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Imelday May auf dem Rock’n'Roll Allnighter

Imelday May auf dem Rock’n'Roll Allnighter wurde am Mai.09, 2010, gepostet


Imelday May in Berlin

Imelda May @ berlin

Am Wochenenende stand Berlin im Rock’n'Roll. Zum einen fand im Roadrunners Paradise eine neue Ausgabe der Hot Rod Decadence statt, zum anderen gab es aber im Palaus am Funkturm einen Rock’n'Roll Allnighter, auf dem neben eher komisch anmutenden Bands wie den Teach Toya und Ulli und den grauen Zellen aber auch wirklich gute Bands wie den Cool Cats, den Hamburgern Boppin’ B auftraten – und vor allem eben Imelda May.

Es war eine seltsame Veranstaltung, dieser Rock’n'Roll Allnighter im Palais am Funkturm. Man konnte sich vorstellen, dass sich dort in den letzten 40 Jahren vor allem eines verändert hat – das Alter des Publikums. Das Gebäude, die Ballartige Anordnung der Tische, das Ambiente. Alles zusammen war sehr Oldscool. Altmodisch konnte man es auch nennen.

Rock N Roll Berlin

Als wir in die riesenhohe Vorhalle des Palais eintraten, mühte sich die Newcomerin Peggy Sugarhill gerade gegen die unglaublich schlechten Akustikverhältnisse dieser Vorhalle ab. Wenn man sich nicht gerade vor der kleinen Bühne aufhielt, brachte diese Halle leider nur einen unhörbaren Soundbrei zustande. Schade für die Bands und Künstler, die dort vorne spielten… Wenngleich ich auch nicht mehr allzuviel von Peggy Sugarhill mitbekommen habe, so hat das doch ausgereicht, ihr einen bessere Akustik zu wünschen.

Peggy Sugarhill Zoe Delay Sheila Wolf

Eine bessere Akustik gab es dann tatsächlich im großen Saal des Palais, in dem sich eine ganze Zeit die Cool Cats nicht sonderlich abmühen mussten, das toch tanzaffine Publikum zum tanzen zu bringen. Es war schön, anzusehen, wie die Petticoats und Tellerröcke durch den Saal drehten. Dabei bin ich ziemlich sicher, dass ich diese beiden schon mindestens drei Mal in meinem Blog vertreten hatte. Immer wieder großartig anzuschauen, wenn sie Gas geben.

Rockabilly Berlin

Eigentlich wartete der größte Teil des Publikums allerdings auf Imelda May, die sich zwar etwas verspätete, aber dann etwa 45 Minuten das Publikum begeisterte. Auch wenn sie offensichtlich ein etwas anderes Ambiete und Publikum erwartet hatte, liess sie sich nichts anmerken und zog den Auftritt mit einem Lächeln durch.

Imelda May

Das Publikum dankte es mit viel Applaus und hing an ihren Lippen. Tolle Musik und eine tolle Stimme, die an diesem Abend allerdings zum großen Teil hinter ihrer Band zurückstecken musste, die doch vergleichsweise laut abgemischt wurde. Das allerdings tat dem Erlebnis keinen Abbruch, denn es war ein großer Spaß und ihre Band war wirklich gut, professionell und unterstützte sie bestens.

Während vorne das Publikum an ihren Lippen klebte, wurde hinten getanzt und wurden wieder Petticoats und Tellerröcke geschwungen. Dabei zeigte sich allerdings eine Alterskluft, denn als Imelda May auftrat fand sich an der Bühne eher die jüngere Hälfte des Publikums, das ältere zog sich derweil an die langen Tische oder in den Vorraum zurück, also dorthin, wo das jüngere Publikum zum großen Teil während der anderen Bands verweilte. Sei es drum. Imelda May war ziemlich klasse.

DSC01672

Nach dem Auftritt wollten wir uns dann aber die folgenden Bands nicht mehr geben, denn wir wollten auf dem schnellsten weg – soll heissen über den Umweg zu Janka – in Richtung Roadrunners Paradise fahren um dort unseren persönlichen Rock’n'Roll Allnighter nach Imelda May mit dem Ray Collins Hot Club zu vervollständigen.

