4 Jahre Irrenhaus – 5 Jahre Nina Queer

Irrenhouse
Im Irrenhaus ist Wahnsinn normal.
© Andrzej Majewski (*1966)

Herr Majewski, scheint den Geburtstagsclub, das Irrenhouse und Nina Queer zu kennen. Denn mal ganz ehrlich das hier ist Wahnsinn par excellence – und es ist im Irrenhouse ziemlich normal. Zumindest interessiert es keinen, auch wenn sich matürlich manch einer fragt. „was zu Teufel ist das?“

Ich war also nach Berlin gekommen um Party machen, der Abend sollte witzig werden aber ersteinmal taten mir vom langen Einkausbummel meine Füße weh. Würden diese Füße noch einen Abend mit Absätzen durchhalten? Egal, wird schon irgendwie gehen. Ersteinmal ein paar Stunden hinlegen, da ich etwas von der Woche kaputt war und nicht um halb eins schlappmachen wollte. Als ich dann später irgendwann aufwachte, mußte ich leider feststellen, dass nicht mehr eitel Sonnenschein, sondern nun Regenwetter angesagt war (Wetter / nicht Stimmung). Regenwetter, da hätte ich ja auch in Hamburg bleiben können Egal. Eigentlich war es auch gut, denn bisher kannte ich Berlin nur bei Sonne und besten Temperaturen. Und Berlin bei Regen ist genauso langweilig wie Hamburg bei Regen. Langsam ans Fertigmachen denken… Was soll ich nur anziehen? Das mitgenommene rote Kleid oder eher das neue schwarze Kleid? Egal, da ich eh vorhatte ein Rot/Antrazites Augenmakeup zu pinseln, ääh malen ääh auftragen (was sagt man dazu?), konnte diese Entscheidung noch warten. …Naja ganz in meinem Innersten hatte ich mich eh schon entschieden. – Ich wäre wohl kaum Zoe, wenn ich mich gegen das neue und für das bereits schon mal getragene Kleid entschieden hätte, das zudem auch noch länger ist.

Also das neue schwarze. Ich kann mich dabei kaum daran erinnern, dass ich mich einmal tatsächlich einmal so augenscheinlich ohne Zeitnot fertig gemacht habe, daher war ich am Ende auch mit meinem Aussehen wirklich zufrieden. Leider hab ich dieses mal mein doppelseitige Klebeband vergessen und musst so meine Nägel direkt angeklebt lackieren.

Zoe’s Tip No. 1
doppelseitiges Klebeband eignet sich hervorragend um Nägel zu lackieren, ohne, dass sie angefasst werden müssen. Doppelseitiges Klebeband auf die Fingerspitzen und dann lackieren. Hervorragend eignen sich die kleinen doppelseitigen pads, die für Fotoalben gedacht sind. Diese kleben nicht so stark und man benötigt keine Schere
Zoe’s Tip No. 1 – ende

grummel soetwas geht bei mir zumeist schief, aber dieses Mal hatte ich viel Zeit und hab sie mir genommen… Perfekt.Um meine bereits geschundenen Füßchen zu schonen lief ich dann übrigens voll gestyled, mit kurzem schwarzen Kleidchen, langen Fingernägeln in goleicher Farbe wie dem Lippenstift und — weißen Turnschuhen — rum. Was für ein Stilbruch, aber außer dem Pizzaboten und Pricilla sah mich ja so keiner. BTW. diese Pizza war die schlechteste Pizza, die ich je gegessen habe. Schlechter als eine billige Tiefkühlpizza und nur etwas wärmer wie eine ebensolche vor dem Auftauen.

Irgendwann war dann die Zeit gekommen, loszufahren. Da es nun regnete, war kar, daß wir nicht offen fahren würden… Man will ja nicht im Nassen sitzen……

Leider hatten wir am Nachmittag vergessen, das Dach richtig zu schließen. Somit saßen wir trotzdem im zumindest feuchten und das nun feuchte Dach zu schließen, kostete viel Mühe und bestimmt eine Viertelstunde. Gut gut, egal. Das Auto bei der schwester abgegeben und für den letzten Weg zum Irrenhouse eine Taxe gesucht.

