Olivias wilde Jungs

Nachdem die Kiez Originanle der Reeperbahn ja so langsam alle wegsterben, versucht Olivia Jones ein Paar dieser Plätze einzunehmen. Ihre Bar, die nicht von ungefähr im alten Transenpuff in der Großen Freiheit beheimatet ist, besteht ja nun schon eine ganze Weile, ihre Kieztouren sind mittlerweile auch keine Neuheit und selbst meine Mutter hat schon eine Kiez Safari bei Olivia mitgemacht.

Zeit, also, etwas neues zu machen.. und Olivia hat sich eine neue Marktlücke herausgesucht. Frauen auf der Reeperbahn. Also genaugenommen Reeperbahn Besucherinnen. Sie macht einen neuen Laden auf, der nur für Frauen ist, einen Stripclub, bei dem dementsprechend nur Männer auftreten. Das ist selbst für die Reeperbahn eine wirkliche Neuheit.

Es dürfte ein hartes Los für die Jungs sein, die dort auftreten, denn wer schon einmal einen Junggesellinnen Abend erlebt hat, der weiss, was eine Horde Frauen so bedeuten und dann stellen wir uns mal 10 Junggesellinnen Abende zusammen bei Olivias wilden Jungs vor. Dynamit ist nichts dagegen.

Männer verboten – bis auf Olivia selbstverständlich… Ich glaube, selbst wenn ich dort reindürfte, wollte ich mir das nicht geben. Eröffnungstermin für »Olivias Wilde Jungs« steht noch nicht fest. Eine Taufparty soll mit eigenem Secco aber schon am 06. April starten. ..Hat sich Valerys „Pearl secco“ nun in „Jones secco“ umbenannt

Beatles Museum auf der Reeperbahn

Beatles Museum – Beatlemania

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Dass ich schon seit ewigen Zeiten ein großer Beatles Fan bin habe ich sicher schon mal erzählt und dass die Beatles in Hamburg St.Pauli an der Reeperbahn erfolgreich und groß wurden, sollte jedem halbwegs interessierten Musikliebhaber klar sein.

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Noch heute erinnert eine kleine Gedenktafel neben dem Kaiserkeller an die Rock’N’Roll Years der Fab Four. Seit dem letzten Jahr gibt es zudem einen Beatles Platz Ecke Reeperbahn / Große Freiheit und seit diesem Jahr hat Hamburg sogar ein Beatles Museum, dass Beatlemania heisst und uneingeschränkt von mir empfohlen werden kann.

Dabei ist es viel größer als ich gedacht habe. Über die Zeit haben sich viele interessante Devotionalien zusammengesammelt, so dass das gesamte ehemalige Erotic Art Museum mit dem gesamten Schaffen der Beatles ausgefüllt werden konnte. Die Musik, Alben, Bilder, Instrumente, Merchandise Artikel, sowie viele Interviews und Anekdoten werden jeden Beatles Fan erfreuen. Bei mir selber erzeugte der Besuch im Beatles Museum sogar Gänsehaut.

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Das ganze Museum ist in Zeitperioden aufgeteilt, es beginnt mit den Hamburger Rock’N’Roll Jahren geht über die ersten LPs mit eigenen Songs, über die Abbey Road Studio Years, zeigt in eigenen Welten die St. Pepper Alben, das White Album oder das Yellow Submarine Album. Es wird gezeigt, wie damals ein vollkommen in Beatles Merchandising eingerichtetes Jugendzimmer ausgesehen haben mag und man Erfährt die Hintergründe zur Let It Be naked Scheibe.

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Am meisten beeindruckt hat mich ein Film des überhaupt ersten Stadionkonzertes einer Musikgruppe vor damals 50.000 Personen, in dem man sich pötzlich vollkommen mittig fühlt. Vor einem, hinter einem und neben einem flippen die Menschen aus. Man kann es nicht wirklich erklären, aber glaubt mir, gegen diese Musikalische Sound- und Videoerfahrung sind Dolby Surround und THX Spielkram.

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Mit am erstaunlichsten fand ich aber die Geschichte, des Beatles Schlagzeug Schriftzuges, allerdings interessiert das wohl nur einem Hamburger wirklich auf…. So findet man auf der Reeperbahn bei so ziemlich jedem wichtigen Etablissement mindestens ein gemaltes Pinup. Sie alle wurden gemalt von Erwin Ross, dem „Rubens der Reeperbahn“ und auch die weltbekannten Schenkel am eingang der Ritze sind von ihm. Das alles weiss in Hamburg jedes Kind. Fast unbekannt allerdings ist, dass Erwin Ross auch den Beatles Schriftzug entwickelte und auf die Drums von Pete Best malte.

