Nur Revolution macht schön

Nur Revolution macht schön…

nur revolution macht schön

…Das ist das Motto der allseits bekannten Gloria Viagra… Und jene bastelt an ihrer Schönheit damit, dass sie jede einigermaßen wichtige Demonstration begleitet und jecde einigermaßen wichtige Aktion unterstützt.

Nun hat die große Dame vor kurzem ein Bild mit ihrem Konterfei und dem oben genannten Logo erstellt und jenes auf T-Shirts und Einkaufstaschen drucken lassen. kaufen kann man das Ganze dann hier: http://einelinie.spreadshirt.de

Als ich einen Blick drauf warf und mich die Zahl 35 € für ein T-Shirt sah, war mein Gedanke zuerst: „Oh Gloria ist verrückt geworden“ und „Ich kaufe doch kein T-Shirt für 35 € – nichteinmal, wenn Gloria Viagra drauf ist…

Und nun? …. kaufte ich doch, denn der folgende Satz lief an mir vorbei

Der ERLÖS wird gespendet an das BÜRO FÜR MEDIZINISCHE FLÜCHTLINGSHILFE !!!!!!!!
www.medibuero.de

Natürlich gehen T-Shirt und Druck davon ab, aber es bleiben sicher noch ein paar Euros für den guten Zweck übrig. Heute ist das T-Shirt bei mir angekommen. Gut schaut es aus, aber dieses Dunkelgrau auf Schwarz war keine wirklich gute Idee.

Stella Destroy beschenkt sich selber

Mensch, das ist ja unglaublich, volle zwei Monate war ich nicht im Irrenhous, Nina Queers Party im Geburtstagsklub. Es müssen wohl wichtigere Dinge angestanden haben, aber gibt es die? NUn muss wohl denn das Irrenhouse ist eigentlich ein Pflichttermin jeden dritten Samstag. Nirgendwo sonst erhält man monatlich so viel Travestie auf die ohren und Augen.

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…Und nirgendwo sonst ist es so voll :)… Soll heissen, dieses Mal war es fast unerträglich voll. Schon die lange Schlange vor der Tür liess einiges befürchten bzw. erhoffen. …Na doch eher erhoffen, denn nichts ist ja schlimmer als ein leerer Club, wie es sie beispielsweise im Hochsommer ab und an gibt.

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Doch an diesem Irrenhouse sollte es etwas zu feiern geben – und damit meine ich nicht die guten Eintrittszahlen, sondern den Geburtstag vol Stella Destroy, die sich selber beschenken sollte, aber dazu später mehr.Ansonsten war es ein Irrenhouse wie immer. Die gleichen sympathischen Personen wie immer, eine gute Transenshow und witzige Spielchen.

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Man sollte einer überdimensionalen Nina in Sportstudio-Torwand Manier Eier in den Mund werfen um dann einen Held Vodka zu gewinnen… Ähja, dabei war das garnichtmal so einfach, mit diesen Ovalen Dingern zu treffen, doch irgendwie schaffte ich es und – musste – dann die Belohnung schlucken. Baaah Vodka Pur ist irgendwie nicht meine Sache.

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Da lob ich mir dann doch mein Becks Lemon an der Bar im Raucherraum – wo man übrigens bemerkte, dass ich bestimmt 2 Monate nicht mehr da war, sich allerdings trotzdem noch erinnern konnte, was ich denn so wünscehn würde. ich bin eben doch Plexiglas 🙂 Für ein längeres Gespräch blieb ob der Fülle an diesem Abend allerdings keine Zeit. Ausserdem begann gerade die Muppetshow Erkennungsmelodie – und die bedeutet was?

Große Transenshow. Genau! Gestartet wurde mit zwei altbekannten Damen auf der Bühne des Irrenhouse. Melli Magic und Mataina Ah Wie süß, die sich mit einer zweiernummer aus aktuellem Anlass eine Japanische Nummer vornamen. …Oder so  ähnlich SiSi NoNo klingt doch irgendwie mehr englisch als Japanisch, aber so genau sollte man das alles nicht nehmen. Auf jeden Fall hat Mataina nun ihre eigentlich geplante Nummer noch im Köcher.. Fürs nächste Mal.