Die Party
Auch dieses Mal brauchten wir keinen Eintritt zu zahlen, und auch dieses Mal waren nur „wirklich hochwertige“ Mädels anwesend. Es muss doch hunderte Transen in Berlin geben, warum treiben sich dort nur so wenige rum?

Egal: Beispiele dazu: Hier und Hier und Hier und Hier und Hier und Hier… Es waren noch einige Mädels mehr da. Pricilla sprach davon, dass bis auf wenige Ausnahmen alle da waren, die sie so in Berlin kennen würde. In der Tat war der Faktor normaler Gäste pro Transe dieses Mal geringer als das letzte Mal. Es haben also alle Ihre Aufwartung für 5 Jahre Nina Queer und 4 Jahre Irrenhouse gemacht.

Es waren aber nicht nur mehr Transen generell da sondern auch mehr auf der Showbühne. Das Programm begann mit einer Dragqueen, deren Namen ich leider vergessen habe. Sie war auf Heels und mit riesiger Frisur locker 2,50 und wurde von :Nina Queer: mit den Worten „Lange Zuckerwatte mit Gesicht“ angekündigt.

Gefolgt wurde sie von Ades Zabel, die in Berlin scheinbar jedem bekannt ist, mir aber bisdato leider vollkommen unbekannt war. Man war zumindest verwundert, als ich gestand, sie nicht zu kennen… (Ich wiederum war etwas verwundert, als ich :Ades Zabel: eine Woche später beim 10 Jährigen Quatsch Comedy Jubiläum sah… Scheinbar ist die Dame nicht nur ein Berliner Original, sondern Kabarettinstin und eine der besten Drag-Djanes. Wow.

Danach wurde es wieder extrem trashig mit Bardame Anna Bar die als „Hobby Star“ angepriesen wurde. Es ging trashig weiter, als :Gloria Viagra:, ebenfalls locker 2,50 Meter, zu ihrem Song eine Bauchtanzpersiflage aufführte. Der Trashhöhepunkt war aber eindeutig Tatjana, die in ihrem Song „Rache an Edi“ eine ebensolche nahm. Dieser Song war 50er-jahre style, jedoch von wilden Punkteilen durchsetzt, die sich auf häufige Wiederholung der Wörte „Ich fick dich durch, ich fick Dich fick Dich,“ beschränkten. dabei wurde es einer Eduard Stoiber-Puppe nach allen Regeln der Kunst besorgt

Glamouröser war hingegen wieder Stella de Stroy, die eigentlich nur 3:20 hätte singen? Lippen bewegen? performen? hätte dürfen. Wie sagte Nina Queer noch? „Der DJ soll wie abgesprochen nach 3:20 abwürgen, da ich die Alte länger nicht aushalte“

Absolutes Highlite war aber die Gastgeberin, die ersteinmal erklärte, dass Transen mit 5 geschlechtsreif sind und dann als Daliah Lavi „Ein Schiff wir kommen“ zum Besten gab, als Mädchen von Piräus Nacht für Nacht am Hafen stand und sich dabei in einem Gummiboot durch die Menge tragen ließ Extrem Crazy.


ein besseres Bild gabs diesmal von mir nicht.

Interessant war die Gegebenheit, als sich Pricilla sich mit einem Mädel unterhielt, das ich natürlich nicht kannte und da ich nunmal außerhalb meines Bekanntenkreis war überlegte ich auch nicht, ob ich sie überhaupt kennen könnte. Das änderte sich schlagartig, als sie sagte, dass ich Ihr bekannt vorkommen würde. *denk* *denk* *denk* Du bist Dani, oder? Sie war es, und sie schaut wirklich toll aus. Dani verabschiedete sich vielleicht gegen drei, aber wir blieben noch bis 6 im Irrenhouse. Tolle Party 🙂

Einkaufen in Berlin

Berlin III
Berlin ist mehr ein Weltteil als eine Stadt.
Jean Paul (1763 – 1825)
Was täte ich ohne mein Weblog? Nun manchmal täte ich garnichts, zum Beispiel am letzten Wochenende. Stattdessen bin ich nach Berlin gefahren. Schon komisch. Es sind gerade mal 280 Kilometer in die Hauptstadt und ich habe 29 Jahre gebraucht dort einmal hinzufahren. Knapp einen Monat später war ich schon wieder da.Und was hat das mit meinem Blog zu tun? …kurz ausholen: Vor knapp einem Monat war ich in Berlin zur Irrenhouse-Party und war ziemlich begeistert. Dazu schrieb ich einen (garnicht mal so) kleinen Beitrag in meinem Blog und war gedanklich schon darauf eingestellt, diese Party mal wieder zu besuchen…. Vorzugsweise eben am letzten Wochenende, da diese Party speziell zu werden versprach.