Dummerweise war die Hot Rod Decadence so gut besucht, dass man uns – und viele andere – leider abweisen musste. Es gab -nichteinmal für Sheila – die Möglichkeit, uns hereinzuquatschen, also blieb uns nur, an den ganzen großartigen pre 60 classic Cars vorbeizustöckeln und in meinen absolut nicht großartigen Seat Ibiza einzusteigen um zum Goya und somit wieder einmal in Berlins Westen zu fahren.

imelda may bilder

Palais An Funkturm (Westen)
Roadrunners Paradise (Osten)
Goya (Westen)…

Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass ich an diesem Abend die lange nicht mehr sichtbare innerberliner Grenze überschritt… Aber dazu morgen mehr.

zoe delay drag queen



Berlin bei Nacht

Berlin bei Nacht wurde am Jan.23, 2007, gepostet


Samstag Abend hatte ich eine nicht-transistische sondern berufliche Veranstaltung in Berlin. Was lag also ferner, als sich mal wieder nach Berlin zu begeben und natürlich auch den Freitag ranzuhängen um in Berlin abzuhängen.

Da sich mein Arbeitgeber großzügig an Fahrt- und Übernachtungskosten beteiligte, brauchte ich mich dieses Mal nichteinmal um eine günstige Unterkunft umsehen. Großartig!

Kurz nach Arbeitsschluss habe ich also am Hamburger Hauptbahnhof drei Mitfahrer eingesammelt, die allesamt kein Vertrauen in die “es-weht-ein-wenig-daher-fahren-wir-nicht-mehr-deutsche-Bahn” hatten oder die zumindest keine Lust hatten, sich in Berlin im Führer-Monumentalhauptbahnhof von Stahlträgern erschlagen zu lassen, und ab ging es nach Berlin.

Es wäre ja zu schön gewesen, eine Fahrt einfach mal so zu machen, aber nein, trotz häufiger Fahrten verfuhr ich mich… Ich wollte zum Alexanderplatz und fuhr stattdessen Tegel ab. … Ich musste also durch die gesamte Stadt fahren. Eigentlich hatte ich Angst, dass in Berlin bei Nacht alle Straßen und Katzen seien und ich mich so heillos verfahren würde, aber es klappte erstaunlich gut. Langsam kenne ich mich aus in Berlin. Ich konnte sogar noch mit kürzlich erworbenem Wissen glänzen.

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Bild in CC by Nico78

Das ist der Berliner Funkturm, der sieht nicht nur aus, wie ein Eifelturm light, sondern wurde auch vom gleichen Architekten, gebaut, nicht zu verwechseln mit dem Alex, das war der Ost-Turm damals. Und da fahren wir jetzt hin.

Ja, da hat mich die Sheila Wissen für Touris eingetrichtert. Wir kamen dann noch am Oranjenburger Schloss, am Brandenburger Tor, an Klein-Manhattan am Potsdamer Platz vorbei, durchquerten den Tierpark bis wir endlich am Alex ankamen und ich alle rausschmeißen konnte

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bild in CC by mvongrue

Nett, wie ich bin habe ich diese Stadtrundfahrt nichteinmal extra berechnet.

Mein erster Weg in Berlin führte mich dann in eines der beiden Internetcafes meines Vertrauens in Berlin um zu schauen, wo ich den hinmüsse. (Die Adresse und Telefonnummer lagen warm, trocken und ungebraucht in Hamburg auf meinem Schreibtisch) Aber ich bin ja flexibel, was das angeht.

Gefunden, ausgedruckt, Sheila angerufen und die Adresse genannt und von neuem losgedüst.

Etwa 23:30 kam ich dann an in der Wohnung. Suuper. 35 Euro, sechster Stock, Blick über Berlin mit einer 80 m² Dachterrasse. (Wenn ich mal eine Sommerparty feiern möchte, dann miete ich diese Wohnung) :)

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Was der Fernsehturm in mir macht, weiss ich leider auch nicht.

Kaum war ich angekommen klingelte Sheila auch schon und ich musste mich gefechtsmäßig aufstylen. (immer dieser Stress). Duschen, Stylen, Laufmasche in Strumpfhose ziehen, fluchen, neue anziehen, Fotos machen und und und.. All das dauert eben seine Zeit und Sheila musste sich/uns mehrfach am Telefon erklären, warum wir nicht schon los seien…..Wir machten einfach meinem Namen alle Ehre und kamen viel zu spät ins Haus B los.

So what. Hat irgendwer etwas anderes erwartet

berlin_night.jpg
Hat etwas, diese Aussicht, oder?





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