Wann ist eigentlich der Grand Prix De La Homosexualität, wie ihn Nina benannte? Denn es folgte dem Japanischen Beitrag auf der Bühne nun der norwegische Beitrag vom Grand Prix AKA Eurovision Song Contest. Ein Knaller? Naja, auf jeden Fall ein Partyhit, der im Irrenhouse genau seinesgleichen findet. Kam gut an und gibt von mir sagen wir mal 7 Punkte oder so ähnlich.

Die hat auch der deutsche Auftrtt mit Oskar sings und irgendwer swings und Dita von Teese danced bekommen – also in etwa insgesamt 7 Punkte aus allen Ländern zusammen. Das war ja noch vor der Bundeslena. An diesem Abend wurde daran erinnert und zwar mit einem Live-Auftritt nicht von Dita von Teese sondern von Maggie Knorr. Ja Live – und das bedeutet nicht live on stage sondern live on stage mit livegesang. War gut!. Nun Maggie hat ja auch etwas Resonanzraum. …Ich schrieb ja schon mehrfach, dass manch Drag lieber nicht live singen sollte. Maggie nehme ich da eindeutig aus.

Aber der Höhepunkt war das noch nicht, doch wir kommen dem näher mit dem Auftritt von Gloria Viagra, die sich ebenfalls das Thema Japan heraussuchte, soll heissen – das Thema Atomkraft und Japan – bzw. Atomkraft als solches. Soll ja keiner sagen, das Irrenhouse sei unpolitisch. Nene. Eine Bühne auf der schon Ede Stoiber von hinten auf der Bühne durchgenommen wird lässt da ja etwas erwarten. In diesem Fall sollte Gloria auf die Atomdebatte hinweisen, indem sie mitten in Berlin ein Atomkraftwerk abfackelte. Sind wir nun alle verstrahlt? Vermutich, aber waren wir das nicht eh schon immer?

Doch Gloria war immer noch nicht das Highlight des Abends, denn das war eindeutig Geburtstagskind Stella Destroy, die sich mit ihrer Nummer selber beschenkte. Sie suchte sich Lady Gagas „I was born this way“ aus. Einen Song den ich ehrlichgesagt an diesem Abend erwartet hätte, nicht allerdings so – denn zur stelle „Don’t be a drag – just be a queen“ entledigte sich Stella ihrer Perücke und zeigte, was eine Dragnummer auch als nicht Drag auf der bühne des Irrenhouse so ausmachen kann.

Die Nummer war offensichtlich geprobt. Und zwa bestimmt nicht nur einmal 🙂 Top und ganz großes Kino. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals im Irrenhouse aus dem Publikum Rufe nach einer Zugabe vernommen habe, an Stellas Nummer hat diese Rufe bekommen und sie somit selber. na wenn das kein Eigengeschenk ist, dass weiss ich auch nicht.

Es war auf jeden Fall wieder ein netter, wenngleich sehr voller Abend im Irrenhouse.

Teddy Aftershow Party

Am Wochenende war die Teddy Preisverleihung und sei dieses nicht als weltweit wichtigster queerer Filmreis bereits genug, war es auch noch der 25 ste. Ein Jubiläum also, dass massenweise wichtige, interessierte und sicher auch einige wichtige Interessierte in die Abflughalle des Flughafen Tempelhof lockte.

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Leider kann ich über die Teddies selber garnichts sagen, denn meine Presseakkreditierung konnte aufgrund des großen Andrags leider nur für für dei Aftershow Party ausgestellt werden. Schade. Aber offensichtlich habe ich bei der Verleihung auch nicht viel verpasst. Zwei O-Töne, die ich bekam sagten nämlich „zäh wie Kaugummi, wie jedes Jahr“ und „Naja hatte Höhen und Tiefen, Du hast aber wenig verpasst“. Ich bin geneigt, das zu glauben und damit mich nicht allzu schlecht zu fühlen.

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Die Teddy Aftershowparty war dann nämlich wirklich gut und einem Schwullesbischen Filmpreis sehr angemessen, denn hinter der Abflughalle gab es in beiden Flügeln je eine Party. Man kann das Ganze als GMF meets Girltown ansehen, denn auf der einen Seite legte Zoe mit ihren Mädels auf, auf der anderen Seite zeigen Gloria Viagra und Barbie Breakout, was sie können.