4 Jahre Irrenhouse – 5 Jahre Nina Queer

das klang wirklich gut. Leider sah es jedoch etwas Mau mit Begleitung aus. Alle weg oder im Stress. Nun kurz nach diesem Beitrag erhielt ich eine E-mail von Pricilla, die mir schrieb, wie sie nach Berlin und in diesen Club kam und dann in Berlin blieb. Zudem lud sie mich ein, wenn ich mal nach Berlin kommen wollte, bei ihr unterzukommen. Eine gute Gelegenheit dachte ich mir und sagte zu…. Naja nicht sofort, aber letztendlich sagte ich dann zu.

Zwischenruf
ich sehe gerade, dass Pricilla seit heute ein Weblog hat. Myblog sei dank. Im Moment schießen die Trannyblogs wie Pilze aus dem Boden. da gibt es die Blog-omas Aurisa (Mai 2003), Vivian (Aug 2003), dann kam ich irgendwann in 2004, es folgten Sarah-Maria (Juli 2004) (ja, ich zähle das als Blogcharakter), und Donna (Juni2005) vor knapp zwei Monaten, nun wie oben schon beschrieben Pricilla. Annabelle und Annika, würden gerne Bloggen, wenn sie ein Blog hätten…. Es scheint sich eine Trannyblogsphere zu entwickeln.. Sehr gut diese Entwicklung.
Zwischenruf ende

Naja, zurück zum eigentlichen Thema. Berlin. Ich sagte also zu, nicht jedoch ohne ein paar Auskünfte einzuholen, wen ich denn da besuchen würde. (jaja die Vorsicht und die Porzellankiste eben – immerhin kannte ich Pricilla bisdato nicht). Nun die Auskünfte waren so, dass ich sagte „Okay, wage ich es also“. Flugs Hamburg > Berlin , Berlin > Hamburg in die Mitfahrzentrale eingegeben. Mitfahrer eingesammelt und ab auf die Autobahn. Irgendwann gegen 23 Uhr Freitag Abend bin ich dann angekommen.Pricilla hat ein traumhaftes, riesiges Loft direkt an der Spree und für mich war ein nettes kleines Gästezimmer hergerichtet. 23 Uhr war etwas spät zum rumtransen, also unterhielten wir uns über Gott, die Welt, Suchmaschinen, Politik und sicher noch einiges mehr – wirklich nett.Am nächsten Morgen oder eher Mittag wollten wir dann gedressed einkaufen gehen. Also sind wir mit ihrem alten MG offen in die Stadt, haben ersteinmal bei Balzac gefrühstückt um dann eine ausgedehnte Shoppingtour zu machen.

Zwischenruf
hab ich doch neulig gemäkelt, dass mich in der Disco niemand beachtet hat, so hat es in Berlin am Tage auch kaum jemand. Es scheint also normal zu sein und wird somit in meinem Blog ab jetzt nur noch Beachtung finden, wenn es grob anders ist
zwischenruf ende

Die allererste Station war eine Bank, damit ich etwas geld holen konnte. Die Karte in den Schlitz bei der Bank gesteckt, aber nichts tat sich. Weder wurde die Karte ganz eingezogen, noch kam sie wieder raus, noch hat sich die Tür geöffnet. So ein Mist. Leider war die Karte so weit drin‘ dass weder Pricilla noch ich mit unseren langen Fingernägeln etwas ausrichten konnten. Geholfen hat dann eine Frau hinter uns (mit ihren kurzen Fingernägeln ) Die Tür öffnete sich dann doch noch und der Einkauf konnte beginnenAls erstes führte mich Pricilla in einen Fashionstore „gut und günstig“ sollte es sein. Stimmte. Wie an meinem beseelten Lächeln sichtbar hab ich etwas gekauft und zwar zwei Röcke und ein Kleid. Super-nett auch die Verkäuferin, die sich entschuldigte, dass leider nur Ware gegen Ware umgetauscht werden könnte. Ich hatte es jedoch anprobiert und erwiderte, dass ich nicht daran denke, das umzutauschen Nächste Station war ein Cocktail direkt vor diesem Laden. Das war ein Fehler, denn während dem Schlürfen überlegte ich mir, dass das eine Kleid, welches ich doch nicht gekauft hatte doch eigentlich wirklich schön war…. Also wieder rein und mit einem weiteren Kleid heraus… Eigentlich war damit mein Budget damit ausgereizt – so dachte ich zumindest…

