tag um 18:00 stehe ich beim Schneider auf der Matte. (Nur der Vater da). Naja, dann fällt anprobieren eben flach. Ich gebe meinen Zettel ab und der Schneider verschwindet nach hinten… Kurze Zeit später mußte ich mein Kleid identifizieren. „Dieses hier…. es ist aber noch nicht geändert worden…. es wird aber heute noch benötigt“Der Schneider hat dann zwar um 18:00 mit dem Einkaufzentrum geschlossen, mir aber um 18:45 an der Tür das geänderte Kleid übergeben. Sehr nett.

Es passt jetzt übrigens ganz hervorragend.