Der Papst und die Kondome

Gloria Viagra antwortet dem Papst im Irrenhouse

Die heilige römisch-katholische Kirche und ihr gut behütetes bayerisches Oberhaupt sind ja immer mal wieder für eine Überraschung gut. Damit erzähle ich niemandem etwas besonder neues. Soweit ist das klar.

Und das die katholische Kirche eigentlich schon immer etwas gegen Kondome hat ist auch keine Neuigkeit. Ebenso natürlich auch – zumindest für jede halbwegs aufgeklärte Person – der Umstand, dass eben diese Plastikdinger nicht nur gegen unerwünschte Schwangerschaften sondern eben auch unerwollte Krankheiten wie Aids helfen. etwas, das jeder wissen und bedenken sollte.

Leider sieht der Papst das etwas anders und schockiert mit folgenden Sätzen: „Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln. Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem. Die Lösung liegt vielmehr in einem spirituellen und menschlichen Erwachen und der Freundschaft für die Leidenden.“

Was für eine komische verquere Logik ist das den bitte Herr Papst. Fakt ist: Mit Kondomen wird zumindest beim Geschlechtsverkehr Aids nicht übertragen. Ergo mit Kondomen kein Aidskranker und somit kein Aidstoter mehr und somit das Problem nicht verschlimmert.. Herr Papst.

Eine sehr schöne Antwort von Gloria Viagra

Circus – Menschen Tiere Sensationen

The Rock ‘n’ Roll Freak Burlesque Circus im Roadrunners Paradise

Ich brauche nicht lange überlegen um zu wissen, dass The Rock ‘n’ Roll Freak Burlesque Circus am letzten Wochenende im Roadrunners Paradise eines der Events sein wird, die ich vermutlich in der Jahresbeschreibung auf meienm Blog als eines der Events nennen werde, die das Jahr ausgemacht haben.

Die Teaserettes veranstalteten dieses großartige Event und sprachen dabei von einem zu einem einmaligen Spektakel, mit Artisten und Burlesque-Performern aus ganz Deutschland und natürlich ROCK’n’ROLLLLLL….Sexy Tiger die durch brennende Reifen springen, starke Männer mit berghohen Muskeln, dreibeinige Damen mit langen Bärten….… und ehrich gesagt, sie haben kein Wort zu viel versprochen. All das gab es und noch vieles Mehr.

Es hatte tatsächlich etwas von Menschen, Tiere, Sensationen auf und vor der Bühne, was die Teaserettes und vor allem die Moderateuse an diesem Abend Sandy Beach so auftischten. Alleine die spannenden und tollen Personen aufzuzählen, die man von unzähligen Partys so kennt, würde Stunden dauern – und daher lasse ich das auch….

Komischerweise ergatterten wir auf dem Gelänge des Roadrunners Paradise noch einen Parrkplatz und brauchten so nur den halben Weg über dieses unsägliche Kopfsteinpflaster stöckeln, bis wir die Masse vor der Tür des Roadrunners Paradise erreichten. Glücklicherweise hatte Sheila mal wieder für Gästelistenplätze gesorgt und so kamen wir rein … das kamen nämlich laut Sandy Beach längst nicht alle.

Aber ich glaube alle spannenden Personen, die man sich so vorstellen kann, schon beim Hereinkommen trafen wir Hedoluxe und Baby Jane, die sich nicht ohne Grund als die weltweit kleinste Drag Queen bezeichnet, die nächste Person war eine in der tat haarige Dame mit großem Zylinder. Man fühte sich tatsächlich wie im Zirkus, allerdings wie im Zirkus von vor mindestens 200 Jahren

Baby Jane & Sammy the Scissor

Baby Jane war dann noch die ganze Zeit neben vor und hinter Sandy auf der Bühne. Auch Hedoluxe hatte seinen ersten Bühnenauftritt, der allerdings ein etwas zu langes Gedicht war, danach wurde es spannender und es ging Schlag auf Schlag. Die Haarige Dame hatte noch eine zweite ebensolche dabei und sie traten als das burlesque Duo Hairy Mary’s auf. Großartig.

Zwischen den Auftritten spielten Jane Walton ihre mitreissende Musik, die sie als speed-rumpel-polka-country-trash-circus-punk-musique bezeichnen. An diesem Abend waren sie eine Circus Kapelle und sie erinnerten mich – zumindest optisch – extrem an die Dresden Dolls und die mochte ich ja bekanntermaßen sehr gerne.