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Wenn man im Beatles Museum vor dem gesamten Schaffen dieser Band steht, dass in nur 10 Jahren zwischen Gründung und Auflösung entstanden ist, dann kommt man nicht umher, folgendes zu denken:

„Bands von heute geht sterben“

Ich muss dringend noch einmal ins Beatles Museum, dann allerdings nicht nur mit einem Handy als Kamera

Wer nix wird wird Wirt.

oder: Olivie Jones macht ne Bar auf.

in CC by Markus Merz

Wie konnte ich gerade lesen? Olivia Jones macht ne Bar auf? Nun, wer nichts wird wird Wirt heisst es ja. Obwohl nichts werden kann man Olivia wohl kaum nachsagen, war sie doch schon Dragqueen of the Worls, Big Brother Bewohnerin, Frauentausch-Mami, Udo Lindenberg-Mitsängerin, Hamburg-Stadtführerin, Bürgermeisterinkandidatin, mit ihrem hut auf dem csd dieses Jahr Tatjana Taft Lookalike, Partyveranstalterin, Moderateuse, Rote Teppich Sammlerin, Hamburgs berühmteste Transe und was weiss ich noch alles. Nur Wirtin war sie meines Wissens noch nicht. – Das wird sich jetzt ändern.

hmmm… die bakannteste Transe einer Stadt macht eine Bar auf? An wen erinnert mich das noch gleich? Hmmm ich komme bestimmt noch drauf 😉 Na egal, auf jeden Fall hat Olivia Nina Queers Schmutzigem Hobby einen großen Vorteil voraus. Den Standort.

Olivia Jones hat sich nämlich das alte Rasputin geschnappt. Das liegt in Hamburgs bekanntester Straße, die wiederum von hamburgs zweitbekanntester Strasse der Reeperbahn abgeht. Das Rasputin liegt ausserdem genau gegenüber der Großen Freiheit 36, DEM Hamburger Party und Musikepizentrum und Startplatz der Karriere der Beatles. Gespielt haben sie hier alle. Kylie Minogue, Prince, ZZ-Top, Robbie Williams, Duran Duran, The Pogues, Bad Religion, Green Day, David Bowie und und und und eben die Beatles am Beginn der Karriere. Eine große Vergangenheit.

Aber auch die Bar, die Olivia sich dort geangelt hat, hat eien Vergangenheit. Es war schon immer eine Bar, aber doch eher eine Bar in der ich die geneigte Transe nicht allzulange aufhalten hätte sollen, wollte man nicht mit Blicken getötet werden. Das Rasputin beherbergte immer eine ganze Menge Damen, die aber eben keine wirklichen Frauen waren. Kurzum, es war DER Transenpuff in Hamburg und nicht von ungefähr in Spuckweite vom Hamburger Transenstrich in der Schmuckstrasse. Keine gute Adresse.

Na, man darf gespannt sein, was Olivia da draus machen wird. Sie verspricht, es werde die schrillste Bar der ganzen Stadt…. Nundenn, auf jeden Fall hat sie an der Ecke massenweise touristische Laufkundschaft und vermutlich eine dementsprechende Miete zu zahlen. Sie wird also ordentlich rackern müssen. Mal sehen ob sie das denn hinbekommt, denn als ….Dragqueen of the Worls, Big Brother Bewohnerin uswusf hat man ja eigentlich wenig Zeit, sich auch noch um eine Bar zu kümmern…

Reeperbahn-Bummel und Bergtour

Gestern Abend sollte eine fast schon stressige Woche beginnen, die mich als Tranny auf die Reeperbahn, nach Berlin, zu Muddi und vielleicht wieder auf die Reeperbahn führen wird. Wenig stressig, sondern vielmehr sehr nett soll das allerdings werden. Man wird sehen.

Gestern war ersteinmal ein netter Abend mit Bianca angesagt. Nachdem wir ja neulich festgestellt hatten, daß wir uns eigentlich nicht kennen und es doch ein Bild von uns gibt, wollten wir uns nun auch mal wirklich live treffen.

Sie war gerade mal in Hamburg und da bot sich die Reeperbahn an. Leider war Mittwoch und der Kiez (für nicht Hamburger: Reeperbahn und Umgebung), wie für einen Mittwoch üblich, ziemlich leer. Erst ab Donnerstags tanzt hier das Leben.

Bianca wollte sich wohl schon drei bis vier Mal in Hamburg mit irgendwem treffen und es „kam von hamburger Seite irgendwie immer etwas dazwischen“. Wer hat diese Erfahrung nicht schon mal gemacht? Nun denn ich wollte nicht schlechte Erfahrung Nummer 5 werden, aber der Zeitplan Arbeit – stylen – Reeperbahn war schon arg knapp.

Nach einem kurzen Telefonat stellte sich aber heraus, daß nicht nur ich zu spät war, sondern Bianca ebenfalls. Wir kamen also beide verspätet im Glanz & Gloria an. Das Glanz & Gloria ist ja nun der typische Ausgangsstandort für Transen, die die Reeperbahn unsicher machen wollten. So eben auch für uns beiden hübschen.

Was macht man am Mittwoch auf der Reeperbahn? Irgendwie geht soo viel nicht. es ist alles leer. Aber Bianca hatte da eine Idee.