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Ausserdem gab es noch eine Italienische Drag oder sonstetwas, das auf der Bühne zu später Stunde performte und dieses in einem Outfit, dass nicht unwesentlich an die Ganzkörperanzüge von Superzandy erinnerte. Man hätte schön denken können, dass sich Madame dahinter verbergen würde, wenn diese Dame auf der Bühne nicht ganz offensichtlich schwanger gewesen wäre, zumindest deute ich den Bauch mal so. …Und solch ein Bauch kommt bei Zandy nicht auf die Bühne… ausserdem fehlte ein Hut. Witzig war es trotzdem.

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Aber bevor die Party begann und man all die Leute treffen konnte, die man wollte, hiess es ersteinmal warten. Die Akkreditierung sprach von Einlass 23 Uhr, doch zu dem Zeitpunkt konnte man nur durch vergitterte Tore vor der Tür einen Blick auf die – tatsächlich gut gefüllte Gesellschaft werfen – und warten, dass man später hereingelassen würde.

DSC00764warten vor (der Tür) der Teddy Verleihung

Wurde mann dann auch und es war schon wirklich wiederverwunderlich, wer alles da war. Die üblich verdächtigen Queeren Promis Herr Ücker, von Praunheim, Romy Haag, natürlich Wowi, dazu irgendwie alle Berliner Partyveranstalter und eine ganze Menge der typischen Berliner Dragparty Besucher…

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Und ein Kamerateam aus Vancouver, einer der schönsten Städte überhaupt, die dort eine  wöchentliche Sendung für die deutschsprachige Bevölkerung machen. Was es nicht alles gibt. Man darf immer wieder verwundert sein.

Wie ich auch bei dem Kerl verwundert war, der sehr stilvoll in schwarz weiss, mit Hemd und Fliege umherlief und bei dem mir erst auf dem zweiten Bick auffiel, dass er dazu SNEAKERS trug. Welch ein Stilbruch. Doch konnte er mir erklären, dass dieses ganz besondere seien, sie ebenfalls schwarz weiss seien und er Sneakers sammeln würde. Nun ich sammel ja auch irgendwie Schuhe und kann dass dann schon verstehen… Ich mag aber doch lieber hohe – und die hätten bei ihm auch nicht gepasst.

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Irgendwie gepasst hat aber die Musik, die Barbie und Gloria spielten und die mich nach längerer Zeit mal wieder richtig tanzen liess…. ein großes Durcheinander teilweise richtig alter Musik meiner Kinder und Jugendtage, die ja – ich mag es kaum sagen – schon ein paar Tage zurückliegen.. Erwähnte ich, dass mir neulich auffiel, wie alt Roxette geworden sind? Nun ich kannte die noch, da waren sie jung und knackig … Hilfe.

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Auf jeden Fall war es eine der besseren Partys der jüngeren Vergangenheit und

Neun Jahre Irrenhouse

Es gibt Anlässen, an denen man erkennt, wie die Zeit vergeht. An diesem Wochenende war es mal wieder so weit. Es stand das Geburtstagsirrenhouse an. Genaugenommen feierte Nina Queer neun Jahre Irrenhouse. In der Tat ein Grund zum feiern, gerade in der Partytechnisch schwierigen Berliner clubszene.

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Obwohl es in Berlin offensichtlich ein leichtes ist, eine mal wirklich eingeführte Party zu veranstalten. Das KI und GMF sind weit über 10 Jahre. Am Irrenhouse habe ich keinerlei Angst, dass es dieses im nächten Jahr nicht mehr geben sollte und auch die Propaganda ist offensichtlich eine sichere Bank. Schön soetwas.

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Aber zurück zum Irrenhouse. Neun Jahre gibt es Ninas Party im Geburtstagsklub schon und mein erster Besuch war zur Party „Vier Jahre Irrenhouse, 5 Jahre Nina Queer„. Nach Adam Riese habe ich somit 5 Jahre Irrenhouse mitgemacht  un d die allermeisten auch tatsächlich im Gebrtstagsklub gesehen. Der dritte samstag im Monat ist eben ein Pflichttermin und Ausreden gibt es wenige, dort nicht zu erscheinen.

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Neun Jahre Irrenhouse bedeuten aber auch 108 Partys im Geburtstagsklub und bei einem Durchschnitt von etwas über Vier Nummern pro Transenshow geschätzte 450 Shows auf der kleinen Bühne im Irrenhouse. Damit kann man ohne wenn und Aber sagen, dass die Bretter der Travestie imn Berlin im Irrenhouse stehen. Was soll man sagen. Das Irrenhouse. Im Hochsommer leer, im Hochwinter brechend voll, Immer heiss, gerne stickig mit einem Weg, den bei Eis und Regen wirklich niemand gehen möchte. Man wird hier mit Konfetti, Bier oder ekeligen Dingen beworfen. Zeitweise sind die Toiletten kaum begehbar, aber das Irrenhouse ist immer ein Erlebnis. Und für mich war es damals der Grund, das erste Mal aus hamburg nach Berlin zu fahren, wo ich nun bereits einige jahre wohne. Danke Nina.