Der Fehler war, dass wir weitergingen und uns der weg nach ein paar Minuten zu einem Schuhladen führte. nein ausgerechnet Schuhe…. Natürlich zog es mich magisch herein, natürlich fand ich auch ein paar Schuhe, die mir wirklich gefielen (also genaugenommen fand ich viele verschiedene Paare, die mir gefielen) aber gekauft habe ich eben nur ein Paar Schuhe.Witzig war der Verkäufer, der gerade als ich die Schuhe anprobierte einer Kundin etwas über die „orthopädische Höhe“ von Schuhen erzählte. ..das wäre die orthopädische Höhe und man sollte nicht auf flacheren Schuhen laufen. Männer hätten immer probleme, da sie ja nie Absätze trügen… Auf meine Frage, ob Männer dieses wirklich nie täten, antwortete er nicht. Ich weiß nicht, ob er mich ignorierte oder es einfach nicht gehört hat, aber vermutlich war er gerade im Verkaufsgespräch vertieft. Nun ich zahlte mit Karte und wir verließen den Laden um einige zehn Meter schon in den nächsten zu gehen.Das meine Karte zu dem Zeitpunkt noch im Gerät steckte hab ich allerdings erst gemerkt, als mich eine Dame ansprach und mir meine Karte mit den Worten „sonst ist Euer Einkauf jetzt beendet *grinz*“ zurückgab…. puuh Nächste Station war die Galeries-lafayette, die mir aber eindeutig zu teuer war. Ein wenig witzig waren die zwei Jungs und das eine Mädel hinter uns auf der Rolltreppe „tuschesl tuschel, Transen…beide.. tuschel“ das Mädel meinte dann „tuschel tuschel ist ja auch gemein, wir können Hosen anziehen aber Männer… tuschel tuschel“ Jaja ich hab gute Ohren und höre fast alles.Naja, wir beendeten den Einkauf hier und gingen zurück zum Auto und fuhren dann offen in Richtung Kudamm. Dort war gerade Straßenfest und wir mussten dort auch noch in verschiedenste Geschäfte. (Ich bin das Risiko eingegangen und hab die neuen Schuhe ein wenig eingelaufen. Naja, wir liefen ziemlich viel. Von einem Geschäft in das nächste. …Es folte unter Anderem ein weiterer Schuhladen und somit auch ein weiteres Paar Schuhe „HILFEEEE ich bin Kaufsüchtig“ später sagte ich mir dann. „Fertig ende aus, ich kaufe garnichts mehr“ Wir gingen noch ein wenig weiter.Auf dem Straßenfest waren auch ein paar Händler mit Perücken und ich habe tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, eine anzuprobieren, nur um die Reaktion der Leute zu sehen, wenn mal jemand die Perücke nicht einfach überzieht, sondern eine ebensolche abnimmt um eine andere aufzusetzen. Ich glaube einige würden ganz schön doof schauen.Apropos doof schauen an einem Stand haben wir dann noch ein Wurst gegessen und uns noch eine ganze Weile dort rumgestrieben. Ganz schön doof hat uns da eine nicht ganz junge Frau angeschaut, die den Blick nicht von uns lassen konnte. Mich juckte es in der zunge, sie rauszustrecken aber meine gute Erziehung verbat mir das. Leider hab ich dann aber auch unterlassen, sie anzusprechen und nach dem Grund ihres Interesses zu fragen. Wer weiß, vielleicht hatte ich ja eine Laufmasche oder so ;-)Naja, wir gingen dann aber zurück zum Auto und fuhren heim. Übrigens taten mittlerweile meine Füße ganz schön weh. Mannomann warum tuen wir uns das eigentlich immer wieder an????

