Kermit knutscht Lady Gaga

Kermit knutscht fremd.

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Auf den MTV VMAs 2009 erschien ein neues Traumpaar und die Gerüchte überschlugen sich. Ist der grünste Junggeselle aller Zeiten vergeben oder wie kann es sein, dass Lady Gaga von keinem geringeren Star als Kermit begleitet wurde…

Auf einer von Stars warlich nicht armen Veranstaltung wie den VMAs gab es wohl wenig Namen, die an Kermits herankamen. Mittlerweile 55 Jahre alt und seit immerhin 33 Jahren Moderator der Muppet Show dürfte sein Bekanntheitsgrad die anderen Stars in den Schatten stellen. …oder sie aufwerten. So geschehen bei Lady Gaga, die von Kermit begleitet wurde und ihn sogar vor laufender Kamera küsste…


Ein Kuss von Lady Gaga, eigentlich ja eine schöne Sache für einen Star, der sich seit 55 Jahren als Junggeselle ausgibt, allerdings ein Kuss mit einigem Explosionspotential… Das könnte noch große Ärger gegeben haben, denn bekanntermaßen ist Kermit ja mehr oder weniger – auf jeden Fall aber nicht wirklich freiwillig mit Miss Piggy liiert und diese vollsvhlanke Schweinedame ist immer für ein paar Schläge und Ausraster gut, denen sich ein kleiner grüner Star kaum entgegenstellen kann.

Vermutlich auch aufgrund dieser Möglichen Konsequenzen stellt Kermit allerdings klar, dass dieses kein Date war

Well, I wouldn’t really call it a „date“ – at least not if I don’t want to end up as a coat for Miss Piggy. …Of course, after Lady Gaga and I were seen on the red carpet together, well … Miss Piggy got a little jealous. But I definitely did get a ride home – in the trunk!

Besser ist diese Aussage für ihn. Allerdings kann ihn seine zweite Aussage noch etwas Ärger geben, stellt er doch weiterhin fest, dass er und Miss Piggy nur Freunde und Kollegen seien…

Miss Piggy and I have not called it quits, and that’s because we do not have that kind of relationship. We are colleagues and close friends. Sometimes too close. Waaaay too close.

Das wird dem Schwein nicht gefallen… gernicht gefallen.

Und auch zum Thema Frösche Küssen hat Kermit noch eine Aussage

As far as kissing Lady Gaga goes: she is a very good kisser, but it was not a romantic kiss. It was a kiss for good luck. Kissing a frog is good luck for the person giving the kiss – but bad luck for the frog if his pig finds out.

Ich denke Miss Piggy wird es mitbekommen haben 🙂

Artikel 3 GG – was steht denn nun drin?

Flotter dreier fürs Grundgesetz…. Und was bedeutet des nun?

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er war der erste, der wusste, was der Art. 3 GG aussagt.

Man liest und hört es jedes Jahr und es sind immer die gleichen Meinungen.

Die CSDs sind vollkommene Fun-Veranstaltungen geworden, es geht nur um Party, es hat keinen politischen Charakter mehr und überhaupt die Medien knipsen immer nur die Freaks und die Transen, die sowieso der politschen Sache extrem abdienlich sind.

Tja, die Paraden sollen politischer werden und meiner meinung nach war der Hamburger Christopher Street Day tatsächlich politischer, als man es von anderen kennt. Man sah Plakate und Botschaften überall und der Slogan „Flotter Dreier fürs Grundgesetz“ war ebenfalls überall zu lesen…. Aber was bedeutet das nun genau? Was hat es denn mit diesem Slogan so auf sich?

Okay, ich habe mich da informiert, was der CSD Hamburg so proklamiert: Es geht um den Artikel 3 des Grundgesetzes, der folgendes aussagt:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Es geht also um den Gleichheitsgrundasatz und der Artikel 3 Absatz 3 soll eben auf sexuelle Neigungen bzw. Identitäten ausgeweitet werden…. Dieses erzählte mir das Internet.

Doch wen sollte man fragen, wenn man es eben nicht weiss? Politiker oder vielleicht doch lieber die Transen???