„vier Freikarten für das Pulverfass

Ich schaute kurz drauf und mußte feststellen, daß weder der Monat jeweils 2x Mai und Juni noch das Jahr 2005 passten. – Diese beiden Freikarten waren also ziemlich wertlos.

Als zwei Blondchen, die wir ja waren, kann man aber schon mal versuchen, vier Freikarten gegen zwei mal Eintritt einzutauschen. Der Versuch war gut – aber vollkommen erfolglos. Was soll man machen… Genau weiterziehen.

Neben dan unzähligen Etablissements mit dem namen Dollhouse gibt es in der Großen Freiheit einen Irish Pub, der an anderen Tagen wie Freitag oder Samstag immer einen Besuch wert ist. An den eben genannten Tagen ist er eher eine Tourifalle aber Mittwoch spielte dort eine Funkband, die garnicht mal so übel war. Ich habe sogar einige der Lieder erkannt 😉 Richtig spannend war es aber nicht und so zogen wir weiter.

Ebenfalls in der Großen Freiheit ist der Club Location 2., die einzige Disco, die Mittwochs offen hat. Einige Meter davor kamen uns zwo Mädels entgegen, die uns mit den Worten

Hey! sehr sexy! und tolle Beine!!

begrüßten 🙂 Ich glaube sie meinten uns beiden. Sowas hört man auf jeden Fall sehr gerne. Zumindest viel lieber als das, was man uns dann im Location 2 erzählte. Wie sagte der Typ noch?

Für Männer seht Ihr echt gut aus.

Das war als Kompliment gemeint und ich hab es einfach mal so verstanden. 😉 er. Hätte er gesagt, „Ihr schaut besser aus als meine Freundin“ hätte er wohl von ihr direkt eine Klatsche bekommen. Egal sie hatte zumindest nichts einzuwenden, als er fragte, ob er ein Foto mit uns bekommen kann. Ich gab ihm dann noch meine Emailadresse, und sagte ihm, er möge mir schreiben um das Bild zu bekommen.

natürlich hat er sich nicht gemeldet 🙂
(Übrigens hatten wir zumindest beide längere Beine als seine Freundin)

ich merke gerade, daß es bei mir nur Bilder mit offenem Mund gibt.

Irgendwann wurde uns aber auch das Location 2 zu langweilig und wir gingen zum Hamburger Berg, um die letzten Getränke im Nachtasyl zu nehmen. der Hamburger Berg ist eine Seitenstraße der Reeperbahn, wo sich eine Musikkneipe an die nächste Reihe … ähhh reiht. Spontan fallen mir 10 Kneipen ein, die alle ihre Nische haben und die hervorragend miteinander existieren. Alleine für eine Bergtour kann man locker einen Abend verbringen und ein gut gefülltes Portemonnaie eine gut gefüllte Geldbörse (trotz sehr sehr humaner Preise vertrinken). Der „Berg“ ist aber eher ein Hamburger Original und die Touris verirren sich hier eher selten hin. Uns zog es ins Nachtlager und wir flezten uns lässig auf eines der Sofas. Im ganzen Nachtasyl waren vielleicht 15 Leute incl. Bedienung und uns.

Ich erzählte noch, daß dort am Wochenende und in den Semesterferien dort der vielbeschworene Bär steppt, als auf einmal ein Mädel in die Bar kam und der Bedienung sagte „Gleich kommt die Meute“. Das hörte ich und wußte damit nichts anzufangen.. Einige Minuten später kamen ein paar Personen ins Nachtlager, von denen einer ein entfernter Bekannter war. Er nahm aber keine Notitz von uns und zog zum Kicker.

Ein Paar Minuten kam aber wirklich eine Meute. Locker 100 Erstsemester aus dem Fachbereich Erziehungswissenschaften bevölkerten das Nachtasyl und den Behweg davor.

Wir unterhielten uns ziemlich nett mit einem Mädel, die uns darüber aufklärte, was das für eine Truppe gewesen ist, die da gerade über den Kiez zog. Wir zogen inmitten dieser Truppe von Tigerentenfetischistinnen aus ganz Deutschland aber wenig Aufsehen auf uns (Bis auf den einen Typen, der uns aus sicherer Entfernung fotografierte – idiot). Egal, damit wir auch selber noch ein Foto hatten, hat das Mädel noch ein Foto von uns gemacht. Merci.

Nun wollten wir eigentlich nach Hause, aber direkt neben dem Nachtasyl ist die Villa Kunterbunt. Scheinbar auch bekannt als DIE kneipe für Transen auf St.Pauli. Ich war noch nie drin, also gingen wir herein tranken noch eine Cola und verzogen uns wieder. Also diese Kneipe war echt nicht mein Ding. Da kann man als Transe auf der Reeperbahn viel bessere Bars, oder Discos aufsuchen.

Schlußendlich war es aber ein sehr gelungener Abend, der mir viel Spaß bereitet hat.

…Auf dem Rückweg aß ich noch etwas, um dann die weitere nacht auf der Toilette zu verbringen. Na vielen Dank. Nächstes Mal bitte fett wechseln, oder so