Zur Party komme ich die nächsten Tage, also schaut mal wieder herein.

 

 

passende Beiträge:
Irrenhouse Berlin
4 Jahre Irrenhouse – 5 Jahre Nina Queer
Pricilla

 

 

Diese Seite wurde mit folgenden Suchen gefunden:

Irrenhouse Party

Irrenhouse
„¾Der Mensch ist permanent verrückt, und wenn er es merkt, landet er im Irrenhouse“¦““
© Elmar Kupke (*1942),

Ich muss gestehen, dass ich Herrn Kupke ein wenig Unrecht tue, wenn ich sein Zitat so abändere. Natürlich heißt es bei ihm „Irrenhaus“ nicht „Irrenhouse„. Fakt ist aber, dass mein Hackenschuss, der mir wohlbekannt ist, mich ins Irrenhouse gebracht hat.

Das Ganze hat eine kleine Vorgeschichte. Vor einiger Zeit zeigte mir Donna im Chat dieses Bild mit den Worten „Hammer oder?“ Ich nickte und bestätigte dieses auch per Chat. ich erfuhr, dass dieses die Irrenhouse-Party in Berlin sei und es noch mehr Bilder dort zu sehen gibt. Großartige Bilder großartiger Mädels. Ich war begeistert und wollte unbedingt auch dort einmal hin… Zufällig hatte ich dann am Montag ein Vorstellungsgespräch in Berlin und erfuhr, dass es wunderbar mit dieser Party zusammenfiel… Leider fand sich aber niemand, der mit mir dahinwollte und der Kommentar, dass es dort nur sehr wenig Transen gäbe und es ansonsten eine schwul/lesbische Party sei, ermutigte mich nicht gerade als Zoe dort hinzugehen.

Egal! Sagte ich mir, ich mache es trotzdem.

Zeitsprung bis zu Abend vor der Disco —>

Klein und unbedeutend
Ruhm ist vergänglich, aber unbedeutend sein ist für immer.
Glory is fleeting, but obscurity is forever.
Napoleon I. Bonaparte (1769 – 1821)
Als der Taxifahrer sich dann durchgefragt hatte und wir endlich den Geburtstagsclub erreicht hatten konnte ich ziemlich schnell feststellen, dass es wohl der richtige Club sei. Ich gab ihm seine 16 € !! und stöckelte in Richtung Club. Ein wenig rutschte mir mein Herz allerdings in die Magengegend. Mögen die Mädels da wirklich so gut aussehen, mag es wirklich gut sein und würde ich überhaupt reinkommen?Zumindest letztere Frage wurde mir gleich beantwortet als sie mich direkt an der Schlange vorbei rief und ohne Eintritt eintreten ließ. Vielen Dank dafür!Gästelisten sind egal. Cool ist es, ohne auf der Gästeliste zu stehen kostenlos in eine Disco zu kommen.Drinnen stellte ich fest, dass tatsächlich nur sehr wenige Transen dort waren. Diese waren allerdings alle extrem gut…
Siehe hier und hier und hier und hier und hier und… ach lassen wir das.Fest steht, dass die Mädels noch mehr durch ihre Attitüde, ihr Selbstverständnis als durch ihr Aussehen so viel ausstrahlten, dass ich mich ein wenig klein und unbedeutend fühlte.Wie sagte Annabelle über London? „Champions League“… Nun einige der Berliner Mädels können da locker mitspielen.
Ich nicht!
Aber man muss ja irgendwelche unerreichbare Ziele haben, gell.Zur Party selber gibt es garnicht so viel zu sagen. Es war eine wirklich gute Party, zwei Dancefloors. Einer mit House und etwas härterem House, ein zweiter mit gemischter aber sehr guter Musik. Verschiedene DJ’s und DJanes, nettes Publikum mit locker 85% XY-Chromosomen.Tanzen, trinken, Spaß haben, etwas mehr trinken und den Joint, der mir angeboten wurde nicht ausschlagen. Kurz für ein Foto mit einem mir unbekannten Kerl posieren und weitertanzen.Zwischendurch die Transenshow anschauen:Den Anfang machte Gastgeberin Nina Queer, die ein paar einleitende Worte an die, die sie lieben oder hassen richtete. In ihrem Morgenmantel erinnerte sie mich irgendwie an Sweety Glitter in seinem Morgenmantel, den er zum Anfang seiner Konzerte immer trägt… Der Unterschied ist nur, dass Sweety’s Platoes nicht ganz so hoch sind.Erster Act war Biggy van Blond, deren Leo-Outfit ziemlich cool war. Gefolgt wurde sie von Tresenschlfachkraft „Anna Bar„, die zu „She works hard 4 the money“ eine ganze Flasche Wodka über die Zuschauer schüttete. Eher der Trashteil des Abends, aber auch cool.Wiederum folgte Nina Queer, die den Laden und die Zuschauer mit Konfetti bedeckte. Sie hat es geschafft, dass durch den kleinen Flaschenhals in meinem Becks Lemon locker 10-12 Konfettistücke flogen und dort munter rumschwammen. Sie entledigte sich ihres Morgenmantels und später auch ihres kleinen roten Kleides und stolzierte zum Playback in einem Badeanzug mit einem riesigen grünen Sonnenschirm durch die Menge. Auch trashig aber ebenso glamourös.Das Highligt in meinen Augen war der Auftritt von Stella de Stroy, die ziemlich umwerfend aussah. Einige geschlagene Räder auf der Bühne später verlor sie dabei ihre Perücke, die von Konfetti und Wodka durchtränkt wohl nicht mehr nutzbar war….Gottverdamter Mist! Sie sah aber auch mit ihren eigenen kurzen Haaren immernoch großartig aus. grummel by the way. In Berlin hat Frau wohl einen extravaganten Nachnamen zu haben. Warum hab ich eigentlich keinen ordentlichen? Hmm mal überlegen. Achja, ich komme ja aus Hamburg. Understatement siegt hier – aber ändern könnte ich das beizeiten trotzdem. Mädels gebt mir Vorschläge.Apropos HamburgManchmal verteufel ich meine Hamburger Herkunft, die mich einfach nicht so kommunikativ sein lässt, wie irgendwelche Ruhrpottler oder so. Soll heißen, ich tanzte zwar viel, unterhielt mich aber kaum und knüpfte erst recht keine Kontakte.So in etwa war ich übrigens auf dieser Party