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Es gab leider keine Chance Herrn von Beust zu fragen

Nun ich fragte ersteinmal beim ersten politischen Truck nach, worum es denn beim Slogan „Flotter dreier fürs Grundgesetz“ geht. …Ich habe da natürlich nicht erwartet, dass man mir den gesamten Artikel 3 runterbetet, aber die Worte „Gleichheitsgrundsatz sowie Diskriminierungsverbote“ hätte ich schon erwartet, zumal dort sogar Flyer mit der Überschrift “ gleiche Rechte  für gleiche Liebe verteilt wurden…
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nett war er, aber er hatte leider keine Ahnung

Die erste Person im Bannkreis des Politik-Trucks, die ich fragte, konnte mir leider garnicht erklären, was es mit diesem Slogan auf sich hatte (6 setzen), also zog ich weiter zum nächsten Flyer-Verteiler. Er wusste etwas mehr, nämlich, dass die Schwulen und Lesben in den Artikel drei mit aufgenommen werden sollen. Als ich ihn dann allerdings fragte, was der denn überhaupt aussagen würde, erwischte ich ihn auf dem falschen Fuß und er musste zugeben, dass er keinerlei Ahnung habe und überhaupt sei er noch nicht so lange in der Partei… (Mut zur Lücke aufgedeckt 4-) ..

Doch immerhin zeigte er mir einen Menschen, der es wissen müsste. Und… Er wusste es. Es ginge dort um den Gleichheitsgrundsatz, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich seien, er konnte mir von den Diskriminierungsverboten berichten und erzählen, wie er erweitert werden sollte. (sehr gut. 1)

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leider vergaß ich, Claudia Roth zu fragen

Kaum erstaunlich ist übrigens, dass sich hierbei sowohl die Schwusos als auch die Grünen nicht mit Ruhm bekleckerten – und ganz sicher hätten dieses auch die CDU’ler, oder FDPer sowie die Linken nicht.

Ich fand genau einen Grünen und einen Schwuso, die sich beide deutlich für ihre Mitstreier schämten.

Und um diesem Artikel einen weiteren Sinn zu geben fand ich selbstverständlich (ausser mir, die es ja im Internet recherchierte) eine Drag, die es ebenso wusste. Tatjana Taft hatte sich informiert und glänzte mit politischem Wissen.

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Tatjana Taft hatte sich gut vorbereitet.

Dann hätten wir zwei wissende Politiker und zwei wissende Drags. Unentschieden….!

Erststimmen sammeln in der Wunderbar

Wenn ein Politiker nach Berlin will, muss er ersteinmal in die Wunderbar.

Zoe Delay & Farid Müller in der Wunderbar

Zoe Delay & Farid Müller in der Wunderbar

Nach der Gala zu 10 Jahre Hamburger Ehe gab es noch eine kleine Aftershow Party in der Wunderbar, wo sich Farid Müller hinter den Zapfhahn stellte und Bier ausschenkte und darüber filosofierte, wie er es wohl am besten schaffen würde, seinem Widersacher der SPD nötige Zweitstimmen abzuluchten um bei der Bundestagswahl für die Grünen nach Berlin zu ziehen…

Nun ist die Wunderbar, die legendäre Schwulenbar als Teil des Corny Littman-Konglomerats an der Reeperbahn in Hamburg schon immer für Politiker ein interessantes Pflaster gewesen. So sind die damals noch ungeouteten Ole von Beust und Guido Westerwelle dort einmal auf wundersame Weise wie von Zauberhand verschwunden, als es eine Polizeirazzia in der Wunderbar gab. Wunderlich, oder?Wie das geschehen konnte, ist bis heute ungeklärt 🙂

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Dieses Mal war der Abend ein Teil des Wahlkampfes von Farid Müller. Doch ich muss gestehen, ich habe das mit den Zweitstimmen noch nicht wirklich verstanden, vielleicht kann mir das noch einmal jemand an genau diesem Beispiel erklären.

….Nehmen wir das echte Beispiel aus 2005. Weniger werden die Grünen in Hamburg sicher nicht erreichen.