Wie ich auch Eve Champagne natürlich gerne mag, die an diesem Abend zwei Auftritte hatte… ich hatte eine frühere Nummer von Eve ja mal als “betrunken” gebrandmarkt. Ihre beiden Auftritte am Freitag hatten aber mit Alkohol zu tun. Jack Daniels und massig kurze und all das auf bannich hohen Hacken… waren das 14 cm auf jeden fall extrem hohe auf denen sie getorkelt ist. Für sie ist das Professionalität, ich jedoch sage, irgendwann bricht sich die gute da nochmal die Haxen und tut sich richtig weh.

Crimson Carnival

Davor, sich in irgendeiner Art weh zu tun, haben The Crimson Carnival wirklich keine Angst, denn das ist bei denen sprichwörtlich Programm. Man kann es sich nicht vorstellen, aber sie tackerten sich diverse Dinge an den Körper. Ich dacte an einen Fake ohne Metall und vielleicht mit doppelseitigem Klebeband, aber es funkelte Metall auf den Karten und die eine Person warf – an der anderen Person – festgetackerte Luftballons kaputt… mit Dartpfeilen !!! Da blieb mir wirklich der Mund offen stehen. …und nicht nur mir.

Ein weiterer Highlite war Coco Clownesse, die burlesque mal in vollkommen anderer clownesker Art zeigte. Wie sich ein einfaches Clownmädel wohl verhält, wenn das große Date mit Jürgen naht.. strange. Auch die Berliner Miezen, die In Horosistas Art eine Feurshow boten und die stärksten Männer der Welt, die Teaserettes, Viktoria Lapidus mit einer Hula Hoop Show, Fräulein Rot mit ihrer Prodigy Nummer und einer Tigerdressur, eine sich befreiende Marionette und was weiss ich noch alles… Es war klasse, großartig, grandios.

Dass die große Circus-Show mit Gloria Viagras Squeezebox Band beschlossen wurde, fiel kaum noch besonders auf zwischen all den Kuriositäten auf der Bühne waren die Mädels fast noch die normalsten, auch wenn Lady Lou kaum glauben konnte, wie groß sie war. Fest steht auf jeden Fall, dass The Rock ‘n’ Roll Freak Burlesque Circus eine der strangesten und interessantesten Events war, an die ich mich erinnern kann. Ein ganz großes Lob an Sandy Beach und ihre Teaserettes.

Drag Queens als The Ting Tings

Nina Queer und ihre Drags irgendwann bei Vox,

Man war das wieder ein Transenauflauf bei Nina Queers Irrenhouse im Januar. Selten – oder zumindest lange habe ich nicht so viele Drags im Irrenhouse gesehen. Alleine unter den fünfen auf der Bühne ächzte das Gebälk, von denen davor garnicht zu reden. Irgendwer wusste wohl vorher, dass mal wieder einmal Kameras durchs Irrenhouse stromern um irgendeine Doku über Nina zu drehen. Findet man irgendwann auf VOX.

Vielleicht huschen auch wir dann ab und an mal durchs Bild, denn schon alleine an der Tür bat man uns, ein zweites Mal in den Club zu kommen, da der Kameramann nicht so schnell schaltete und uns beim ersten Mal nicht so recht ins Bild bekam. Nundenn. Machen wir doch gerne.

Wie wir natürlich auch selber gerne immer filmen und Fotos machen. Irgendwer muss ja zeigen, was sich so im Irrenhouse in deutschlands querster Stadt abspielt. Und das war dieses Mal wieder allerhand. Kaum ist eine Kamera im Haus drehen die Mädels am Rad. So viele Drags und nur eine Kamera. – Ein Hühnerhaufen sondergleichen – aber sehr witzig. Insgesamt zählte ich mindestens 12, wenn nicht mehr Drags und ein Großteil auf einem Haufen. Auf die Bühne passten natürlich aber nicht so viele und so waren bis zu fünf auf der Bühne. – Aber nur zur rockigen Abschlussnummer.

Es begann aber etwas ruhiger und nur mit drei Drags auf der Bühne. Stella DeStroy (die ein Kommentierer beim Video als „The left girl isn’t a Dragqueen, because, yeah, she got real boobs :P“ bezeichnet… Na wenn sich da nicht jemand irrt…) Ausserdem standen Nina Queer und Melli Magic auf der Bühne und sie performten About You Now von den Sugababes. Toll gemacht, mit Jalousien, mit Gegenlicht und mit viel Gefühl. Direkt zum Gänsehautbekommen und für mich ganz klar das Stück des Abends. Auch wenn noch einiges kommen sollte.