An diesem Abend wurden die Irrenhouse Allstars mit einem Best of Irrenhouse. Best of, sollte zwar nicht ganz „die besten Nummern, die bereits im Irrenhouse gelafen sind“ bedeuten, aber trotzdem wurde eine klasse Nummer aus der Mottenkiste in der sie leider gelandet ist geholt. Ich weiss nicht mehr genau, wann Nina, Stella DeStroy und Mataina Ah wie süß die Sugababes mit About you now schon mal gebracht haben, aber ich meine mich erinnern zu können, dass das Hintergrundlicht blau war. Ich weiss mich aber auch zu erinnern, dass ich es damals schon klasse fand. Ebenso gestern.

ZU den Irrenhouse Allstars gehören aber mehr. Gloria Viagra und Melli Magic. Doch während letztere aus Mykonos ist, ist erstere gestern live im Geburtstagsklub gewesen. Laut Nina hatte sie Gloria live mit Red Hot Chili Peppers betsellt wurde aber mit einem neun Jahre Irrenhouse Song überrascht und schien auch wirklich überrascht. Das war scheinbar wirklich nicht abgesprochen und Nina freute sich wirklich.

Ich freute mich beim nächsten Lied… So wie ich mich an mein allererstes Mal Irrenhouse erinnere, erinnere ich mich auch an mein allererstes Mal GMF. Ein großer Lockenkopf namens Gloria Viagra schob Mia mit Tanz der Moleküle in den CD PLayer und das Publikum ging mit den ersten Worten „Ich bin hier, weil ich hier hin gehöre“ ab. Dieses Mal war es zwar nicht Gloria sondern Stella und diese nicht hinter eine DJ Pult sondern auf der Bühne, aber der Inhalt des Songs stimmte weiterhin.

Es ging weiter mit einer sehr unkonvesntionellen Nummer, man könnte auch sagen, mit einer ungeplanten. Ein Junggesellenabschied bevölkerte das Irrenhouse und der Bräutigam sah sich kurze zeit später mit Perücke und Schminke in bereits ziemlich abgefüllten Zustand auf der Bühne wieder. Das war wohl die mieseste Nummer ever im Irrenhouse. Und eine Nummer, die den armen Bräutigam bis ans Ende seiner Tage begleiten wird.

Vier Nummern. Normalerweise ist damit die Show im Irrenhouse durch, ab und an gibt es da schon mal eine Nummer mehr, an diesem Abend wurde das allerdings getoppt.  Und so kommen wir wieder zu seriösen Drag Nummern. Zumindest, was im Irrenhouse so als Seriös eingestuft werden kann. Und das kann es schon einmal sein, wenn Mataina mit übergroßer Oberweite das Möchtegern Model und Möchtegernsängerin Daniela Katzenberger nachmacht und – in diesem Falle vermutlich gewollt – keinen einzigen Playbackton mit der richtigen Mundbewegung trifft.

Fünf Nummer gab es sicher schon ab und an, drum wurden es heuer sechs als Brigitte Skrothum die Bühne betrat und Dolly Partons Jolene brachte. Ob das allerdings feuerpolizeilich und vor allem moralisch so okay ist, eine Barbiepuppe mit offenem Feuer auf der Bühne zu verbrennen, lasse ich mal dahingestellt. Eine wirklich schöne Nummer war es auf jeden Fall.

Aber wir kennen das ja derzeit aus der Werbung. „7 ist besser als 3“ und als 4 und als 5 und als 6. Ausserdem hatte die Hauherrin neben der ersten Gemeinschaftsnummer bislang nichts zu tun… das musste noch geändert werden… und so kam Nina mit „Umbrella“ bewaffnet auf die Bühne, währens Stella das Wasser mitbrachte. Begann es ganz normal, steigerte sich das zu einem Mit Wet Contest für Nina und die erste Reihe im Irrenhouse.

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Was soll man sagen, diese Party trägt den Namen zu Recht und ihr ist mindestens noch weitere neun Jahre zu gönnen.