Auf jeden Fall ist die Party sehr gut. Daumen hoch!

Ich überlege übrigens tatsächlich, die 4 Jahre Irrenhouse-Party am 20.08. zu besuchen…

by the Way, die Zoe, die auf der Seite genannt ist, das bin nicht ich…

Berlin-Ausflug

Berlin
Berlin Berlin, wir fahren nach Berlin
jegliche Fussballer, die ins DFB-Pokalendspiel einziehen.

Vorgedanke:
Ja, ich weiß, dass meine Zitate derzeit an Niveau vermissen lassen. das wird wieder besser. Versprochen.!

HA!
Einfach so ohne mich Spaß haben und mich zu Hause versauern lassen? Nene nicht mit mir.

Während Desiree in Süddeutschland Spaß hat, fährt Annabelle zu den Inselaffen nach London um sich auzuleben… Und mich? mich lassen sie zu Hause versauern….

…Da ich Motag einen dringenden Termin in Berlin hatte und vorher noch nie unsere Hauptstadt besucht habe, bot es sich an, ein verlängertes Wochenende dort zu verbringen und dabei den Geburtstagsklub zu besuchen, von dem mir Donna schrieb. Dort gibt es allmonatlich eine Irrenhouse-Party, die wohl ziemlich angesagt sein soll…

:Nina Queer:s „IRRENHOUSE“ ist mit Sicherheit eine der glamourösesten und vulgärsten Partys in ganz Berlin. Und das, hoppla, nun schon seit 4 Jahren. Kinder wie die Zeit vergeht.
Es ist einfach unglaublich, was wir alles in den letzten Jahren mit Nina erlebt haben. Knöcheltief standen wir in Konfetti. Wir lernten, das man mit einem Microphone nicht nur singen kann. Das Wort Transenshow wurde für uns neu definiert. Sie brachte uns die FreakGogos. Sie brachte uns den hemmungslosen Pop Floor. Musikalisch wie auch“¦sonst so. Denn bei Nina ist grundsätzlich alles polysexuell, was man im dafür bestens geeigneten Darkroom für Mädchen und Jungen erkunden konnte. Im Irrenhouse ist alles immer ein bischen bunter, lauter, glamouröser, und zum Geburtstag alles MEGA, wie es auch von Diva Nina nicht anders zu erwarten war. Cheers, wir stossen MEGA auf dich an, liebe Lieblingszicke !