Dem folgte Mataina Ah Wie Süß als Sauna Masseuse mit einem – wie so gerne – etwas abgedrehten und auch durchaus schlüpfrigen Song, der Wörter enthielt, die eine feine Lady so natürlich nie sagen würde. aber Mataina war als SAU-Na Masseuse in diesem Fall keine feine Lady und ich muss gestehen, dass ich schon Stücke von Mataina gesehen habe, die mir spontan mehr zugesagt haben. Aber das ist ja im Bereich des Geschmäcklerischen anzusiedeln.

Viel besser fand ich dann doch Stella und Melli, die ich – zumindest als Duo – noch nie auf der Bühne gesehen habe. Zwar performten sie die beiden Heulbojen Celine Dion und Barbara Streisand – Dass aber so gut, dass sich das Publikum nicht lange bitten liess und die verteilten Wunderkerzen schnell anzündete und in die Luft hielt. Das war ja fast Silverster-like und wirklich schön. Zwar bin ich weder ein großer Fan von Celine Dion, die ich seit Titanic einfach nicht mehr hören kann und auch Barbara Streisand habe ich in miener CD-Sammlung noch nicht gesehen, aber die beiden und die Nummer war ruhig aber toll.

Aber ich mag es ja lieber schneller und etwas dreckiger und das sind die The Ting Tings. Selten, dass im Irrenhouse ein Song gespielt wird, der auch auf Motor FM gespielt wird. Dieser Song war solch einer und auch wenn die Ting Tings eigentlich nur zu zweit auftreten, ächzte die Bühne unter 10 Stöckeln von fünf Drags.

Stella erzählte und vorher noch, wo wir die Szenerie am besten sehen könnten und wo wir unbedingt filmen sollten… Direkt frontal und da stand ich dann auch und konnte alle schönen Namen von That’s Not My Name sehen und filmen. Chantal und Wurst und viele Namen mehr… Massenweise Betrieb auf der Bühne.

Aber irgendwann ist auch die schönste Show zuende und ich brauchte etwas zu zu trinken. Für mich bedeutet das immer: ab in den Raucherraum, weil dort meine Lieblings-Tresenfee Ashna arbeitet, die einzige Person im Irrenhouse, der ich nicht sagen muss, was ich will. Sie liest mir das von den Augen ab – naja genaugenommen habe ich schon so oft bei ihr das Gleiche bestellt, dass sie es irgendwann wissen muss. Merken: nächstes mal einfach mal was anderes bestellen 😉

Nun ich stand also an der Theke und man fragte mich, nach Feuer…. Ich war aber wohl – neben dem fragenden – die einzige Person, die kein Feuer hatte.

Er: Was machst Du denn hier…?
Ich: Nun ich trinke etwas und flirte ansonsten mit der Tresenfachkraft.
Er: (große Augen) Mit Ihm oder mit ihm?
Ich: Äääh mit Ihr….
Er: (noch größere Augen) Neee oder?
Ich: Doch!
Er: Ach deswegen schaust Du mich mit dem Arsch nicht an?
Ich: sozusagen, ja!

…und da war es wieder das Problem, dass viele im Irrenhouse nicht verstehen können, dass eine Drag nicht auf Männer sondern auf Frauen stehen könnte… Dabei war es nur das erste von vier Malen, wo es an diesem Abend ungefragt um dieses Thema ging.

Das beste war noch, als man Sheila und mir erzählen wollte, dass wir uns auf dem Heimweg nicht von heteros anschnacken lassen sollten, weil die alle schlecht im Bett seien. Es war der Person bitterst peinlich als Sheila sie aufklärten, dass wir in diese Verlegenheit wohl kaum kommen würdem, da wir beide selber dieser – im Irrenhouse eher seltenen Spezies – angehörten. Tiefes Fettnäpfchen und da änderten auch die Beteuerungen, das alles toll zu finden wenig. 😉

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sehr das ein Thema ist…

Madonna auf der Squeezebox-party

Es ist schon eine ganze Weile her, als wir auf der letzten Squeezebox-Party aufschlugen. Trotzdem ist es immer wieder ein Genuss, denn sowohl Squeezebox als auch die Monster Ronsons Ichiban Karaoke Bar sind cool. Mit nicht unerheblichem Trashfaktor aber cool.