2005 erereichten die Grünen in Hamburg 14,9 % der Zweitstimmen. Das bedeutete, dass 2 Personen über die Landesliste nach Berlin einzogen… Nehmen wir an, es würde gleich laufen und die Grünen erreichen ein Direktmandat in Hamburg Mitte….

Habe ich es richtig verstanden, dass ein Direktmandat einen Platz der Landesliste nimmt?

…wenn es durch ein Direktmandat keinen tatsächlichen Platz in richtung Berlin mehr gibt, dann ist die Frage nach Johannes Kahrs eigentlich vollkommen irrelevant, oder irre ich mich? Viel interessanter ist für mich dann folgende Frage:

Was macht Farid Müller besser als Manuel Sarrazin oder Katharina Fegebank?

Warum soll man ihn wählen, wenn er doch „nur“ anderen abgesicherten grünen Abgeordneten nach Berlin zieht?

Vielleicht kann mir da noch einmal jemand meinen Denkfehler oder Verständnisfehler erklären.???

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Die Grünen feiern 10 Jahre Hamburger Ehe

Jubiläumsveranstaltung 10 Jahre Hamburger Ehe

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So sollten politische Veranstaltungen immer aussehen, dann wäre die Politikverdrossenheit geringer…. 10 Jahre ist es her, dass die Grünen in Hambureg die „Hamburger Ehe“ – den vorgänger der eingetragenen Partnerschaft – im damaligen rot-grünen Senat durchgedrückt haben. Damals so unerhört, dass aus Bayern gewettert wurde, man könne ja auch gleich einen Pakt mit dem Teufel eingehen.

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Egal, dieser Pakt wurde eingegangen und daraufhin diverse Partnerschaften, bis dann dieser Vorgänger durch die eingetragene Partnerschaft abgelöst wurde… Das Ganze ist jetzt 10 Jahre her und ein guter Grund zu feiern und eine ganze Menge Strassenbäume in Hamburg Mitte mit Plakaten für diese Veranstaltung schon mal zu besetzen um sie danach mit dem Konterfei von Direktkandidat Farid Müller auszutauschen. Geschickt eingefädelt.

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Nein, der Grund zu feiern ist ein wichtiger und die Veranstaltung im Schmidt Theater sollte eine gute werden… Das ganze hätte man auch eine „grüne best of Schmidt Theater Show“ nennen können, denn es waren ausschliesslich Künstler auf der Bühne, die sehr mit dem Schmidt Theater verbunden sind, dort groß wurden oder zumindest tolle Zeiten dort verbracht haben… und sie waren wie Corny Littmann alle heterosexuell… also zumindest so heterosexuell wie er selber….

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So stockheterosexuelle Künstler wie Kay Ray, wie Lilo Wanders, Frau Emmi und Herr Willnowsky und der Scwulenchor Schola Cantorosa und noch einige andere. Moderiert wurde das ganze vom Ehepaar Corny Littmann und Valery Pearl, die vorher doch einigen Bammel davor hatte. Nicht weil sie Angst vor Menschen hätte, aber auf der Bühne des Schmidt Theaters noch dazu in einer politischen Veranstaltung war ihr doch etwas too much… Hat sie aber doch gut hinbekommen.

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Die Show begann mit Frau Emmi und Herrn Willnowsky und gerade Frau Emmi war an diesem Abend großartig ausfgelegt. Das merkte man weniger an ihrem eigentlichen Programm, dass natürlich großartig war, aber dieses jedoch natürlich immer ist. Es kommt immer darauf an, was passiert, wenn etwas eben nicht geplant ist, so in dem Fall, wenn irgendwer aus dem Publikum immer etwas dazwischensabbelt… Da spielt sich die Schlagfertigkeit der beiden aus, nun wurde aber Frau Emmi noch einige Male auf die Bühne gerufen und war immer ein Gewinn.