Dieser kleine Text betitelt die „4-Jahre Irrenhouse-Party“ im nächsten Monat, und die dürfte ziemlich gut werden… Nun egal, ich wollte zu der am letzten Freitag, denn es passte großartig in meinen Zeitplan.

Ich hab also ein kleines Zimmer in einem 19-Zimmerhotel „renovierter Altbau“ „klein und Fein“ gebucht. Und habe dieses „Hotel“ auch schnell gefunden. Komischerweise stand an der Eingangstür ein Schild: „Sollte unsere Rezeption mal nicht besetzt sein, melden sie sich bitte am Ufer gegenüber Hallesche Straße 30…

Die tür war verschlossen und auf mein Klingeln meldete sich niemand. Ich musste also davon ausgehen, dass die Rezeption tatsächlich nicht besetzt war… also ging ich auf die andere Seite des Ufers (kleiner Fluß in Berlin)

Drüben angekommen musste ich feststellen: verarscht! Komischerweise war meine Reservierung für dieses Hotel und drüben gäbe es keine Zimmer mehr…. also nix kleines Feines Altbauhotel, sondern ein großes Studentenhostel, dass von außen den Charme eines… einer… des… ähm mir fällt nicht ein, das weniger Charme hätte. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass es die 19 Zimmer in dem „toll renovierten Altbau gar nicht gibt“. Ich hatte aber nichts anderes, also nahm ich das Zimmer. 10m², Bett, kleiner Schrank, ziemlich trostlos aber 49 € die Nacht. Vor dem Hotel stand ein Imbisswagen der den namen des Hotels trug. (sozusagen das hoteleigene Restaurant), es war voll und laut und gefiel mir nicht…

Na egal. Ich wollte ja erst spät los, ich kaufte mir also eine Packung Ohrenstöpsel, die es an der Rezeption gab (is klar, weil wegen Lautstärke) und ging ersteinmal Berlin anschauen.

Tolle Weltstadt, der Ku-Damm ist groß, breit und nicht sehr schön, die meisten Geschäfte hatten Samstag um 18:00 bereits zu und ein paar weiße Sandaletten, die ich mir noch kaufen wollte hab ich letztendlich bei dem nicht sehr berlinerischen Laden Zara gefunden…. Sie sahen gut aus und kosteten nur 14,90 ein Schnäppchen also… (Achja, mir taten vom Herumlaufen bereits die Füße weh… wie sollte das später auf hohen hacken enden…?)

Zurück im Hotel legte ich mich noch ein paar Stunden schlafen und fing danach an, mich zurecht zu machen. Langsam, bedächtig, ohne Fehler und so akribisch wie möglich. Ich wollte ja auffallen – bzw. wenn auffallen, dann bitte nicht negativ.

Hmm leider fiel mir erst auf, als ich vollends fertig war (so gegen halb 1), dass ich vergessen hatte, mir die Adresse des Geburtstagsklub auszudrucken…. was nun? Mit dem eigenen Auto fahren geht nicht… wohin auch. Also eine Taxe rufen…

Taxe kam und leider musste ich feststellen, dass der Fahrer genauso ahnungslos war wie ich. (Ich dachte ein Taxifahrer kennt die Clubs seiner Stadt, zumal, wenn ein Club bereits 5 Jahre besteht – denkste).

Eine Frage bei der Zentrale brachte zumindest eine Adresse (die mir auch bekannt vorkam) also los…. 16 € später kamen wir dort an, wo der Club sein sollte…. eigentlich hätte sein sollen. Berlins komisches Nummernsystem und fehlende Hausnummern hätten mich fast zur Verzweiflung gebracht, aber der Taxifahrer fragte ein paar Passanten und die wiesen uns zu einem Hinterhof, der tatsächlich stimmte. Dort war er also, der Geburtstagsklub…

Berlin II / Irrenhouse

 

 

passende Beiträge:
Berlin II – Irrenhouse