Aber cool war es ja auch draussen und wir vermuteten schon, dass wir wieder Kilometer weit weg parken müssten. Doch wir fanden eine freie Parklücke direkt vorm Monster Ronsons. Yeah!… Nein! Das war eine Taxibucht… Aber hier… Yeah!… Nein! Das ist ein Behindertenparkplatz… auch nicht gut….

Wir fanden dann aber doch noch einen Platz, über den in einigermaßen vertretbarer Zeit der Club erreichbar war, dass der Bordstein allerdings nicht nur für tiefergelegte Autos sondern auch für Sheilas Auto eine wirklich hohe Hürde war, namen wir billigend in Kauf um nicht während des Fußmarsches zu erfrieren.

Ge- aber nicht Er-froren kamen wir im Club an und zwar keine Sekunde zu früh. Als wir das Monster Ronsons betraten finge gerade die Show an und :Gloria Viagra: und Sherry Vine betraten gerade die Bühne mit der Squeezebox Party. Wir kamen nichteinmal dazu, die Jacken abzulegen.

Muss man sagen, dass ich VOR dem Club glücklich für meine Jacke war, war sie IM Club doch etwas warm, aber was macht es denn schon, denn wir waren im Auftrag des Herrn Blogs unterwegs und das hiess, die Show von Gloria und Sherry zu verewigen – Das taten wir.

Nun ist Squeezebox irgendwie nur halb Squeezebox, wenn Sherry Vine nicht in der Stadt weilt und Gloria alleien die Stellung auf der Bühne halten muss. Dieses Mal waren allerdings beide da – und das nicht alleine , denn ein wirklicher Weltstar enterte die Squeezebox Bühne. – Ein Star, der Millionen von Tonträgern verkaufte und wirklich eine Ikone der Musikgeschichte ist. Ich spreche von niemand geringeren als von Madonna.

Madonna? …Ich gebe zu, dass ich Madonna bisher noch nie live gesehen habe, aber ich muss gestehen, dass ich sie mir ein wenig großartiger anzuschauen vorgestellt habe, im Nachhinein kam sie mir eher ein wenig wie Ades Zabel vor, aber da liege ich vermutlich vollkommen falsch.

Es zeigte sich allerdings, dass Madonna ein wenig Probleme hat, sich ihre viertausendachthundertdreiundzwanzig Songs zu merken, denn sie benötigte die Hilfe eines Zettels. Einen Teleprompter gab es vermutlich nicht, so musste eben ordinäres Papier aushelfen. Natürlich war aber dr Auftritt von Madonna Per se einfach einmal klasse, denn wann kann man solch einen Megastar schon mal live sehen.

Aber Stars sind Gloria und Sherry ja auch und im Gegensatz zu Madonna kannten sie ihre Texte. Zusammen mit ihrer Band und ausgestatteten mit den weltweit größten Riesen-Monstertitten wilderten die beiden in etwa 30 Jahren Rockgeschichte. Dabei muss ich auch sagen, dass vor allem Sherry Vine eine Präsenz auf der Bühne hat, von der sich selbst Madonna noch eine Scheibe abschneiden kann.

Ich stehe ja auf gute Songs und gute Musik und die gibt es bei Squeezebox Partys live auf der Bühne sowie als Konserve nach dem Auftritt. Wo sonst bekommt man Blondie, Ton Steine Scherben und die Violent Femmes zu hören und kann diesen netten Abend mit netten Getränken herunterspülen. Dabei sei lobend erwähnt, dass die Monster Ronsons Karaoke Bar kein Becks Lemon hatte, sondern mir nur ein „Alsterwasser“ angeboten werden konnte. Das stand zwar nicht auf der Flasche, aber es wurde von der großartigen Tresenfachkraft völlig richtig so genannt. Dass die Alster der aufgestaute Fluss in der Mitte Hamburgs ist, brauche ich hoffentlich nicht zu erwähnen, oder?

…Sei es drum, es war ein netter Abend, der nun aber zu Ende war und uns hungrig in die Nacht entliess mit der festen Vorgabe, noch irgendwo eine Pizza zu essen… was sich garnicht einmal als so leicht erwies, aber das ist eine andere Geschichte.