Doch war das ganze ja auch eine politische Veranstaltung und so erzählte Krista Sager ein Paar Worte zu der Situation damals, den ersten Paaren und der Anekdote, als schwarz / dunkelschwarz in Hamburg die Wahl gewannen und jemand zu ihr meinte „das haben sie nun davon, sie mit ihren Schwulen“… mit dem Gedanken, sie würde sich noch wundern, was sie für einen Bürgermeister bekäme… 🙂 Das war interessant, bewegend allerdings war, als eines der ersten Paare erzählten, sie waren vor 10 Jahren bereits über 28 Jahre zusammen und lebten schon unerhört offen mit beiden Namen am Klingelschild zusammen.

Den beiden Männer folgten einige mehr. Der Schwulenchor Schola Cantorosa,der ja bereits auf der CSD Opening Gala abgeräumt hat, schaffte es auch hier, das Publikum zu begeistern. Das Programm war zwar identisch zum Sonnabend vorher, aber das machte nichts, denn soetwas kann man sich auch gerne ein zweites Mal anhören und ansehen.

Ebenfalls ein zweites Mal innerhalb weniger Tage sah ich danach den Justizsenatpr Till Steffen auf der Bühne. Hatte ich seine Eingangsrede zum CSD noch wirklich komisch gefunden, fand ich ihn dieses Mal wirklich gut auf der Bühne. Trotzdem ihm Corny Littmann mit wirklich fiesen Fragen löcherte blieb er erstaunlich gelassen. „Was wäre denn, wenn ein Knacki und ein Vollzugsbeamter zusammen ein Kind adoptieren würden“ und muss man eigentlich als Gleichstellungsbeauftragter Wissen, wovon man redet, also die Frage, habe er in seiner Jugend homosexuelle Erfahrungen gamcht… Und dann kam auch noch Frau Emmi auf die Bühne und wollt eine Beziehung zu ihm eingehen, dann müsse jedoch das Kind noch an ein nettes homosexuelles Pärchen veradoptiert werden… Das wollte er dann doch nicht. Aber er hat auf der Bühne gute Miene zum bösen spiel gemacht und sich beachtlich aus der Affäre gezogen. Den Eindruck der Opening Gala hat er hier positiv wieder vollkommen wettgemacht.

Apropos beachtlich. Danach kam eine weniger wichtige Einlage aus „Hossa“ , dann jedoch ein Säger, den Cory Littmann nicht ohne Grund als „Besten Sänger auf der Bühne des Schmidt Theaters“ ankündigte. Leider weiss ich den Namen nicht, aber er hatte eine gigantische Stimme, die zwar schon bei der ersten Nummer auffiel, dann allerdings bei Prince’s Purple Rain richtig zur Geltung kam. Mitreissend.

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Und weil auf etwas tolles ja meist etwas weniger großartiges folgt, folgte das Interview mit Direkkandidat Farid Müller, dass ein doch schon etwas angeschickerter Corny Littman etwas wirr führte und in dem Farid Müller mit Politiker Marketingsprech antwortete. „Warum willst Du nach Berlin“ „Weil ich finde, dass mal Zeit für einen Wechsel ist.“ Ähhh ja. Aha.

Aber auch hier rettete Frau Emmi aus dem Schlamassel, indem sie trotz bestellt und nicht abgeholt iren Senf dazu gab, ein wenig über das Einheitswahlrecht, über Berlin und noch ein wenig über den justizsenator fabulierte. Wie gesagt, Frau Emmi war großartig drauf an diesem Abend.

Danach folgten – um die best of Schmidt-Theater Schow zu komplettieren noch Lilo Wanders, die ihren CSD Song zum besten Gab und Kay Ray der ebenfalls noch einige Stücke aus seinem Repertoire brachte, und dieses an diesem Abend ganz ohne Flasche Vodka, die ihm ja zumeist geschenkt wird, auf die Reihe brachte.

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Insgesamt ein sehr gelungener Abend für ein schönes Jubiläum. So sollten Parteiveranstaltungen immer aussehen, dann würde auch die Politikverdrossenheit sinken. Schön wenn eine Partei mal so daran erinnern kann, was sie geleistet hat und man darauf auch uneingeschränkt stolz sein kann.

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